Ergebnis 1 bis 12 von 12
  1. #1

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    Warum bei Altbauten vorspringender Sockel?

    Hier auf der Ostalb haben so ziemlich alle Häuser zwischen 1870 und 1930 ein nach außen vorspringendes Kellergeschoß, egal ob der Keller halb oder ganz aus der Erde schaut. Auch findet man (Sockel / Erdgeschoß) alle Kombinationen: Klinker/Klinker, Klinker/Putz, Putz/Klinker, Putz/Putz.

    War das eine Mode oder hat es konstruktive Gründe? Wegen der fehlenden Tropfkante wird der Sockel sicher mehr mit Feuchtigkeit belastet.
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  2. Warum bei Altbauten vorspringender Sockel?

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  3. #2

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    Also bei meinem Altbau (so um die 1935, genaues weiss man nicht) ist die Mauer im Keller 55 cm dick, die Mauer im Erdgeschoss aber "nur" 40 cm. Davon sind 5cm aussen als vorspringender Sockel, auf den inneren 10cm liegt ein Balken, auf dem dann mit weiteren Balken der Fussboden aufgebaut ist. Einen tieferen Sinn für den äusseren Vorsprung, ausser der höheren Stabilität der Mauer, kann ich aber auch nicht erkennen.
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  4. #3
    Avatar von Olaf (†)
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    Ich...

    äußere mal nen Verdacht:

    Da wurde noch nicht all zu heftig Statik gerechnet und statt dessen ein ordentlicher Angstzuschlag für den Keller "draufgehauen".
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  5. #4

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    Aber das hätte man ja auch rein nach Innen legen können.
    Könnten es gestalterische Aspekte gewesen sein?
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  6. #5
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    ... für Julius

    Es waren gestalterische Aspekte. Der vorspringende Sockel sollte den Eindruck von Stabilität vermitteln.

    Schau´ Dir mal im Gegensatz dazu mit Bewusstsein ein Haus an, bei dem der ungedämmte Keller zurückspringt. Grauslich
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  7. #6
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    Ist mehr Sehgewohnheit. Bei Neubauten ist der rückspringende Keller ja der Normalfall, und in meiner Heimat sind vorspringende Keller bei Altbauten auch selten. Wir fanden am Anfang die Idee eines vorspringenden Kellers merkwürdig.

    Bei unserem Neubau machen wir also Retrolook, der Kelle springt wegen der Dämmung vor, nachdem Ihr mir ja erfolgreich die Kerndämmung ausgeredet habt
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  8. #7

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    Ne,ne, alles falsch, der Vorsprung ist dafür da, dass du die Sockelschiene fürs WDVS direkt aufsetzen kannst. Vorausschauend planen und bauen nennt sich das !
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  9. #8
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Haste nen Vorsprung ...

    ... brauchste keine Sockelschiene .
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  10. #9

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    Ich hab den Sockel beim Dämmen ausgeglichen. Nachdem da sowieso der Kellerbereich anfängt und anderes Material für die Dämmung nahe/im Erdreich benötigt wurde, hab ich die Platten halt 5cm dünner gewählt. Die ziehen sich 1m unter Kellerdeckenhöhe und verschwinden damit im Erdreich -> kein zurückspringender Keller.

    Ich finde das sieht jetzt besser aus als mit dem seltsamen Sockel vorher.

    Ich frage mich aber schon, was die sich damals gedacht haben. Die Mauer ist 55cm stark, was wollten die da bauen? Ein Hochhaus?? Der später erstellte Anbau (Haus wurde um 4,8m verlängert) hat dann auch nur eine Wandstärke von rund 25cm vom Keller bis zum Dach.
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  11. #10
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    Mal Zurückhaltung.

    Bevor man sich mal wieder über alles zu dick und überdimensioniert ausläßt:

    Es gab damals nicht die Materialien wie heute, Material war teuerer als Arbeitskraft, gibt es viele konstruktive Aspekte.

    Grabt mal nen alten Keller aus, bohrt mal Löcher rein, ne Aussparung für ein Kellerfenster.

    Mauerwerk,
    abgemagerter Schüttbeton, eher Einkorn- Dränbeton,
    Stampfbeton

    dann Holzbalkendecken über dem KG - keine aussteifende Wirkung, obere Halterung fehlt, geringe Auflasten ...

    Ist so alles wieder das Thema für die mit dem Porenbetonkeller tanzen ...
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  13. #11

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    Mein ganzes Haus besteht aus doppelt gebranntem Klinker. Keller hat eine Kappendecke die 15 cm stark ist, darüber kommt dann der Balkenaufbau für den eigentlichen Boden, der nochmal rund 20 cm hoch ist. Der Raum zwischen den Balken ist dann mit Sand verfüllt.

    Die Mauer ist durchgehend Klinker, keine Hohlräume oder sonstige,andersartige Schichten. Ich musste eine der Wände aufmachen, um den Pufferspeicher in den Keller zu bekommen, daher bin ich mir da ziemlich sicher.
    Durch den späteren Anbau, ist eine dieser dicken Mauern nun eine Innenwand. War sehr spassig da die Löcher für die Elektrik und die Heizungsrohre durch zu bekommen, denn die Bohrer waren schlicht zu kurz.
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  14. #12
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Nope Beitrag anzeigen
    Mein ganzes Haus besteht aus doppelt gebranntem Klinker. Keller hat eine Kappendecke die 15 cm stark ist, darüber kommt dann der Balkenaufbau für den eigentlichen Boden, der nochmal rund 20 cm hoch ist. Der Raum zwischen den Balken ist dann mit Sand verfüllt.

    Die Mauer ist durchgehend Klinker, keine Hohlräume oder sonstige,andersartige Schichten. Ich musste eine der Wände aufmachen, um den Pufferspeicher in den Keller zu bekommen, daher bin ich mir da ziemlich sicher.
    Durch den späteren Anbau, ist eine dieser dicken Mauern nun eine Innenwand. War sehr spassig da die Löcher für die Elektrik und die Heizungsrohre durch zu bekommen, denn die Bohrer waren schlicht zu kurz.
    Um mal meinen eigenen Thread zu entführen: warum sind Verblender und Klinker südlich des Weißwurschtäquators eigentlich so um 1920 aus der Mode gekommen?
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