Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 19

Fristen für Baugenehmigung

Diskutiere Fristen für Baugenehmigung im Forum Praxisausführungen und Details auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    69259
    Beruf
    Maschinenbautechniker
    Beiträge
    28

    Böse Fristen für Baugenehmigung

    Hallo zusammen,

    wir möchten eine Doppelhaushälfte (Fertighaus) bauen. Unser Architekt hat die Baugenehmigung nach Kennntnisgabeverfahren beantragt. Leider mussten wir einige Befreiungen für die Firsthöhe, Gebäudebreite, Dachneigung und Größe der Gaube beantragen. Die Gemeinde hat den Befreiungen bereits zugestimmt, nur der Nachbar hat Einspruch erhoben. Ihm passt das nicht, da er damals auch Befreiungen beantragt hat, diese aber nicht genehmigt wurden.
    Das Bauschild (grüner Punkt) ist schon da. Wie lange darf sich das Baurechtsamt Zeit lassen um die Befreiungen zu prüfen und hoffentlich zu genehmigen?
    Ist das normal dass man drei Monate auf seine Baugenehmigung warten muss?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Fristen für Baugenehmigung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Ulm
    Beruf
    Dipl.-Ing.
    Beiträge
    4,821
    Weinheim ist Hessen, wenn ich mich täusche?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    69259
    Beruf
    Maschinenbautechniker
    Beiträge
    28
    Äh sorry das habe ich vergessen. Gebaut wird in Wilhelmsfeld (Baden).

    PS wir Weinheimer (Auch Woinemer genannt) sind keine Hessen, sondern Badenser.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Ulm
    Beruf
    Dipl.-Ing.
    Beiträge
    4,821
    Also Baugenehmigung darf 3 Monate* dauern, danach kann man sich beschweren.

    * Gerne wird darauf verwiesen, dass es 3 Monate ab dem Zeitpunkt ist, an dem der Bauantrag VOLLSTÄNDIG ist. Da wartet das eine oder andere Amt dann schon mal eineinhalb Monate, um festzustellen, dass irgend eine Kleinigkeit (z.B. eine Höhenlinie des Bestandsgeländes in der Ostansicht) fehlt.

    PS: Ach, dann hab' ich das mit Viernheim verwechselt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    08.2007
    Ort
    Ravensburg
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    16,081
    ein nachbar hat nicht unterschrieben?
    er hat 4 wochen zeit seine bedenken zu äußern.

    die genehmigungsbehörde hat 4 wochen zeit,
    die bedenken zu prüfen...

    stichtag ist einreichung der vollständigen bauantragsunterlagen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    08.2007
    Ort
    Ravensburg
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    16,081
    btw. sie haben die baufreigabe erhalten (grüner punkt),
    was ist das problem?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    69259
    Beruf
    Maschinenbautechniker
    Beiträge
    28
    Ja der grüne Punkt ist da. Ich darf aber erst mit dem Bau beginnen wenn die Abweichungen genehmigt sind.

    Der liebenswerte Nachbar war persönlich beim Baurechtsamt und hat seine Einwände vorgetragen.

    Bei wem kann ich mich beschweren, wenn länger dauert?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    04.2008
    Ort
    Im schönen Bayern
    Beruf
    IT
    Beiträge
    329
    Kann zwar zur Fragestellung nicht viel beitragen, da ich mich da nicht so auskenne, möchte Dir aber jetzt schon das Beileid für einen solchen Nachbarn aussprechen...

    Zitat Zitat von Turbotobi Beitrag anzeigen
    Ihm passt das nicht, da er damals auch Befreiungen beantragt hat, diese aber nicht genehmigt wurden.
    Ich hoffe dieser "was-ich-nicht-gekriegt-habe-soll-auch-kein-anderer-bekommen"-Typ ist schon älter - es gibt nix schlimmeres als lebenslang einen ekelhaften Nachbarn...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    08.2008
    Ort
    Thüringen
    Beruf
    Elektroingenieur
    Beiträge
    71
    Nimm Dir zwei Bier und geh mal zum Nachbarn rüber. Manchmal hilft das...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    10.2008
    Ort
    Karlsruhe
    Beruf
    OS Koordinator
    Beiträge
    106
    Ich häng mich mal hier dran.

    Bei mir liegt ein ähnlicher Fall vor. Es ist allerdings nicht der böse Nachbar. Wir wollen in einem großen Neubaugebiet bauen und haben bereits ein Grundstück reserviert und eine Finanzierung für das Bauvorhaben abgeschlossen. Der Notartermin steht kurz bevor.

    Bei einer Voranfrage wurde seitens des Bauordnungsamts und Stadtplanungsamts darauf hingewiesen, dass der Bebauungsplan noch nicht rechtskräftig sei. Das wäre aber kein Problem, wenn man diesen einhalten würde. Zusätzlich fand noch ein Abstimmungsgespräch mit dem Stadplanungsamt statt, in dem wir die Fassadengestaltung erörtert und Einvernehmen hergestellt haben, wie unsere Fassade aussehen soll. Dieses Einvernehmen ist auch im Bebauungsplan gefordert.

