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Erdwärme "radiales Bohrverfahren"

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  1. #1

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    Erdwärme "radiales Bohrverfahren"

    Nabend mitnander,

    ich habe letztens im MDR nen Bericht über ein (zumindest für mich) neues Bohrverfahren gesehen. Das ganze nennt sich Radialbohrung oder Schrägbohrverfahren.
    Infos habe ich auch hier gefunden: http://www.erdwaermebohrtechnik.de/
    Das Verfahren soll knapp ein Drittel billiger sein als eine normale Sondenbohrung.
    Ist die Thematik schon jemandem von euch bekannt??
    Das ganze wäre unter Umständen eine interessante Sache für mich da es demnächst mit Häusle bauen losgehen soll. Welche Heizung rein soll weiß ich aber noch immer nicht.

    Grüßle aus Erlangen
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  2. Erdwärme "radiales Bohrverfahren"

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Das Verfahren soll knapp ein Drittel billiger sein als eine normale Sondenbohrung.
    Da sind sie wieder .... die öminösen bis zu 30% .... mit denen die Werbestrategen die Welt umtreiben.

    Bis zum BEWEIS des Gegenteil halte ich das mal für Marketinggeblubber.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Da sind sie wieder .... die öminösen bis zu 30% ....
    Es gibt eben Dinge die ändern sich nie.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Ich habe mir die angegebene Internetseite angeschaut und finde die dort aufgestellten Behauptungen technisch völlig unplausibel. Warum?

    Eine konventionelle vertikale Erdsonde kostet rund 50 Euro pro Meter. Die Kosten umfassen die Arbeitszeit (pro Meter muß ein neues Gestänge von Hand aufgesteckt werden), die Abnutzung des Bohrers und das Material für die eigentliche Erdsonde.

    Bohrt man nun schräg statt vertikal (und zwar laut Abbildung mit derselben Maschine, nur eben schräg eingestellt), bleiben die Bohrkosten pro Meter Bohrlochlänge dieselben. Ein 100 m langes Bohrloch wird aber nicht 100 m Tiefe erreichen, sondern nur 30 oder 50 Meter.

    Weil die Bodentemperatur mit wachsender Tiefe zunimmt und eine hohe Temperatur günstig für die Effizienz der Erdwärmesonde ist, erreicht die Schrägbohrung pro Meter Bohrlochlänge (und damit pro Euro Kosten) eine schlechteres Ergebnis.

    Auch die weiteren Argumente sind unsinnig: Klarerweise sollten die Sonden nicht nahe beieinander im Boden stecken, weil sie sich sonst gegenseitig Wärme wegnehmen. Dies erreicht man durch 10 m Abstand. Und kurze Verlegewege unterhalb der Erdoberfläche sind nicht notwendig, weil die horizontalen Sondenabschnitte bei fachgerechter Arbeit ähnlich wie Heizungsrohre isoliert werden. Insgesamt also Bauernfängerei.
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