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Aufbau Heizungsnischen 1976

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  1. #1

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    Aufbau Heizungsnischen 1976

    In unserem Altbau 1976 sind die Außenwände mit 30cm Hochlochstein gemauert. Die Heizungsnischen sind jedoch nur halb so dick. Darüber die Fensterbank, die 18cm über die innere Wandgrenze hinweg in den Raum steht. Unter der Fensterbank ist eine Unterstützung mit etwa 4 cm Dicke, die bis zur inneren Wandgrenze unterstützt.

    Nun die Frage: Woraus besteht die Wand unter den Fensterbänken in den Nischen? Wenn ich drauf klopfe, klingt es irgendwie hohl. Haben die damals eventuell schon "mitgedacht" und dort eine Styroporschicht eingebaut um eine höhere Wärmedämmung zu bekommen?

    Für die "normale" Wand vermute ich bei den Hochlochsteinen des Baujahres 1976 einen U-Wert von etwa 0,9. Innen sind Gipskartonplatten drauf und außen ein mineralischer Putz mit einer Dicke von ca 2,5 cm. Im Rahmen meiner energetischen Sanierung wäre es wichtig zu wissen, ob die Heizungsnischen nun nachgedämmt werden müssten oder nicht. Danke für eure Antworten.
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  2. Aufbau Heizungsnischen 1976

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  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    In dieser Zeit ...

    ... sind zum Beispiel sogenannte "Mehrschicht-Leichtbauplatten" - bestehend z.B. aus 20mm Styropor und 10mm Heraklith in die Nischen eingebaut worden.

    Bei nem (damals) konservativen Baumeister kann´s auch schon mal nur 20mm Heraklith gewesen sein (das war so in den 60ern üblich).

    Genau kriegst Du´s nur raus, wenn Du an einer unverfänglichen Stelle ein Loch machst .

    Deine 0,9 dürften nicht ganz hinkommen - "wahrscheinlicher" wären 1,1-1,2 bei 30cm Wandstärke.
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  4. #3

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    Hallo Ottobald,
    das Material ist so wie Volker Kugel schrieb. Wir haben es (Bj. 70) ebenfalls drin und energetisch sind die Nischen eine ziemliche Schwachstelle.
    Mit heutigen Dämmmaterialien erreichst Du sicher weitaus bessere Werte als mit den "Sauerkrautplatten".
    Brauchst Du Nischen gar nicht mehr (z.B. wg FBH), hättest Du ja freie Hand, der Anschluss neuer Heizkörper dort ist gern etwas friemelig wg. unterschiedlicher Nabenabstände.

    Bei Innendämmung von der Warmseite ist wohl i.d.R. auch eine Dampfbremse nötig. Wie das allerdings aussieht, wenn die Nische kpl. zugemauert wird, weiß ich nicht.

    Gruß
    Budenzauber
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke erst mal für die Antworten. Also wegen des hohlen Klangs beim klopfen, denke ich müssen wohl die Heraklit Platten drin sein. Ob mit oder ohne Styropor muss ich erst noch rausfinden. Ich habe an einer Stelle schon mal durchgebohrt, weil ich ein Kabel durchgeführt habe. Da müsste ich mal mit nem Schraubendreher nebenran die "Tiefen" der einzelnen Schichten ausloten. Nun habe ich mal im U-Wert Rechner die Heraklit Platten bei den Heizungsnischen berücksichtigt, und bin erstaunt, dass damit die Nische nicht schlechter als die normale 30cm Wand ist. Möglicherweise muss ich da doch gar nichts machen. Leider ist zwischen den Heizkörpern und der Nischenwand nicht mehr sehr viel Platz (1,5 cm). Also da noch was gescheites zwischenfrimeln ohne die HK abzumontieren wird schwirig. Ich will auch nicht auf FBH umstellen. Allerdings kommt mir entgegen, dass mit den neuen Fenstern Schüco SI82 und 3-fach Verglasung der Wärmebedarf in den Räumen geringer werden müsste und damit die Heizkörper nicht mehr so warm werden müssten. Damit dürfte die Schwachstelle dann auch nicht mehr so stark ins Gewicht fallen.

    Sollte ich mich in den nächsten Jahren dann doch noch für eine Außendämmung der Wände entscheiden, würden die Nischen ja mit saniert.
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  6. #5

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    Hallo Ottobald,
    bei so wenig Abstand und Hängenlassen der HK, erledigt sich das Thema wohl. Bist Du sicher dass Du die Dämmwerte der alten Platten mitberechnet hast? Ein Nachbar von uns hat mal ne Thermografie machen lassen und da sahen die Nischen nicht sehr gut aus.

    Unterm Dach hatten wir das Zeug auch vom Bad (mit 2 cm Styro zusätzlich) bis zum Giebel (3-4 cm ohne Styro, eine elende Viecherei das rauszuporkeln). Für die Zeit war das sicher nicht schlecht, aber nach heutigen Standards?

    Unsere Nischen fühlten sich jedenfalls deutlich kälter an als die Wand. Da wir etwas mehr Platz hinter den HK haben, habe ich noch etwas Styropor dahinter gebastelt (eine elende Viecherei das reinzuporkeln), seitdem ist es spürbar wärmer, wenn man davor sitzt (Schreibtisch).

    Für diese eigenmächtige Maßnahme krieg ich jetzt wahrscheinlich gleich ein paar Nackenschläge von den Profis. Oder irgendwann fallen die kompletten Nischen raus, nass und schimmelig...

    Im Bad wurde (nicht von mir) das Sauerkraut gegen eine styoporbewehrte Gipskartonplatte getauscht. Obs besser ist - keine Ahnung. Ein Bauingenieur sagte mir mal, er würde die Nischen mit Ytong zumauern. Bin mir nicht sicher, ob ich dort vollflächig Gips haben wollte...

    Gruß Budenzauber
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  7. #6

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    Ihdonng iss doch ke Gibbs...
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7

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    Autsch!
    http://www.bauexpertenforum.de/images/smilies/mauer.gif

    Danke.

    Ich dachte, weil's beim Sägen weiß staubt... :-))


    Gruß Budenzauber
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  10. #8
    Themenstarter

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    So, nun habe ich mal den Schraubenzieher und den Zollstock in die Hand genommen und nachgesehen: In dem Loch, das ich dort in der Nische gebohrt habe ist Gipskarton mit 1cm Dicke + 2 cm Styropoor innen auf den Steinen. Die Steine in den Nischen sind 16cm incl. einer mineralischen Putzschicht von ca 1,5 cm.

    Mit dem U-Wert Rechner komme ich bei der gesamten Konstruktion auf 0,9. Das enspricht auch dem Wert, den ich für die 34cm dicke normale Wand berechne, die mit Hochlochziegel gemauert ist.

    Also, ist doch gar nicht so schlecht. Ne Wärmebildkamera wäre natürlich ne schöne Sache, um das mal zuverifizieren. Ich könnte aber auch mal Messungen mt einem Infrarotthermometer auf der Außenseite der Wand machen. Einmal bei der Nische und einmal bei der "normalen" Wand.
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