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  1. #1

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    Frage alte Unterspannbahn diffusionsoffen?

    Guten Abend ans Forum,

    ich bin seit kurzem Besitzer eines 1988 erbauten Reihenmittelhauses.

    Das Haus hat Hanglage, und ist so errichtet worden, dass auf der Talseite das Dach "weiter runter" geht. Ich hoffe das versteht man, wenn nicht bitte sagen, ist aber für das konkrete Problem nicht entscheidend.

    Zwei unserer Zimmer liegen nun im Bereich von Dachschrägen und sind jeweils mit einer Gaube ausgestattet. Im Badezimmer (das ist eines der beiden) möchte ich nun gerne die Wärmedämmung der Dachschräge und der Gaube verbessern, da dieser Ort ein echter Kältepol im Haus ist.
    Der Spitzboden, ist im übrigen nicht gedämmt.

    Derzeit ist das ganze ein Kaltdach (hoffe der Begriff passt: mit Hinterlüftung halt). Die Sparrentiefe beträgt 17,5 cm und von außen nach innen sieht der Aufbau im Moment so aus:
    Dachziegel, Lattung, Unterspannbahn, kaschierte Glaswolle mit Alu bedampft (weiß nicht, ob ich hier Roll....ol schreiben darf zwischen den Sparren) Lattung, R..ips, Verzeihung Gipskarton bzw. eigentlich hab ich den Gips schon rausgerissen.

    Die Gaube hat eingegen eine Kupferhaut, holzschalung, beschriebene Glaswolle und Gips und ist 12,5 cm tief.

    Ich kann mir leider keine komplette Dachsanierung von außen leisten, sondern muss gewissermaßen step-by-step vorgehen. Im ersten Schritt möchte ich erst einmal das Badezimmer mavhen und danach irgendwann das andere Zimmer (aber wohl nicht mehr vor dem nächsten Sommer).

    Um möglichst viel Dämmwirkung zu haben würde ich nun eigentlich gerne eine Zwischensparrendämmung ohne Hinterlüftung machen. Problem ist halt bloß, dass ich nicht sagen kann, ob die eingebaute Unterspannbahn diffusionsoffen ist, oder dicht abschließt. Es handelt sich in diesem Dachbereich um eine Folie mit Gitterstruktur, die zumindest auf der Innenseite mit grau-schwarzem Schaumstoff bedeckt ist... Soweit ich bisher in ERfahrung bringen konnte soll doch die Unterspannbahn bei Warmdächern diffusionsoffen sein, oder?

    Weiß jemand, "um was" es sich bei dieser Bahn handeln könnte?

    Ich habe von der Möglichkeit gelesen, im Bedarfsfalle, diese Bahn auch von innen zu entfernen und in jedem Sparrenfeld einzeln zu ersetzen. Haltet Ihr hier das für machbar? (Beschreibung war: Bahn rausschneiden und eine Latte parallel zum Sparren am Sparren ganz außen anbriongen und daran entweder neue Folie festtackern, oder eine imprägnierte Weichfaserplatte einsetzen)

    ach ja: Als Dämmstoff will ich Mineralwolle einsetzen, die mit einer "intelligenten Dampfbremse" (so eine, die im Sommer aufgeht und im Winter dicht macht, oder so ähnlich) unter den Sparren abgedichtet wird, dann eine Untersparrendämmung (so bis 20 mm) und anschließend Profilholzbretter.

    Ich bedanke mich schon einmal ganz herzlich für alle Antworten und liefere gerne noch Informationen oder auch Fotoaufnahmen nach...

    Gruß Statist
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  2. alte Unterspannbahn diffusionsoffen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Gitterfolie ist nicht diffusionsoffen. Warum nicht die Gitterfolie entfernen, Agepan Platten drauf, Konterlattung und Dachlattung neu - und vor allem: Die Nachbarn zum Mitmachen überrreden...

    Dann den Zwischenraum mit 0,35-er MiWo füllen, Dampfbremse (auf dichte Anschlüsse achten!!!) drunter, dann evtl noch die von Dir beschriebene Untersparrendämmung...

    Hauptnachteil von Einzelaktionen ist, dass die Übergänge zu den Nachbardächern problematisch sind...

