Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 28
  1. #1

    Registriert seit
    11.2008
    Ort
    Grafschaft
    Beruf
    Anwendungsentwickler
    Beiträge
    13

    Umschuldung von vorfinanzierten Bausparverträgen

    Hallo liebe Forumsteilnehmer,
    wir haben unsere Immobilie aufgrund von falscher Beratung und auch unserer eigenen Dummheit mit zwei vorfinanzierten Bausparverträgen finanziert.
    Zinsbindung 10 Jahre, Laufzeit noch bis Ende 2012, bei BHW (Postbank).

    Nun wollen wir das ändern, unser aktueller Berater riet uns ein Kontantdarlehen, wir wollen aber ein Annuitätendarlehen mit 2% Tilgung.
    Er hat hat uns die Vorfälligkeit ausgerechnet und die Kündigungen der Bausparer vorbereitet.
    Trotz der Vorfällig würde sich das für uns lohnen, denn am Ende käme ein Annuitätendarlehen mit 2% Tilgung wesentlich günstiger, zumal wir auch noch zusätzliches Kapital haben.
    Als wir die Kündigungen der Bausparer unterschrieben haben, sagte er daß es eventuell sein kann, daß die BHW einer Umschuldung in ein Annitätendarlehen ablehnen könnte und es doch auf ein Konstantdarlehen bzw., und jetzt kommt's: Eventuell werde nur die Sparrate der Bausparverträge erhöht.
    Das würde heißen ich hätte den gleichen Mist wie vorher mit höherer Sparrate.
    So langsam fühle ich mich richtig veralbert!

    Nun meine Frage:
    Wenn ich schon die Vorfälligeit der Darlehen bezahle, kann ich dann nicht selbst die Art Anschlussfinazierung frei wählen?
    Bin ich wirklich dem Gutdünken der Bank ausgeliefert?
    Kann ich nicht sogar die Bank wechseln, auch wenn dann der Grundschuldseintragung geändert werden müsste (BHW raus, neue Bank rein)?


    Gruß,
    Alex
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Umschuldung von vorfinanzierten Bausparverträgen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    10.2007
    Ort
    Grafenrheinfeld
    Beruf
    Finanzierungsberater
    Benutzertitelzusatz
    Baufinanzierungsvermittler
    Beiträge
    524
    Bei einer vorzeitigen Umschuldung seit Ihr immer auf die Kulanz des Kreditgebers angewiesen.
    Wenn aber der Kreditgeber Euch aus dem Vertrag rausläßt, könnt Ihr natürlich selbst entscheiden, bei wem Ihr weiter finanzieren wollt.
    Lasst mal Euren tollen Berater weg und fragt direkt bei der BHW nach, ob eine Umschuldung möglich ist und wenn ja zu welchen Kosten.

    Beste Grüße
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von dschoh Beitrag anzeigen
    So langsam fühle ich mich richtig veralbert!
    Das war aber diplomatisch ausgedrückt.
    Mir fallen zu so einem "Berater" noch ganz andere Dinge ein.

    Hast Du Dir schon Vergleichsangebote eingeholt?
    Damit meine ich nicht irgendwelche I-Net Berechnungen sondern ein verbindliches Angebot.
    Du brauchst Alternativen in der Rückhand wenn´s später hart auf hart geht.

    Zitat Zitat von dschoh
    Zinsbindung 10 Jahre, Laufzeit noch bis Ende 2012,
    Zuerst einmal gilt, Ihr habt einen Vertrag mit einer fest vereinbarten Laufzeit geschlossen. Du erwartest von der Bank daß sie den Vertrag einhält, und das erwartet die Bank auch von Dir.

    Man kann man sich zwar jederzeit über eine vorzeitige Vertragsauflösung unterhalten, aber das funktioniert nur in gegenseitigem Einvernehmen (Kündigung aufgrund Nichterfüllung lassen wir mal außen vor). Der einfachste Weg für die Bank ist auf Vertragserfüllung zu bestehen, und dementsprechend wird wohl die erste Reaktion ausfallen.

