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  1. #1

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    Ausführung der Drainage - ist diese Variante möglich?

    Hallo zusammen,

    ich hatte ja schon in einem anderen Thread einige Fragen zu unserem Keller gestellt.

    Jetzt ist mir eine ganz andere Idee gekommen:

    Wie schon beschrieben, haben wir sehr undurchlässigen Boden um unser Haus. Daher haben wir es (mit Drainage) mit "nichtstauendem Sickerwasser" bzw. (ohne Drainage) mit "stauendem Sickerwasser" zu tun.
    Die Gemeinde mag kein Regen-/Drainagewasser in ihrem Schmutzwasserkanal und unser Grundstück ist nicht hängig genug, dass man das Drainagewasser wieder raus bekommt.

    Meine Idee wäre jetzt: der Bau einer Drainage um das Haus, die am tiefsten Punkt in einer großen Mulde/Grube mündet. Diese Grube wird mit Kies, einem Kontrollschacht und ggf. einer Tauchpumpe ausgestattet. So könnte ich das anfallende Drainagewasser mit dem Regenwasser in den Wegeseitengraben leiten (da soll es auch hin laut Gemeinde).

    Die Idee ist mir gekommen, weil ich vermute, dass wir nicht wirklich viel mit Wasser zu tun haben, da unser Grundstück fast auf der Spitze des Berges liegt. Sprich: die mögliche Fläche, wo Wasser versickert und unserem Haus zufließen kann ist minimal. Die ist übrigens ein Punkt, der in dem Bodengutachten mit keiner Silbe erwähnt wird.

    Den kleinen Kontrollschacht könnte ich dann nutzen um zu überprüfen, ob und wie viel Wasser denn anfällt. Und wenn's zuviel wird, dann kommt halt noch ne kleine Pumpe rein. Ist übrigens auch die Empfehlung vom Tiefbauer.

    Was kann man davon halten? Kennt jemand Beschreibungen, wo so etwas in der Art realisiert wurde?

    Vielen Dank,

    Dirk
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  2. Ausführung der Drainage - ist diese Variante möglich?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wenn Drainage, dann bitte RICHTIG! Mit Spülschächten an jeder Ecke und einem Kontrollschacht DN 1000.
    Und mit behördlicher Genehmigung (die ich bei solch rigiden Auflagen noch nicht sehe).
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  4. #3
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    Vielen Dank für die maßvolle Verwendung der Smileys ... und Deine Antwort, die meine Frage aber leider überhaupt nicht beantwortet (oder verstehe ich das nur nicht???).

    Über die Ausführung der Drainage habe ich doch überhaupt kein Wort geschrieben. Natürlich wird sie mit Spülschächten und Kontrollschacht gebaut.

    Meine Frage zielte eigentlich darauf, ob es empfehlenswert ist die Drainage in einer Art Grube (also wie ein Pumpensumpf) münden zu lassen und das Wasser, was nicht versickert, per Pumpe auf Wegeseitengraben-Niveau zu heben.

    Und wie gesagt: ich rechne nicht mit viel Wasser und sehe daher auch eine WW einfach nicht ein. Aber wie viel wirklich anfällt kann ich dann ja wunderbar per Kontrollschacht überprüfen.

    Dirk
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  5. #4
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    Gut das wir drüber gesprochen haben? Auch über Warneinrichtungen der Pumpe? Evtl. 2. unabhängige Notpumpe?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Mega Lol bedeutet: geht gar nicht - oder was?

    Ansonsten erkläre mir doch bitte, was ich daran jetzt falsch verstanden habe?

    Über Warneinrichtung habe ich übrigens gelesen (hier im Forum), dass das wohl gar nicht so teuer / aufwändig ist.

    Gruß,

    Dirk
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  7. #6
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    Nur wen warnt die Warneinrichtung wenn niemand zum warnen dort ist?

    Wo liegt das Problem die Abdichtung zum Teil - 6 aufzurüsten?

    Wo liegt das Problem erstmal die Kosten gegenüberzustellen und dann das für und wieder abzuwägen?

    So eine Dränanlage entsprechend DIN 4095 kostet auch!
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  8. #7
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    Korrigiere mich, wenn ich falsch liege:

    "Abdichtung Teil 6" bezieht sich doch auf bituminöse Abdichtungen. Da habe ich gar nichts gegen. Ich sträube mich nur gegen die weiße Wanne (wg. Kosten und m.M. nach "Kanonen auf Spatzen").

    Gegen die bestmögliche Abdichtung habe ich natürlich nichts.

    Was die Pumpe betrifft:
    nur weil die Pumpe mal ausfällt, mir die Grube vollläuft und das Wasser da dann mal 3 Tage steht, weil ich gerade nicht da bin, habe ich ja wohl kaum direkt mit Schäden zu rechnen. Gegen nichtstauendes Sickerwasser wird ja eh abgedichtet und ich muss dann ja wohl nur dafür sorgen, dass ich kein dauerhaft stauendes Sickerwasser erzeuge. Oder habe ich das auch wieder falsch verstanden?

    Gibt es irgendwo eine verständliche Übersicht, die die DIN 18195 in ihren unterschiedlichen Teilen vergleicht? Wo man mal die Unterschiede in der Ausführung bestaunen kann?

