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Welcher Innenputz?

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  1. #1

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    Welcher Innenputz?

    Hallo,

    stehe kurz vor der vergabe meines Innenputzes (Neubau).
    Es gibt ja KalkGips, KalkZement und reinen Kalkputz.

    Nach meinen bisherigen Informationen verwenden die meisten Firmen KalkGipsputz (in Feuchträumen KalkZementputz).
    Der reine Kalkputz ist nicht so sehr verbreitet, weil dieser zu teuer ist. (1 Arbeitsschritt mehr)

    Was haltet Ihr vom reinen Kalkputz. Habe gehört, dass er die beste Lösung sein soll.
    - atmungsaktiv
    - "gesünder"
    - weniger Schimmelgefahr....

    Wie ist Eure Meinung?

    Vielen Dank
    Chris
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  2. Welcher Innenputz?

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  3. #2

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    es gibt auch nur gips
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  4. #3

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    Ganz ehrlich: das ist wie mit der Religion, jeder glaubt an was anderes.
    Weniger Schimmelgefahr: schon, da er keinen direkten Nährboden bildet (wie z.B. manche Lehmputze, die durch organisches Material/ "tote Tiere" auch ein gewisses Allergiepotential haben können). Ist in Bezug darauf aber nicht unbedingt besser als ein Gips/ Kalkgipsputz.
    Atmungsaktiv: auch hier nicht besser als der Gipsputz
    Persönlich finde ich Kalkzementputze mit feinen Filzputzen (Kalkbasis, auch eingefärbt), ungestrichen, am schönsten.
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  5. #4

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    Innenputz

    Zur Vervollständigung: Es gibt auch noch Lehmputz, wie im vorigen Beitrag geschrieben.

    Von der wasserdampfaufnahme ist ein reiner Kalkputz (wenn möglich Luftkalkputz) wesentlich besser als ein dichter Gips- oder Kalkgipsputz. Zumal ich nicht unbedingt Produkte aus Rauchgasentschwefelungsanlagen an meine Wände schmieren würde. Der Begriff der Atmungsaktivität ist bei Putzen völlig fehl am Platz, Wände atmen nicht. Wichtig ist eine gute sorptionsfähigkeit, also Wasserdampfaufnahme des Putzes.

    Zu den Kosten: bis 1,5cm kann man manche Kalkputze auch einlagig aufziehen und streichfertig filzen, dann kommt der Kalkputz nur unwesentlich teurer als ein Gipsputz.

    Beachten sollte man beim Putz allerdings auch, daß man dann entsprechend weiterarbeitet, also einen Kalkputz dann auch nur mit Silikat-, Kalk-, Lehm, oder Kaseinfarben streicht, bzw. mit entsprechenden Oberputzen, wenn man Tapezieren will kann man genausogut auch einen billigen Gipsputz nehmen.
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  6. #5

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    Ist die Frage ob man es braucht. Bei normaler Luftfeuchte hat der Kalk mehr Reserven (bei der Sorption), die aber nicht ausgenutzt werden. Der "mü" sowie der "sd"-Wert sind gleich. Keine Frage aber, dass ein Kalkputz schon was Feines ist. Was die Diffusions- und Sorptionsfähigkeit allerdings dann wieder runtersetzt, ist z.B. eine Silikatfarbe. Da bringt eine super Sorptionsfähigkeit nix, wenn der Anstrich das Ganze verhindert.
    Lehmputz mag ich auch, habe aber leider schon oben angesprochene Probleme gesehen.
    Betrachtet werden muss einfach das Gesamtsystem aus Grundierungen, Putz, Anstrich.
    Wie gesagt, mein persönlicher Favorit ist Kalk-/ Kalkzementputz und ein (eingefärbter) Kalkputz gefilzt. Keine Grundierungen, keine Farben.
    @Atmungsaktiv: klar FALSCH, der Laie versteht aber das richtige darunter. Diffusionsfähigkeit.
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  7. #6

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    Rauchgasentschwefelungsanlagen an meine Wände schmieren würde.
    Wo ist das Problem bei REA-Gips?
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  8. #7

