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Stromsparpumpe sinnlos?

Diskutiere Stromsparpumpe sinnlos? im Forum Heizung 2 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Stromsparpumpe sinnlos?

    Hallo!

    Folgendes Projekt: EFH, Gasbrennwert+Solar, FBH.

    Aufgrund des großen Heizungskreislaufs wird der Kessel über eine hydraulische Weiche entkoppelt.

    Angeboten hat der Heizungsbauer als zweite Pumpe für den großen Kreislauf eine WILO TOP-S 25/7.

    Auf meine Frage, warum denn keine Stromsparpumpe, z.B: eine WILO STRATOS (ECO), meinte er:

    "Das ist in diesem Fall nicht sinnvoll, da der Volumenstrom im Heizungskreislauf immer konstant bleibt, egal wie stark geheizt wird. Es gibt keine Einzelraumregelung. Die gewünschte Heizleistung wird nur über die Vorlauftemperatur gesteuert, das durchgepumpte Wasservolumen bleibt immer konstant hoch. (Verlegeabstand in jedem Raum 10cm, im Bad so eng wie technisch möglich). Hätten Sie Heizkörper würde so eine Pumpe Sinn machen, in diesem Fall aber nicht."

    Ist das richtig so? Sparen solche Pumpen wirklich nur über die veränderliche Drehzahl im Teillastfall Strom?

    Vielen lieben Dank!

    Fredl
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  2. Stromsparpumpe sinnlos?

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  3. #2

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    Das stimmt nur bedingt.
    Moderne Pumpen haben eine geringere el. Leistungsaufnahme bei vergleichbarer Förderhöhe/-menge.
    Sie lassen sich zudem, je nach Typ, auch präziser auf die Druckverhältnisse vor Ort einstellen...oder regeln das automatisch.

    Unter´m Strich bleibt eine Einsparung.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Avatar von OldBo
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    Daumen runter

    Richtig, zusätzlich lässt sich bei den Pumpen die Förderhöhe genauer einstellen
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  5. #4

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    Wobei mir noch einfällt, daß die von Deinem Heizer genannte S25/7 schon ein ordentliches Kaliber ist.
    Ich kenne jetzt zwar Deine Anlagenplanung nicht, aber wenn ich Deine alten threads noch richtig in Erinnerung habe, dann kommt mir die 25/7 schon etwas kräftig vor. Ich würde darauf achten, daß eine "passende" Pumpe eingebaut wird.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Danke für die Hinweise!

    Woran kann man als Laie abschätzen, ob die Dimensionierung der Pumpe ungefähr passt?

    Heizungsbauer zu einer Wilo Stratos Eco 25/ 1-5: "...Da wir aber eine Wassermenge zwischen 2,3- und 3,5 m3/h ( je nach Spreizung VL und RL ) haben ist mir diese eigentlich zu knapp bemessen."

    Kann das stimmen? Eckdaten: Heizlast 12kW, knapp 300m², 10cm Verlegeabstand FBH.


    Vielen lieben Dank nochmals

    Fredl
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Fredl Beitrag anzeigen
    Kann das stimmen? Eckdaten: Heizlast 12kW, knapp 300m², 10cm Verlegeabstand FBH.
    Wo ist mein Glaskugel-smilie?

    Wenn Du wirklich zwischen 2,5 und 3,5cbm/h durchsetzen musst, dann ist die genannte Pumpe zu klein.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7

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    Wie groß ist die Spreizung?

    Massenstrom [kg/h] = Wärmestrom [W] * 1,0292 / (1,163 * Delta_T [K])
    Also z.B. 12000 W, 5 Grad Spreizung, ergibt 2124 kg/h oder 2,1 m³/h

    Wenn man dann noch den Druckverlust (in Pa) kennen würde, könnte man bei der Pumpe nachschauen.

    Oh, ich sehe Ralf hat schon geantwortet.
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  9. #8

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    Die Pumpe rennt bei 2,5cbm/h schon am Anschlag und schafft dann noch etwa 100mbar.

    Da ich mir nicht vorstellen kann, daß seine Anlage mit 100mbar klarkommt, wird der Durchsatz deutlich niedriger liegen.

    gruß
    Ralf
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  10. #9
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    *Am Kopf kratz* ....

    also was habt ihr nun .... ne konstante Wassermenge

    oder

    zwischen 2,3- und 3,5 m3/h.

    Das sind von unten nach oben mal lockere 50% .... bizzli heftig für ne *konstante* Wassermenge oder ?

    Wenn das tatsächlich soooo variabel ist dann würde ich erst recht ne E-Pumpe einsetzen.

    Die *große* Stratos 25/1-6 macht das locker ... die schiebt bei 2,5 bis 3 m Förderhöhe um die 5 m³/h durch die Gegend.
    Die *kleine* Stratos ECO macht bei 3 m Förderhöhe noch stark 2 m³/h .... das ist dann etwas knapp .... sofern 2 m Förderhöhe ausreichen packt sie die 2,3 m³7h grade noch so ...

    Wird mehr gebraucht ist mit der kleinen Pumpe *Ende Gelände*

    Fazit ....

    Watt brauchste denn nu tatsächlich ?

