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  1. #1

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    massiv oder fertig?

    Hi Leutz,

    wir haben jetzt zwei konkrete Angeobte von Häuslebauern. Fertighaus gegen konventionell... Preis in etwa gleich. Gravierendster Unterschied: Fertighaus fast KfW 40 vs. konventionell "etwa KfW 70-90..." - laut Berater) Ich mein, ich würde nie extra Geld reinpumpen, um auf KfW 60 oder 40 zu kommen... was meint ihr???

    Gruß Sonnemann
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  2. massiv oder fertig?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wenn die anderen Unterschiede gering wären, dann wäre die Entscheidung klar. KFW40.
    "etwa KfW 70-90..."
    das ist also EnEV Mindeststandard
    Geändert von Bauwahn (16.10.2008 um 15:42 Uhr) Grund: Missverständliche Formulierung
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  4. #3

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    bei gleicher Wandstärke hat ein Fertighaus (Holzrahmenbau?!) fast immer Vorteile....bei der Wand!!! Allerdings wünschen sich manche Leute etwas Speichermasse...die gibts dann eher beim Massivbau (wobei hier wieder mal geklärt werden muss, wann ein Massivbau massiv ist)
    -
    Der Unterschied (kfw40 vs kfw xyz) erscheint mir etwas zu hoch....
    gruss
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Sonnemann78 Beitrag anzeigen
    Fertighaus fast KfW 40 vs. konventionell "etwa KfW 70-90..."
    Nur zu meinem Verständnis:

    • Fast KfW 40 = KfW 60 ?
    • KfW70-90 = EnEv ?


    Heißt also im ersten Fall ein sehr zinsgünstiges Darlehen fast bekommen zu haben und im zweiten Fall ein immer noch recht günstiges Darlehen auch nicht bekommen zu können.

    Liege ich da falsch?
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  6. #5

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    Um die beiden Angebote vergleichen zu können, müsste man auch etwas über die weiteren relevanten Parameter wissen, vor allem, welche Heizungs- und Lüftungstechnik ist wo geplant? Und welche Bodenplatte oder welcher Keller? Ein gut gedämmtes Fertighaus (entspricht einem bombastisch gedämmten, aber entsprechend teuren Massivhaus) mit geeigneter Wärmepumpe und KfW 60 Einordnung kann man im allgemeinen schon durch die Verwendung einer hochgedämmten (z.B. U-Wert 0,17) Bodenplatte locker auf KfW 40 bringen.

    Da ich hellsehen kann wage ich mal die Voraussage, dass man hier über das zur Wahl stehende Massivhaus kaum noch sinnvoll nachdenken kann. Und was die ominösen Speichermassen betrifft, die immer wieder als letzter argumentativer Versuch aus der Tasche gezogen werden, so möchte ich mal daran erinnern, dass sie kein Ersatz für Wärmedämmung sind, sondern sie waren Behelf in Zeiten, als noch nicht wirksam gedämmt wurde. Dämmung ist entscheidend, sie muss sein, Speichermassen können sein, müssen aber nicht. Meine Familie fühlt sich ohne massive Wände pudelwohl in ihrem Haus.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Torsten Stodenb Beitrag anzeigen

    Und was die ominösen Speichermassen betrifft, ..., so möchte ich mal daran erinnern, dass sie kein Ersatz für Wärmedämmung sind (1), sondern sie waren Behelf in Zeiten, als noch nicht wirksam gedämmt wurde (2). Dämmung ist entscheidend, sie muss sein(3), Speichermassen können sein, müssen aber nicht(4). Meine Familie fühlt sich ohne massive Wände pudelwohl in ihrem Haus.(5)
    1...stimmt
    2...das ist bestenfalls unverständlich...aber eher Blödsinn: Es gab schon immer unterschiedlich dicke massive Wände und wenn der Ofen über Nacht ausging sind die Räume morgens ausgekühlt....
    3...stimmt
    4...sie sollten vorhanden sein..
    5...es gibt auch Familien, die fühlen sich in Holzhäusern nicht (immer)pudelwohl...vielleicht würde sich deine Familie noch pudelwohler fühlen...wenn das Haus ein bisschen Speichermasse hätte..aber mangels direktem Vergleich....

    Der Punkt hier ist aber wie schon beschrieben: Wahrscheinlich sind die Häuser nicht ansatzweise vergleichbar
    Geändert von bernix (16.10.2008 um 20:08 Uhr) Grund: Ergänzung
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  8. #7

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    Das hier ist der Torsten. Der Torsten verkauft Holzhäuser. Weil der Thorsten die besser verkaufen kann, wenn die supertoll sind, dann sagt er, die sind supertoll...

