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Schimmelbildung im Keller

Diskutiere Schimmelbildung im Keller im Forum Sanierungskonzept & Kostenschätzung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    01mac
    Gast

    Schimmelbildung im Keller

    Hallo,

    ich habe folgendes Problem – ein Hauskauf steht an. Einen Gutachter habe ich in dem
    leerstehenden Haus noch nicht zu Rate gezogen, werde aber beim nächsten Termin unbedingt einen
    unabhängigen mitnehmen.

    Vorab wollte ich mir bei euch einen ersten Informationsinput holen, damit ich nicht völlig
    ahnungslos dahinstolpere ;-)

    EFH-Freistehen
    Besitzerin eine ältere Dame, welche nun in ein Altersheim gekommen ist. Allem Anschein nach hat
    sie ihren eigenen Keller die letzten Jahre nicht begangen bzw. konnte ihn gesundheitlich nicht
    begehen und pflegen/säubern.

    Eine erste Begehung brachte folgendes ans Licht.
    -Boden und Decken trocken
    -alle Aussenwände von Schimmel befallen (siehe Screens)

    Wundern tun mich bei der Sache zwei Dinge.
    1.) Es sind nicht nur die Außenwände befallen, sondern auch teilweise Innenwände. Also Wände,
    welche als Raumtrennung dienen.

    2.)Kratzt man an dem Schaum oder Watteähnlichem Schimmel rum, ist die Wand darunter
    trocken (sie Screens)

    Ist das ein Aussenfeuchte Problem oder ein Innenfeuchte Problem mangels Lüftung?
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  2. Schimmelbildung im Keller

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Maurermeister, öbuv Sachverständiger
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    1. Das ist KEIN Schimmel sondern das sind lediglich Salze.

    2.Die Salze können durch Kondensat ebenso entstehen wie durch Feuchte von außen oder durch die Salze selber.

    Woher die kommen, was man unternehmen soll kann man lediglich vor Ort feststellen.
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  4. #3
    01mac
    Gast
    Ok, Danke! Ich wusste schon, warum ich mir hier einen ersten Input holen wollte :-)
    Als Laie ist man halt anhand der Masse der "Salzbildung" erschrocken und bringt es gleich mit dem schlimmsten Schimmel in Verbindung.
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  5. #4

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    Auf jeden Fall besteht keine gesundheitliche Gefahr.
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  6. #5
    01mac
    Gast
    Und auch die Info ist wichtig! Hatte ja schon die Befürchtung, dass man den Keller nur mit Mundhaupe begehen kann,
    weil es halt auch ziemlich nach Moder riecht.
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  7. #6
    01mac
    Gast
    Hallo,

    irgendwie bin ich genau so schlau wie vorher, wenn nicht sogar verwirrter und unentschlossener als zuvor.

    In meinen Händen befindet sich nun ein hochoffizielles mehrseitiges Wertgutachten der Immobilie, mit dem
    der Gutachter wohl geschlagen gehört, vor allem nach einer weiteren Besichtigung mit einem erfahrenen
    (Bau)Handwerker
    . Im Gutachten wird lediglich unter 4.0 erwähnt:

    4.0 Baulicher Zustand und sonstige Bewertungskriterien:
    Der Unterhaltungszustand dieses Objekts ist als normal anzusehen. Kellerwände z.T. feucht. Die Fassade des
    Gebäudes z.T. Putzabrisse. Der Anstrich der Fenster ist erforderlich. Kosten ca. 2.500 Eu.


    Nicht der einzige Bolzen meiner Meinung nach, da beide Bäder (Vollbad und größeres Gäste-WC) eine
    Vollsanierung benötigen und im Gutachten mit insg. 4.000 E veranschlagt wurden. Von den Bleirohren im
    Keller und einem Öl-Brenner Bj. 1965, der jeden Tag den Geist abgeben könnte, wird keine Silbe erwähnt.
    Das am Rande…

    Nun bin ich in den letzten Tagen ein weiteres mal mit einem, wie oben bereits erwähnt, erfahrenen
    (Bau)Handwerker das Objekt der Begierde besichtigen gegangen. Und nun bin ich kein Stück schlauer. Fakt
    ist, alle 4 Kellerwände sind „feucht“ und mal mehr, mal weniger mit „Salzen“ versehen. Offensichtlich (laut
    (Bau)Handwerker), eine von außen (Terrassenfuge an der Wand abschließend) eindringende Feuchtigkeit.

    Möglicherweise aber auch ein im Erdreich kaputtes Regenrinnen-Rohr, welches gut und gerne 2/3 seines
    Regenwassers richtig transportiert, aber wohl 1/3 in der nahen Kellerumgebung an das Erdreich abgibt.
    100% nur zu erkennen wenn man die Trasse abreist und den Boden aufgräbt.

