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Telefonkabel quer durchs Grundstück - HILFE!!

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  1. #1

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    Ausrufezeichen Telefonkabel quer durchs Grundstück - HILFE!!

    Hallo liebe Experten,

    wir haben folgendes Anliegen: Und zwar haben wir ein Grundstück gekauft von der Stadt und mit dem Bau bereits begonnen. Nun erfahren wir, dass quer durch unser Grundstück diverse Telefonkabel laufen, die auch noch zur Versorgung der umliegenden Anwohner dienen. Vor einigen Jahren wurde das Gebiet erschlossen und eine Straße gebaut. Da hat die Telekom aber anscheinend nicht reagiert und ihre Kabel in die Straße gelegt, sondern sie auf dem Grundstück liegen lassen. Nun sind es ca. 55 m Kabel insgesamt und es ist kein Leitungsrecht eingetragen. Die Straße wollen sie eigentlich jetzt nicht aufmachen, wäre schade drum und wohl auch zu teuer. Nun wollten Sie uns einen Nutzungsvertrag anbieten, Leitungsrecht für 15-20 Jahre ins Grundbuch eintragen lassen (danach sind die Leitungen eh zu alt und werden neu in die Straße verlegt) und dafür sollten wir sage und schreibe 500 EUR bekommen. Das finden wir lächerlich. Was ist denn so ein Leitungsrecht für 15-20 Jahre für so ca. 55 m Leitung im Grundstück wert? Wer kann uns das sagen? Natürlich müssten Sie das dann auch rückwirkend seit Erwerb des Grundstückes zahlen, sollte es eine Art Mietvertrag werden. Wir hoffen auf kurzfristige Tipps und Infos, wo man sich ggf. schlau machen könnte. Ich nehme an, dass die TK uns nicht unbedingt den genauen Betrag sagen wird, was eine Öffnung der Straße, das Verlegen der Leitungen kosten würde um unsere "Entschädigung" besser berechnen zu können. Vielleicht gibt es einen Anwalt oder Sachverständigen, der da hilfreiche Tipps hätte?

    Vielen herzlichen Dank für Eure tatkräftige Unterstützung, die Haeuslebauer08
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  2. Telefonkabel quer durchs Grundstück - HILFE!!

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  3. #2

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    Stören die Kabel Euch bei der Bebauung?
    Ich meine, 500 € für ein Kabel, welches ständig Ungemach beim Bauen bereitet ist wenig, 500 € für ein Kabel, das nie stört, ist ok (und überdurchschnittlich bei der Länge).
    Ist halt die Fragem was Ihr wollt: Das Kabel weg haben, Euch adäquat zu einigen oder zu pokern.
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  4. #3

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    ..ich bin da für klare Verhältnisse.

    Weg mit den Kabeln....wer weiß was innerhalb der nächsten 20 Jahre alles passiert... und im schlechtesten Fall, im Falle eines Verkaufs, könnte dieses Leitungsrecht das Grundstück erheblich im Wert mindern...!
    gruss
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  5. #4

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    Genau!
    Weg damit.

    Und die € 500,- sind lächerlich. Eine Verlegung kostet ne fünfstellige Summe...
    Außerdem bleiben solche Leitungen i.d.R. 50 Jahre und länger (mein DSL hier läuft über nen Hausanschluß mit nem 70 Jahre alten Erdkabel).

    Und Vorsicht:
    Schnell machen und bis zur Erledigung dort KEINEN Festnetz-Telefonanschluß beauftragen!
    Denn in der zugehörigen Grundstückseigentümer-Zustimmungserklärung für den Hausanschluß steht gerne mal im Kleingedruckten, daß man Leitungen zur Versorgung von Nachbargrundstücken unentgeltlich erlaubt, solange der Anschluß besteht (und noch ne gewisse Zeit darüberhinaus).
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  6. #5
    Avatar von drulli
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    ... und womöglich darfst Du dann später mal die Reparatur oder Verlegung bezahlen, weil Du beim Apfelbaum pflanzen das vergessene Kabel triffst.
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  7. #6
    Avatar von Shai Hulud
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    Ich würde versuchen, es den Nachbarn wie "aus Versehen beim Baggern passiert" zu verkaufen. Die Reparatur kann durchaus ein paar Wochen dauern. Wenn die mitkriegen, daß du deren Telefonleitung wissentlich durchtrennt hast, ist das kein guter Start in die neue Nachbarschaft.
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  8. #7

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    Ähm...???

    Davon, daß er die Leitung selber entfernen soll, hat aber keiner was gesagt!!!
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  9. #8
    Avatar von Shai Hulud
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    Ihr schreibt "schnell weg mit den Kabeln". Für mich liest sich das eindeutig. Wenn Ihr etwas anderes meint, bitte schreibt das auch.

    Versucht doch mal, bei der TK was "schnell" zu erreichen.
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  10. #9

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    Dann hast Du ne eindeutig verdorbene Phantasie...
    Daran, selber Hand anzulegen, hatte ich in diesem Zusammenhang keinesfalls gedacht.

    Aber immerhin hilft Dein Einwurf, Mißverständnisse Dritter zu vermeiden!

    Da wir weder wissen, ob die Kabeltrasse von den Bauarbeiten tangiert wird und inwieweit die Beseitigung bzw. Umlegung von Leitungen sowieso nötig wird (weil sie sich mit dem Gebäude schneidet), sind weitere Hinweise schwer.

    Man könnte z.B. nen Kompromiß finden, insofern, daß die DTAG die Leitungen in einen neue Trasse am inneren Rand des Grundstücks umlegt. Dann würde zumindest das (unschöne) Aufreißen von Gehwege bzw. Straße entfallen.
    Dann noch ein Leitungsrecht eintragen gegen ANGEMESSENE Entschädigung und gut isses.

