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Kann ich einen Auftrag stornieren......?

Diskutiere Kann ich einen Auftrag stornieren......? im Forum Bauvertrag auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Kann ich einen Auftrag stornieren......?

    Hallo Liebe Experten,
    ich müßte dringend in Erfahrung bringen, ob ich einen bereits vergebenen Auftrag (WD), wieder stornieren kann...Muß ich Schadensersatz leisten....?
    Hintergrund:
    Unsere HV hat einen Auftrag zur Wärmedämmung vergeben, bevor wir die Angebote sehen konnten.Die Firma wollte mir auch am telefon zuvor keine Auskünpfte "hinter dem Rücken der HV" geben.
    Jetzt mußten wir festellen ,daß die Firma in Ihrem Angebot nicht das Dämmmaterial benutz von dem wir ausgegangen sind.
    Dazu kommen noch weitere Schwierigkeiten , so daß uns ein Bausachverständiger empfohlen hat den Auftrag zu stornieren um rechtliche und technische Sicherheit zu schaffen.
    Er sagt ,daß wir den Auftrag gemeinschaftlich wieder stornieren können.....wie sehen Sie daß ?
    Habe leider nur noch eine Woche bis zu unserer EV , wo ich diese Infos brauche.
    Mfg Carola
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  2. Kann ich einen Auftrag stornieren......?

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  3. #2
    Baufuchs
    Gast

    Pacta sunt servanda

    Verträge sind einzuhalten.
    Kündigen sie einen rechtsgültig geschlossenen Vertrag, hat der AN Anspruch auf die vereinbarte Vergütung. Er muss sich jedoch dasjenige anrechnen lassen, was er bei Nichtausführung an Aufwendungen einspart.

    Oftmals finden sich in den AGB´s der AN auch Pauschalen für den Fall der Vertragskündigung. Ob diese Rechtens sind, sagt Ihnen ein Rechtsanwalt.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Baufuchs,
    danke für die schnelle Info!!!!Also Angaben zu Pauschalen ,habe ich im Angebot für den Auftragnicht gefunden .Der Auftrag wurde von unserer HV laut Angebot vergeben.Hier geht es um eine WD ,gesammtpreis ca.55.000,00 Euro.
    Wenn diese Maßnahme nicht durchgeführt wird ,was genau kann ich abziehen ?
    Material / Arbeitsaufwand?

    Ist eine Vergabe" laut Angebot "ein rechtsgültiger Vertrag ?
    Mfg Carola
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  5. #4
    Baufuchs
    Gast

    Annahme

    des Angebots durch Auftragserteilung = Vertrag.

    Die AGB´s des AN finden sich i.d.R. beim Angebotsschreiben.

    Kann der AN z.B. nachweisen, dass sein Aufwand bei ca. 90% des Auftragswertes lag, so fallen 10% Stornokosten an.

    Die Abzüge nimmt nicht der AG vor, sondern den AN rechnet selbst. Dann kann u.U. die Höhe der Stronoforderung bestritten werden.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke Baufuchs...das war schon sehr hilfreich,Gruß Carola
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    wie geht das denn? du stornierst einen auftrag, den ein anderer
    (die hausverwaltung) erteilt hat? aha ..

    u.u. wäre zu prüfen, ob die art der auftragsvergabe überhaupt rechtens war ..
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  8. #7
    Baufuchs
    Gast

    Das

    wäre dann aber ein Anspruch gegenüber der Hausverwaltung..
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  9. #8
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Zitat ...

    ... aus dem anderen Thread:

    "Hier unser Beschluss:
    Alle Giebel-und Vorderfassadenflächen werden mittels WVS gedämmt.Die Arbeiten sollen möglichst noch in diesem Jahr durchgeführt werden.Der Auftrag wird durch die Verwaltung in Absprache mit Herrn XY erteilt,nachdem entsprechende Ortstermine durchgeführt wurden und alle Detailfragen geklärt sind.Die Finanzierung erfolgt über den Etat........

    Leider ist wohl so ein Beschluss windelweich...."


    Da müsste dann der Herr XY auch mit ins Boot genommen werden.
    Irgendwie ist das alles saudumm gelaufen.

    Einzige Möglichkeit für Carola und ihre (berechtigten) Bedenken:
    Überzeugungsarbeit an den Miteigentümern bei der nächsten Eigentümerversammlung.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    wie geht das denn? du stornierst einen auftrag, den ein anderer
    (die hausverwaltung) erteilt hat? aha ..

    u.u. wäre zu prüfen, ob die art der auftragsvergabe überhaupt rechtens war ..
    so isses!