    Er war auch so schlau (ich war es leider nicht) und hat den lose verlegten Linoleum-Boden (sie Foto)
    angelüpft, unter dem es nass war und sich schwarzer Schimmel gebildet hat. Mögliche Ursachen (laut
    (Bau)Handwerker):

    a) Möglicherweise (eher weniger) Wasser das durch direkt die Bodenplatte dringt
    b) Höchstwahrscheinlich Wasser das durch die Verbindung BP zum Mauerwerk dringt.

    Vorgehensweise:
    Rundrum bis zur Bodenplatte +30cm aufgraben, Kellerwände von außen isolieren, Drainage verlegen. Dabei
    die Terrasse 6x3x1 Meter und an der Eingangsfront den Treppenaufstieg (5 Stufen) zur Eingangstür abreißen
    und neu „bauen“ und dabei für saubere, dichte Wandabschlüsse sorgen. Kostenpunkt *Kopf-Tisch*
    ca. 10.000.- Abriss- und Entsorgungsarbeiten + 15.000.- für die Kellerisolierung + Drainage.

    Dafür bekomm ich die Garantie eines Kellers, der nicht neue Feuchtigkeit zugeführt bekommt. Die
    bestehende Feuchtigkeit in dem 30cm Keller-Kalksandsteinmauerwerk sei aber ein anderes Problem, welches
    sich bin zu 1-2 Jahre oder länger hinziehen könnte. Ist das so richtig?

    Seine generelle Meinung war --> komplett entkernen – alles raus. ca.-Kostenpunkt 80.000 Euronen!

    Ich will die Kellerräume als Büroräume und ggf. als ein Gästezimmer nutzen, kann und will aber nicht in einer
    Umgebung arbeiten und jemand (Gäste) dort schlafen lassen, wenn dort eine permanente, evt. ungesunde
    Feuchtigkeitsabgabe herrscht.

    Im Moment bin ich ein wenig überfordert und weiss nicht mehr was richtig und falsch ist. Mehr oder weniger
    habe ich das Gefühl, und zwar von allen Seiten (Makler, Gutachter, Bau-Handwerker), dass hier ein... ich weiss auch nicht....

    Meinungen, Ratschläge, Aufbauendes oder Augen öffnendes erwünscht!
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  8. #7
    Bauexpertenforum
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    Da kann ich im gesamten und nach Besichtigung der Bilder mal absolut NICHT zustimmen...
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  9. #8
    01mac
    Gast
    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    Da kann ich im gesamten und nach Besichtigung der Bilder mal absolut NICHT zustimmen...
    @Robby
    Ich habe sehr, sehr viele Beiträge von dir in diesem Forum gelesen und finde dein Fachwissen und deine
    Bereitschaft immer sehr bemerkenswert. Bei einigen wenigen konnte ich mit deinen Beiträgen leider, evt.
    weil ich einfach nicht kapier was du sagen möchtest, nichts anfangen. So leider auch mit diesem Beitrag,
    obwohl mir deine Meinung aus der ferne sehr wichtig wäre.

    Deine Zeit ist dir sicherlich kostbar und wertvoll. Könntest du mir aber bitte mitteilen, wo du NICHT
    zustimmen kannst? Bei den 80k, bei den 10+15k, bei dem Gutachten? Oder bei der Feuchtigkeit, welche sich
    um 1-2 Jahre länger ziehen könnte? Oder bei gerade allen genannten?
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
    Bauexpertenforum
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    1. Bei den 80 K... denn ohne eingehende Prüfung keine tatsächliche NOTWENDIGE aber doch funktionierende Abdichtung.

    2. Wieso Dränung wenn man nichtmal weiß ob es drückende Wässer aus aufstauendem Sickerwasser gibt? Denn scheinbar drückt ja kein Wasser in flüssiger Form rein.

    3. Wenn unter einem dichten Belag wie PVC / Lino was schwarzes ist könnte das nicht auch der Kleber sein Die waren nämlich mal schwarz...

    4. Natürlich wird unter dem Belag Feuchte sein weil es keine Abdichtung gibt. Also wird sich sogar Diffusionsfeuchte unter dem Belag sammeln, weil einfach nichts nach oben verdunsten kann.

    5. Das letzte Bild zeigt ebenso wenig dramatisches. Wie die obersten.

    6. Die alte Dame hat sicher wenig auf ausreichendes Lüften im Keller geachtet oder? Das ist auch bei einem reinen Nutzkeller absolut wichtig!
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  12. #10
    01mac
    Gast
    DANKE für deine Antwort!

    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    6. Die alte Dame hat sicher wenig auf ausreichendes Lüften im Keller geachtet oder? Das ist auch bei einem reinen Nutzkeller absolut wichtig!
    Ich glaube sogar, dass in dem Keller die letzten 10 Jahre keiner war. Sprich, da hat wohl 10 Jahre keiner gelüftet.
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