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  1. #1

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    ein architekt nur zur planung, nicht zur umsetzung

    Hallo Bauexpterten,

    wir planen ein altes Haus von 1958 zu kaufen und zu renovieren.
    (Eckdaten: 750qm Grundstück, 180qm Wohnfläche, Vollunterkellert, Erdgeschoss, Dachgeschoss, Dachboden).

    Am Haus muss viel gemacht werden:
    - Balkon abschneiden (Wärmebrücke)
    - Dachterrasse abschneiden (Wärmebrücke)
    - neue Fenster
    - Dach dämmen
    - Aussenwand dämmen
    - Elektro neu
    - Wasserrohre, Heizungsrohre neu
    - die eine oder andere Wand raus, bezw eine neue Wand einbauen

    So wie ich das verstehe, könnte man einen Architekten damit beauftragen
    - das vollständig zu planen
    - es umsetzen zu lassen
    - und die Ausführung zu überwachen.

    Nun wollen wir aber sehr viel selbst machen. Wäre ein Architekt damit einverstanden (ich frage lieber erstmal hier, bevor ich den Architekten, den wir schon kontaktet haben, zu brüskieren) die notwendigen Arbeiten zu planen, während wir die Umsetzung dann selbst in die Hand nehmen, bezw. uns von befreundeten Handwerkern für die schwierigen Dinge helfen lassen ?
    Dass der Architekt die Planung natürlich berechnet und bezahlt bekommt, ist ja selbstverständlich.

    Eure Meinung wäre mir wichtig.

    Danke
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  2. ein architekt nur zur planung, nicht zur umsetzung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    gast3
    Gast
    warum nicht ?
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  4. #3
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Nicht unbedingt ...

    ... jedenfalls nicht ohne vorher die Haftungsfrage geklärt zu haben.

    Gerade bei Umbaumaßnahmen ist es ja nicht ungewöhnlich, dass sich bei Öffnung der Bauteile die bei der Planung angenommenen Verhältnisse als unzutreffend erweisen und dann schnell entschieden werden muss.

    Ich behaupte mal, dass ein Haus von 1958 (ich wohne in einem von 1955) soviel Überraschungen enthält, dass hier nur die berühmt-berüchtigte "baubegleitende Planung" in Frage kommt .
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  5. #4

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    Haus von 1958 kaufen

    Wenn ihr den Schritt noch nicht gewagt habt das Haus zu kaufen würde ich nochmal drüber nachdenken.

    Vor dem Erwerb rate ich zu einem Gutachten zur Bausubstanz und zu notwendigen Maßnahmen um dieses Gebäude aus der Nachkriegszeit energetisch auf den Stand der Technik zu bringen.

    Es ist unterkellert, die Abdichtung dürfte einer Rundumerneuerung bedürfen. Beim bauen im Bestand ist sicherlich eine baubegleitende Planung notwendig, ich halte sie aber nicht für berüchtigt, eher für berechtigt. Ein erfahrener Architekt wird das problemlos hinbekommen, Planung und Bauleitung, selbst wenn Sie da selbst Hand anlegen. Die Frage ist, ob Sie sich auf alles einlassen können oder wollen was Ihnen der Architekt rät. Eine Wand raus, eine neue rein hört sich danach an als hätten Sie schon konkrete Vorstellungen . Das schränkt die Handlungsfähigkeit des Architekten ein Stück weit ein.

    Manchmal bleibt von dem ehemaligen Gebäude nicht mehr viel übrig wenn es ein update erhalten soll. Aussenwände/Innenwände mit Innenputz, Rohdecke, Bodenplatte, Rest neu. Bei einem Neubau lassen sich die Vorstellungen der Bauherren leichter abbilden denke ich.
    In ein Haus aus der Nachkriegszeit würde ich nur investieren wenn ich es sozusagen als Beiwerk zum Grundstück bekomme, ohne Kostenanteil für die Bausubstanz.
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  6. #5
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    Wenn ihr den Schritt noch nicht gewagt habt das Haus zu kaufen würde ich nochmal drüber nachdenken.
    bis jetzt haben wir den schritt noch nicht gewagt, der architekt hat uns schon grob gesagt dass der preis zu hoch ist, der verkäufer hat aber schon wissen lassen dass er bereit ist zu verhandeln.

