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Neuer Exopidharzfußboden wirft Blasen

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  1. #1

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    Neuer Exopidharzfußboden wirft Blasen

    Hallo Leute,

    ich habe in meiner, in diesem Jahr erworbenen Industriehalle von einer Spezialbaufirma Expoidharzfußboden legen lassen.

    Die Halle ist etwa 600 qm groß.

    In der Halle liegt seit rund 14 Jahren eine 15cm-dicke Betonplatte.

    Diese Betonplatte wurde damals sehr schlecht hergerichtet. Sie hatte viele Unebenheiten und Spachtelstriche.

    Ich habe mit der Firma einen groben Ausgleich vereinbart, da ein voller Ausgleich nicht bezahlbar gewesen wäre. Zudem sollte Rutschfestigkeitsklasse 11 (ich hoffe, dass das jemanden etwas sagt) hergestellt werden. Es sollte also griffig sein, so dass man mit nasser Sohle nicht fällt und Stapler und Auto guten Grip beim Fahren haben.

    Nun zu meinen Problemen:

    1. Ein Tag nachdem die Deckschicht aufgebracht wurde, musste ich feststellen, dass an zahlreichen Stellen über die gesamte Halle verteilt ca. 60 - 80 Luftblasen entstanden sind. Diese sind zwischen 1 und 3 cm im Durchmesser und zwischen 0,5 bis 1 cm hoch. Wenn man vorsichtig auf sie drückt, fallen sie zusammen und bilden eine unansehnliche und instabile Haut.

    2. Durch die Unebenheit des Fußbodens ist der aufgetragene Epoxidharz an zahlreichen Stellen in die Täler gelaufen. Dadurch schaut der in der Grundierung vorher aufgebrachte Sand für die Rutschfestigkeit an diesen Stellen nicht mehr heraus. Es hat sich eine glatte Oberfläche gebildet, auf der, je nach Größe, eine Rutschgefahr besteht.

    Nun meine Frage:

    1. Hätten die Arbeiter etwas gegen die zwei entstandenen Mängel tun können? Wenn ja, was? Oder liegt das Porblem bei meiner vorhandenen, schlecht verarbeiteten Bodenplatte allein?

    2. Welche Abhilfevarianten gibt es? Können die die Luflöcher herausschneiden, anschleifen und dann an den Stellen neu beschichten? Und können die die großen glatten Stellen anschleifen, einen neuen Film Epoxidharz aufbringen und Körnung einstreuen?

    Oder muss ich das hergestellte Werk so akzeptieren? Liegt es noch in der Toleranznorm?

    Ich weiß, dass ich das alles meinen zuständigen Bauleiter fragen müsste, aber ich hätte gerne eine dritte, unabhängige Meinung von Euch. Wie der es mir erklärt, weiß ich jetzt schon...

    Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir helfen würdet. Ihr wisst sicher selbst, dass es bei der Sache um viel Geld für mich geht.

    Natürlich habe ich auch keine Lust (und vor allem Zeit) einen Rechtsstreit anzufangen und hätte daher die Sache gerne so schnell es geht über den Tisch.

    Vielen, vielen Dank und schöne Grüße
    Michael S.
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  2. Neuer Exopidharzfußboden wirft Blasen

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    erstmal, woher kommen die Blasen? sind es Luftblasen aus ausgedehnten Luftporen? Dann fehlt ein Porenverschluss?

    Oder, mangelnder Haftverbund?

    Im großen und ganzen hört sich die Beschichtung nicht sonderlich fachmännisch an. Bei derart großen Unebenheiten hätten eventuell 3 Auftragsgänge und eine andere Vorbehandlung erfolgen müssen.

    Ist vorab eine Haftzugprüfung gemacht worden?

    Ohne Ortskenntnis ist da nicht viel zu zu sagen...
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  4. #3
    Avatar von Berni
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    Vielleicht ist hier ja schon die Erklärung zu finden.

    Ich habe mit der Firma einen groben Ausgleich vereinbart, da ein voller Ausgleich nicht bezahlbar gewesen wäre.
    Und wenn von Anfang an keine vernünftige Ausgleichsspachtelung vorgenommen wird, dann muss ich mich hinterher nicht über Berg und Tal und die damit verbundenen Folgen beklagen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Robby & Berni,


    vielen Dank erst einmal für Eure superschnellen Antworten.

    Ich denke bzw. bin mir ziemlich sicher, dass keine Haftzugprüfung gemacht wurde, obwohl ich garnicht richtig weiß, was das ist... Vereinbart wurde aber eine solche nicht, auch gesprochen wurde davon nicht.

