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Innenputzschaden Ursache?

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  1. #1

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    Innenputzschaden Ursache?

    Hallo,

    ich habe einen Innenputzschaden und kann mir den nur vage erklären.

    Zuerst versuche ich mal die Umstände bzw. die technische Gegebenheiten zu beschreiben und erlaube mir dazu auch die Hersteller zu nennen, jedoch ohne sie dadurch irgendwie verantwortlich zu machen.


    Gipskartonplatte, feuchtraum resistent, Bad Dachgeschoß
    Grundierung von Dykerhoff (Typ unbekannt)
    1. Putzschicht KNAUF MARMORIT Grund
    2. Putzschicht ./. Fein


    Die erste Putzschicht rieselte ab, mit der Hand und Schleifpapier nachgeschliffen, danach die zweite Putzschicht aufgezogen.

    Die Gesamtputzstärke beträgt 5 mm bis 12 mm.

    Im Bereich der 5 mm Putzstärke bröckelt der Putz bis zur grünen Gipskartonplatte heraus. es ergeben sich ca. 4 cm Durchmesser große Abplatzungen. Die Putzufer der Abplatzungen rieseln nach. Weitere Risse im Bereich der Abplatzungen sind nicht vorhanden.

    Die Abplatzungen und Risse traten im August/September 1,5 Jahre nach Herstellung durch eine Firma massiv auf.

    Massive Risse mit Rissbreiten von 2 mm sind am Rand zu einer Deckenholzpanele.

    Frage: Hat das punktuelle Abbröckeln des Innenputzes seine Ursache mit dem Abriesel der 1. Putzschicht und dem unbekannten Haftgrund?

    ...oder wegen der geringen Auftragsstärke von hier nur 5 mm?

    Ich habe die Vermutung, dass durch das Anschleifen der 1. Putzschicht lose Teile noch vorhanden waren, diese vielleicht zu einem Punkt/Bereich zusammengewischt wurden und nicht richtig mit der neuen Putzschicht überdeckt wurden.

    Da die Abplatzungen (5 Stück auf 4 qm) alle irgendwie rund sind, vermute ich, dass irgendwelche "Klumpen" sich gebildet haben und die dann durch den Temperaturwechsel im August/September angeplatzt sind.

    Wenn ich im Internet die Produktseiten von KNAUF durchsehe, wird immer von Mindestputzstärken pro Lage gesprochen. Könnte daher auch der Abplatzungsgrund in der aufgetragenen Mindeststärke liegen?

    Für Ihre Erläuterungen bin ich sehr dankbar und hoffe, dass die Ausbrüche mal aufhören.

    Vielen Dank, mfG, Michael
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  2. Innenputzschaden Ursache?

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  3. #2
    Themenstarter

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    ... das Haftmittel soll "Dyckerhoff Universal" heißen.

    Kann jemand was mit dieser Bezeichnung anfangen?

    Michael
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  4. #3

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    Wenn der Putz zu dünn aufgetragen wird, "verbrennt" oder "verdurstet" er (danacvh hört es sich ad hoc mal an). Das heißt, dass der Putz keine Feuchtigkeit mehr hat, bevor er aushärten kann (dafür brauch er Feuchtigkeit). Festigkeit wäre also nicht gegeben, und durch Spannungen gibt es dann Abplatzungen, respektive ein "Rieseln". Ich kenne die Grundierung nicht, aber dass Dyckerhoff eine nicht alkalibeständige Grundierung im Programm hat kann ich mir nicht vorstellen.
    Schwundrisse zu Paneele sind normal.
    Verputzte Wände doppelt beplankt?
    GANZ SICHER grundiert worden?
    Vielleicht mal ein paar Bilder?
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  5. #4
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    Bilder wären gut

    Was löst sich wovon? 1 von 2. Schicht oder untere vom Untergrund?

    Wenn man den Randbereich neben den Abplatzungen mit einem Schraubenzieher o.ä. unterfährt, löst sich dann mehr?

