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K-Wert um Tauwasser zu vermeiden

Diskutiere K-Wert um Tauwasser zu vermeiden im Forum EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Brinker
    Gast

    Frage K-Wert um Tauwasser zu vermeiden

    Hallo,

    welchen U-Wert sollte eine Außenwand mindestens haben, um Tauwasserbildung an der Innenseite zu verhindern?
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  2. K-Wert um Tauwasser zu vermeiden

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  3. #2
    Avatar von bauhexe
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    Bei unbeheizt egal, ... Blechgarage.
    Worum geht es genauer, was ist der Hintergrund der Frage?
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  4. #3
    Brinker
    Gast
    Sorry, natürlich beheizter (Wohn-)innenraum gegen Außenluft.

    (Hintergrund: Ich mache mir gerade Gedanken, wie ich eine zukünftige Haustrennwand an der derzeit noch nicht angebaut ist vorübergehend so dämmen kann, dass ich keine Schäden an Wand, Tapete und Möbeln befürchten muß)
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  5. #4
    Gerd K.
    Gast
    Wenn Sie Möbel an eine Außenwand stellen (z.B. Kleiderschrank oder Sofa) dann ist es vollkommen egal, ob diese Wand gut oder schlecht gedämmt ist.

    Entscheidend ist die Temperaturdifferenz von innen nach außen. Je größer diese ist, desto mehr Tauwasser fällt an, und zwar immer dann, wenn die Temperatur (z.B. durch eine Dämmschicht) stark absinkt)

    Da ein Möbelstück wie eine starke Dämmschicht wirkt, fällt das Tauwasser bereits im Möbel selber an (nicht erst in der Wand).

    Sie können Ihre Wand noch so stark dämmen, das Tauwasser wird immer schon im Möbel anfallen.

    Die erste Lösung (nicht ganz ernst gemeint): den Raum nicht heizen. Wenn kein Temperaturgefälle da ist gibt es auch keinen Tauwasseranfall.

    Die IMHO einzige praktikable Lösung (die ich selber schon mit Erfolg in einem Schrankzimmer angewandt habe):

    Dafür sorgen, daß hinter dem Möbel die gleiche Temperatur herrscht wie davor. So kann kein Tauwasserproblem entstehen. Dazu habe ich hinter meinem Schrank in Bodenhöhe einen kleinen flachen Heizkörper montieren lassen und dafür gesorgt, daß ringsrum Luft zirkulieren kann.
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  6. #5
    Avatar von Pinball Z
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    http://www.bauexpertenforum.de/showt...&threadid=2786
    Hatte an oben genannter Stelle schon auf 10 cm WD hingewiesen.
    (5.Post)
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Das mit den Möbeln ist richtig. Trotzdem stellt sich auch ohne Möbel eine niedrige Oberflächentemperatur mit Schimmel- und Tauwasserrisiko ein wenn ungenügend gedämmt ist.

    10 cm Dämmung halte ich für ein bisschen viel. Nach DIN 4108 Beiblatt 2 wird das Schimmelkriterium 12,6°C bei 50% rel. Feuchte auch in gestörten Bereichen (Wärmebrücken) eingehalten, wenn mit 6 cm WLG 040 gedämmt wird.

    Eine Berechnung zur ungestörten Wandmitte:

    Für 12,6°C reicht ein Wärmedurchlasswiderstand R von 0,55 aus (Annahme von R<sub>si</sub> = 0,25, Innentemperatur 20°, außen -5°, gem. DIN 4108).

    Dämmt die Wand selbst so gut wie nicht (z.B. Beton, KS), ist eine Dämmstoffdicke von R*Lamda = 0,55*0,040 = 2,2 cm ausreichend.

    Da in Wand- und Raumecken nach meiner Erfahrung um 3° niedrigere Oberflächentemperaturen vorliegen können, würde ich für eine Temperatur der Wand im ungestörten Bereich von 16°C und höher bemessen.

    Für 16°C ist ein R von 1,27 oder höher erforderlich (U-Wert 0,64). Die Dämmstoffdicke beträgt dann 1,27*0,040 = mindestens 5 cm (WLG 040).

    Damit sind wir in einem ähnlichen Bereich wie das Beiblatt 2 DIN 4108.
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  8. #7
    Gerd K.
    Gast
    @Bruno

    Korrekt! Selbstverständlich muß die Wand gedämmt werden. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß es bei Möbeln an der Außenwand ziemlich egal ist, welche Wandkonstruktion anschließt.

    Ihre Dämmung ist sicher ausreichend, um Schimmel zu verhindern aber:

    Für mich stellt sich bei 'Brinker's' Problem auch noch die Frage wie es mit der EnEV aussieht. Erfüllt das jetzige Gebäude die Forderungen der EnEV? - Sicher doch nicht? Da nicht abzusehen ist wann die 2. DHH gebaut wird, muß dann nicht auch das Teilgebäude die EnEV erfüllen? Welche Konsquenzen kann es haben, wenn ENEV nicht erfüllt wird. Ist dann die Baugenehmigung überhaupt noch gültig?
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Zahlen aus einem Nachweis für ein Reiheneckhaus, Daten:
    6,5x11m,
    E+1+D,
    kalter Keller,
    U-Wert Außenwand 0,38,
    einmal mit, einmal ohne Nachbar berechnet, temporäre Giebel-Dämmung 6 cm:

    Durch das geänderte Verhältnis A/V (Hüllfläche/Volumen) ist ein ca. 10% höherer Primärenergiebedarf zulässig. Der tatsächliche Primärenergiebedarf steigt um ca. 20%.