    Jetzt ist Verhandlungsgeschick gefragt, denn die Bank befindet sich bei solchen Verhandlungen immer in der besseren Position (s.o.). Solche Verhandlungen kannst Du aber nicht mit Deinem "Berater" oder am Postschalter führen, sondern dafür solltest Du direkt dorthin gehen wo auch Entscheidungen getroffen werden können.

    Ich kann Dir nur raten, Dich mit jemandem abzustimmen der sich mit so Dingen auskennt. Allein stehst Du sonst auf verlorenem Posten.

    Hast Du vielleicht einen Steuerberater der Dich unterstützen kann?

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2008
    Ort
    Grafschaft
    Beruf
    Anwendungsentwickler
    Beiträge
    13
    Hallo,
    danke erstmal für Eure Antworten.
    Die Entscheidung der BHW für unser Anliegen steht noch aus, aber ich dachte schon, daß wir da schlechte Karten haben.
    Über meinen Vater käme ich an einen Anwalt für Steuerecht.
    Eventuell nehme ich dessen Dienste in Anspruch, auch wenn's was kostet.
    Sollten die sich richtig querstellen halte ich eventuell bis 2012 durch und wandere dann
    komplett bei der BHW ab.

    Vielleicht hilft es ja auch das verlauten zu lassen.

    Gruß, Alex
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    08.2008
    Ort
    Bayern Oberpfalz
    Beruf
    techniker
    Beiträge
    1,519
    sorry,

    ich kenn das modell " noch" nicht,
    was ist an einem vorfinanzierten bausparer schlecht????
    kann das mal jemand erklären?????
    zinsbindung und zinssicherheit ist doch nicht schlecht?? oder???


    mir wurde ein vorfinanziertet bausparer mit 19 jahren zinsbindung zu 5,1 % angeboten
    habs mir aber noch nicht genauer angeschaut.....

    ach ja ist von den roten steinen auf die sie einen fuchsbau bauen könenn
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Pascal82 Beitrag anzeigen
    .....
    was ist an einem vorfinanzierten bausparer schlecht????
    kann das mal jemand erklären?????
    zinsbindung und zinssicherheit ist doch nicht schlecht?? oder???
    Das Thema wurde hier schon mehrfach diskutiert. Bitte die Suche benutzen und einlesen.

    Zinsbindung und Zinssicherheit sind nur die halbe Miete. Man muss die Gesamtkosten vergleichen. Überlege mal, auf der einen Seite zahlst Du Zinsen für ein Darlehen das sich durch Tilgungsaussetzung nicht reduziert, auf der anderen Seite sparst Du Kapital an das nicht oder nur sehr gering verzinst wird. Dazu kommen dann noch Kosten für den BSV selbst (Abschlußgebühr).

    Damit man vergleichen kann, müsste man die Zins-/Tilgungspläne der einzelnen Varianten mit vergleichbarer Laufzeit nebeneinander legen und dann die Summe der Kosten und Zinszahlungen miteinander vergleichen.

    Ich weiß das ist nicht ganz einfach, aber nur wenn man Äpfel mit Äpfel vergleicht kommt man zu einem realistischen Ergebnis.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    11.2008
    Ort
    Münster
    Beruf
    Bankmensch
    Beiträge
    9
    nabend,

    und genau um diesen vergleich zu ermöglichen gibt es so ein tolles konstrukt wie den vergleichseffektivzins. nicht zu verwechseln mit dem anfänglichen effektivzins nach panvg.

    dummerweise wird die fast keine bausparkasse diesen vergleichseffektivzins nennen (wenige tuns doch). wenn nicht genannt bleibt tatsächlich nur der vergleich der zahlungsströme. aber immer schön nur bei gleicher gesamtlaufzeit vergleichen und risiken berücksichtigen (unterschiedliche zinsfestschreibungen...)