    Erstmal nicht verrückt machen:
    Warum gleich kündigen? Bis zur Klärung der Fragen kann die Ausführung verschoben werden...(Preisbindung beachten, ggf Nachtragsangebote...)
    Welches Material sollte verwendet werden, was wird verwendet, war die Vorgabe an die HV klar, welche Probleme sieht der Sachverständige?

    gruss
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hallo zusammen schön das Ihr das so seht....saudumm gelaufen....ich möchte darauf hin arbeiten, daß der Auftrag von einer anderen Firma übernommen wird....weil ich a. vermute das hierbei gemauschelt wurde....b.eine Firma, die mir nicht mal auskünfte geben möchte ( "hinter dem Rücken der HV) und so ungenaue Angebote schreibt, außerdem von mir ( Frau-Laie) darauf aufmerksam gemacht werden muß, daß es durchaus auch sinnvoll ist unser Treppenhaus, Bzw Teile der Außenwände hinter denen unsere Wohnung liegt mit zu dämmen....nicht gerade mein Vertrauen genießt.
    Dieser Herr XY ist immer noch im Urlaub.....Der Sachverständiger sieht das Ganze als Problem, weil a . die Form wie wir jetzt zu diesem Auftrag gekommen sind nicht dem entspricht, wie es wohl eigentlich laufen sollte....erst beraten lassen,ausschreiben...vergleichen und dann abstimmen......b. gibt es am Haus eine Wand, bei der das Schimmelproblem von außen schon sichtbar ist. Mein Mann hatte die Dame unserer Hv darauf aufmerksam gemacht, aber die meinte nur da würde dann während der Dämmmaßnahme nach geschaut.....fand der Bausachverständiger auch nicht empfehlenswert.
    Die Wand gehört nicht zu unserer Wohnung, daher hoffe ich das die entsprechende Besitzerin auch noch dahinter kommt , daß hier mal was passieren müßte.....

    Während der EV war nur von 14cm Platten die Rede,die Firma die jetzt den Auftrag hat hatte keinen Wert angegeben ,ebenso wie das zweite Angebot (v.d. Hv. eingeholte)
    die Firma hat sich auf Preise ohne angaben zur Leistung reduziert.
    Die einzige Firma die alles genau beschrieben hat ...14cm PS 20 0/35 ....wurde von uns beauftragt ein Angebot zu schreiben....
    Danke noch mal...Gruß Carola
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  12. #11
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    Merkwürdige Geschichte. Klingt ganz so, als habe die Verwalterin der Eigentumswohnanlage mit dem beauftragten Unternehmen gekungelt.

    Im Außenverhältnis wird die Wohnungseigentümergemeinschaft vertreten durch die Verwalterin. Die von der Verwalterin geschlossenen Verträge sind also grundsätzlich wirksam. Ausnahme: Wenn man der Verwalterin kollusives Verhalten mit dem Unternehmen zum Nachteil der Wohnungseigentümergemeinschaft nachweisen kann.

    Im Innenverhältnis hätte die Verwalterin ihre Kompetenzen überschritten, wenn sie die beschlossene Abstimmung mit Herrn XY vor Auftragsvergabe nicht durchgeführt hat. War das so ? In diesem Falle wäre die Verwalterin schadenersatzpflichtig, müßte also alles tun, um den Vertrag rückgängig zu machen.

    Wenn Kungelei vorlag, läge außerdem Untreue, § 266 STGB vor.

    Wenn die Vertretungsbefugnis im Innenverhältnis überschritten wurde ( = fehlende Abstimmung mit Herrn XY ) dann wäre das außerdem ein Grund zur fristlosen Kündigung des Verwaltervertrages.

    Agieren muß gegebenenfalls allerdings die Wohnungseigentümergemeinschaft. Mithin wäre eine außerordentliche Versammlung einzuberufen. Wer das kann, ergibt sich aus der Teilungserklärung.
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  13. #12

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    Salz in die Wunde streu:
    Warum hat die WEG die HV nicht beauftragt, einen PLANER hinzu zu ziehen.
    Der hätte ERMIITELT, welche Dämmung benötigt wird, hätte hierzu ein VERBINDLICHES LV erstellt und die Arbeiten überwacht (wenn beauftragt).
    Ich wette, ich weiss warum.
    Darum: €

    MfG
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  14. #13

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    Warum hat die WEG die HV nicht beauftragt, einen PLANER hinzu zu ziehen.
    ...weil hier -möglicherweise- die HV ein ganz besonderes Interesse hat einer bestimmten Firma den Auftrag zu erteilen....? Wer weiß!

