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  1. #1

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    Wie Fassade bei diesem Wetter fertigstellen?

    Hallo Forum,

    meine Fassades muss nach dem Aufbringen der Dämmung und Armierung
    (bereits ausgetrocknet) jetzt noch verputzt (Mineralputz) und gestrichen
    (Dispersionsfarbe mit Silikonharz) werden.

    Momentan ist das Wetter ja nicht so berauschend, es soll ja sogar
    Frost geben.

    Die Handwerker wollen natürlich so schnell wie möglich fertig werden
    aber ich habe etwas Angst, dass da eventuell Frostschäden im
    Putz entstehen könnten.

    Wie ist das mit den 5°, bis zu denen man Putz und Farbe verarbeiten kann.
    Gilt das nur für die Verarbeitung am Tag, oder sollte es die ganze Nacht
    über 5° sein. Also wie lange sollte es nicht unter 5° gehen?

    Durch die Verdunstung wird der Fassade ja noch mehr Wärme entzogen,
    da kann sie doch auch schon bei 5° gefrieren?

    Soll ich am besten warten lassen, bis sich die Wetterlage wieder beruhigt?

    Es ist ziemlich wichtig und ich würde mich sehr über Tipps freuen!

    Danke
    Andreas
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  2. Wie Fassade bei diesem Wetter fertigstellen?

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  3. #2

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    ........bis sich die Wetterlage wieder beruhigt? DER ist gut Ende November!
    Kannst versuchen die ganze Hütte in Folie zu packen, und mit ein wenig Glück....................passiert da bei den aktuellen TAGESTEMPERATUREN noch nicht viel. Aber ab morgen gibts richtig Frost, gell!?
    Also wenn es 5 Grad draussen hat, dann hat die Fassade nicht weniger. Das mit der "Wärmeableitung" geht von warm nach kalt. Allenfalls mehr, wenn die Sonne scheint.
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  4. #3

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    Meine Meinung:

    Vergiss es im Moment.

    Letztlich zählt zwar, was der Hersteller in seinen Verarbeitungsanleitungen schreibt, aber

    Meine unmaßgebliche Meinung:
    Wenn es während der Verarbeitung über +5°C hat (Luft&Untergrund) und in der darauffolgenden Nacht frostfrei bleibt, kann man es wagen.
    Gerade letzteres kannst Du für die kommenden Nächte (und Tage!) vergessen. Schau mal auf die Wettervorhersage. Auch am Neckar kann es heute abend kalt werden.

    Thomas
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Herr Nilsson Beitrag anzeigen
    ........bis sich die Wetterlage wieder beruhigt? DER ist gut Ende November!

    Also wenn es 5 Grad draussen hat, dann hat die Fassade nicht weniger.
    Die letzten Jahre kam nach dem Wintereinbruch immer wieder ne wärmere Phase.
    jeden falls hier in der Gegend. Kann nur hoffen.

    Mit der Verdunstung: Früher hatte man ja Tontöpfe mit Wasser gefüllt
    zum kühlen. Beim Verdunsten wird Energie benötigt und dem Objekt in
    Form von Wärme entzogen. Hab' ich jedenfalls mal so gelernt.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Vergiss es im Moment.

    Letztlich zählt zwar, was der Hersteller in seinen Verarbeitungsanleitungen schreibt, aber

    Meine unmaßgebliche Meinung:
    Wenn es während der Verarbeitung über +5°C hat (Luft&Untergrund) und in der darauffolgenden Nacht frostfrei bleibt, kann man es wagen.
    Gerade letzteres kannst Du für die kommenden Nächte (und Tage!) vergessen. Schau mal auf die Wettervorhersage. Auch am Neckar kann es heute abend kalt werden.

    Thomas
    Hab den Handwerkern auch schon gesagt, dass es mit Montag wohl nix wird.
    Hoffe, dass die einsichtig sind.
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  7. #6

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    Aber Du "schiebst ja durch heizen Wärme von innen nach", und die Ableitung der Wärme endet in etwa beim "Gleichgewichtszustand". Ist jetzt die Luft draussen "wärmer" als die Fassade, wird über Wärmeübergang der Wand von der Aussenluft her "Wärme zugeführt" (Energie abgezogen). Bis zum Gleichgewichtszustand.
    Bei den Tonkrügen wird mit dem Wasser ja auch der Krug/ das Wasser gekühlt, und die Aussenluft ist wärmer. Der Aussenluft wird also Energie entzogen. In unserem Fall steht aber der Krug mit warmem Wasser im Kalten, oder? Einer von uns beiden hat hier einen Denkfehler.
    Mag sein, dass die Fassadentemperatur kurzzeitig unter der Aussenlufttemperatur ist (hab ich mir noch nie ernsthaft Gedanken drüber gemacht muss ich gestehen), jedoch sowohl von der Temperaturdifferenz als auch zeitlich gesehen marginal (m.E.).

