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Atomsicherer Bunker in EFH

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  1. #1

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    Atomsicherer Bunker in EFH

    Hallo,

    Mitte der 80’er Jahren – zur Hochzeit des kalten Kriegs – wurden oftmals "atomsichere" Bunker in EFH’s gebaut.

    • Mich würde interessieren, ob / wo es Informationen gibt.
    • Ist wirklich Schutz geboten?
    • Wie müsste ein atomsicherer Bunker in einem EFH denn eigentlich gebaut werden (Wie viel Beton, wie dick die Stahltür, welche Lüftungsanlage?)


    Zielsetzung wäre nicht der Schutz vor einer Atombombe sondern z.B. Schutz vor einem atomaren Unfall bei einem osteuropäischen Kernkraftwerk? Würde dies überhaupt Sinn machen?

    Meinungen, Anregungen? Wer hat denn sowas schon gebaut?
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  2. Atomsicherer Bunker in EFH

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von acensai Beitrag anzeigen
    Würde dies überhaupt Sinn machen?
    Und wieviele Jahrhunderte möchtest Du in diesem Bunker verbringen?

    Luftschutzbunker im 2. Weltkrieg waren lebensrettende Maßnahmen. Atomschutzbunker waren nur lebensverlängernde Maßnahmen, je nach Ausstattung für ein paar Tage bis zu ein paar Monaten.

    Bei einem KKW-Unfall in Osteuropa hättest Du keinen Vorteil, da die direkte Strahlung aufgrund der Entfernung ausreichend abgeklungen wäre.

    Abgesehen davon spielt auch der Zeitfaktor eine Rolle. Bis DU informiert wirst, wäre es sowieso schon zu spät. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Strahlung wartet, bis bei uns im Rundfunk eine Durchsage gemacht wird.

    Es trotzdem ein interessantes Thema. Was benötigt der Mensch zum Leben (überleben), wie kann man das bereitstellen? Trinkwasser, Nahrung, Luft, und auch die Entsorgung spielt eine Rolle.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Kalt erwischt im kalten Krieg

    Keine Ahnung was da eine Lüftungsanlage leisten muß. Hier ist sicher Filtertechnik gefragt und eine dichte gebäudehülle (somit gilt ein PH per se also als Atombunker....), Betonstärken sind sicher uninteressant, da ein KKW ja nicht wie eine Bombe explodiert und selbst wenn doch, wäre die Explosion eines osteuropäischen Kraftwerkes für Dich auch in einem Zelt zu ertragen.

    Den nuklearen Fallout haben wir ja 1986 schon einmla genießen können und davor schützt Dich auch ein Bunker nicht. Und selbst ein 1a-Luftfilter nützt nur solange Du das Haus nicht verläßt.....

    Grüßla

    Thomas
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  5. #4
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Bei einem KKW-Unfall in Osteuropa hättest Du keinen Vorteil, da die direkte Strahlung aufgrund der Entfernung ausreichend abgeklungen wäre.
    ... tja - das kann ich so nicht beurteilen ... Wenn ich mich an die Tschernobyl – Katastrophe zurückerinnere dann war doch die Strahlung in den ersten Tagen nach dem Unfall am stärksten, oder?
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von acensai Beitrag anzeigen
    .. die Strahlung in den ersten Tagen nach dem Unfall am stärksten, oder?
    kann nicht sein. haben jedenfalls fjs und zimmermann gesagt
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  7. #6

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    Das mit dem Informieren würde ich so net unbedingt sagen! Gehn wir mal von einer Windgeschwindigkeit von 20 km/h aus, dann bleiben da je nach Entfernung schon einige Stunden Zeit! Denke und hoffe schon das der Katastrophenschutz bei uns so schnell reagieren kann, das es noch für Warnmeldungen reicht! Nur was dann? Wer hat schon nen Atombunker im Keller !?
    Wir können nur hoffen das es nie passiert!