    Zurück zur Realität:

    Holzhäuser haben einen geringen Primärenergieeinsatz und lassen bei gleicher Wandstärke einen wesentlich besseren Wärmeschutz zu.

    So, jetzt will ich auch ein bisserl dagegenhalten:

    Schallschutz: Schlecht (Braucht man evtl. nicht)
    Sommerlicher Wärmeschutz: Schlecht (Oder aufwändige Verschattung + evtl. Erdwärmetauscher)
    Dauerhafte(!!!) Luftdichtigkeit: Wer garantiert, dass nach 30Jahren all die Klebebänder noch kleben???
    Einstufung beim Beleihwert, Kosten der Gebäudeversicherung -> Teurer

    Nix gegen Holzhäuser, aber genau aus den Gründen ist das nix für mich!!!

    Gruss, Dirk
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  9. #8

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    Man hört immer wieder, dass Fertighäuser einen geringeren Wiederverkaufswert haben als Massivhäuser ...??
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  10. #9

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    "Der Torsten verkauft Holzhäuser. Weil der Thorsten die besser verkaufen kann, wenn die supertoll sind, dann sagt er, die sind supertoll..."

    Siehste, da hatte ich drauf gewettet, dass jetzt wieder so'n Quark breitgekloppt wird, dessen Haltbarkeitsdauer abgelaufen ist! Ob ich es wohl nötig habe, Holzhäuser zu verkaufen? Nö, ganz sicher nicht! Wer hindert mich daran, stattdessen Massivhäuser zu verkaufen, was nämlich bedeutend einfacher ist? Schon mal drüber nachgedacht? Nein? Das dachte ich mir. Mit anderen Worten, ich verkaufe also Holzhäuser (in Wahrheit natürlich keine Häuser, sondern Bauverträge), weil ich Holzhäuser toll finde, nicht umgekehrt. Genau deshalb hatte ich uns auch eines gebaut. Das war von Anfang an eine bewusste Entscheidung der ganzen Familie.

    So, aber leider geht der Unsinn bei dir noch weiter:

    "Schallschutz: Schlecht (Braucht man evtl. nicht)" - Die Wahrheit: Luftschallschutz hervorragend, Körperschallschutz leicht beherrschbar.

    "Sommerlicher Wärmeschutz: Schlecht (Oder aufwändige Verschattung + evtl. Erdwärmetauscher)" - Die Wahrheit: Das Gegenteil ist richtig, weil die Wärmedämmung eben dämmt. Was hat dies mit Verschattung zu tun? Die ist bei einem Massivbau genau so erforderlich, denn genau durch die Glasflächen kommt die Wärme ins Haus, nicht durch die Wand!!! Und die ominöse Speichermasse (wo, bei Gasbeton?) schützt auch nur 2 Tage, danach bekommst du die Hitze aber im Gegensatz zu meinem Holzhaus gar nicht mehr raus!

    "Dauerhafte(!!!) Luftdichtigkeit: Wer garantiert, dass nach 30Jahren all die Klebebänder noch kleben??? - Die Wahrheit: Wer garantiert dir, dass dir nicht morgen der Himmel auf den Kopf fällt? Massivhäuser haben gar keine Klebebänder, sie sind gern von Anfang an undicht.

    "Einstufung beim Beleihwert, Kosten der Gebäudeversicherung -> Teurer" - Die Wahrheit: Du bist wie die meisten Deutschen auf dem Stand vor 30 Jahren, sorry!
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  11. #10
    Avatar von alex2008
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    Zitat Zitat von Isolierglas Beitrag anzeigen

    So, jetzt will ich auch ein bisserl dagegenhalten:

    Schallschutz: Schlecht (Braucht man evtl. nicht)
    Sommerlicher Wärmeschutz: Schlecht (Oder aufwändige Verschattung + evtl. Erdwärmetauscher)
    Dauerhafte(!!!) Luftdichtigkeit: Wer garantiert, dass nach 30Jahren all die Klebebänder noch kleben???
    Einstufung beim Beleihwert, Kosten der Gebäudeversicherung -> Teurer

    Nix gegen Holzhäuser, aber genau aus den Gründen ist das nix für mich!!!

    Gruss, Dirk
    Schallschutz:
    Trittschallschutz mit hundsgewöhnlicher Holzbalkendecke: mies
    Betondecke etwas TSP und Estrich drauf: auch nicht so prickelnd.
    Luftschallschutz: da schenken sich Holzbau und Massivbau nicht viel. Besonders wenn man sich mal die Mühe macht und den Schallschutz rechnet. Also flankierende Wände, Öffnungen etc.