    Ich finde nichts zur Grundierung... gibts da einen link o.ä.

    Wichtig wären wie gesagt Bilder und was sich genau wovon löst
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  6. #5
    Themenstarter

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    mit Fotos

    Hallo,

    anbei Fotos von den Abplatzugen:
















    - 1- 2-lagige Putzschicht
    - KNAUF MARMORIT GRUND, teil FEIN
    - Oberfläche rieselt ab und bricht aus
    - Rißufer weiterhin lose
    - Tiefe ca. 5 mm


    KNAUF sagte mit zwischenzeitlich, dass die Grundierung für Gipskartonplatten und für dünnlageige Putze einen Quarzsandanteil haben müsse und event. ein Armierungsgewebe.

    Hat die Grundierung "Dyckerhoff Universal" einen Quarzsandanteil? Ich finde leider dazu im Internet nichts dazu. Manchmal wurde auch der Markennae "SOPRO" erwähnt. Gehört SOPRO vielleicht zu Dyckerhoff?


    Vielen Dank für ihre Einschätzungen,

    mit freundlichen Grüssen, Michael
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  7. #6
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    Erstmal... Sopro gehört zu Dyckerhoff. Dann mal sehen was es ist...
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  8. #7

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    Gewebearmierung sollte schon sein auf GK. Der Riss zur Paneele, ist da der Oberputz lose?
    Ist es die Grundierung hier:
    http://www.sopro.com/products/tfp/fl...46/gd_749.html??? Ob die zu Deitermann gehören weiß ich nicht genau. Ist zumindest für Kalkzement und Gipskarton zugelassen, im Gegensatz zum Knauf Betokontakt. Scheint mir aber eine reine Saugsperre zu sein, keine Haftbrücke mit Quarz. Auf GK würde ich eine Rillenspachtelung mit Kleber vorziehen.
    Es gibt noch eine weitere Möglichkeit:
    "Lunker" im Putz, die durch Lufteinschlüsse (bröckelig am Rand, die Ufer teilweise mit einer leicht glänzenden Sinterschicht) oder ungelöschte Kalkanteile im Material entstehen (dann sollte es allerdings eher pulverförmig daherrieseln).
    Der Riss zur Paneele ist nicht ungewöhnlich, wenn kein Kellenschnitt gemacht oder eine Schiene gesetzt wird.
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  9. #8
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    Ich finde das Produkt auch nicht. Das o.g. wäre wie schon gesagt nicht zum herstellen eines "griffigeren" Untergrundes geeignet.

    Bei fehlender Haftung müssten die Ausplatzungen eigentlich größer sein (Schollenartig) oder wie groß sind die?
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  10. #9
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    Hallo,

    erstmal Danke für die ersten Antworten,

    Die Abplatzungen sind im Durchmesser bis zu 4 cm, teilweise gehen feine Risse davon weg. Die Randbereiche sind farblich wesentlich blasser und unterscheiden sich deutlich von der Putzfläche. So vermute ich, dass die Fehlstelle doch größer ist.

    Die eigentlichen Putzflächen haben eine Breite von 30 cm, eine weitere eine Breite von 40 cm.

    Mit dem Schraubenzieher traue ich mich garnicht rangehen, nicht dass es dann hinterher heißt, ich hätte das Beweisstück nachteilig verändert. Augennah erkennt man aber die Putzfehlstellen, die dann später aufbrechen. Schaut aus wie ein Weihnachtsgebäck, also keine geschlossene Oberfläche, sondern so wie kleine Betonlunker.

    Bei der 2. Nachbesserung wurde auf die erste abrieselnde Putzschicht keine erneute Grundierung aufgetragen sonder mit KNAUF FEIN einfach drüber. Die erste Putzschicht wurde nur kurz mit dem Schleifpapier (Handschliff) kurz überschliffen.

    Eine Abnahme für die Putzleistung hat nicht stattgefunden, dies wurde dem Auftragnehmer auch schriftlich mitgeteilt.

