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Probleme mit Gründung der Bodenplatte

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  1. #1

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    Probleme mit Gründung der Bodenplatte

    Hallo zusammen,

    übernächste Woche soll bereits die Bodenplatte gegossen werden, jedoch ist bis heute die Gründung der Bodenplatte unklar. Bereits im Dezember wurden Bodenproben gemacht für 5 neu erschlossene Grundstücke. Die 5 Grundstücke haben eine Gesamtlänge von 90m. Auf der gesamten Fläche (die 5 Grundstücke) wurden 5 Bodenproben gemacht.
    Resultat:
    Schichtgrenze Alluvium/Substratum variiert von 3,23 - 4,00
    Setzung der Bodenplatten 0,6bar/Pressung: 1,2cm - 2,9cm
    Setzung der Bodenplatten 0,8bar/Pressung: 1,7cm - 3,8cm
    Bettungsmodul (bar/cm): 0,2079 - 0,4816
    Bettungsmodul (MN/m3): 2,079 - 4,816

    Der Verdichtungswert sollte unterhalb der Bodenplatte mindestens 90MN/m2 betragen. Die zulässige Bodenpressung sollte 0,8 bar nicht überschreiten. Für Häuser ohne Kellergeschoss sollte 0,8m Bodenaustausch vorgenommen werden.

    Der Erdbauer sollte jetzt den Aushub vornehmen, hatte jedoch sofort bedenken dass mit diesem Bodenaustausch der Verdichtungswert von 90MN/m2 zu erreichen. Am Freitag wurde jetzt eine Lösung mit 11-12 GEWI-Pfählen vorgeschlagen, die der Statiker heute verworfen hat. Laut Statiker müssten mindestens 20 GEWI-Pfählen eingesetzt werden mit einem Gitterrost.

    Da diese Lösung sehr teuer wird (30k eur) wird jetzt nur der Mutterboden abgetragen, mit Schotter aufgefüllt (+- 80cm), verdichtet und dann sollte ein Lastplattendruckversuch Klarheit verschaffen ob man sich jetzt für diese Art Schottergründung entscheidet. Die Bodenplatte wird jetzt verstärkt dimensoniert.

    Ich bin sehr verwirrt dass immer wieder neue Lösungen vorgeschlagen werden. Auf Grund von den Werten vom Bodengutachter ist der Boden wirklich sehr schlecht oder eher normaler Boden? Kann man bei diesen Setzungen die Bodenplatte auf Schotter gründen?

    Angeblich würde der Boden immer schlechter werden, je mehr man verdichtet oder je tiefer man geht. Ab 2m kann man mit Grundwasser rechnen und ab 3m sollte Sandstein vorhanden sein.

    Man wollte jetzt nur den Mutterboden abtragen (20-25cm) und dann eine Plattform mit Schotter herstellen mit 80cm (Baugelände liegt 40-50cm tiefer als die Strasse und Bodenplatte soll später eben sein mit der Strasse) Diesen Schotter mit einer Rüttelplatte von 300kg verdichten. Der Bodengutachter möchte nicht mit schwerem Gerät walzen um nicht den Boden weiter zu verschlechtern.

    Beim Haus handelt es sich um ein Haus mit Holzständerbauweise und wurde grob mit 1 Tonne Druck pro m2 berrechnet.

    Da dieses Haus viel weniger Druck auf die Bodenplatte auf den Boden ausübt, ist diese Variante jetzt vertretbar?

    Morgen soll ein Feldversuch gemacht werden von 5m x 5m mit Aushub + Schotter + verdichten und dann soll ein Lastplattendruckversuch Klarheit verschaffen.

    Ist der Verdichtungswert unterhalb der Bodenplatte von 90MN/m2 übertrieben oder in welchem Bereich kann dieser Wert liegen um ohne Bedenken dieses Haus zu realisieren?


    Viele Grüsse und bereits im voraus besten Dank für Eure Meinungen
    Steve
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  2. Probleme mit Gründung der Bodenplatte

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    hat das bodengutachten ein strassenbauer erstellt?
    mit einem richtigen baugrundgutachten wirds was. bestimmt
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    gute Frage was dieser Bodengutachter alles begutachtet.

    Wieso kommst Du auf Strassenbauer? Wegen dem Verdichtungswert von mindestens 90MN/m2 unter der Bodenplatte?

    Morgen soll dieser Feldversuch von 5m x 5m gemacht werden. Ich nehme an, dass nur der Mutterboden abgetragen wird und dann soll in 2 Schichten von 20cm Schotter aufgetragen werden und verdichtet werden mit einer Rüttelplatte. Anschliessend wird dieser Lastplattendruckversuch gemacht.

    Ist ein solcher Feldversuch jetzt aussagekräftiger als die Bodenproben? Ich hatte auch schons mit dem Gedanken gespielt einen 2. Bodengutachter zu beauftragen.

    Welche Verdichtungswerte wären in Ordnung für diesen Feldversuch?

    Viele Grüsse
    Steve
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  5. #4
    gast3
    Gast
    ich bin ja eigentlich in diesem Bereich nicht ganz blöd - aber ich verstehe kein Wort ?

    WAT HABEN DIE EIGENTLICH WIE UNTERSUCHT?

    Sorry, aber versuch mal zu sortieren:

    Rammkernsondierungen ?
    Rammsondierungen ?
    Bohrungen ?

    Mit Lastplattendruckversuchen kann man auf jeden Fall keine Gründungsbeurteilung machen ?

    Gruß

    Helge
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  6. #5
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    Der hat die "Schläge" nicht gehört
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  7. #6
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    nur mal so

    jau mls, der Gutachter hatte wohl bisher nur Parkplätze als nicht linienförmige Bauten am Wickel.

    Allein die Einheiten.

    Also c = 2 - 5 MN/m³ ist beschissen bis schlecht aber nicht unlösbar. Ich gebe erst unter 2 auf.

    Das ist der Fall, bei dem man unbedingt einen "Tragwerksplaner" benötigt, der sich der Sache mal steuernd annimmt.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo,

    vielen Dank für Eure Antworten.

    Eure Antworten geben mir die Bestätigung, dass ich 2. Bodengutachter heranziehen muss.

    Viele Grüsse
    Steve
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  9. #8

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    wird´n Luftschloss

    deshalb Bodenpressung in bar
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  11. #9
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    Es sollte der Tragwerksplaner mal vor der Beauftragung mit dem Buagrundgutachter reden und ein Konzept in der Tasche haben. Dann kann der Baugrundgutachter zielgerichtet vorgehen.
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  12. #10
    Avatar von alex2008
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    Schotter den man nicht verdichten will oder kann ist sinnlos und eine 300kg Platte ist für Schotter ein Witz
    Da gibts vielfältige Möglichkeiten die Situation zu verbessern.
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