    Sommerlicher Wärmeschutz hängt doch hauptsächlich von 2 Faktoren ab: Wieviel Wärme kommt durch die Fenster und durch die Wände rein. Gegen ersteres hilft Verschattung und gegen 2. Dämmung.

    Luftdichtigkeit: warum soll diese beim Massivbau besser sein? Die kritischen Bereiche sind bei beiden die gleichen: Fenster und Aussentüranschlüsse, Anschlußbereiche Dach-Wand, Durchführungen durch die Dachhaut.

    Kosten: Der Beleihwert mag je nach Bank beim Holzhaus niedriger sein, die Kosten für die Gebäudeversicherung sind beim Holzhaus nur marginal höher, wenn überhaupt.

    Und bei der Wertentwicklung dürfte heute manch Holzhaus aus den 90ern besser dastehen als ein gleich alter Massivbau.
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  12. #11

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    "Und bei der Wertentwicklung dürfte heute manch Holzhaus aus den 90ern besser dastehen als ein gleich alter Massivbau."

    Wetten, dass die Wertentwicklung von Häusern immer mehr mit der energetischen Qualität der bauten zu tun haben wird? Und da kann man sich bald glücklich schätzen, einen guten Holzrahmenbau zu besitzen. Die Zeit ist nicht mehr fern.
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  13. #12
    Themenstarter

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    na ja mir geht es nur darum, ob ich jetzt noch ein Haus neu baue, dass "KfW" 70-90 laut dem Berater erreicht oder ein Fertighaus, dass die KfW 60 locker packt, und fast in den KfW 40er Bereich kommt.
    ???
    Beim Massivhaus (KfW 70-90 ist allerdings noch keine kontr. Be- und Entlüftung und keine Solaranalge zur Brauchwassererwärmung - hatter vergessen ghabt eingerechnet - beim Fertighaus schon). Da ist jetzt die Frage, ob das beim Massivhaus sooo viel bringt...
    ...
    Andere Frage...wie oft werden denn diese EnEVs aktualisiert??? Also wie lange würde ich den mit meinem KfW 70+x auskommen?

    Gruß Sonnemann78
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  14. #13

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    Ja langsam komme ich dahinter: Hier hat jemand im Kopf begriffen, was vernünftig und richtig wäre, aber der Bauch grummelt noch und will Steine (Hallo Rotkäppchen!).

    Und nun ruft Sonnemann dazu auf, Argumente zu suchen und zu nennen, die es auch seinem Kopf erlauben würden, widerspruchsfrei das Massivhaus mit der schlechteren Dämmung und obendrein der schlechteren technischen Ausstattung, dafür genauso teuer wie das bessere Fertighaus, zu wählen. Und ob es vielleicht sogar Gründe geben könnte, noch mehr Geld für Steine auszugeben, um auf den Standard des Fertighauses zu kommen, eieieih!

    Zwei mal drei macht vier, widewidewitt, und drei macht Neune,
    ich mach mir die Welt, widewide, wie sie mir gefällt!

    "Soeben haben wir die Meldung erhalten, dass der Rohölpreis nach der gestrigen Mitteilung der Energiekommission der UNO über das durch die in den letzten 5 Jahren fast verdreifachte Nachfrage aus den boomenden asiatischen Ländern beschleunigte Ende der Erdölvorräte in nur 17 Jahren um weitere 30% gestiegen ist. Aus mehreren großen Städten Nordamerikas und Europas wird zunehmend über Hamsterkäufe vor allem von Benzin und Diesel berichtet. Viele Autofahrer laden an den Tankstellen zusätzlich möglichst viele Kanister mit Treibstoffvorräten in ihre Autos.
    Die Bundesregierung plant kurzfristig eine radikale Verschärfung der Energiesparverordnung für Neubauten."
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Baufuchs
    Gast

    @Torsten

    Deine Meldung geht weiter:

    Im Rahmen dieser Energieeinsparverordnung für Neubauten wird festgelegt, dass der Neubau von Holzrahmenhäusern untersagt wird, da die vorhandenen Holzbestände ausschließlich für die Pelletproduktion zu verwenden sind.
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  17. #15

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    Baufuchs: falsch - falsch - falsch! Das macht eine 5! Als zusätzliche Hausaufgabe recherchierst Du über's Wochenende über das Thema:

    "Warum der Nadelwald in Mittel- und vor allem in Nordeuropa trotz vermehrten Baues von Holzhäusern nicht weniger wird."

    Aber nicht wieder nur mit Legosteinen spielen! Am Montag erwarten wir einen kleinen Vortrag von Dir.
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