    wenn man das solide vergleicht gibts durchaus solche bausparfinanzierungen am markt die vom vergleichseffektivzins günstiger sind als gleichlang festgeschrieben annuitätendarlehen.....

    also immer einzelfall vergleichen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von nursoeiner Beitrag anzeigen
    wenn man das solide vergleicht gibts durchaus solche bausparfinanzierungen am markt die vom vergleichseffektivzins günstiger sind als gleichlang festgeschrieben annuitätendarlehen.....
    Richtig, aber üblicherweise handelt es sich dann um Kurzläufer die der normale Häuslebauer aufgrund der hohen monatlichen Belastung nicht nutzen kann.

    Ich habe schon oft geschrieben, wer an sich kein Geld braucht, kann so ziemlich alles zu sehr attraktiven Konditionen finanzieren. Für Leute die finanzieren müssen sieht die Welt schon anders aus.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    11.2008
    Ort
    Münster
    Beruf
    Bankmensch
    Beiträge
    9

    naja...

    mittlerweile gibt es eben am markt anbieter beidenen "trotz" langer gesamtlaufzeit (bis 30 jahre) die belastung konstant ist und der vergleichseffektivzins niedrig liegt.

    wie gesagt das ist nicht die regel (und trifft keinesfalls bei den grossen bausparkassen zu).

    aber es gibt eben diese ausnahmen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Ich nehme für mich nicht in Anspruch, daß ich alle BSpk. und deren Konditionen kennen würde. Gut zu hören, daß es auch Anbieter geben soll die bei so einem Vergleich positiv abschneiden. Mir sind die nicht bekannt (ist aber auch nicht mein Fachgebiet)

    Meine Erfahrung, in Zinshochphasen war der BSV attraktiver. Wir haben aber bei langfristiger Betrachtung seit vielen Jahren stetig fallende Zinsen, auch wenn es dazwischen immer mal wieder Zeiten mit leicht steigenden Zinsen gab. Die BSpk. laufen diesem Trend hinterher und merken anscheinend nicht, daß ihre Produkte immer unattraktiver werden.

    Ein solventer Kunde kann heute im 10 Jahresbereich (je nach Beleihung usw. usw.) mit einem Zinssatz < 4,5%eff. abschließen. Im 15-20 Jahresbereich sind es dann halt 2-3 Zehntel mehr.
    Da müsste die BSpk. ihre Darlehen fast schon zinsfrei vergeben damit sie da noch mithalten kann, denn der BSV verursacht während der Sparphase genau betrachtet Verluste (für den Bausparer, nicht für die BSpk.)

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2008
    Ort
    Grafschaft
    Beruf
    Anwendungsentwickler
    Beiträge
    13
    Guten Abend,
    erstmal danke für die rege Diskussion.
    Das was Pascal82 gesagt hat, war genau das was uns damals zum Abschluss "überredete".
    Wobei entscheidende Dinge uns bewusst verschwiegen wurden bzw. es wurde sogar gelogen, was sich natürlich nicht mehr beweisen lässt.
    Z.Bsp wurde uns gesagt, das die BSV nach 10 Jahren zuteilungsreif wären, was natürlich mit den vereinbarten Sparraten aus dem Reich der Fantasie ist.
    Hätte ich mir damals mehr Zeit genommen, wäre ich auch dahinter gekommen, aber beim Hauskauf ging mir vieles durch den Kopf, die Finanzierung war leider nicht an erster Stelle.

    Jetzt muss ich sehen, was ich draus' mache.
    Unterm Strich werden die Dinger zu teuer, zumal es schwierig wird die BSV bis 2012 zuteilungsreif zu machen.
    Mir wurde aktuell gesagt, ich darf die nicht beliebig hoch besparen, also Sonder-Sparzahlungen leisten, um das Ziel doch noch zu erreichen.