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    Naja, REA Gips wird grob gesagt durch die Filterung von Industrieabgasen gewonnen, von daher würde ich mir das genausowenig an die Wand schmieren wie Zementputz, einige Firmen werben sogar damit, daß Sie Altreifen und Tiermehl als Brennstoff bei der Zementherstellung einsetzen und dem Zement noch Reste aus anderen Industriezweigen beimengen und nennen das Recycling.
    Geniales Geschäftskonzept: Man bekommt von der Industrie Geld für die Entsorgung des Abfalls und verkauft den Abfall dann als Baustoff (leicht verändert und mit einer "sauberen" Laboranalyse) dann noch mit Gewinn weiter.
    Da wären mir dann ein paar "tote Tiere?" im Lehmputz oder ein getünchter Sumpfkalkputz wesentlich lieber, aber der kostet halt ein paar Euro mehr pro Quadratmeter und dann reichts halt nicht mehr für den Flachbildschirm oder das Designersofa.
    Da kann man ja ein paar Abstriche machen, man sieht ja den Unterschied kaum, und das mit den Reifen und dem REA-Gips ist nur Geschwätz von ein paar Ökos, da gibt´s genügend Herstellerprotokolle und Analysen die das Gegenteil beweisen.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Wo ist das Problem bei REA-Gips?
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...ighlight=xella
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  10. #9

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    Was hat der Haniel-Skandal mit REA-Gips zu tun?
    @Gluehspiess: geräucherte Wurst oder ähnliches isst Du ja bestimmt auch, aber geräucherten Kalk willste Dir nicht an die Wand schmieren? Gehörst Du nicht einem Berufszweig an, der in den letzten Jahrzehnten zuhauf Sondermüll (Styrol) an die Wände klebt und das dann mit Biozid (GIFT) versetzten Beschichtungsstoffen (die sich mittlerweile Putz nennen dürfen) verschmiert? So von Öko zu Öko!?
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Herr Nilsson Beitrag anzeigen
    Was hat der Haniel-Skandal mit REA-Gips zu tun?
    Das kommt ja wohl aus der gleichen Richtung...die Basis sind im Grunde nur aufgewerte Abfallprodukte...
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Herr Nilsson Beitrag anzeigen
    Was hat der Haniel-Skandal mit REA-Gips zu tun?
    @Gluehspiess: geräucherte Wurst oder ähnliches isst Du ja bestimmt auch, aber geräucherten Kalk willste Dir nicht an die Wand schmieren? Gehörst Du nicht einem Berufszweig an, der in den letzten Jahrzehnten zuhauf Sondermüll (Styrol) an die Wände klebt und das dann mit Biozid (GIFT) versetzten Beschichtungsstoffen (die sich mittlerweile Putz nennen dürfen) verschmiert? So von Öko zu Öko!?
    Nein, zum Glück konnten wir uns dem Sondermülltrend widersetzen, nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch kamen bei uns Kunststoffe zum
    Einsatz, ansonsten haben wir nur mineralische Produkte verarbeitet. Geräucherte Wurst würde ich zum einen auch nicht essen, zum anderen wird die nicht im Industriekamin geräuchert.
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  13. #12

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    [QUOTE=gluehspiess;277731]Nein, zum Glück konnten wir uns dem Sondermülltrend widersetzen, nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch kamen bei uns Kunststoffe zum Einsatz, ansonsten verarbeiten wir nur mineralische Produkte und in diesen kann man zum Pech der Industrie keine Gifte einbringen weil diese meist nichtt alkalibeständig sind.
    Geräucherte Wurst würde ich zum einen auch nicht essen, zum anderen wird die nicht im Industriekamin geräuchert, aber mit einem hast du recht, diesem Berufszweig gehöre ich an und diese Sachen werden von 95 % der Kollegen auch bevorzugt eingesetzt (Die gleichen Kollegen, die nicht mehr wissen woraus Farben bestehen und wie man selbst welche ansetzt, weil Ihnen das Denken bereits von der Industrie abgenommen wird - Eimer kaufen- Deckel auf- Rauf an die Wand- Fertig)

