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  1. #1

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    Neues Glas in Fenster

    Nach der Dachdämmung sollen nun im nächsten Schritt die Fenster auf "Vordermann" gebracht werden. Haus Bj 1977 mit ca 45m2 Isolierglas 4-12-4. Holzfenster mit 5,5 cm Profil. Ramen gut gepflegt und noch einwandfrei in Ordnung. Möchte nun altes Glas (vermutlich 3,0) gegen Wärmeschutzglas (1,0 ....1,3) austauschen. Stehe vor der Entscheidung 4-12-4 mit einer Beschichtung, zwei mal beschichtet, 4-16-4 einseitig oder 2 mal beschichtet und / oder warmer Kante. Die Werte reichen von 1,0 bei 4-16-4 bis 1,3 bei 4-12-4 bei einer Beschichtung. Im ersteren Fall müßte das Holz auf der Außenseite um 4 mm ausgefräßt werden. Geht das? Gibts dafür Maschinen, die im installierten Ramen diese 4 mm Ausfräßung ermöglichen? Sieht das gut aus? Ich möchte natürlich so gern die 1,0 mitnehmen.
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  2. Neues Glas in Fenster

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  3. #2

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    Zitat Zitat von ottobald Beitrag anzeigen
    ....Ramen gut gepflegt und noch einwandfrei in Ordnung....
    Würdest Du ein Auto kaufen wenn da stünde "Karosserie gut gepflegt und noch einwandfrei in Ordnung"?
    Ich würde zuerst hinter die Kulissen schauen. Ein Fensterbauer / Schreiner kann dazu sicherlich mehr sagen.

    Es geht ja nicht nur darum ob der Rahmen gepflegt ist, sondern ob die Fensterrahmen auch "dicht" sind. So manches Fenster ist nach den vielen Jahren schon so verzogen, daß es zwischen den Ritzen durchpfeift.
    Dann hilft das beste Fensterglas nichts.

    Was den Unterschied Glas mit U-Wert 1,0 oder 1,3 betrifft, so ist dieser Unterschied nicht mehr so gewaltig. Der Fensterrahmen und Einbau spielt ja auch eine Rolle.
    Bei den 45qm reden wir von einer Einsparung im Bereich 1.300kWh p.a.

    Wenn es vom Einbau her machbar ist, würde ich natürlich auch das Glas mit dem bessere U-Wert nehmen, keine Frage, aber bevor der Aufwand zu hoch wird, könnte ich auch mit einem U-Wert von 1,3 leben.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke Ralf und Berufskollege,

    ich habe mir natürlich die Fenster auch genau angesehen, bevor ich diese Variante "Scheibentausch" ins Auge gefasst habe. Die Dichtigkeit ist natürlich gewährleistet. Hab sogar die Dichtungen der Fenster zum größten Teil ersetzt. Die Dichtungen der Balkontüren wurden mal vom Schreiner ersetzt. Damit war und bin ich garnicht zufrieden gewesen. Nut für neue Dichtung schlecht eingefrässt, Fuß der Dichtung zu schmal. Da fällt die Dichtung auch schon mal raus. Deshalb bin ich vorsichtig mit dem Schreiner und hole mir lieber hier mal zusätzlich Meinungen ein.

    Also mir geht es vorwiegend um das Fräßmaschinchen, mit dem man den Fensterrahmen um weitere 4 mm ausfräßen kann. Wäre schön, wenn mir jemanden einen Tipp geben könnte.
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  5. #4
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Stimmt das ...

    Zitat Zitat von ottobald Beitrag anzeigen
    Holzfenster mit 5,5 cm Profil.
    ... denn überhaupt? Erscheint mir ein bisschen mager für eine 4/12/4-Verglasung.

    Wenn´s denn stimmt, wäre mir die 4mm Ausfräsung viel zu haarig (gefühlsmäßig ).

    Nimm das 1,3er Glas und gut iss. Das 1,0er bringt´s nicht wirklich (auch unter Berücksichtigung der dann erheblich schlechteren Kosten-/Nutzenrelation).
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  6. #5

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    Zitat Zitat von VolkerKugel Beitrag anzeigen
    ...Das 1,0er bringt´s nicht wirklich (auch unter Berücksichtigung der dann erheblich schlechteren Kosten-/Nutzenrelation).
    Von 3,0 auf 1,3 ist schon ein Sprung, aber von 1,3 auf 1,0?

