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  1. #1

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    FBH, EG warm, OG kühler

    Hallo,

    blöderer Titel fiel mir leider nicht ein, sorry.

    Wir heizen unser 130 qm Haus mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (6 kw).

    Im EG sind die Einzelraumregler (ERR) in Esszimmer und Küche auf mittlerer Stufe, 3/5, eingestellt.

    Im Kinderzimmer im OG hingegen ist die ERR voll auf.

    Nache einer Nachtabsenkung von 5 Grad beginnt die Heizung morgens um vier wieder zu arbeiten.

    Um halb sechs waren es heute im EG rund 22 Grad, im Kinderzimmer dagegen nur 20 Grad.

    Das EG ist gefliest, im Kinderzimmer liegt Teppichboden, der für FBH zugelassen ist.

    Ist das so normal oder wo liegt hier das Problem?

    Danke für Eure Tips.

    Wenny
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  2. FBH, EG warm, OG kühler

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  3. #2

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    Das riecht nach einem hydraulischen Abgleich der wohl nicht, oder zumindest nicht korrekt, gemacht wurde. Hier muss man wohl noch etwas optimieren.

    Also die Heizkreise im EG eindrosseln und schauen wie sich das auf die Räume im OG auswirkt.

    Denkbar wäre auch, daß die Vorlauftemperatur aufgrund des Teppichbodens im OG nicht ausreicht. Wurde dieser bei der Berechnung berücksichtigt?

    Kannst Du uns ein paar Daten liefern? Verlegeabstände der FBH Rohre, aktuelle Vorlauftemperatur bei welcher Außentemperatur, evtl. noch Durchflußmenge durch die Kreise und Bodenaufbau.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Vorab mal: Wir haben mit GÜ gebaut und somit auch bei der Heizungsplanung auf ihn und seine Sani-Firma verlassen.

    Also für mich als Ahnungslosen heisst das, es passt nicht so ganz. Denjenigen bestellen, ders gemacht hat und um Optimierung bitten?

    Daten kann ich liefern, so weit bekannt.

    VL waren gestern z. B. bei 4 Grad ca. 33-34 Grad, RL zwischen 29 und 30.

    Verlegeabstände weiss ich nicht genau, schätze mal so ca. 15 cm. Kann dazu evtl. heute abend ein paar Bilder einstellen, wenn das was bringt?

    Durchflussmenge hab ich keine Ahnung, kann ich das irgendwo ablesen?

    Bodenaufbau "normal". Beton, Dämmung, Estrich. Oder meinst Du was anderes?

    Anstatt des Teppichbodens war eigentlich verklebter Korkboden geplant. Nimmt sich nicht viel denk ich.

    Ob das allerdings bei der Berechnung berücksichtigt wurde, weiss ich nicht.

    Gruß

    Wenny
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  5. #4

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    Der VL ist für die 4°C AT schon relativ hoch. Das sollte selbst bei VA15cm noch reichen.
    Wird es oben denn gar nciht wärmer, oder dauert es nur länger als im EG?
    Teppich auf FBH ist schon ok, aber etwas träger als mit Fliesen ist es zwangsweise. Also dass es unten etwas schneller wieder warm wird ist normal, aber natürlich kann man da mit einem Abgleich etwas gegensteuern.
    Zur Durchflussmenge: Normalerweise hast Du am Verteiler je Geschoss so eine kleine Anzeige je Kreis. Ist wie so ein kleines Schauglas mit so einem roten Anzeiger drin. Sieht fast aus wie bei einer Hydrokultur....Da kann man die Durchflussmenge ablesen.

    Anderes Thema:
    Die Geister scheiden sich etwas, aber die mehrheit geht davon aus, dass eine Nachtabsenkung bei gut gedämmten Häusern und insbesonder in Kombination mit WP nichts bringt (außer Nachteile). Das wäre noch mal grundsätzlich zu überdenken, ob das so Sinn macht.
    Kurzer Hintergrund: um die fehlende Heizzeit während der Absenkung auszugleichen musst Du die restliche Zeit mit einer höheren VL arbeit, um die Wärme ins Haus zu bekommen. Die COP einer WP sinkt aber mit jedem Grad höherer VL. Eine echte Einsparung ist daher bei WP durch Nachtabsenkung oft nicht zu erreichen, kann sogar so weit gehen, dass es mehr Energie kostet als konstant durchheizen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Wenny Beitrag anzeigen
    V
    VL waren gestern z. B. bei 4 Grad ca. 33-34 Grad, RL zwischen 29 und 30.
    Die VL Temp. ist schon relativ hoch, das müsste auf jeden Fall ausreichen....zumindest bei 15cm VA.

    Die Durchflußmenge kannst Du evtl. im Heizkreisverteiler ablesen. Schau mal ob dort Durchflußmengenmesser verbaut sind. Oder stelle ein Bild vom Heizkreisverteiler ein.

    Die Optimierung der Anlage war sicherlich nicht im ursprünglichen Auftrag enthalten. Es gibt eben Dinge die kann man rechnerisch im Vorfeld nicht ermitteln. Dafür braucht´s dann die Praxiserfahrung.
    Es kann sich aber lohnen jemanden zu holen und dem mal über die Schulter zu schauen. Wurde Dir die Funktion der Anlage erklärt?

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Danke für die Antworten.

    Es wurde insoweit erklärt, als das gesagt wurde, dass die Einstellungen so passen und man nichs dran ändern muss.