    [/QUOTE
    In ein paar Jahren kommt dann vielleicht raus, dass die nicht! vorhandenen Rückstände des ganzen Industriemülls vielleicht doch nicht so unbedenklich sind und vielleicht doch welche vorhanden, aber dann liegt das vielleicht an falscher Verarbeitung oder unwägbaren Bedingungen des Untergrundes, der Hersteller wird mit Sicherheit nichts dafür können und für eventuelle Krankheits- oder Todesfolgen werden dann halt ein paar Ausgleichszahlungen an Gemeinnützige Einrichtungen geleistet, wie in dem Beispiel mit dem Holzschutzmittelprozesses mit dem Produkt das heute noch so heißt wie damals, und nur mit leicht veränderter Rezeptur in allen Baumärkten steht, wie blöd kann man als Verbraucher eigentlich noch sein?
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  14. #13

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    Das kommt ja wohl aus der gleichen Richtung...die Basis sind im Grunde nur aufgewerte Abfallprodukte...
    Das sind mit Kuhmist gedüngte Bio-Produkte auch....

    Ein wenig mehr Substanz, bitte....

    Ausserdem hab ich nach REA-Gips gefragt. Inwiefern hier Zuschläge bei der Zementproduktion ein Rolle spielen?
    Der entsteht durch die Reaktion vom Naturprodukt Kalk mit dem bei der Verbrennung des Naturprodukts Kohle und dem darin enthaltenem Schwefel enstehenden Schwefeldioxid unter Mitwirkung von Wasser.

    Holzschutzmittelprozesses mit dem Produkt das heute noch so heißt wie damals, und nur mit leicht veränderter Rezeptur in allen Baumärkten steht
    Du meinst das mit dem "X"?
    Na, der Name war 20 Jahre lang "verbrannt". Deshalb heißt das Produkt nicht "noch" so, sondern "wieder". Hab' mich auch gewundert, obwohl, es ist logisch.
    Inwiefern die Rezeptur nur "leicht verändert" ist, kann ich nicht beurteilen, aber Du vermutlich auch nicht. Zumindest die sich damals als extrem schädlich erwiesenen Substanzen sind sicher nicht mehr enthalten.
    Aber so wie solche Dinge üblicherweise laufen, ist das Produkt heute möglicherweise ein ganz anders und nur der Name der von früher. Denn eines muss man dem Produkt lassen: Das Holz vor jeder Art von Zerstörung geschützt hat es wie kaum ein anderes. Sozusagen das R0und-up der Holzschutzmittelindustrie. Und von dem Nimbus will das Produkt heute wohl profitieren. Angeblich gibt es ja in den USA auch Insektizidem, die damit werben, "in Kalifornien verboten" (wo die Umweltgesetze am schärfsten sind) zu sein.

    Thomas

    der seit 24 Jahren grün ist, aber trotzdem (oder deshalb?) nicht jedem Öko-Scheinargument aufsitzt.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    REA Gips aus Kohle?

    Das würde dann bedeuten, daß REA Gips nur unter Verbrennung von chemisch reiner Kohle (welche Kohle ?) entstehen würde und die Abgase vorher 100% effektiv von allen anderen Stoffen gereinigt wurden. Kann man glauben oder auch lassen.


    Die Nummer mit dem X:

    Die Rezeptur, da nicht offengelegt kann außer dem Hersteller niemand überprüfen, deswegen kann man diese Sauereien ja auch machen.
    Und vor Insekten hat das Mittel hauptsächlich da geschützt, wo kein Schutz vonnöten war. Roundup als Referenz passt übrigens ausgezeichnet, Monsanto hat ja auch einen sehr guten Ruf.

    Wahrscheinlich gibt es heute ja wieder sehr großen Bedarf an Holzschutzkeulen, da es den Architekten heutzutage ja sehr gut gelingt jedweden baulichen Holzschutz wie z.B. große Dachüberstände zu vermeiden. Wenn dann die Balkonverbretterung oder sonstige Holzbauteile an der Fassade verfaulen war entweder die Farbe von schlechter Qualität, oder die Holzqualität unter aller Sau, den Planer trifft da keine Schuld (kann man übrigens nach belieben ausweiten: Veralgte Fassaden, abgewitterte Putze..... alles Schuld der Verarbeiter oder Hersteller, heutzutage muß ein Material mindestens 20-30 Jahre volle Bewitterung ohne schützende Dachüberstände aushalten damit es was taugt, wozu gibt´s denn Nano- Makro- und Raumfahrttechnologie, doch nicht wohl nur um die Verbraucher für dumm zu verkaufen?)
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  17. #15

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    Sinnlos isses...............................
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