    Gruss, Dirk

    P.S.: Sooo teuer ist das alles gar nicht:

    Agepan: (32mm) ca. 12EUR/qm verlegt, Lattung und Konterlattung ca. 10EUR/qm verlegt, Dachziegel (Ton!) ca. 17EUR/qm verlegt... Die Dämmung und die Dampfsperrre/Bremse kannst Du dann machen... Allerdings kommen noch Klempnerarbeiten und Gerüstarbeiten dazu (Gerüst stellen, Dachrinne verlängern, neue Rinneisen...)
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  4. #3
    Avatar von RoofMaster
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    Wenn die vorhandene Unterspannbahn noch in Ordnung ist, würde ich diese drin lassen. Die Bahn würde ich nicht rausnehmen, denn das Problem ist, das eine Unterspannbahn bis zur Traufe raus geführt werden soll. Das ist meist bei Sanierungen von innen nicht möglich. Die heutigen verbauten Unterspannbahnen sind meist diffusionsoffen (Delta Maxx, Divoroll pro etc.). Dort kann eine Zwischensparrendämmung direkt drangeführt werden. In deinem Fall würde ich auf Nummer sicher gehen und min. 3cm Platz zwischen Dämmung und Unterspannbahn lassen - da man aufgrund der Beschreibung nicht wirklich sagen kann, ob diese nun diffusionsoffen ist oder nicht.
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  5. #4

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    Man, man. Hört Bitte auf, Ratschläge im Bauphysik-Bereich zu geben, wenn Ihr keine Ahnung davon habt.

    @ Fragesteller:
    SO kann man nicht mal ansatzweise sagen, welche USB das ist und was für Werte die hat. Dazu müsste man schon mindestens den Hersteller kennen.

    Aber eines ist sicher. Eine Vollsparrendämmung im Bereich der Blechdeckung geht in die Hose.

    Auch wenn es reizvoll sein mag, sich die Planungskosten (Was braucht man für ein bissel dämmen ne Planung ? ) via Forum ersparen zu wollen, der dringende Rat, sich zumindest eine erste Einschätzung, besser eine komplette Planung vom Fachmann vor Ort zu beschaffen
    Ist das Dach WIRKLICH durchlüftet oder bloß zugig
    Welche Materialien sind verbaut
    Brauchts eine Dampfsperre, reicht eine Dampfbremse oder geht ne Vario
    Was ist mit der Metalldeckung
    usw.
    usw.

    MfG
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  6. #5
    Avatar von RoofMaster
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Man, man. Hört Bitte auf, Ratschläge im Bauphysik-Bereich zu geben, wenn Ihr keine Ahnung davon habt.
    Fühle mich keines Falls angesprochen. Zum einen ist mein Beitrag mehr als allgemein gefasst, zum anderen stehe ich auch als Händler in einer Beratungshafung. Sie werden die gleichen Informationen auch über Hersteller/Industrie bekommen mit denen ich eng zusammen arbeite. Mit den Angaben und ohne das Objekt zu kennen, wird hier keiner eine fachliche Auskunft nennen können, da kann eigentlich nur der Fachmann vor Ort helfen (wie schon beobachtet worde).
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  7. #6
    Themenstarter

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    calm down...

    Guten Morgen,

    besten Dank schon einmal für die Antworten.

    Habe mir fast schon gedacht, dass keine eine Vermutung über die alte USB äußern könnte. Annahme meinerseits daher: "ist dicht"

    @roofmaster:
    ich kann das ohne weiteres bis zur Traufe führen. Ein zwei Ziegel kann ich durchaus auch selbst abheben; dann geht das schon...

    @Ralf:
    ich erwarte hier vom Forum bestimmt keinen ausgearbeiteten Plan, mir reichen schon simple Ideen/ Meinungen zu ganz konkreten Einzelthemen (die Auskunft von Dir, das man eben nicht sagen könne, was für eine USB das ist, ist von daher mustergültig; danke). Wieso wird das bei der Metalldeckung nichts? Das hieße dann nämlich, das man da garnichts(!) machen kann, denn zu hinterlüften ist da nichts (die Gaube hat einen Giebel, die Balkenstärke ist 12,5 cm und nach außen hin kommt dann direkt die Holzschalung und danach Kupferblech...) Heute Abend stell ich noch ein Foto rein dazu.

    @Isolierglas:
    um es zu verdeutlichen: Ist nicht drin. Anschluss zu den NAchbarn ist vollkommen unproblematisch, da die beiden Nachbarhäuser mit 40cm Höhenunterschied zu mir stehen.

    Hat jemand noch eine Idee zu den nicht im Titel des Threads gestellten Fragen?
    Schonmal davon gehört, nachträglich von innen im einzelnen Sparrenfeld eine Unterspannbahn oder eine die Funktion übernehmende Schicht einzubauen?


    Gruß und haut Euch nicht gleich
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Themenstarter

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    Bilder

    Guten Abend,

    wie versprochen: Bilder um sich ein Bild zu machen.

    (Geht dabei jetzt nicht nur um die Konstruktion, sondern so, dass man sich den Raum vorstellen kann) Dass man zur alten USB nichts sagen kann habe ich mittlerweile eingesehen

    Anhang 16517

    Anhang 16518

    Anhang 16519

    Anhang 16520

    Anhang 16521
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  10. #8

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    USB sehe ich hier gar nicht, nur eine schlecht verlegte alukaschierte Mineralwolle, besonders die Schuttablage in Bild 4
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