    Gruß,

    Dirk
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  9. #8

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    Zitat Zitat von dwoe Beitrag anzeigen
    Korrigiere mich, wenn ich falsch liege:

    "Abdichtung Teil 6" bezieht sich doch auf bituminöse Abdichtungen. Da habe ich gar nichts gegen. Ich sträube mich nur gegen die weiße Wanne (wg. Kosten und m.M. nach "Kanonen auf Spatzen").
    Gibt es dazu eine KostenGEGENÜBERstellung????
    Gegen die bestmögliche Abdichtung habe ich natürlich nichts.

    Was die Pumpe betrifft:
    nur weil die Pumpe mal ausfällt, mir die Grube vollläuft und das Wasser da dann mal 3 Tage steht, weil ich gerade nicht da bin, habe ich ja wohl kaum direkt mit Schäden zu rechnen. Gegen nichtstauendes Sickerwasser wird ja eh abgedichtet und ich muss dann ja wohl nur dafür sorgen, dass ich kein dauerhaft stauendes Sickerwasser erzeuge. Oder habe ich das auch wieder falsch verstanden?

    Gibt es irgendwo eine verständliche Übersicht, die die DIN 18195 in ihren unterschiedlichen Teilen vergleicht? Wo man mal die Unterschiede in der Ausführung bestaunen kann?

    Gruß,

    Dirk
    Wenn die Pumpe ausfällt wird insbesondere bei einem (DIN-wirdrigen) kombinierten Sicker- UND Pumpenschacht aus den Entwässerung schnell eine Bewässerung, die dann drückendes Wasser erzeugt, für das ja die Abdichtung gerade NICHT ausgelegt wurde.
    Dies geht in vielen Fällen schadlos gut. Aber eben nicht in ALLEN.
    Auf welcher Seite der Grenze wird sich DIESE Abdichtung befinden?

    Und nochmal - sowas ist zu genehmigen. Ggf. sogar die Versickerung!! In jedem Falle das Abpumpen des nicht versickernden Wassers.

    Ich würde erstmal klären, ob es DAFÜR eine Genemigung geben KÖNNTE. Bevor hier ungelegte Gipseier bebrütet werden sollen.

    MfG
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  10. #9
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    Kollege Carden hat da was zu: www.sv-carden.de
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  11. #10
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    Zitat aus Robbys Link:
    Es bleibt festzustellen, dass, wenn durch eine Dränung nach DIN 4095, deren Funktionsfähigkeit auf Dauer sichergestellt ist, ein Aufstau von Wasser verhindert wird, Sohle und Außenwände des Bauwerks auch in wenig durchlässigen Böden (k < 10-4m/s) nach DIN 18195 Teil 4 abgedichtet werden können.

    Dies setzt also voraus, dass kein Wasserstau über die Rohbodenplatte des Bauwerks erfolgt.
    Dränsysteme, die diesem Anspruch nicht genügen, machen eine Abdichtung nach DIN 18195 Teil 6 erforderlich.


    Ergo:
    Dränung + Abdichtung nach 18195-6 ist Geldverschwendung.
    Da ist ein WW allemal günstiger.
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  12. #11
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    Also bleibt für mich die Wahl zwischen:

    DIN 18195-6 oder weiße Wanne

    Beides sichert mich dann doch ausreichend gegen stauendes Sickerwasser. Auf eine Drainanlage kann ich in beiden Fällen verzichten. Es ist schlichtweg egal, ob das Wasser da steht.

    Kann man das so festhalten?

    Somit muss ich nur noch prüfen, welche der beiden Varianten wirtschaftlicher ist.

    Vielen Dank für die Antworten,

    Dirk
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  13. #12
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    Na es wird doch und hätte hier gereicht

    http://www.bauexpertenforum.de/showp...32&postcount=6
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  14. #13
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    Sei nicht immer so zickig, wenn der Fragesteller Dir nicht sogleich glaubt und dankt.
    Ich glaube den KFZ`lern auch nicht immer alles und sofort - schon garnicht nach Erhalt der Rechnung.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Mit Verlaub: eigentlich versuche ich schon, mich immer ganz brav für die Antworten zu bedanken. Und im Prinzip glaube ich auch (fast) alles, was ich hier lese - drum bin ich ja hier, um mir den Rat von erfahrenen Profis zu holen.

    Stören tut mich halt nur, wenn ich Antworten bekomme, die nicht zu meiner Frage passen bzw. die Profis (z.B. durch übertrieben Verwendung der Smileys) ihre Überlegenheit dokumentieren müssen. Da bekommt man halt leicht das Gefühl, dass es in Wirklichkeit nicht darum geht Unerfahrenen mit Rat zur Seite zur stehen. Im Übrigen eine Symptomatik, die man in fast allen Foren dieser Welt wieder finden kann.

    Also, ich bedanke mich nochmals für die Antworten, die mir (nach etwas hin und her) letztlich ja auch weitergeholfen haben. Natürlich tuen sich jetzt neue Fragen auf - aber dazu später mehr

    Viele Grüße,

    Dirk
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  17. #15
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    Das war kein Anflug von Sarkasmus in Ihre Richtung.
    Als Entfänger der Botschaft und der Hinweis war so gemeint wie es dort steht.
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