    Auch kann ich nicht beurteilen, ob die Blasen durch mangelnden Haftverbund oder durch eingeschlossene Luft kommt, wobei ich mir mangelnden Haftverbund kaum vorstellen kann, da die Bodenplatte gesperrt ist und auch schon 14 Jahre liegt. Des weiteren wurde die Fläche gestrahlt und grundiert.

    Ein kompletter flächendeckender Ausgleich hätte mein Geldbeutel leider nicht zugelassen, da die Fehlstellen sehr tief und zahlreich waren. Ich hätte mir halt vorgestellt, dass die in die tiefen Stellen, wo sich die Beschichtung sammelt noch einmal Streugut einwerfen, aber das ist offensichtlich nicht geschehen.

    Meine Frage ist jetzt aber, ob man da noch etwas machen kann. Können die die Luftblasen rausschneiden und neu beschichten? Und können sie die glatten Stellen anschleifen, eine zarte Schicht Epoxidharz aufbringen und nochmal neue Körnung drauf werfen, so dass nahezu überall die Rutschfestigkeit gewährleistet ist?

    Danke Euch und schöne Grüße
    Michael S.
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  6. #5
    Avatar von Berni
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    Sicher kannst Du anschleifen und neu versiegeln/beschichten.
    Das löst aber nicht Dein Problem mit den Blasen. Da ist Ursachenforschung angesagt.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die bisher Beteidigten da weiterkommen.
    Der Verleger soll einen Anwendungstechniker des verwendeten Systems kommen lassen.
    Wenn Du so nicht weiter kommst, wirst Du einen SV. hinzuziehen müssen.
    Hast du meinen Link gelesen?
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  7. #6

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    Was für ein EP-Harz-System ist eingesetzt worden ? An sich kenne ich solche Blasenbildung vor allem von aufsteigender Feuchtigkeit.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo Leute,

    danke für Eure Beiträge!

    Ich denke nicht, dass es von aufsteigender Feuchtigkeit kommt, da der Betonfußboden mit einer PE-Folie gesperrt ist.

    Mir ist da vielleicht ein anderer interessanter Gedanke gekommen.

    Ein Tag, bevor die Grundierschicht aufgebracht wurde, wurden Bodenausgleich und Anrampungen mit Epoxidharzmörtel hergestellt. Dieser Mörtel war, so denke ich nun, nach einer Nacht noch nicht ausreichend ausgetrocknet und das Abbinden des Mörtels hat an manchen Stellen aufsteigende Luft entstehen lassen.

    Was haltet Ihr davon?

    Danke und schöne Grüße
    Michael S.
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  9. #8
    Avatar von Berni
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    Was haltet Ihr davon?
    Nichts.
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  10. #9
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    Das Poren die nicht verschlossen sind zu Luftblasen führen können hatte ich schon gesagt 3 cm eher selten.

    Die PE Folie wird nicht dauerhaft dicht sein und kann sie auch gar nicht, aber ist denn keinerlei Untergrundprüfung gemacht worden?
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hallo,

    nein, es wurde kein Untergrundprüfung gemacht. Könnt Ihr mir bitte kurz erklären, was bei dieser Prüfung wie geprüft wird?

    Aber was hätte man machen können, wenn selbst eine PE-Folie nicht dauerhaft dicht ist? Man kann doch da nicht die gesamte Bodenplatte wieder rausholen und neu herstellen, oder?

    Danke und einen schönen Samstag
    Michael
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  13. #11
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    Frage wäre ja erstmal.

    1. Was gibt der Untergrund von den Haftzugwerten her?
    2. Wie groß sind die Unebenheiten und wie sind diese gegebenenfalls vorher beizuarbeiten.
    3. Mit welcher Feuchte ist an der Bodenplatte zu rechnen und ist gegebenenfalls eine Diffusionsoffene Lösung zu nehmen.
    4. Nach Wahl der Beschichtung und den Haftzugwerten eine Untergrundvorbereitung wähelen. Schleifen, Fräsen, Kugelstrahlen
    5. Je nach Porigkeit einen Porenverschluss um Luftblasenbildung zu vermeiden.
    6 Bschichtungsaufbau
    7 Fertig
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  14. #12
    wasweissich
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    Zitat Zitat von Mitudd Beitrag anzeigen
    Man kann doch da nicht die gesamte Bodenplatte wieder rausholen und neu herstellen, oder?
    muss man mit sicherheit nicht , aber buckligen beton kann man z.b. glattschleifen , dann ist eine dünne beschichtung einfacher.........

    j.p.
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