    Aber zurück zum Thema: Ich denke nicht das ich mich in so einen Bunker setzten würde und warten würde! Flucht währe wohl angebrachter (und auf günstige Win drichtung hoffen)!
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  8. #7

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    Tschernobyl

    hat deswegen auch bei uns (und in Schweden) gebietsweise kräftigen Fallout produziert, weil es sich um einen Graphitreaktorbrand gehandelt hat und Partikel über die höhere Atmosphäre verteilt wurden. Von dem Reaktortyp gibt´s nicht mehr allzu viele. Außerdem war auch damals die Hauptbelastung nicht durch direkte Exposition verursacht, sondern durch Aufnahme belasteter Nahrungsmittel (Fleisch, Fisch, Pilze...). Logischerweise hat´s in Schweden die fischenden und pilzessenden Rentierzüchter besonders hart getroffen. Bei uns waren hochbelastete Nahrungsmittel ja auch damals Einzelfälle.
    Besser das Geld im Zweifelsfall für ein Flugticket oder ´ne Tiefkühltruhe anlegen.
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  9. #8
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    Gibbet

    tauchen beim Umbau immer wieder auf,
    sind regelmäßig bei öffentlichen Gebäuden eingebaut, z.B. TG, Straßentunnel
    Sieht man wachen Auges öfters

    Stichwort: Luftschutzräume


    ------------------------------------------------------

    Off Tpoic - oder auch nicht:
    Nur Atomschutzbunker im Privatbereich: Zwischen Weihnachten und Ostern werden dann immer die abgelaufenen Vörrate vertilgt.
    So kann man eine Fastenzeit auch einleiten.
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  10. #9

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    Ich hab in meiner Lehre (Anfang der 80er) mal an einem Haus gearbeitet, da hat der Bauherr einen Bunker einbauen lassen.
    Dafür gabs damals extra ne Behörde, die hat Planungshilfe geleistet und auch Fördermittel gegeben (nein - danach musste man nicht die gesamte Nachbarschaft beherbergen ).
    Ob der ABC-tagulich oder "nur" bombensicher war - keine Ahnung. Der war noch im Rohbau.

    Wir haben damals schon gelästert - lieber schnell verdampfen als 3 Wochen in der Sardinenbüchse, nur um dann langsam zu verrecken.
    In Hiroshima und Nagasaki sterben mW heute noch Menschen an den A-Bomben Folgen, die 1945 noch gar nicht geboren waren!!!!
    Soviel zu Strahlung in den ersten Tagen.

    @mls
    Der fjs wollte uns so viel weiß machen. Starfighter können fliegen, der Sozialismus wird über Kredite kaputtgemacht, Amigos gibts nicht, Atommüll ist in Nds viel ungefährlicher als in Bayern, er wird Ananaszüchter, ...................
    Und heute denkt Frau Merkel, 300 Kfz-Steuererlass retten die Weltwirtschaft.
    Die Köpfe wechseln...............
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  11. #10

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    In

    meinem Heimatdorf wurde just im April 1986 über den Neubau eines Rathauses beraten. Damals gab es die Planung, die TG auch als Schutzbunker auszubauen. "Kostet nicht mehr, dafür gibt es Zuschüsse" (Wer die wohl bezahlt hätte?). Von den Wartungskosten reden wir mal lieber nicht. Hätte immerhin ein paar hundert Leute beherbergen können.
    Es ist mir und ein paar anderen damals gottseidank gelungen, diesen Schwachsinn zu verhindern.
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  12. #11
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    D. h. ein atomsicherer Bunker bringt nichts, weil die Strahlenbelastung anfangs / zu Beginn einer KKW-Katastrophe nicht höher ist? ... es iss schon klar, dass so ein Bunker keinen Sinn macht, wenn man Wochen später immer noch in total verseuchtem Gebiet leben wollen würde.

    Die Grundidee wär ja gewesen: In den ersten 2 bis 3 Wochen "verbunkern" und danach auch abhauen ...

    ... flüchten wird man in den ersten Stunden sowieso kaum können - es gibt ja schliesslich selbst zu Ostern keine freinen Flüge mehr und Freitags sind ja an ganz normalen Wochen schon alle Strassen verstopft ...
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  13. #12

  14. #13
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    ... na ja, 1986 hatten wir ja auch keinen Krieg und trotzdem flog der Reaktor in die Luft
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ich würde, statt nach weit entfernten Gefahren zu schielen, lieber mal nachsehen, wo denn wohl das nächste Kernkraftwerk steht. Und wenn das z.B. nur 20 km entfernt ist, dann würde ich dort keine Kinder aufziehen wollen. Denn die haben eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, an Leukämie zu erkranken. Ich hab's nur aus der Zeitung, aber da stand immerhin, dass dies inzwischen aufgrund einer neuesten Studie nachgewiesen sei, die frühere Untersuchungen bestätigt habe.
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  17. #15

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    Besteht nicht sogar heute in der Schweiz noch eine Baupflicht für Bunker in EFH´s?

    War jedenfalls immer so, aber ob das Atombunker oder "normale" Luftschutzbunker für den "herkömmlichen" Kriegsfall sind, weiß ich nicht.
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