    Eine "schnelle" Reaktion kann man z.B. mit einstweiliger Verfügung erreichen oder durch eine Schadenersatzforderung (Bauverzug).
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  11. #10
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    Hey, Danke für Euer Interesse. Die Kabel sind schon in den 60ern verlegt worden und oberhalb mit einer Steinreihe gesichert, so dass man zumindest mit dem Spaten oder kleinen Bagger merkt, dass da was ist, zB wenn dann der Pool eingebuddelt werden soll, irgendwann später dann ...
    Jedenfalls finden wir 500 EUR für 20 Jahre "Aufpassen-dass-ich-kein-Kabel-kaputt-mache" viel zu wenig. eine Null dran und dann gefällt uns die Sache schon besser (Eine Garage sollte schon dabei rausspringen). Telefonkabel in den Rand des Grundstücks legen ist auch nicht so toll, weil da ja noch viele viele anfangs kleine Bäumchen hinsollen, damit man uns nicht auf den Teller gucken kann. Insoweit würden also auch vorher Anfragen bei der TK nötig sein, ob wir denn dann die Bäumchen pflanzen dürfen. Und auf meinem Hab und Gut möchte ich gern machen, was ich will und nicht irgendjemand fragen müssen, obs denn den Kabeln gut tut, was ich mach.

    Immerhin "mieten" die unsern Grund und Boden auf eine Art um das Kabel da lang liegen zu lassen. Ist ja nicht mein Problem, wenn die damals beim Straßenbau geschlafen haben.

    Gruß Haeuslebauer08
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  12. #11
    Avatar von stefanSmi
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    mieten ist das richtige wort.
    sind die 500 für x jahre oder pro Jahr (mit x % Steigerung pro Jahr ?.
    Falls du Leitungsrecht gewährst, kläre auch was im Schadensfall passiert (bzw was die T-Kom für Rechte hat und was nicht)

    Ich war mal bei nem EVU angestellt und weis was die machen wenn Sie dürfen.
    Soll heissen wenn im Schadensfall was gemacht werden muss (und ggf gefahr im Verzug --- ok bei telefon wohl eher nicht) geht man auch ohne Einzelfall-Einverständniss in den Garten und duddelt (wurd ja vor xy Jahren mal so vereinbart).

    Klar wird dann die Oberflächen (wenn vereinbart) wieder hergestellt,,,, aber was wenn der neue Baum eingeht. Und wie will man ggf liebgewonnene (weil selber langen gehegte) Pflanzen ersetzen (von den 6 Wochen Wartezeit bis man neuen Rasen betreten darf nach neuaussat und den zugeh. Diskussionen mit den Kindern weil das ja im Hochsommer passieren muss will ich gar nicht reden).

    Gruß Stefan
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  13. #12
    Themenstarter

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    Reden Telekom muss Kabel umlegen!

    Wir haben es geschafft.

    An alle, die ein Grundstück kauften und danach erfahren haben, dass ein Telekomkabel quer im Boden durchläuft:

    Wir haben mit der Telekom einen Vergleich geschlossen (man bemerke: die Telekom bezahlt unsere Rechtsanwaltskosten!). Die Telekom kappt die durch unser Grundstück laufenden Kabel bis zum Ende des Monats und muss die Kabel neu in der Straße verlegen. Wir haben auf Entschädigung verzichtet. Jedoch bezahlt die Telekom unsere Rechtsanwaltskosten, weil sie seit Herbst letzten Jahres keine Wimper bewegt hat, sich mit uns in Verbindung zu setzten um eine Lösung zu finden - und wir daher ein Anwaltsbüro einschalten mussten. Wer eine gute Anwältin braucht, die sich nun mit sowas auskennt - wendet Euch an K. Knabel in Gießen!!!! Hat sie super gemacht. Bezahlen müssen wir natürlich für die Umlegung der Kabel nix. Unser Bauamtsleiter der Stadt hat sich auch in die Sache ein bissel mit reingehangen und der Telekom Druck gemacht, immerhin hat die Stadt uns das Grundstück verkauft und wusste auch nichts von einem Kabel. Das haben wir ja in den vorhergehenden Beiträgen erörtert.

    Nun endlich werden die Kabel stillgelegt. Naja, immerhin haben wir im Herbst eines mit dem Bagger getroffen, was die Telekom - nachher aus "Kulanz" auf ihre Kosten - reparieren ließ.

    So, es ist nicht alle Hoffnung verloren, wenn die Telekom sich auf irgendwelche Paragraphen beruht - wenn kein Leitungsrecht im Baulastenverzeichnis eingetragen ist. Leute - habt mut Euch zu wehren - es klappt!

    GLG von den Haeuslebauern08!!
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  14. #13

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    Hört sich nach richtigem Vorgehen an.
    Noch dazu erfolgreich. Gratuliere!

    Danke übrigens für die Rückmeldung.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Anfauglir
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    Hallo Shai, wenn´s dich mal nach Sachsen verschlägt, könntest du bitte mal die Wasserleitung (300St), welche durch mein Grundstück geht, anpieksen? Dann hätte ich endlich eine Dusche...
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  17. #15
    Avatar von Ryker
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    Zitat Zitat von Haeuslebauer08 Beitrag anzeigen
    Wir haben mit der Telekom einen Vergleich geschlossen
    [...]
    Nun endlich werden die Kabel stillgelegt. Naja, immerhin haben wir im Herbst eines mit dem Bagger getroffen
    [...]
    Ob der Anschlag da den Ausschlag gab?
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