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  1. #1

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    Löcher in betonierter Hoffläche ausbessern

    Hallo!
    Die Betonfläche unseres Hofes hat einige Löcher bzw. abgeplatzte Stellen (5x5cm bis 50x50cm). Ein Teil des Hofs besteht aus 40 Jahre alten Stahlbetonplatten, die eigentlich zur Abdeckung von Unterflurkanälen für Industriehallen gedacht waren. Der andere Teil ist eine vor Ort gegossene Betonfläche (auch ca. 40 Jahre alt). Aufgrund der Größe des Hofes und damit der hohen Kosten wollen wir nicht neu Betonieren, Asphaltieren oder Pflastern lassen.
    Wir wollten die Löcher selber ausbessern, doch dazu hätte ich einige Fragen:
    Müssen die Stellen mit den abgeplatzten Stellen und Löcher sauber ausgestemmt werden und darunter eine neue Kiesschicht gebracht werden?
    Wie bekommte ich einen einigermaßen kraftschlüssigen Verbund zwischen intakten Teilen und denen, die neu betoniert werden (Haftgrund)?
    Reicht es die kleineren Löcher mit Zement ohne Kies als Zuschlag zu füllen?
    Sollte bei den größeren Löchern Bewehrung eingelegt werden, oder entstehen durch PKWs und max. 7,5t LKWs keine rieseigen Zugspannungen?
    Brauche ich eine bestimmte Beton- oder Zementart (frost- tausaltbeständig oder so)? Oder reicht Zement aus dem Baumarkt oder fertige Beton-Estrich Trockenmischung?
    Wie sollte ich am besten vorgehen?

    Über ein paar infos auf meine zahlreichen Fragen würde ich mich freuen!

    MfG
    Alex
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  2. Löcher in betonierter Hoffläche ausbessern

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Hallo,

    der Zement im Baumarkt kommt von dem Hersteller, der da angegeben ist. Es gibt keinen "billigen" Zement im Baumarkt von den bekannten Herstellern. Aber man könnte bei den niedrigen Temperaturen einen 32,5 R nehmen. Brauner Sack mit rotem Aufdruck

    Verbund mit dem alten Beton kann mit zugegebener Haftemulsion deutlich verbessert werden. Frostbetändig wird ein Beton durch Luftporenbildner. Es ist unwahrscheinlich, daß man vor 40 Jahren so etwas zugesetzt hat. Wenn jetzt die Klimaerwärmung kommt.... Also es wird auch ohne Luftporenbildner gehen.

    Vorschlag: Haftemulsion gibt es ab ein Liter Menge. Datenblatt dazu lesen und mit einem 25 kg Sack aus dem Baumarkt oder sonstswo her, einige Stellen ausbessern. Sand oder Kieszugabe ist ein notwendiges!!! abmagern. Purer Zement geht nicht. Nur beim dünnen spachteln.

    Gruß

    pauline
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  4. #3
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    besten dank für die infos!
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  5. #4

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    Bei größeren Flächen kannste auch konstruktiv ein paar Anschlusseisen bohren. Weiter empfehle ich Dir Fertigbeton als Sackware. Ist schon fertig gemischt. Mit Wasser entsprechend angemischt erhälst Du einen für Deine Zwecke ausreichenden Beton.
    Die Kontaktflächen zwischen Alt- und Neubeton sind natürlich fachgerecht vorzubehandeln (säubern, mit Drahtbürste das Zuschlagskorn freilegen und aufrauhen und entsprechend grundieren).
    Grüße
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  6. #5
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    esten dank!
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Zitat Zitat von pauline10 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    der Zement im Baumarkt kommt von dem Hersteller, der da angegeben ist. Es gibt keinen "billigen" Zement im Baumarkt von den bekannten Herstellern. Aber man könnte bei den niedrigen Temperaturen einen 32,5 R nehmen. Brauner Sack mit rotem Aufdruck

    Verbund mit dem alten Beton kann mit zugegebener Haftemulsion deutlich verbessert werden. Frostbetändig wird ein Beton durch Luftporenbildner. Es ist unwahrscheinlich, daß man vor 40 Jahren so etwas zugesetzt hat. Wenn jetzt die Klimaerwärmung kommt.... Also es wird auch ohne Luftporenbildner gehen.

    Vorschlag: Haftemulsion gibt es ab ein Liter Menge. Datenblatt dazu lesen und mit einem 25 kg Sack aus dem Baumarkt oder sonstswo her, einige Stellen ausbessern. Sand oder Kieszugabe ist ein notwendiges!!! abmagern. Purer Zement geht nicht. Nur beim dünnen spachteln.

    Gruß

    pauline
    So wie die Hersteller der Bauchemie immer nur die gleichmäsige Qualität ihrer Produkte garantieren und Vorversuche empfehlen, hätte ich hier herausstellen sollen, daß ein Liter Haftemulsion auch erst mal für Vorversuche gedacht ist.

    Also erst mal einige kleinere Stellen probieren, den Winter über beobachten und im Frühjahr startet die große Aktion zum ausbessern.

    Haftemulsion plus Wasser 1 zu 3 ist so etwa die Richtschnur. Damit wird das trockene Zementgemisch plus Sand/Kies angemacht. (Wenn es kleine Stellen und Mengen sind)

    Man kann auch eine Pampe aus Zement plus Haftemulsion/Wasser zum Vorstreichen der Flächen nehmen. Darauf dann Beton, frisch in frisch.

    Gruß
    pauline
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  9. #7

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    @Alexander87

    Die großen, tiefen Löcher mit einer Fertigbetonmischung auszubessern ist OK, Wichtig ist wie schon gesagt der saubere Anschluß an den vorhandenen Beton und die Haftbrücke.

    Die Reparatur der Betonfläche ist nur von Dauer, wenn zwischen Reparaturmörtel und vorhandenem Beton keine Hohlräume entstehen in die Wasser eindringt und im Winter zu Frostaufbrüchen führt.
    Bei den kleinen Löchern und bei geringen Schichtdicken solltest Du daher ein Reparatursystem für Betonflächen im Außenbereich eines namenhaften Herstellers verwenden.
    Wie z. B. das Pagel PCC-I-Mörtel System:
    - MH 02 Korrosionsschutz- und Haftbrücke
    - MH 20 PCC-I-Mörtel für Schichtstärken 0-2mm
    - MH 80 PCC-I-Mörtel für Schichtstärken 0-8mm

    Es gibt auch noch andere Hersteller. Wichtig ist, das es für den Außenbereich zugelassen ist und das die Materialien aufeinander abgestimmt sind.
    Die meisten System lassen sich solange verarbeiten, wie sichergestellt ist, das über die ersten 24 Stunden die Temperatur mindestens +5°C beträgt. Also bei trockenem Wetter auch zu dieser Jahreszeit noch machbar.

    Viel Spaß beim Reparieren.
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