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  1. #1

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    Streckmetall / Streckgitter rosten unter Gipsputz

    Hallo!
    Ich hätte gerne eure Meinung bezüglich rostendem Streckmetall unter Gipsputz gehört.
    Vor drei Monaten wurden bei uns die Innenwände von einer Fachfirma mit Gipsputz versehen. Die Fachwerkbalken haben wir vor dem Putzen mit Unterspannbahn sowie Streckmetall überdeckt. Vor zwei Wochen habe ich dann die auf dem letzten Bild gezeigte Roststelle entdeckt. An dieser Stelle waren nur wenige Millimeter Putz über dem Streckmetall. Nun habe ich gehört, dass man das Streckmetall vorher mit Kalkzementputz hätte anputzen müssen, da Rost bei Gips immer "durchschlägt".
    Ich habe jetzt mal ein etwas größeres Stück vom Gipsputz befreit und die Bilder 1 und 2 zeigen was zutage gekommen ist. Für mich ist das schon bedenklich viel Rost, zumal es sich ja um verzinktes Streckmetall handelt. Wir können doch nicht so große Flächen der Zinkschicht zerstört haben. Außerdem habe ich damals zuviel gekauftes Streckmetall seit zwei Monaten im Garten liegen - kein ROST!
    Nun stellt sich natürlich die Frage was tun, zumal wir die Wände einfach nur mit Silikatfarbe streichen wollen. Muss der Gips runter und nochmal ein Aufbau mit Kalkzementputz gemacht werden, oder gibt es eine andere Lösung?

    Für eure Einschätzungen und Anregungen wäre ich dankbar!

    Bis dahin,
    Erik
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  2. Streckmetall / Streckgitter rosten unter Gipsputz

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  3. #2
    Avatar von Hundertwasser
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    Gips und Kalk-Zementputz zu mischen ist keine gute Idee. Evtl. die rostenden Stellen öffnen, entrosten, mit Rostschutzgrund streichen und wieder verputzen. Aber mal noch ein paar alternative Antworten abwarten.
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  4. #3
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    Gipsputz ist korrosiv (rostfördernd) aber hier nicht das Problem! Die Streckmetallmatten sind verzinkt und rosten nur bei größeren Beschädigungen und/oder zu langer Feuchtelast.

    Das mit dem Kalkputz ist übrigens Quark denn es kommt auch kein Mensch auf die Idee Eckschutzschienen zuerst mit Kalkputz festzusetzen.

    Da war es einfach zu lange feucht!


    Die stellen die Rost durchschlagen kann man etwas befreien und grundieren...
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  5. #4
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    PS: der größte Schaden ist übrigens der aufgeschlagene Wandputz
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  6. #5

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    Einfache kaltverzinken mit Zinkspray. Reinsilikat- oder Dispersionssilikatfarbe? Erstere ist nicht unproblematisch auf einem reinen Gipsputz (oder Kalk-Gips?).
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  7. #6
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    Danke für die schnellen Antworten!

    @ Hundertwasser & Robby
    Ich habe beim genauerem hinschauen nun noch drei weitere Stellen entdeckt, an denen Rost durchschlägt. Soll ich jetzt warten bis der Rost an anderen Stellen durchschlägt und dann ausbessern? Im Moment werkeln wir noch im Rohbau, da wäre das Freilegen und Ausbessern "kein" Problem - nur wird es problematisch, wenn der Rost erst in zwei oder mehr Jahren durchkommt. Kann man grob angeben in welchem Zeitraum der Rost an der geöffneten Stelle durchgekommen wäre? Es befinden sich ca. 1,5 Zentimeter Gipsputz über dem rostenden Streckmetall.

    @ Robby
    Der abgeschlagene Putz ist nicht so schlimm. War eh eine riesen Beule drin, denn es hat sich an jedem Balken mittig ein Riss gebildet. Der Putzer meinte soetwas wäre noch nie vorgekommen, selbiges behauptet er übrigens auch vom durschlagendem Rost. Wir hatten die Balken vorher nach seinen Anweisungen mit Unterspannbahn benagelt und mit Streckmetall (ca. 20cm Überlappung und in den Fugen genagelt) versehen. Die Risse hat er dann nachträglich eingekerbt und neu verspachtelt - die Beulen sind natürlich geblieben.

    @ Herr Nilsson
    Das mit dem Zinkspray hört sich gut an.
    Mit der Farbe war ich nicht mehr auf dem letzten Stand - meine Frau möchte Lehmfarbe haben. Der Baustoffhändler sagt: "Kein Problem!"
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  8. #7

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    1.
    Auf Streckmetall trägt man bei absolut NICHT tragfähigem Untergrund (Unterspannbahn) auch eher 2-lagig auf. Ist die erste Schicht trocken und hart, kann die zweite Lage auch nicht mehr durch Eigenlast durchhängen und beulen. Erste Schicht aufkämmen und grundieren. Streckmetall mit Stegrippe zum Untergrung und nicht ganz spack annageln. Ein wenig Bewegungsmöglichkeit lässt etwas Platz, um Spiel in der Konstruktion (Holz) aufzufangen.
    2.
    Ist es aus meiner Sicht (so habe ich es immer gemacht) auch ganz gut, wenn man besonders die Schnittkanten nochmal kaltverzinkt und eine ausreichende Putzüberdeckung einhält. Es reicht leider oft schon etwas auf dem RSM zu hämmern, um die galvanische Verzinkung zu beschädigen.
    3.
    Kommt kein Rost mehr durch, wenn die Stellen nicht durch Feuchtigkeit dauerhaft belastet werden.
    4.
    Lehmfarbe halte ich da auch für die bessere Wahl.
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  10. #8
    Themenstarter

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    @ Herr Nilsson
    Danke für die genaue Beschreibung - so hätte es wohl gemacht werden müssen. Jetzt muss ich schauen wie sich der Schaden beheben lässt. Leider hat mich der Putzer nun schon zweimal versetzt.
    Du schreibst, dass kein Rost mehr durchschlägt wenn die Stellen nicht durch Feuchtigkeit dauerhaft belastet werden. Bei normaler Wohnraumnutzung sollte also nichts passieren, oder?
    Eine Herangehensweise wäre jetzt wohl die Stellen mit dem durchschlagenden Rost zu öffnen, Zinkspray drauf und wieder zu verputzen. Was bleibt sind die hervorgewölbten "Beulen" - können diese einfach plan geschliffen werden?
    Sorry für die detalierten Nachfragen, ich möchte dem Putzer gerne mit Argumenten und Vorschlägen entgegentreten, damit er sieht das ich mich informiert habe und ihm nicht alles abkaufe.

    Danke, Erik
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  11. #9

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    Die Beulen könnte man schleifen, wenn die Überdeckung des RSMs stimmt. Den Rest, soweit ohne "Oberflächenrost" lassen. Bei normaler Nutzung passiert da nichts. Wo Rost ist würde ich persönlich wie von Dir beschrieben vorgehen - öffnen, kaltverzinken und spachteln -.
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