    Thomas
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum
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    Hat denn die Verwalterin erklärt, daß die Baumaßnahme schwierig ist, sie insoweit nicht über hinreichende Kenntnisse verfügt und deshalb ein Planer hinzugezogen werden soll/muß? Übernahmeverschulden?

    Wenn der Hinweis erfolgt sein sollte: Was hat daraufhin die Wohnungseigentümergemeinschaft erklärt?
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  17. #15
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,
    zu..warum haben wir keinen "Planer" beauftragt....weil wir zu unwissend waren....die mehrzahl der WEG ist schon " älter".Wir, die einziegen " jungen" , sind noch "neu" in der WEG.
    Als wir vor ca. 17 Monaten eingezogen waren,erfuhren wir daß im Jahr zuvor über eine Sanierung gesprochen wurde,es tat sich bis dahin aber nicht`s.
    Bei unserer 1.ETV wurde dann beschloßen , Kostenvaranschläge für die Maßnahme einzuholen.Das Ergebniss...ein Angebot ohne genaue Beschreibung der Maßnahme , Gesamtpreis 115.000,00 Euro.
    Daraufhin habe ich ein Angebot eingeholt ,genau beschrieben, Arbeitsstunden, Material ,Preise....schien mir sehr kompetent bei der Besichtigung. Preis =ca.80.000,00
    Hatte auch schon auf schwierigkeiten hingewiesen...wurde von unserer HV beim Ortstermin aber ignoriert.....ist mir erst später aufgefallen.
    Die Firma die den Auftrag jetzt hat wurde ganz und garnicht "ignoriert", sondern alles was diese vorschlug (auch unsinn) einfach beschlossen.
    Während der ETV lag von dieser nur ein unkonkretes Angebot vor.

    Interessant wäre auch noch zu erfahren, was eine Aspestentsorgung kostet,wir haben von der HV nur ca. zahlen und noch kein Angebot.Die Firma (80,000,00 fürs ganze Haus) hatte diese Kosten mit im Angebot.

    Jetzt ,da die andere Fa. Aspest entsorgung nicht macht, brauchen wir dafür eine spezielle Fa.,geschätzt sind die Kosten auf 2000,00 Euro (3 Giebel eines 2 Etagen Hauses)
    Wie die Absprache mit Herrn XY gelaufen ist , werde ich erst am Wochenende erfahren, da er bis dahin noch im Urlaub ist.
    Meine Vermutung:
    Wir haben den Ausdruck einer Mail an ihm gesehen, wo lediglich die Zahlen für den 1. Bauabschnitt standen und ca. Kosten für Aspest....Schlosser.....Dachdecker...
    Wenn sich meine Vermutung bestätigt, war das die einzige Absprache....oder aber die HV hat herrn XY nur die Endzahlen unter die Nase gehalten ohne dabei zu berücksichtigen, daß die Angebote unterschiedlichen Arbeitsaufwand , Material beinhalten....
    Ich habe mal versucht die Angebote zu vergleichen und habe festgestellt, daß die "teurere Fa." wenn ich alle Arbeiten streiche, die beim Mitbewerber nicht im Angebot enthalten sind, für mehr Dämmfläche mit 14cm 0/35 und der Aspest entsorgung nur unwesentlich teurer war.Heißt, wenn diese ebenfalls Teile des Hauses nicht dämmen, sondern nur anpassen würde (was sie aber nicht empfiehlt) wäre sie sogar günstiger gewesen....beim besseren Dämmwert!!
    Nur wie mache ich das unseren zt 70-80 Jährigen Nachbarn klar???
    Am Montag 01.09. haben wir diese Sondereigentümerversammlung....bis dahin werden wir versuchen noch möglichst viel in Bewegung zu setzen....
    Ich hoffe ich wiederhole mich nicht....
    Also Danke nochmal an ALLE!!!!!!!!!
    Unglaublich ,was ich in diesem Forum schon erfahren konnte.......
    Schöne Gruße Carola
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