    Was man noch überlegen sollte, das neue Glas ist ja kein Leichtgewicht. Man sollte also abklären, ob das Fenster mit den schweren Scheiben klarkommt, nicht daß sie später die Flügel hängen. Gerade bei großen Fensterflächen könnte das zum Problem werden.

    Aber wozu gibt´s Fensterbauer. Die müßten solche Fragen im Schlaf beantworten können.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von VolkerKugel Beitrag anzeigen
    ... denn überhaupt? Erscheint mir ein bisschen mager für eine 4/12/4-Verglasung.

    Wenn´s denn stimmt, wäre mir die 4mm Ausfräsung viel zu haarig (gefühlsmäßig ).

    Nimm das 1,3er Glas und gut iss. Das 1,0er bringt´s nicht wirklich (auch unter Berücksichtigung der dann erheblich schlechteren Kosten-/Nutzenrelation).
    Also der Fensterrahmen hat eine Dicke von 68mm. Das Fensterblatt 55mm. Die 24mm Scheibe müsste eigentlich noch gehen für die Rahmen.

    Ja und zum Gewicht, das bleibt in jedem Fall ja gleich in Relation zu den jetzigen Isolierglasscheiben. Es soll ja kein 3-fach Glas rein.
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  8. #7
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Begriffsdefinition:

    Flügelrahmen = der bewegliche Rahmen, in dem sich die Scheibe befindet
    Blendrahmen = der umlaufende am Mauerwerk befestigte Teil, der den Flügelrahmen hält

    Blendrahmen hier 55 und Flügelrahmen hier 68 mmm? Ich glaub´s nicht .

    Aber gut. Trotzdem: bleib´ beim 1,3er - der Aufstand für das 1,0er lohnt nicht .
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  9. #8
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    Nein,

    so ists richtig:

    Flügelrahmen = 55
    Blendenrahmen = 68

    Ja und der Aufwand für 4-16-4 wäre bei ausgebauter Scheibe einmal rundrum mit dem Fräser an der äußeren Kante langfahren bevor man die neue Scheibe dann einsetzt. Also ich stelle mir das vielleicht etwas zu einfach vor, aber viel schlimmer kann es doch eigentlich nicht sein. Alternativ könnte man ja sogar die Glasleisten auf der Innenseite einfach 4mm weiter nach innen setzen.
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  10. #9
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    Und wie ist das nun mit der doppelten Verspiegelung. Der Glashersteller bietet mir an, nicht nur die innere Scheibe zu verspiegeln sondern auch die äußere. Bringt das was?

    Und dann noch die Frage mit der waremen Kante. Also der Rand der Scheibe aus speziellem Material, das besonders wärmedämmend ist. Bringt das was? Kostet etwa 10% mehr beim Glas.
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  11. #10

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    Ich habe das eben Pi mal Paddelboot kalkuliert:

    das 4 mm tieferer Ausfräsen müsste bei geschätzten 120 m Fräsungen p.m etwa 15 € p.m kosten, folglich etwa 1800 €. Dabei weiss ich nicht mal, wieviele Beschläge auf der Innenseite der Fenster demontiert werden müssten, die Oliven allemale, weil die innere Seite des Flügel die Auflagefläche der Fräse darstellt.

    Üblicherweise, und viel eleganter und sicherer, ist das Auswechseln der Glasleisten gegen dünnere, oder zumindest das Schmälern der Alten. Der Preis ist in etwa ähnlich, und kommt auf Holzart und Ausführung an.

    Im übrigen stelle ich die gesammte Wirtschaftlichkeit dieses Unterfangens in Frage.
    Die Fenster sind über 30 Jahre alt, ein Nachkauf für Ersatzteile ist seit 5 bis 15 Jahren nicht mehr gegeben. Das gild vor allem für Eckumlenkungen, Ecklager oder auch die Scheren. Eine Reparatur einer Eckumlenkung liegt nun bei etwa 180€ aufwärts.
    Der Austausch der Gläser liegt bei etwa 140 € p.m², oder auch aufwärts, die Fenster sind sicher voll eingekittet, sehr schöner Aufwand nach all den Jahren, der Kitt ist prima hart.

    Hinzukommt, das die Fenster nach der Operation innen und aussen gestrichen werden müssten.