    Gruß
    Achim Kaiser
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  11. #10
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    Hmm, na dann werd ich mal den Installateur befragen wie er das zu bewegende Volumen berechnet hat und wie er auf die TOP-S 25/7 kommt...
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Fredl Beitrag anzeigen
    Hmm, na dann werd ich mal den Installateur befragen wie er das zu bewegende Volumen berechnet hat und wie er auf die TOP-S 25/7 kommt...
    Gute Idee. Irgendwie muß er das Rohrnetz ja mal gerechnet haben......oder auch nicht

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
    Themenstarter

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    Wie kann ich seine Aussage verstehen, dass "2,3 - 3,5 m3/h" bewegt werden müssen, "je nach Spreizung". Ergibt sich die Spreizung nicht automatisch durch die Wärmeabgabe des Fussbodens? Oder anders gesagt: Wovon hängt die Spreizung ab, und wodurch ändert sich dann der notwendige Wasserdurchsatz? (ich meine regeltechnisch). Wie hängen diese Faktoren zusammen (Ursache-Wirkungsmässig?)

    Vielen Dank!
    Fredl
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  14. #13
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Gute Idee. Irgendwie muß er das Rohrnetz ja mal gerechnet haben......oder auch nicht

    Gruß
    Ralf

    Also das Volumen hat er über die oben angegebene Formel

    Massenstrom [kg/h] = Wärmestrom [W] * 1,0292 / (1,163 * Delta_T [K])

    berechnet. Meine Frage ist jetzt aber, wovon ist die Spreizung jetzt eigentlich abhängig, und: Worauf hat der Druckverlust welchen Einfluß?

    Ob er jetzt schon einer Rohrnetzberechnung gemacht hat, weiß ich nicht.
    So wie er mir die Sache letztes Mal erklärt hat, plant er, alle Heizkreise wenn möglich ungefähr gleich lang zu gestalten bis zu einer Maximallänge von 100m.
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  16. #14

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    Ursache-Wirkung

    Die Spreizung hängt von der Wärmeabgabe des Bodens geteilt durch den Durchfluss ab. Dummerweise ändert sich die Wärmeabgabe mit der
    - mittleren Übertemperatur (also (VL+RL)/2 - Raumtemperatur, genaugenommen muss exponentiell gemittelt werden), die widerum von Vorlauftemperatur und Spreizung anhängt.
    - Durchflussmenge
    - Geometrie und Materialwahl
    Speziell der letzte Punkt lässt sich nicht mehr so einfach berechnen, weshalb es dazu Kennlinien zu verschiedenen Bodenaufbauten, Rohrmaterialien und Verlegeabständen gibt, die entweder auf Messungen oder Simulationen oder auf beidem basieren.

    Das führt dazu: Erhöhe ich den Durchfluss, sinkt die Spreizung (ich führe ja mehr Energie pro Zeiteinheit zu, die kann aber nicht schneller abfliessen, da Lamda ja konstant bleibt), aber die Wärmeabgabe erhöht sich dennoch, weil die mittl. Temperatur steigt. Soll heissen, die Spreizung sinkt nicht in dem Masse wie der Durchfluss erhöht wird. Welcher Punkt sich einstellt, hängt eben vom Aufbau ab.

    Man dimensioniert eine Fussbodenheizung nach der Heizlast, d.h. der Heizleistung pro m² Bodenfläche, z.B. 30 W/m². Wobei die Auslegung immer auf die max benötigte Leistung (eben bei der entspr. Aussentemperatur, z.B. -15 Grad) erfolgt. Und nur für diesen Fall gelten dann alle anderen Werte: Vorlauftemperatur, Spreizung... Wobei man den Durchfluss versucht konstant zu halten und nur über die Temperaturen (Heizkurve) Einfluss auf die Wärmeabgabe zu nehmen, denn hier ist der Zusammenhang und die Regelungsmöglichkeit einfacher. Das einizige, was den Durchfluss beeinflusst, sind dann Raumthermostate, die z.B. bei Sonnenwärme durchs Fenster den Durchfluss drosseln.

    Da bei ungeregelten Pumpen sich damit auch der Durchfluss der anderen Heizkreise ändern (erhöhen) würde, sollte man heutzutage Differenzdruckgeregelte Pumpen einbauen, die (gleich große Druckverluste aller offenen Heizkreise vorausgesetzt) einen einigermassen konstanten Durchfluss der Kreise garantieren.
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  17. #15
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    Danke für die ausführlich Information.

    Der Installateur hat mir das so erklärt:

    Nun, es gibt bei unserem Haus keine ERR, es wird eine rein witterungsgeführte Steuerung.
    Deswegen wird angeblich der reine Durchfluss durch das gesamte Haus immer gleich sein, je nach Heizbedarf eben mit unterschiedlich warmem Wasser. Der relative Wasserdurchflussunterschied *zwischen* den Räumen wird einmal am Verteilerkasten anhand der Heizlasten jedes Raumes eingestellt und bleibt dann konstant (also von vornherein konstant weniger Durchfluss in Räumen mit geringer Heizlast).

    Und weil jetzt eben angeblich immer dieselbe Wassermenge durchs Haus läuft, reicht angeblich eine Pumpe mit konstanter Drehzahl.

    Zum Thema Druckverlust und Spreizung (siehe weiter oben) hat er gesagt:

    "Die Wassermenge ist konstant. Es kommt darauf an, welche Spreizung ich
    in meine Berechnungen einsetze. Die Spreizung ist eine Annahme von mir. Ich lege 4 Grad Spreizung fest und erreche damit die Durchfussmengen. Die Druckveruste ergeben sich dann aus diesen und aus den Rohrlängen."

    Ist das gesamte Heizungskonzept ein schlüssiges und die Vorgehensweise ok?

    Vielen lieben Dank nochmals!

    Fredl
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