    Ist der Nachweis grenzwertig gerechnet, ist er mit temporärer Dämmung von 6 cm nicht erfüllt, bei 10% Reserve schon. Für die Gleichwertigkeit hätte ich im Beispiel 10 cm Dämmung benötigt.

    Die berechneten Werte sind nur Anhaltspunkte und nicht übertragbar.

    Ist die EnEV nicht eingehalten, sind auch die Vorgaben der Baugenehmigung nicht eingehalten.
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  10. #9
    T. Herzog
    Gast

    Frage

    Original geschrieben von Gerd K.
    Wenn Sie Möbel an eine Außenwand stellen (z.B. Kleiderschrank oder Sofa) dann ist es vollkommen egal, ob diese Wand gut oder schlecht gedämmt ist.

    ...

    Sie können Ihre Wand noch so stark dämmen, das Tauwasser wird immer schon im Möbel anfallen.

    Moment mal, dann könnten ja in einem freistehenden EFH keine Möbel an den 4 Außenwänden aufgestellt werden. Und es hat doch wohl fasst niemand extra Heizungen hinter den Schränken.

    Könnte da mal jemand was zu sagen?
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  11. #10

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    Mein Klavier heisst Schimmel, hat aber keinen!!!

    Leute, was schreibt Ihr denn da alles? Es sei bei Möbeln an der Aussenwand egal, ob diese gedämmt sei odere nicht? Hatten wir nicht kurz vorher gelesen, dass die Ebene mit der grössten Temperaturdifferenz den kritischen Ort darstellt? Nun gut, die grösste Temperaturdifferenz in einem Möbel habe ich im Kühlschrank, der steht bei mir genauso an einer Aussenwand wie das Klavier (ein weisser "Schimmel"), wenn auch mit etwas Luft.

    Aber die Wände sind doch gedämmt, und der Taupunkt muss an der Aussenkante der Dämmung liegen, nicht innerhalb der gedämmten Ebene im Raum!!! Kann mir das mal jemand plausibel machen? Jedenfalls ist bei mir noch nichts verschimmelt.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    @ T. Herzog:

    Die EN ISO 10211-1 empfiehlt bei Wänden, an denen Möbel stehen, einen höheren Wert für den Wärmeübergangswiderstand der Wand anzusetzen (Rsi 0,5 statt 0,25). Es wird quasi eine stehende, dämmende Luftschicht angenommen, eine Innendämmung.

    Bei einem U-Wert von 0,5 und DIN-Randbedingungen ergeben sich folgende Oberflächentemperaturen der Wand:

    16,9° bei Wand ohne Möbel
    13,8° bei Wand mit Möbel

    Um genauer rechnen zu können müsste man den Abstand Möbel/Wand und eventuelle Luftzirkulation berücksichtigen.
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  14. #12

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    Feuchtigkeit

    @Herr Stodenberg, rechnen Sie bitte mal die Temperaturverteilung innen-Möbel-Wand-außen. Wenn die Möbel einen so guten Dämmwert wie die Wand haben (z.B. kleidungsgefüllter Schrank) so halbiert sich die Temperatur. Außen -15°C, innen 21°C. Temperatur an der Wand dann 3°C.

    Aber leider liegt der Wasserdampfdruck des Innenraums vollflächig auch hinter dem Schrank vor (Sie putzen ja keine Wasserdampf sperrende Folie ein, hinter die der Schrank eingepackt wird). Und bei 3°C fällt dann mit Sicherheit Tauwasser aus.

    Nun wird der Schrank vielleicht keine so gute Wärmedämmung wie die Wand haben, etwas warme Luft an der Schrankrückseite vorbeiströmen, die Außentemperatur wird selten so lange kalt sein, daß sich die berechnete kalte Temperatur auch wirklich einstellt usw. - aber die potentielle Gefahr der Schimmelbildung existiert und ist schon oft genug eingetreten.
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  15. #13

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    Reden wir über Viehställe oder Wohnhäuser?

    Herr Ebel, ich hatte vergessen, dass es offenbar noch Häuser gibt, bei denen bei einer Aussentemperatur von -15°C an der Aussenwandinnenseite und 21° C Raumtemperatur nur 3°C herrschen können, nur weil ein Schrank an der Wand steht. Das ist beinahe ausserhalb meiner Vorstellungskraft.

    Hinzu kommt, dass in den Häusern, mit denen ich mich fast ausschliesslich beschäftige, die Schlafzimmer i.d.R. im ausgebauten Dachgeschoss liegen, aber die Kleiderschränke stehen dann nie an einer Aussenwand.

    Und schliesslich gehe ich, vielleicht zu Unrecht, davon aus, dass die Leute zwischen Schränken und Wänden immer etwas Luft lassen.

    Unter halbwegs vernünftigen Umständen kann es also kaum zu Schimmelbildungen in diesen Bereichen kommen. Ich nehme Ihnen aber ab, dass so etwas dennoch vorkommt.
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