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Hilfe, wasser im keller

Diskutiere Hilfe, wasser im keller im Forum "Bautenschutz" auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Ausrufezeichen Hilfe, wasser im keller

    Hallo ihr lieben!
    ich habe mal ne frage, bei meiner oma und opa ist dieses jahr schon das 2. mal bei starkem regen wasser in den keller gelaufen,
    das haus ist von baujahr 1978 und ist voll unterkellert und hat eine betonwanne (1.50m) worauf dann gemauert wurde.
    das wasser kommt von 1.50m. in den keller, aber die garage ist neben dem keller (ebenerdig) und hat ne betonplatte, ist also schwierig das auszuheben oder kann man das auch von innen irgendwie reparieren?wo kommt das wasser her? grundwasser? und weiß villeicht jemand was sowas kostet???

    viele liebe grüße aus aurich!

    michaela
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  2. Hilfe, wasser im keller

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    >Es gibt hierfür Sanierungsmaßnahmen von innen. Ob diese hier einzusetzen sind müsste man prüfen.

    In einem ähnlichen Fall war es bei mir einmal lediglich eine defekte Entwässerungsleitung die unter der Garagenbodenplatte langgelaufen ist. Rohr saniert, Schaden weg. Wenn Jahre nichts an Feuchte und vor allem tropfbarem Wasser ankommt wundert man sich wo das nun herkommen sollte...
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  4. #3

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    Natürlich kann so etwas verpresst werden, aber...

    Verpressungen gegen eindringendes Grund - oder Hangwasser.
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    Viele der Hausbesitzer sind erschüttert, wenn sie feststellen, dass Ihr Keller feucht wird, oder gar Wasser eindringt. Diese Not macht sich eine Reihe von Firmen zu Nutze und versprechen dem Hausbesitzer zu helfen in dem sie den Keller abdichten. Sehr oft kann man erleben, dass ein sehr billiges Angebot erstellt wird und auch, dass sich dieses Angebot als sogenanntes Einsteigerangebot herausstellt. Die Rechnung fällt dann meist wesentlich höher aus.
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    Eine wasserdichte Wanne
    Besonders diffizil ist die Angelegenheit, wenn die Hausbesitzer der Meinung waren, bei ihrem Haus handelt es sich um eine dichte Wanne. Die Enttäuschung ist auch groß, wenn man bei Untersuchungen feststellt, dass statt Beton (der als Ortbeton gegossen wird), es sich um Betonsteine (die vermauert wurden), handelt.
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    Eine ganz andere, aber auch wichtige Betrachtung ist, dass wenn Wasser in ein Gebäude eindringt nie genau kontrolliert werden kann, woher dieses Wasser kommt. Außerdem, wenn diese eine Stelle abgedichtet wird, könnte es durch das ansteigen des Wassers an einer anderen Stelle, die bisher nicht betroffen war, wieder austreten. Dies dadurch, weil durch die bisherige Fehlstelle eine Entlastung vorgenommen wurde. Es baut sich also ein erneuter Druck auf und Wasser kann an anderer Stelle eindringen.
    Genauso problematisch bleibt bei Undichtigkeiten in Beton, dass es sich dabei um sogenannte Kiesnester handeln könnte, wobei ebenfalls davon auszugehen ist, dass wenn eine Stelle dicht ist, dann an einer anderen Stelle das Wasser eindringen kann.
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    Die Grundwasserstände unterliegen erheblichen Schwankungen.
    Nach einer Verpressung wird so manchen Bauherrn oft suggeriert, die bis dahin erfolgte Abdichtung war schon ein Erfolg. Dabei handelte es sich nur um das zurückweichen des Wasserstandes.
    Zu berücksichtigen ist außerdem noch, dass oft nach dem das Grundwasser sich wieder absenkt, die eigentliche Fehlerquelle nicht mehr zu ermitteln ist. Oft kann man diese falsche Einschätzung jedoch erst nach einem erneuten ansteigen des Grundwassers feststellen, was jedoch auch Jahre dauern kann. Die dadurch notwendigen Nacharbeiten sind somit kein erneuter Mangel. Es ist denkbar, dass mehrmals eine Verpressung durchgeführt werden muss.
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    Der Keller kann von innen abgedichtet werden
    Nun solle nicht der Einruck erweckt werden, eine nachträgliche Abdichtung von der Innenseite ist in jedem Falle auszuschließen. Es gibt durchaus Fälle bei denen eine Abdichtung sinnvoll ist, jedoch bedarf es hier sehr guter Fachkenntnisse und auch ein gewissermaßen ehrliches Verhalten. Insbesondere auch die Information an den Hausbesitzer, was machbar und was nicht machbar ist.
    Selbstverständlich spielen auch die Materialauswahl und die qualifizierte Ausführung durch die Hand-werker eine wichtige Rolle.
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    Der deutsche Holz- und Bautenschutzverband DHBV, ein Zusammenschluss von qualifizierten Fachbetrieben, hat für solche Arbeiten ein Merkblatt bzw. ein Empfehlungsblatt für die Bearbeitung solcher Probleme herausgegeben. So dass sich auch der nicht so fachkundige, an Hand der Beschreibung orientieren kann welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Auch einige Materialhersteller haben ihre Verarbeitungsrichtlinien mit solch qualifizierten Merkblättern ausgerüstet.
    Jedoch bleibt die Problematik wie oben beschrieben und deshalb sollte genau und sorgfältig geprüft werden, welche der Maßnahmen zum Erfolg führen ! .....können.
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