    ob man einen offiziellen gutachter einschaltet, und nicht nur den architekten schauen lässt, ist angedacht um einen fairen preis zu ermitteln wenn der verkäufer nicht mit sich nicht auf den preis einlassen möchte, den der architekt für fair hält.

    weiterhin gibts noch probleme mit dem grundstück selbst (altlasten - siehe dazu separates thema: http://www.bauexpertenforum.de/showt...ewpost&t=27345 )
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  7. #6

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    Oha, Hut ab vor soviel Mut.
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  8. #7

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    Da das wohl die Hütte ist, welche auf der schadstoffbelasteten ehemaligen Deponie steht (siehe Deine anderes Thema), sollte der Verkäufer sogar ganz heftig runtergehen mit den Preisforderungen!

    Kalkuliere mal: Grundstücksverkehrswert minus Abrißkosten minus Kosten für Eigenanteil Altlastensanierung Boden

    Da wird man froh sein können, wenn kein Minus vor dem Betrag auftaucht...


    Im Übrigen:
    Was hast Du im vorigen Leben beruflich gemacht?
    Oder wie stellst Du Dir vor, von den ganzen aufgezählten spezifischen Arbeiten "sehr viel selbst" zu machen...?
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  9. #8
    Themenstarter

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    danke für die vielen rückmeldungen.

    das wir nicht einfach ungesehen kaufen, ist klar. natürlich wird alles ganz genau geprüft und berechnet. wir geben jetzt erstmal 300 euro VOR dem Kauf des Hauses aus, um ein detailliertes Angebot vom Architekten zu bekommen.

    Er ist sich sicher seinen Aufwand auch bezahlt zu bekommen, auch wenn wir das Haus nicht kaufen sollten, und wir bekommen eine Klare Aussage zu den Renovierungskosten.

    Zu den Altlasten, es reicht wenn das Grundstück 60cm ausgekoffert wird, das kostet inklusive Entsorgung und Wiederauffüllung grob 32.000 Euro.

    Ich geb Euch Bescheid wie wir uns entschieden haben.
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  10. #9

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    Ich würde die Finger davon lassen, nicht geschenkt und für keine guten Worte.

    Das Grundstück ist doch absolut unverkäuflich!! Ob 60 cm ausbaggern reicht? Kein Mensch
    weiß was da drunter alles schlummert!

    Dann noch mit Altbau = Überraschungsei das schnell zum finanziellen Desaster, inkl. Trennung... führen kann.

    Wozu sich das antun?
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  11. #10

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    PS: Ich würde da auch keinem Architekten trauen, es sei denn der ist aus meiner Familie.

    Ein Architekt verdient nur dann richtig Geld daran, wenn Ihr das Haus kauft und euch auf das Abenteuer einlasst!! Also werden die wenigsten euch von dem Objekt abraten.
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  12. #11

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  13. #12
    Avatar von Shai Hulud
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    Hallo Ralf,

    nicht so doll, du wirst dir noch wehtun.

    Hallo mc3d,

    für solche Vorurteile.

    Der Architekt ist Partner des Bauherren, beide haben ein sehr hohes Interesse am erfolgreichen Abschluß eines einmal begonnenen Bauvorhabens. Jeder einigermaßen brauchbare Architekt wird stevedupont kostenpflichtig dahingehend beraten, daß dieses Vorhaben zu riskant und unwirtschaftlich ist und deswegen gar nicht erst begonnen werden sollte.
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  14. #13

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    Vielleicht etwas überdramatisiert in meinem Beitrag, im Ergebnis sind wir uns dann aber auch einig *fg*
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  16. #14

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    Nö!

    Du hast das Gegenteil unterstellt!!!

    Daß nämlich der Archi entgegen seiner eigenen fachlichen Einschätzung dem Kaufinteressenten zuraten würde.
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  17. #15

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    Ihr seht also hier keinen Konflikt?

    A) Bauherr kauft das Objekt nicht --> Architekt macht kein Geschäft
    B) Bauherr kauft --> Architekt verdient an der Planung für die Sanierung

    Wäre doch doof wenn der Architekt nicht dazu rät...
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