    Die Putzfläche zu den Holzpanelen wurde stumpf angeputzt ohne irgendwelche Kellenschnitte oder Fugen etc.

    Wie gesagt traten die Schäden im August/September auf.


    Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen, Michael
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  11. #10

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    Und, was sagt der ausführende Betrieb zu der jetztigen, erneuten Mängelmeldung?
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  12. #11

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    Sind die GK-Fugen VOR dem Putzen nicht gespachtelt worden??
    Auf dem Bild mit den beiden Kanten sieht es fast so aus.

    MfG
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  13. #12
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    @Ralf Stimmt, aber da ist ja auch keinerlei Trennung vom Putzgrund sondern eher eine Abplatzung.

    Nachteilig wäre sicher wenn nach dem schleifen keine richtig Untergrundvorbehanlung geschehen wäre. Staub bildet eine Trennschicht.

    Wenn sich was vom Untergrund gelöst hat müssten sich ganze Schollen vom Untergrund abheben lassen.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Und, was sagt der ausführende Betrieb zu der jetztigen, erneuten Mängelmeldung?
    Hallo,

    die Firma räumt zum Teil die Mängel ein (Längsrisse an den Holzpanelen) jedoch nicht die der Abplatzungen. Die Abplatzungen würden in einer 3. Nachbesserung verschlossen.

    Allderdings hat die Firma ein Mahnverfahren bereits angestrengt und die 2. Verhandlung war schon vor Gericht. Nach Aussage des Amtsgerichtes soll ein Gutachter jetzt kommen.
    Eine Beweisführung konnte die Firma nicht erbringen (keine Abnahme).

    Weitere Mängel bestreitet die Firma nicht, weist diese aber auch nicht von sich.

    Den Namen des Haftmittels wird mit Produktnamen verweigert, nur die Firma "Dyckerhoff universal".

    Grüsse, Michael
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  16. #14
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    NA dann wird sich das schon finden...

    Nicht gezahlt wäre bei mangelhafter Leistung gut, denn eine vollständige ZAhlung signalisiert im Verfahren das der AG mit der Leistung einverstanden war.

    Wieso der AN kein SBV direkt angestrengt hat???
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Sind die GK-Fugen VOR dem Putzen nicht gespachtelt worden??
    Auf dem Bild mit den beiden Kanten sieht es fast so aus.

    MfG

    Hallo,

    die Stoßfugen der Gipskartonplatten wurden verspachtelt. An der einen Abplatzung geht allerdings die Verpachtelung nicht mm-genau bis zum Rand.

    Diese Abplatzung hat ferner feine fortführende Risse und die Putzufer bröckeln weiter ab.


    Des Weiteren wurden die Putzkanten nicht scharfkantig zum Rand gezogen (nicht auf den Bildern erkennbar). Zum Teil sind Abrundungen bis 2 cm in die Putzfläche hinein feststellbar.

    Hier möchte die Firma, dass der Auftraggeber eine Randleiste befestigt. Nach Montage der Randleiste möchte die Firma eine dann ca. 2 cm breite Acrylfuge setzen, die zum Überstreichen geeignet wäre (wegen dem gleichen Farbton zur Putzfläche) --> sähe doch furchtbar aus?

    Begründung: Auch wenn die Randleiste als Putzabstellung schon da wäre und würde man die Ausrundung mit Putz auffüllen, nach Abnahme der Randleiste würde der Putz wieder keilförmig abbrechen. Wenn der Randkeil halten würde könnte vor der Randleiste am Putzrand nochmals eine Acrylfuge gezogen werden.


    zum Bild Längsriß zur Holzpanele: Der Riß verläuft im Abstand von ca. 3 cm zur Holzpanele. Hier soll im Abstand von 3 cm der Putz geschnitten werden und mit neuem Putzmaterial ergänzt werden. Nach Aushärtung soll nochmals entlang der Holzpanele ein Längsschnitt erfolgen um dann eine Acrylfuge zu ziehen.


    vielen Dank, mit freundlichen Grüssen, Michael
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