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Effekt nach energetischer Sanierung nicht so berauschend?

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  1. #1

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    Effekt nach energetischer Sanierung nicht so berauschend?

    Hallo Forum,

    Die energetische Sanierung meines Hauses ist jetzt bald abgeschlossen.
    Es kamen neue 3-fach Glas Fenster (UG=0.7, UF=1.1) rein, die Dachschrägen wurden
    von innen zusätzlich gedämmt (8cm WLG 024) und die Fassade bekam einen
    20cm Neopormantel (WLG 032). Das Styropor ist allerdings noch nicht armiert und
    verputzt, der Kleber muss noch trocknen. Das Haus ist aus 30er Hochlochziegel Bj 1993.
    Laut Berechnung haben die Wände jetzt einen U-Wert von 0,139.

    Nachdem es ja jetzt schon ziemlich kühl geworden ist (2-8° teilweise), erhoffte
    ich einen deutlichen Effekt zu merken. Eigentlich erwartete ich, dass ich bei diesen
    Aussentemperaturen mit dieser Dämmung noch nicht heizen müsste. Aber da habe
    ich mich getäuscht. Klar, die Wände sind von innen nicht mehr so kalt wie früher,
    aber das Haus kühlt über Nacht (7h) ohne Heizung trotzdem um ca 1° - 1.5° ab.
    Also muss ich morgens heizen.

    Am ehesten ist der Effekt bei den Dachschrägen zu merken, aber das ist ja
    auch eine innenliegende Dämmung.

    Da ich in einem Raum noch ein altes Fenster (Dachflächenfenster) habe
    (U-Wert ca. 2.8), konnte ich mit einem Infrarotthermometer die
    Oberflächentemperaturen beider Fenster messen. Die Differenz ist lediglich 2 - 3°.
    Da hatte ich mir ein bisschen mehr erwartet.

    Vielleicht kann mir jemand seine Erfahrungswerte mitteilen.
    Hatte ich zu viel erwartet? Rein rechnerisch auf die einzelnen
    Bauteile bezogen bin ich ja knapp unterm 3L-Haus

    Viele Grüsse
    Andreas
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  2. Effekt nach energetischer Sanierung nicht so berauschend?

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  3. #2

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    Entscheidend ist doch wie viel weniger Energie Du zum Heizen jetzt zuführen musst.
    Wenn ich Dir erzähle, wieviel kWh derzeit in unserem noch ohne Fassadendämmung dastehenden Haus jeden Tag verbraten werden, ....

    Zu den 2..3°. Wie groß war denn in dem Moment der Temperaturunterschied zwischen innen und aussen? Ohne diese Angabe hat der Wert überhaupt keine Aussagekraft.

    Thomas
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Entscheidend ist doch wie viel weniger Energie Du zum Heizen jetzt zuführen musst.
    Wenn ich Dir erzähle, wieviel kWh derzeit in unserem noch ohne Fassadendämmung dastehenden Haus jeden Tag verbraten werden, ....

    Zu den 2..3°. Wie groß war denn in dem Moment der Temperaturunterschied zwischen innen und aussen? Ohne diese Angabe hat der Wert überhaupt keine Aussagekraft.

    Thomas
    Wieviel ich zuführen muss, kann ich natürlich erst in 2-3 Monaten sagen, wenn
    ich mit dem Vorjahr vergleichen kann.

    Nur ich war echt der Meinung, bei dieser Dämmung müßte ich die Heizung erst
    ab ca. 0° anschmeissen. Vielleicht ein Irrtum. Deswegen würde mich auch die
    Erfahrung anderer "Dämmer" interessieren.

    Zum Temperaturunterschied, aussen waren ca. 8°, innen ca 17,5°. Das alte Fenster
    hatte ca. 14,5 und das Neue 16,5°. Der Raum war unbeheizt.
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  5. #4
    Avatar von drulli
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    Zitat Zitat von andyr62 Beitrag anzeigen
    Nur ich war echt der Meinung, bei dieser Dämmung müßte ich die Heizung erst ab ca. 0° anschmeissen.
    Hä?
    Wo soll denn die Energie herkommen?
    Die Dämmung verhindert nicht, dass das Haus bei kalten Temperaturen abkühlt. Sie verlangsamt diesen Prozess nur. D.h. den besten Unterschied könntest Du morgens feststellen: Die Auskühlung bei abgeschalteter Heizung über Nacht sollte niedriger sein als vorher. Also braucht die Heizung weniger Energie, um das Haus wieder auf die gewünschte Temperatur zu bringen und zu halten.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von andyr62 Beitrag anzeigen
    .....Die Differenz ist lediglich 2 - 3°.
    Wie gemessen? Einfach mit dem IR-Thermometer draufhalten bringt zwar Messergebnisse, aber die sind nicht unbedingt richtig.

    Was die Dämmung betrifft, so muß jedem Haus Energie zugeführt werden so lange die Außentemperatur niedriger ist als die Raumtemperatur. Die Frage ist nur, wieviel man zuführen muss.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Zitat Zitat von drulli Beitrag anzeigen
    Hä?
    Wo soll denn die Energie herkommen?
    Die Dämmung verhindert nicht, dass das Haus bei kalten Temperaturen abkühlt. Sie verlangsamt diesen Prozess nur. D.h. den besten Unterschied könntest Du morgens feststellen: Die Auskühlung bei abgeschalteter Heizung über Nacht sollte niedriger sein als vorher. Also braucht die Heizung weniger Energie, um das Haus wieder auf die gewünschte Temperatur zu bringen und zu halten.
    Beim Passivhaus brauch man bis ca. -9° keine Heizung. Da ich U-Wertmässig
    nur 0,039 (Wand) davon entfernt bin, dachte ich wenigsten bei positiven Graden
    keine Heizung mehr zu benötigen.
    Zuführung der Wärme geschieht dann über die Menschen, Licht,
    Backofen, Fernseher etc.

    War wohl ein Denkfehler.

    Verstehen tue ich es trotzdem nicht.
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  8. #7
    Avatar von drulli
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    Hast Du Dich auf dem 'Denkfehler' und diesen Erwartungen für die Sanierungsmaßnahmen entschieden? Oder hat man Dir das versprochen oder suggeriert?
    Auch ein Passivhaus hat eine Heizung. Nur wird dort die Energie nicht in Form von Gas, Holz, Kohle, Öl etc. zugeführt, sondern in Form von Sonnen-, Luft- und/oder Erdwärme.
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  9. #8
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    Zitat Zitat von drulli Beitrag anzeigen
    Hast Du Dich auf dem 'Denkfehler' und diesen Erwartungen für die Sanierungsmaßnahmen entschieden? Oder hat man Dir das versprochen oder suggeriert?
    Auch ein Passivhaus hat eine Heizung. Nur wird dort die Energie nicht in Form von Gas, Holz, Kohle, Öl etc. zugeführt, sondern in Form von Sonnen-, Luft- und/oder Erdwärme.
    Nein, das ist schon auf meinem "Mist" gewachsen. Ich hatte mich bei den
    Dämmmassnahmen am 3L-Haus orientiert, da echtes Passivhaus finanziell
    nicht möglich war. Die meisten, mit denen ich gesprochen habe, hätten
    weniger Dämmung genommen.

    Mein Verständnis vom Passivhaus ist aber immer noch, dass man auch keine
    Luft- oder Erdwärme benötigt, da kaum Energie entweicht.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wie gemessen? Einfach mit dem IR-Thermometer draufhalten bringt zwar Messergebnisse, aber die sind nicht unbedingt richtig.
    Gruß
    Ralf
    Ja, richtig. Vielleicht spielen die 3-fach Fenster auch erst bei Minusgraden
    ihren Vorteil aus?
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  11. #10

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    Zum Temperaturunterschied, aussen waren ca. 8°, innen ca 17,5°. Das alte Fenster
    hatte ca. 14,5 und das Neue 16,5°. Der Raum war unbeheizt.
    Ok, gehen wir davon aus, das die Messwerte stimmen (ich weiss auch nicht, wie das bei Glasflächen und IR-Thermometern mit der Messung ist).

    Vielleicht siehst Du es mal so herum, dass Dein altes Fenster 3 ° Temperaturunterschied zum Innenraum produzierte, das neue nur 1° also nur ein Drittel.
    (Ohne Fenster hättest Du 9,5 Grad Unterschied gehabt.)
    OK, das ist jetzt nur qualitativ betrachtet, wirklich wissenschaftlich wäre allein die Betrachtung, wieviel Energie geht verloren.
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  12. #11

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    Der Trick beim Passivhaus ist, keine Energie wegzuwerfen.
    Fenster zum Öfnnen brauct das z.B. nur zum Putzen, weil Lüften wertvolle Energie rauswirft!!!
    Was ist mit Keller/BoPla-Dämmung????

    MfG
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  13. #12
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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Ok, gehen wir davon aus, das die Messwerte stimmen (ich weiss auch nicht, wie das bei Glasflächen und IR-Thermometern mit der Messung ist).

    Vielleicht siehst Du es mal so herum, dass Dein altes Fenster 3 ° Temperaturunterschied zum Innenraum produzierte, das neue nur 1° also nur ein Drittel.
    (Ohne Fenster hättest Du 9,5 Grad Unterschied gehabt.)
    OK, das ist jetzt nur qualitativ betrachtet, wirklich wissenschaftlich wäre allein die Betrachtung, wieviel Energie geht verloren.
    Vielleicht erwarte ich auch zu viel. Für sich betrachtet ist natürlich der U-Wert des
    Glases auch mit 0,7 um einiges schlechter als ne einfach Mauer. Es muss also
    am Fenster kälter sein. Dachte, 3-fach Glas ist innen warm.
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  14. #13

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    Und, 1 Grad kühler als der Rest, das ist doch warm. Was erwartest Du, dass die Scheibe wärmer ist als der Raum?
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  16. #14
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Der Trick beim Passivhaus ist, keine Energie wegzuwerfen.
    Fenster zum Öfnnen brauct das z.B. nur zum Putzen, weil Lüften wertvolle Energie rauswirft!!!
    Was ist mit Keller/BoPla-Dämmung????

    MfG
    Vielleicht werfe ich dann noch irgendwo Energie weg? Wobei die Fenster
    momentan nicht geöffnet werden können, da sie wg. Verputzen abgeklebt sind.
    Die Leibungen ca 4 - 8 cm sind noch nicht gedämmt. Da kommt noch
    WeberTherm dran.

    Das EG ist von unten gedämmt, also Kellerdecke, allerdings nur mit 10cm 040 Styropor
    bzw. 4cm 035 Styrodur. Die Fassade wurde aussen bis 50 cm unter Bodenkante
    gedämmt.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Und, 1 Grad kühler als der Rest, das ist doch warm. Was erwartest Du, dass die Scheibe wärmer ist als der Raum?
    Heizscheibe.

    Um die Oberflächentemperatur der Scheibe einigermaßen vernünftig messen zu können, muß entweder ein Anlegefühler her, oder man muß einen Meßfleck schwärzen. Temp.messungen auf Glasflächen sind mit einem IR-Thermometer, selbst bei einstellbarem Emissionsgrad, sonst ein Glücksspiel.

    Zitat Zitat von andyr62
    Mein Verständnis vom Passivhaus ist aber immer noch, dass man auch keine Luft- oder Erdwärme benötigt, da kaum Energie entweicht.
    Das Stichwort wäre "kaum Energie entweicht". Selbstverständlich sind die Wärmeverluste bei einem PH gering, viel geringer als bei Standard 0815, doch sie sind vorhanden....und müssen durch Energiezufuhr kompensiert werden.

    Eine Thermoskanne ist auch sehr gut isoliert, und trotzdem ist bis Abends der Kaffee kalt.

    Gruß
    Ralf
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