    Ich denke mir, das auf eine Zeit von 15 Jahren gesehen, neue Fenster deutlich!! preiswerter sind, als die alten zu pimpen.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Ja, danke aldente,

    ich fang mal von hinten an: Die 30 Jahre sind mir auch bewusst. Deswegen ist der Komplettausch der Fenster auch noch in meinem Kopf. Angebote für die 45m2 dafür stehen noch aus.

    Streichen der modifizierten Fenster sind auch nicht das Ding, weil das muss man ja bei Holzfenster sowieso alle 3 Jahre machen. Kitt ist vermutlich keiner drin und dran sondern Silicon Dichtmasse. Es ist überall gummiartig zwischen dem Holz und dem Glas.

    Wenn denn nun bei einem Fenster oder vielleicht einer Balkontür mal was an den Beschlägen kaputt geht, würde ich da dann natürlich spontan ein neues Komplettfenster reintun. Da lohnt sich tatsächlich die Reparatur nicht. Das ist mir schon klar.

    Also Beschläge abbauen wollte ich zum Fräsen ja sowieso nicht. Ich dachte mir in minem jugendlichen Leichtsinn, dass man einfach über den Flügelrahmen fährt und die 4mm (besser 2mm) rausfräst. An der Glasleiste alternativ 4 mm (besser ebenfalls 2mm) abzuschneiden mit der Tischkreissäge mit Anschlag sollte doch eigentlich kein Problem darstellen. Oder mache ich es mir da zu einfach?
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  13. #12
    Avatar von Olaf (†)
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    Hör ...

    auf aldente!
    In diese Rahmen neues Glas einzubauen ist wie Perle vor die Säue - oder so.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von ottobald Beitrag anzeigen
    Also Beschläge abbauen wollte ich zum Fräsen ja sowieso nicht. Ich dachte mir in minem jugendlichen Leichtsinn, dass man einfach über den Flügelrahmen fährt und die 4mm (besser 2mm) rausfräst. An der Glasleiste alternativ 4 mm (besser ebenfalls 2mm) abzuschneiden mit der Tischkreissäge mit Anschlag sollte doch eigentlich kein Problem darstellen. Oder mache ich es mir da zu einfach?
    Oben hatte ich bereits geschrieben

    Wenn es vom Einbau her machbar ist, würde ich natürlich auch das Glas mit dem bessere U-Wert nehmen, keine Frage, aber bevor der Aufwand zu hoch wird, könnte ich auch mit einem U-Wert von 1,3 leben.
    Jetzt entwickelt sich die Sache anscheinend zu einer aufwändigen Sanierungsaktion. Das lohnt hinten und vorne nicht. Da wird es günstiger wenn die kompletten Fenster erneuert werden.

    Entweder Glastausch, dann so einfach wie möglich, oder komplette Fenster tauschen. Alles andere verursacht unnötig viel Arbeit und steht in keiner Relation zum Nutzen.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Wo ...

    Zitat Zitat von ottobald Beitrag anzeigen
    Alternativ könnte man ja sogar die Glasleisten auf der Innenseite einfach 4mm weiter nach innen setzen.
    ... nimmste denn dann bei nem 55er(?) Rahmen das "Fleisch" her?

    Glaub´s einfach - iss Unfug
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  17. #15
    Themenstarter

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    So, hab noch mal mit nem Fensterbauer telefoniert. Kommt nächste Woche und schaut sich die Sache an. Er hat auch was von Kitt erzählt, dann würde es sich nicht lohnen und Neufenster wären fällig. Ich habe heute mal so eine Glasleiste abgemacht. Von innen: links angeschlagener Fensterflügel, rechte Leiste abgemacht. Ging problemlos. Kein Kitt drin. Man sieht den Trageklotz oben rechts. Kein weiterer Distanzklotz. Der Spalt ist mit 2mm sehr klein aber das variiert bestimmt von Fenser zu Fenster. Die Glasleiste ist auf der Glasseite mit einem 2mm starken Neoprenband beklebt. Bei abgenommener Glasleiste stehen jetzt noch 18mm Holz vom Flügelrahmen über. Also bei der 24mm Scheibe würden das ohne Ausfräßung dann noch 14mm sein. Darauf müsste dann die Glasleiste befestigt werden.
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