    Im schlimmsten Fall halte ich bis 2012 (Ablauf der Zinsbindung) durch und löse dann die BSV auf und mache eine Anschlussfinanzierung bei einer anderen Bank.
    Auch wenn das was kosten wird.
    Eventuell nehme ich die BSV dann teilweise in Anspruch, aber
    eigentlich habe ich von der BHW genug.
    Das Vertrauen ist restlos zerstört.

    Gruß, Alex
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von dschoh Beitrag anzeigen
    ......
    Mir wurde aktuell gesagt, ich darf die nicht beliebig hoch besparen, also Sonder-Sparzahlungen leisten, um das Ziel doch noch zu erreichen.
    .....
    Was meinst Du mit "beliebig hoch besparen"?
    Das wäre mir neu. Meine bisherigen Infos waren so, daß man sowohl in der Ansparphase als auch bei der Kredittilgung beliebig Sonderzahlungen leisten kann. Auf jeden Fall nochmals überprüfen ob dies tatsächlich zutrifft. Leider gibt es immer mehr Tarife und Varianten, da steigt kein Mensch mehr durch.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Hannover
    Beruf
    StB
    Beiträge
    632
    Zu Ihren Ausgangsfragen: Ex ante sollte man die Finger vom Bausparen lassen. Ex post ist es aber nicht ratsam, auszusteigen, weil sich die Bausparkasse an Ihnen schadlos halten wird. Da nutzt auch ein Fachanwalt für Steuerrecht nichts. Halten Sie bis 2012 durch, und steigen Sie dann auf eine seriöse Finanzierung um.

    Was die Menschen nicht begreifen: Bausparen bedeutet, daß sie feste Verpflichtungen eingehen, ohne ein festes Anrecht zu bekommen. Der Zuteilungszeitpunkt hängt nämlich davon ab, wie viele neue Bausparverträge in 5 und 10 Jahren abgeschlossen werden. Solche Verträge abzuschließen ist verrückt, und eigentlich sollte man diese Kettenbriefsysteme verbieten. Aber aufgrund der politischen Macht der Bausparkassen werden sie sogar subventioniert.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Ulm
    Beruf
    Dipl.-Ing.
    Beiträge
    4,821
    Na ja, Stefan, so gesehen ist unser Sozialsystem (Rente, ALG etc.) auch ein "Kettenbriefsystem". Dieses und auch die BSK sind aber kein "Pyramidensystem", sondern funktionieren auch bei gleichmässigen Neuabschlüssen dauerhaft, sonst wäre sie wirklich zu verbieten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Hannover
    Beruf
    StB
    Beiträge
    632
    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Na ja, Stefan, so gesehen ist unser Sozialsystem (Rente, ALG etc.) auch ein "Kettenbriefsystem". Dieses und auch die BSK sind aber kein "Pyramidensystem", sondern funktionieren auch bei gleichmässigen Neuabschlüssen dauerhaft, sonst wäre sie wirklich zu verbieten.
    Im Prinzip korrekt, ABER: Bei der umlagefinanzierten Rente ist die Anschlußfinanzierung durch jüngere Beitragszahler gesetzlich gesichert - diese müssen einzahlen. Beim Bausparen obwaltet hingegen die Hoffnung, daß auch dann, wenn das eigene Darlehen eigentlich zuteilungsreif wäre, genügend Neuabschlüsse zustande kommen - diese sind freiwillig. Langjährige Erfahrung zeigt, daß immer wieder mal eine Bauspargeneration auf die Nase fällt, weil zu wenig Neuabschlüsse zustande kommen.

    Generell ist von Verträgen (LV, Bausparen etc.) abzuraten, die feste Verpflichtungen ohne feste Rechte vorsehen. Es würde auch niemand ein Auto jetzt bezahlen, daß zu einem vom Anbieter festgelegten Zeitpunkt geliefert wird.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen