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  1. #1

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    Statische Bedenken

    Hallo,
    wie in meinem anderen Beitrag nachzulesen will mein Bodenleger Anfang der Woche anfangen, auf die (Kies-)Schüttung zwischen den Balkenböden meiner Altbauwohnung jeweils ca 2-3 cm Sand aufzubringen, um den ordentlich glatt ziehen zu können, um danach den weiteren Bodenaufbau aufzubringen. Dieser besteht zuunterst aus 8 mm Holzfasermatten als Trittschalldämmung, darauf 2 x 15 mm OSB-Platten und darauf dann die neue Diele, 14 mm starken Hartholz (Sucupira).
    Die tragenden Balken sind ca. 18 x 24 cm (Hochformat natürlich) starke Bohlen (Fichte?), die im Abstand von ca 90 cm gelegt wurden, die längste ungestützte Strecke sind ca. 4,5 m. Das Gebäude ist von 1937. Der bisherige Fußbodenaufbau ist ein ganz klassischer Balkenboden (Fehlboden) mit ca. 10 cm Kiesschüttung.
    Jetzt habe ich mir das mal ausgerechnet und bin erschrocken, als ich feststellte, dass da nun durch den Neuaufbau ca. 70-80 kg pro m2 zusätzliches(!) Gewicht auf die Balken gepackt wird. Allein der Sand, zumal nicht knochentrockener Sand, sondern potentiell feuchter Bausand, wiegt ja pro Kubikmeter mindestens ca. 1-1,5 Tonnen.
    Außerdem fiel mir auf, dass 2 der Tragebalken deutliche Risse haben, ca. 5 mm breit, keine Ahnung, wie tief.
    Vielleicht beruhigen mich hier einige Leute und sagen, ein Tragebalken von 18 x 24 cm hat damit Null Probleme...? Oder wie seht ihr das? Soll ich einfach mal davon ausgehen, mein Bodenleger weiß was er tut und ich bin übervorsichtig?

    Danke,

    Gruß
    Frank
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  2. Statische Bedenken

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  3. #2
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    Zitat Zitat von Baufrank Beitrag anzeigen
    Hallo,...
    auf die (Kies-)Schüttung zwischen den Balkenböden meiner Altbauwohnung jeweils ca 2-3 cm Sand aufzubringen, um den ordentlich glatt ziehen zu können, um danach den weiteren Bodenaufbau aufzubringen. Dieser besteht zuunterst aus 8 mm Holzfasermatten als Trittschalldämmung, darauf 2 x 15 mm OSB-Platten und darauf dann die neue Diele, 14 mm starken Hartholz (Sucupira).
    ...
    will der auf die gesamte Fläche einen schwimmenden Trockenestrich aufbringen - Dämmplatte auf den abgezogenen Sand?
    Das dürfte ins Auge gehen. Die Blindböden sind idR nur für die Schüttung ausgelegt.
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  4. #3
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    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen
    will der auf die gesamte Fläche einen schwimmenden Trockenestrich aufbringen - Dämmplatte auf den abgezogenen Sand?
    Das dürfte ins Auge gehen. Die Blindböden sind idR nur für die Schüttung ausgelegt.
    Ja, so hab ich ihn verstanden. Hat 1,5 m2 Sand geordert für 63m2, das dürften etwa 3 Tonnen sein, also ca. 45-50 kg pro m2, allein der Sand.
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  5. #4
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    Den Rest gibt es im anderen Thread.

    Wer kam eigentlich auf die Idee die Schüttung aus- und wieder einzubauen?
    Warum?
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  6. #5
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    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen

    Wer kam eigentlich auf die Idee die Schüttung aus- und wieder einzubauen?
    Warum?
    Das war die Idee des Bodenlegers, er hatte festgestellt, dass der vorhandene, alte Rieselschutz an sehr vielen Stellen mürbe und gerissen war und erneuert werden sollte. da er für die Erneuerung nur 400 € verlangte war ich einverstanden, denn bei dem Preis scheint es ihm wohl tatsächlich um die Sache zu gehen (sprich: um einen guten Untergrund für den weiteren Fußbodenaufbau), da ist wohl kaum was verdient.
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  7. #6

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    Hallo Baufrank
    hab mal schell nachgerechnet: Vollholz S10 (normeles Bauholz) bei 4,50 m licht Weite 18/24 hat eine Tragfähigkeit von ca 5 kN/m (=ca. 500kg/lfm). Davon musst du 2kN/m² als nutzlast abziehen, der Rest bleibt für das Eigengewicht (aufbau+eventuelle Wände +sonstige Zusatzlasten). Bei 90cm Achsabstand bleiben demnach 3,5 kN/m² über.
    die überprüfung der angenommenen Angaben, der vorhandenen Querschnitte, dem Zustand des Holzes,... liegt natürlich bei dir!!

    Zu den Rissen:
    ein Senkrechter Riss, der den Balken auf 2X 9/24 Teilt verändert die Tragfähigkeit kaum,
    ein Waagrechte Riss tiefer als ca.1/3 der Breite, über eine längere Strecke halbiert die Tragfähigkeit.

    mfg Brauni
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