    Leider bedingt der noch nicht rechtskräftige Bebauungsplan, dass eine Genehmigung im Kenntnisgabeverfahren nicht möglich ist, außerdem wurde bei der Voranfrage über Möglichkeiten der Befreiung von einigen Auflagen des B-Plans gesprochen. Da diesen nicht zugestimmt wurde, haben wir alle Pläne B-Plan konform umgearbeitet und letzte Woche den Bauantrag eingereicht.

    Nur wenige Stunden später fand eine Sitzung im Rathaus über das Neubaugebiet statt und ich erhielt einen Anruf, dass vor Ende Februar keine Baugenehmigungen erteilt würden, es seien aber voraussichtlich keine Änderungen an meinem Antrag erforderlich. Ich vermute, dass man bis dahin den B-Plan verabschieden will.

    Endlich komme ich zu meiner Frage: Sind das jetzt die drei Monate, die für die Bearbeitung des B-Antrages verstreichen dürfen? Beim Einreichen des B-Antrags wurde mir auf dem Bauordnungsamt mitgeteilt, dass die Behörde 3 Wochen zur Bearbeitung Zeit hätte.

    Diese 3 Monate müssten wir natürlich weiterhin Miete bezahlen und außerdem Bereitstellungszinsen für unseren Kredit. Das kann doch alles gar nicht wahr sein!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    69259
    Beruf
    Maschinenbautechniker
    Beiträge
    28
    Hallo,

    mit dem Nachbarn habe ich (freundlich) versucht zu reden. Er wollte von seinem Standpunkt keinen Millimeter abrücken. Das Baurechtsamt hat daraufhin alle Bauakten von unserem Baugebiet durchsucht und ein Haus gefunden, bei dem die Firsthöhe 90cm überschritten und befreit wurden.
    Wir haben unser Haus jetzt auf diese maximal zulässige Firsthöhe geändert.
    Also 20cm tiefer in die Erde, die Dachneigung um 10° geringer und den Kniestock erhöht. Raumverlust haben wir dank des erhöhten Kniestockes kaum, aber der Spitzboden ist nun nur noch einen Meter hoch. Damit können wir aber leben.

    Die restlichen Befreiungen wegen der Gaubenbreite, der Traufhöhe und der Gebäudebreite sind laut Baurechtsamt kein Problem.

    Das Baurechtsamt will zum Glück keinen neuen Bauantrag, sondern die Änderungen werden einfach in den bestehenden Antrag nachgetragen.

    Mein Archi will jetzt die neuen Pläne zuerst zur Gemeinde schicken, dann wird wieder der Nachbar angehört, dann gehts weiter zum Baurechtsamt. Das wird wieder mehrere Monate dauern.

    Reicht es nicht einfach die Pläne direkt zum Baurechtsamt zu schicken? Wir haben ja auf den Einspruch reagiert und das Haus geändert?

    Leider ist das Baurechtsamt mal wieder nicht zu erreichen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    04.2008
    Ort
    Im schönen Bayern
    Beruf
    IT
    Beiträge
    329
    Zitat Zitat von Turbotobi Beitrag anzeigen
    Leider ist das Baurechtsamt mal wieder nicht zu erreichen
    da wird Dir nichts anderes übrigbleiben als auf die Erreichbarkeit zu warten, hier wird Dir keiner sagen können, wie Dein Bauamt das handhabt (und das ist garantiert von einem Bauamt zum anderen unterschiedlich - bei mir ging sowas)...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    01.2004
    Ort
    Kornwestheim
    Beruf
    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Nachdenken kostet extra.
    Beiträge
    5,636
    Die hier angesprochenen Themen, kann das Baurechtsamt nicht allein entscheiden. Das geht alles noch durch andere Gremien.

    Die 3 Monate gelten nur, wenn alles glatt geht. Sobald da zeitraubende Dinge auftreten, jede Befreiung ist sowas, kein gültiger Bebauungsplan ist sowas, kann es x-lang dauern. Das Baurechtsamt kann das nur etwas steuern. Es hat aber keinen Einfluss auf das Wirken des Gemeinderates, anderer Fachbehörden. Wenn da jemand um Aufschub bittet, dann dauert es länger.
    Ist noch das Landratsamt beteiligt, kann es noch länger dauern, wegen dem zusätzlichen Behördenablauf.
    Je nach Größe der Kommune, tagt der Gemeinderat und evtl. Auschüsse nicht wöchentlich, sondern nur einmal im Monat.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Ulm
    Beruf
    Dipl.-Ing.
    Beiträge
    4,821
    Na ja, wenn das LRA die Untere Baunehörde ist, ist kein ausreichender Grund für die Überschreitung von 3 Monaten. Ist in BW ja eigentlich fast der Normalfall.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    11.2008
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Angestellte
    Beiträge
    47
    Also Baugenehmigung darf 3 Monate* dauern, danach kann man sich beschweren.
    Ah, endlich ein Hinweis!
    Wo steht das eigentlich? in der Landesbauordnung?
    oder in irgendeiner Vollzugsverordnung?

    Wäre nett, wenn jemand die Rechtsquelle nennen kann.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen