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  1. #1

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    Worauf ist beim Bodengutachten zu achten?

    Hallo Bauexperten,

    schon seitdem wir mit unserem Hausprojekt begonnen haben, lese ich regelmäßig in diesem Forum mit und bin von der Hilfsbereitschaft und den super Anregungen begeistert!

    Nun möchte ich mich mit unserer ersten konkreten Frage an euch wenden. Folgende Situation liegt vor:

    Wir haben unser Projekt mit dem Finden unseres Traumgrundstücks gestartet und dieses Grundstück nun schon seit knapp 6 Monaten reserviert. Aktuell befinden wir uns in Verhandlungen mit drei Bauträgern, die laut unseren Vorstellungen unsere „Top-3“ sind. Da wir schon sehr konkret wissen, was wir bauen wollen, können wir die drei auch sehr gut miteinander vergleichen. Das Haus hat eine Grundfläche von 93qm und wird vollunterkellert sein.

    Für eine möglichst exakte Kalkulation müssen wir nun nur noch wissen, ob wir mit einem WU-Keller (weiße Wanne) bauen müssen oder nicht. Das macht finanziell einen Unterschied von ca. 25 T€ für den Keller. Wir wissen bereits, dass im Baugebiet lehmiger Boden vorliegt, der nicht sickerungsfähig ist. Ein spezielles Bodengutachten für unser Grundstück liegt aber nicht vor.

    Das Bodengutachten würde ja nach Baubeginn vom ausführenden Bauträger sowieso durchgeführt werden (von uns bezahlt natürlich), der uns dann aber erst nach Baubeginn die „Überraschung“ bzgl. des WU-Kellers übermittelt. Wir möchten das aber (auch für die Finanzierung des Vorhabens) schon vorher wissen und überlegen ob und wie wir ein Bodengutachten selbst erstellen lassen sollen. Die Kosten entstehen ja sowieso, egal ob vorher oder hinterher.

    Worauf muss man bei einem Bodengutachten achten? Wieviele Bohrungen müssen wie tief erfolgen? Ist die exakte Einmessung des Gebäudes auf dem Grundstück notwendig oder reicht es pi*Daumen sagen zu können, hier und da werden die Ecken des Hauses sein?

    Und zuletzt: Wer macht Bodengutachten und wo bekommt man einen guten Betrieb her (Gelbe Seiten?). Was kostet ein solches Gutachten (wir haben mal was von ca 1000€ gehört)?


    Danke für eure Mithilfe im voraus!

    Dungan
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  2. Worauf ist beim Bodengutachten zu achten?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    gast3
    Gast

    in Kürze

    Hallo Dungan,

    was muss ein Bodengutachten "könnenn" ?

    es soll dir Aufschluss über

    - deine Wasserverhältnisse / Abdichtung / Wasserdurchlässigkeit des Bodens liefern

    - Tragfähigkeit

    - Verwertungsmöglichkeiten des Aushubmaterilals (z.B. Arbeitsraumverfüllung etc.)

    - ggf. Altlasten / Schadstoffe

    - Baugruben / Böschungswinkel

    - Bodenklassen / bodenmechanische Kennwerte etc.


    also unter 4 Rammkernsondierungen und Rammsondierungen bis 6 m würde ich nicht anfangen.

    was es kostet - bei dem Nord-Süd-Gefälle schwer zu sagen, schätze zwischen 1.000 und 1.5000.

    hüte dich für Internetanbiertern und den entsprechenden Portalen sowie vor Anbietern, die pi x daumen vollkommen ausreichend finden: Freundeskreis oder auch Gelbe Seiten
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  4. #3

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    288

    Bauen in HH

    Hallo Dungan,

    ohne direkt auf Deine Fragen zu antworten ein paar Anmerkungen: Wir wollen auch demnaechst im Hamburger Norden bauen. Typisch fuer HH sind wohl folgende Boeden: Bis ca. 1 m durchlaessiger Mutterboden und danach die angesprochene undurchlaessige Lehmschicht, GW je nach Baugebiet ab 0.3m. Wenn es laenger regnet staut sich das Wasser ueber der Lehmschicht und man muesste sogar ueber eine Drainage im Garten nachdenken, damit man nicht staendig im Matsch steht. Keller ist wohl auch immer schwierig, oftmals nur mit Weisse Wanne zu realisieren. All das hat uns dazu gebracht, in HH ohne Keller zu bauen und das gesparte Geld lieber in mehr qm oben zu stecken. Aber das ist eine endlose Diskussion, die hier auch schon oft gefuehrt wurde.

    Gruss
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  5. #4
    wasweissich
    Gast
    Zitat Zitat von Dungan Beitrag anzeigen
    Das Bodengutachten würde ja nach Baubeginn vom ausführenden Bauträger sowieso durchgeführt werden (von uns bezahlt natürlich), der uns dann aber erst nach Baubeginn die „Überraschung“ bzgl. des WU-Kellers übermittelt. Wir möchten das aber (auch für die Finanzierung des Vorhabens) schon vorher wissen und überlegen ob und wie wir ein Bodengutachten selbst erstellen lassen sollen. Die Kosten entstehen ja sowieso, egal ob vorher oder hinterher.
    bodengutachten erst nach unterschrift wird gern genommen , (von BT , und nicht nur) da wird auf einmal alles mögliche viiiiel teuerer und bei den vielen überaschungen kommt man aus dem staunen nicht mehr raus .

    ein bodengutachten vor dem grunstückkauf wäre des ofteren noch klüger.......

    denkt j.p.
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  6. #5
    Themenstarter

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    72
    Hallo miteinander, danke für die schnellen Antworten.

    @Thor: An vier Bohrungen haben wir auch gedacht. Wo genau bohrt man denn? Da wir wie gesagt noch keinen Bauträger haben, gibt es auch noch keine exakte Planung, wo genau das Haus stehen wird, außer unsere laienhaften Zeichnungen.

    @Hausbauer2008: Ja die Diskussionen kenne ich aus unserer Zweierrunde. Wir haben uns für die Variante Geld im Boden versenken entschieden. GW ist dort kein Problem. Die Wasseroberfläche im RRB ist über 5 Meter tief. Grundwasser soll laut Nachbarn auch erst darunter vorkommen.

    @j.p.: Genau das war unser Ansatz. Ich habe keine Lust auf nachträgliche Überraschungen. Drainage ist in jedem Fall geplant. 15% Finanzierungsluft ebenfalls. Die soll aber nicht für einen WU-Keller draufgehen, wenn man das von Anfang an hätte wissen müssen.


    Viele Grüße,
    Dungan
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  7. #6
    gast3
    Gast
    1. würde ich gerade bei "Lehmboden" ergänzende Rammsondierungen (DIN 4094) machen lassen

    2. Aufschlusspunkte so gut verteilen, dass dein "Baufenster" repräsentativ erfasst wird. Wird der Gutachter vor Ort entsprechend festlegen, ist auch immer von den örtlichen Gegebenheiten abhängig zu machen.


    Viel Glück

    Helge
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