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  1. #1

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    Risse im Garagen-Mauerwerk

    Hallo liebe Experten,

    vor 3 Jahren sind wir in unser neues Haus eingezogen. Dazu gehört eine Garage mit Satteldach. Unser Grundstück lag zum Nachbargrundstück sehr tief, so dass wir 1 Meter Füllboden anfüllen mussten. Aus diesem Grunde wurde für die Garage kein Fundament gegossen, es wurde lediglich der Mutterboden abgeschoben und ein Fundament gemauert. Den gesamten Innenraum sowie außen rum haben wir dann aufgefüllt und Lage für Lage ordnungsgemäß verdichtet. Nun haben wir in nahezu allen Wänden Risse im Putz, die treppenförmig das Mauerwerk nachzeichnen. Rissbreite teilweise bis zu 1mm. Müssen wir uns da Sorgen machen? Der Bauträger meint nein, es seien Setz- oder Verschiebungsrisse und nicht weiter tragisch. An der einen Seite hat sich zwischen Mauer und Dachpfette ein Spalt von ca. 1,5cm gebildet. Die Gewährleistung nach VOB ist abgelaufen, wir haben lediglich eine Zusatzleistung im Vertrag gehabt, die eine Gewährleistung auf Rissbildung in Wänden und Decken bei statischer Beanspruchung gibt, sofern es sich um ein Organistationsverschulden des Auftragnehmers handelt. Wer kann was dazu sagen?

    Danke und Gruß
    Silke
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  2. Risse im Garagen-Mauerwerk

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Maus1 Beitrag anzeigen
    Der Bauträger meint nein, es seien Setz- oder Verschiebungsrisse und nicht weiter tragisch.
    Setzrisse wären schon nicht i.O.
    Aber Verschieberisse - watt soll datt sein.
    Wenn sich ein Bauwerk VERSCHIEBT - wer schiebt dann????

    Einen EIGENEN Fachmann an Ort und Stelle holen und dann weitersehen.


    Die Gewährleistung nach VOB ist abgelaufen
    Quatsch. Schon in der VOB 2002 war die Gewährleistungsfrist mit 4 (in Worten VIER) Jahren enthalten. Die Frist beginnt mit der ABNAHME.
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  4. #3
    gast3
    Gast
    also bei DER Ausführung, halte ich sogar mal Setzungsrisse für wahrscheinlich und würde mir dann auch einige Gedanken machen (müssen).

    Ansonsten - siehe Ralf
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Ich stimme den Vorschreibern zu.
    Besonders hinsichtlich der VOB Verjährungsfrist.
    Oder hat der Ihnen einen alten VOB Vertrag untergeschoben?
    Wenn ja - dann ist das ein Fall für einen Rechtsanwalt.
    Ein Fall für einen Sachverständigen ist es sowieso.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Maus1 Beitrag anzeigen
    ... es wurde lediglich der Mutterboden abgeschoben und ein Fundament gemauert. Den gesamten Innenraum sowie außen rum haben wir dann aufgefüllt und Lage für Lage ordnungsgemäß verdichtet...
    Liegt ein Baugrundgutachten vor ?
    Wer hat die Erdarbeiten durchgeführt ?
    Wurde z. B. ein Lastplattendruckversuch auf dem abgeschobenen Boden durchgeführt ?
    Ist die Art des Fundamentes vom Statiker abgesegnet ?

    Die treppenförmige Rißbildung ist ein klares Zeichen für Setztungsrisse aufgrund unterschiedlichem Tragverhaltens des Bodens. Es sieht hier danach aus, dass nicht tief abgeschoben wurde. Und durch das "Mauern auf die Erde" hat man ein nicht gerade sehr biegesteifes Fundament was dann bei ungleichen Bodenverhältnissen reißt und dieses sich über der Erde im Mauerwerk fortsetzt.

    Es ist jetzt an der Zeit, umgehend einen Anwalt und einen Sachverständigen einzuschalten.
    Wenn der Bauträger die Erdarbeiten durchgeführt hat, ist es eine klare Angelegenheit. Wenn die Erdarbeiten "Eigenleistung" sind, muß der Bauträger trotzdem den Untergrund prüfen, bevor er darauf aufbaut.
    ___________________________
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  7. #6
    Bauexpertenforum
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    Frage wäre nur wie der Bauunternehmer das prüfen soll
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Maus1 Beitrag anzeigen
    Die Gewährleistung nach VOB ist abgelaufen, wir haben lediglich eine Zusatzleistung im Vertrag gehabt, die eine Gewährleistung auf Rissbildung in Wänden und Decken bei statischer Beanspruchung gibt, sofern es sich um ein Organistationsverschulden des Auftragnehmers handelt.
    Wenn der BU die Klausel gestellt hat, ist diese wegen Verstosses gegen das gesetzliche Leitbild komplett unwirksam. Stattdessen gilt die gesetzliche Verjährungsfrist von 5 Jahren.

    MFG
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  9. #8
    Themenstarter

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    Frage Nochmal zur Gewährleistung etc.

    Habe das noch mal nachgeguckt, also in unserem Vertrag steht drin:

    die Gewährleistung erfolgt nach §13, VOB Teil B. Der Vertrag wurde 2004 geschlossen. Damit müsste es doch eine 4-jährige Gewährleistung sein, oder? Aber das müsste dem ja auch klar sein

    Außerdem habe ich mir noch mal die Bilder aus der Bauzeit angeschaut. Zum Thema Garage habe ich gefunden, dass die Baufirma schon ein Fundament gegossen hat. Es ist jedoch eindeutig zu sehen, dass man ledig die Grasnarbe (wenn teilweise überhaupt) abgetragen hat und dann so ca. einen Spatenstich tief ausgehoben hat, also max. 30cm würde ich sagen.
    Darauf wurde dann mit Kalksandstein doppelwandig bis auf die nötige Höhe hochgemauert, danach dann einwandig weiter. Mit den ganzen Erdarbeiten hatten wir nichts am Hut, wir haben zum Schluss dann aufgefüllt und verdichtet und das haben wir wirklich gründlich mit Rüttelplatte etc. gemacht.

    Gruß
    Silke
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  10. #9
    Bauexpertenforum
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    Na das hört sich nach an.

    Nicht frostfrei gegründet. Die Gewährleistungsgeschichte zieht also nicht. Ich weiß nicht wie viele BU und andere AN eine VOB von 1980 im Schrank haben und denken das wäre noch aktuell.
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  11. #10
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    Foto dazu....



    So sieht es aus, näher betrachtet ist nur schwarzer Boden ausgehoben worden. Frostfrei müsste es doch eigentlich sein, wir haben ja rundherum und innen drin alles aufgefüllt, bis zu 1m hoch mindestens. Aber der Boden unter dem Fundament weist möglichweise nicht die nötige Festigkeit auf....?
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  12. #11
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    Die Gründung ist bei 30 cm nicht frostfrei, andere Maßnahmen nicht zu erkennen und der Boden der Streifenfundamente scheint auch noch humös zu sein
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  13. #12

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    Hat das Haus einen Keller???
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  14. #13
    Themenstarter

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    Also zählt das gar nicht, dass die Fundamente sozusagen nach der Grundstücksauffüllung bei -100 bis 130cm liegen? Das wäre ja die Begründung des BU wegen der Frostsicherheit.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Für frostsicher reicht es. Obs für den Rest auch reicht -> ???
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  17. #15
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    Keller, ja

    Das Haus hat einen Keller, für den wurde ca. 140-160cm tief ausgehoben, aber nur für den. Der Teil für die Garage wurde ausgelassen. Lediglich die Garagenwand, die an das Haus angrenzt, kommt aus dieser Tiefe hoch.
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