    Wie dem auch sei, bei dem Wetter ists eher schlecht.....................................
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Herr Nilsson Beitrag anzeigen
    Aber Du "schiebst ja durch heizen Wärme von innen nach", und die Ableitung der Wärme endet in etwa beim "Gleichgewichtszustand". Ist jetzt die Luft draussen "wärmer" als die Fassade, wird über Wärmeübergang der Wand von der Aussenluft her "Wärme zugeführt" (Energie abgezogen). Bis zum Gleichgewichtszustand.
    Bei den Tonkrügen wird mit dem Wasser ja auch der Krug/ das Wasser gekühlt, und die Aussenluft ist wärmer. Der Aussenluft wird also Energie entzogen. In unserem Fall steht aber der Krug mit warmem Wasser im Kalten, oder? Einer von uns beiden hat hier einen Denkfehler.
    Mag sein, dass die Fassadentemperatur kurzzeitig unter der Aussenlufttemperatur ist (hab ich mir noch nie ernsthaft Gedanken drüber gemacht muss ich gestehen), jedoch sowohl von der Temperaturdifferenz als auch zeitlich gesehen marginal (m.E.).

    Wie dem auch sei, bei dem Wetter ists eher schlecht.....................................
    Ja ok, ne Fassade ist kein Tonkrug. Aber ich hab' jetzt 20cm Neopor drauf
    und da hoffe ich, dass jetzt nicht mehr soviel Wärme abwandert.

    Ich hab' halt nur mit meinem IR-Thermometer nachts mal -1° an der Fassade
    gemessen (Armierungskleber noch feucht), obwohl es 3° Lufttemperatur hatte.

    Aber mittlerweile weiss ich ja, dass die IR-Dinger nicht so genau sind
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  9. #8

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    Ich hab' halt nur mit meinem IR-Thermometer nachts mal -1° an der Fassade
    gemessen (Armierungskleber noch feucht), obwohl es 3° Lufttemperatur hatte.
    Das kann schon hinkommen. Mit der Verdunstung hast Du schon recht.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Das kann schon hinkommen. Mit der Verdunstung hast Du schon recht.
    Dann kriegt man aber schnell Frostprobleme, ne?

    Hoffe auf besseres Wetter.
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  11. #10

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    Ja wie gesagt, m.M. nach müsste das ganze dann umgekehrt verlaufen: die Fassade führt so lange Energie der Luft ab, bis sie deren Temperatur hat. Ist natürlich alles Theorie, ein Gleichgewichstzustand erreicht sich ja nicht von einem Moment auf den anderen, und dann nochdie Verzögerungen Tag/ Nacht...............1/2 oder 3 Grad inklusive Toleranz der Messgeräte halte ich da auch nicht für ausgeschlossen. 2 Grad machen den Braten aber letztlich nicht fett.
    Uhrzeit, zu der Du gemessen hast? Interessiert mich jetzt mal, wie hoch da so maximal die kurzzeitigen Temperaturunterschiede sein könnten.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Herr Nilsson Beitrag anzeigen
    Ja wie gesagt, m.M. nach müsste das ganze dann umgekehrt verlaufen: die Fassade führt so lange Energie der Luft ab, bis sie deren Temperatur hat. Ist natürlich alles Theorie, ein Gleichgewichstzustand erreicht sich ja nicht von einem Moment auf den anderen, und dann nochdie Verzögerungen Tag/ Nacht...............1/2 oder 3 Grad inklusive Toleranz der Messgeräte halte ich da auch nicht für ausgeschlossen. 2 Grad machen den Braten aber letztlich nicht fett.
    Uhrzeit, zu der Du gemessen hast? Interessiert mich jetzt mal, wie hoch da so maximal die kurzzeitigen Temperaturunterschiede sein könnten.
    Stimmt schon, dass natürlich Wärme entweicht trotz Dämmung (leider) und
    den Putz aufheizen müsste.

    Also muss ich nur ordentlich Heizen und der Putz kann dann bei Frost
    drauf

    Gemessen habe ich um ca. 3:00 nachts. Der Weg vor der Haustür hatte ca 2°
    und die feuchte Fassade -1°
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  13. #12

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    3.00h nachts gemessen? Was ist denn mit Dir los, hast Du da nix besseres zu tun???? Hmm, 3 Grad ist ja jetzt nicht soooo wenig, später (oder früher) morgens bei beginnender Erwärmung könnte ich mir das leichter erklären.
    Richtig, alles auf volle Pulle, dann geht das (trotzdem nicht).
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  14. #13
    Avatar von Hundertwasser
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    Durch die Verdunstung von Feuchtigkeit wird der Fassade Wärme entzogen.

    Der Putz ist so lange frostgefährdet wie er Feuchtigkeit enthält und sich noch keine kristalline Bindung bei der Hydratation gebildet hat. Bei den vorherrschenden Temperaturen würde ich keine Wette abgeben das dies innerhalb 48 Stunden passiert.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Aber der Umgebung theoretisch genauso. Kristallwasser in einer GKB entzieht im Brandfall ja auch dem Feuer Energie. Die Frage ist halt, wie sich das GENAU auswirkt.
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  17. #15
    Stucky
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    die 5 grad bedeuten, dass von der verarbeitung bis zum vollständigen austrocknen des putzes die temperatur nicht unter +5 grad sinken darf, da ansonsten es zu putzschäden kommen kann (sogar 2-3 jahre nach verarbeitung)
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