    Werde dann mal die Installateure kommen lassen.

    Es wird schon warm mit der Zeit, so auf 21,5 Grad. Was ja eigentlich auch reicht.

    Was mich halt wundert, dass es im EG bei Einstellung der ERR auf 3/5 um einiges wärmer wird.

    Bilder folgen dann heute abend.

    Die Nachtabsenkung hat für mich einen weiteren Vorteil. Da die Anlage, die selbst nicht besonders laut ist wenn man daneben steht, ihre Geräusche im ganzen Haus verteilt, hab ich abends ab 20.00 Uhr somit meine Ruhe. Installateur und Kundendienst des Herstellers haben keinen Fehler gefunden.

    Ist aber ein anderes Thema.

    Grüße

    Wenny
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Wenny Beitrag anzeigen
    Es wurde insoweit erklärt, als das gesagt wurde, dass die Einstellungen so passen und man nichs dran ändern muss.
    Das ist natürlich Unsinn. Beim Autokauf wird einem ja auch die Bedienung erklärt. Du solltest Dich mit Deiner Heizungsanlage beschäftigen. Nur so kannst Du die notwendige Optimierung vornehmen.

    Zitat Zitat von Wenny Beitrag anzeigen
    Es wird schon warm mit der Zeit, so auf 21,5 Grad. Was ja eigentlich auch reicht.
    Dann ist ja alles in Ordnung. Immer daran denken, eine FBH ist kein Turbo. Es ist logisch, daß die Wunschtemperatur im EG schneller erreicht wird, da der Fliesenboden schneller reagiert als der Teppichboden.

    Vielleicht ist die Verzögerung auch dadurch bedingt, daß der Durchfluß insgesamt zu knapp ist und erst nach Schließen einiger HK im EG die HK im OG ausreichend versorgt werden.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Okay, danke für die erste Einschätzung.

    Werde mich dann mal an die Firma wenden und schauen, ob die was ändern können.

    Werde dann mal berichten. Und Bilder kommen auch trotzdem noch.

    Und ja, ich fange an mich mit meiner Heizungsanlage zu beschäftigen. Ich möchte ja nun auch verstehen, was da so los ist.

    Grüße

    Wenny
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  10. #9
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    Werde dann mal die Installateure kommen lassen.
    Dafür würdest von mir ne Rechnung kriegen .
    Das Betriebsverhalten ist kein Mangel.

    Wenn hier andere Einstellungen gewünscht werden dann ist das Betreiberaufgabe.

    Grundsätzlich führen Absenkbetriebe zu überhöhten Heizkurveneinstellungen, da ein gewisser Leistungsübeschuss vorhanden sein muss um die Aufheizung zu ermöglichen.
    Diese erhöhte Heizkurve bedeutet dann im Heizbetrieb einen schlechteren Wirkungsgrad.

    Bei WP-Anlagen halte ichs für fraglich ob durch eine solche Betriebsweise eine Energieeinsparung erzielt wird.

    Gruß
    Achim Kaim Kaiser
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  11. #10
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    Mal davon abgesehen, dass ich die Rechnung, wenn berechtigt, zahlen würde, hat die Installationsfirma die Absenkung und alle weiteren Einstellungen, was die Heizung betrifft, eingestellt.

    Grüße

    Wenny
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  12. #11
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    Das kannste selbst erledigen ....
    Bis sich die Auswirkungen der Einstellungen zeigen brauchts eh einige Tage.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  13. #12
    Themenstarter

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    Was kann ich selbst erledigen?

    Von den Durchflussreglern lass ich mal lieber die Finger, da habe ich nämlich null Ahnung von. Ebenso von den Heizungseinstellungen, die so vorgegeben waren.

    Warum wurden die so eingestellt, wenns keinen Sinn macht?

    Gruß

    Wenny
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  14. #13
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    Was macht denn keinen Sinn ?
    Vermutlich wurden die Wohnräume auf 22 Grad ausgelegt und die Schlafräume auf 20 Grad...

    Auslegungsparameter einer Heizungsanlage ist nicht Beendigung eines Aufheizvorgangs in allen Räumen zur selben Zeit ....

    Da kommen dann schon auch u.U. die unterschiedlichen Bodenbeläge mit ins Spiel ...

    Das sind dann *Feinheiten* die es im Betrieb durch Benutzereinstellungen auszugleichen bzw. an die jeweiligen Lebensgewohnheiten anzupassen gilt.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Grundsätzlich führen Absenkbetriebe zu überhöhten Heizkurveneinstellungen, da ein gewisser Leistungsübeschuss vorhanden sein muss um die Aufheizung zu ermöglichen.
    Diese erhöhte Heizkurve bedeutet dann im Heizbetrieb einen schlechteren Wirkungsgrad.

    Bei WP-Anlagen halte ichs für fraglich ob durch eine solche Betriebsweise eine Energieeinsparung erzielt wird.
    Na die Absenkung.

    Aber ich glaube zu verstehen, was Du meinst.

    Ist es denn aber trotzdem normal, dass die Räume, obwohl runtergeregelt, so warm werden?

    Grüße

    Wenny
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Dafür würdest von mir ne Rechnung kriegen .
    Das Betriebsverhalten ist kein Mangel.
    Ich denke es geht auch nicht um die Beseitigung eines Mangels, sondern er soll sich mal von einem Fachmann seine Heizungsanlage und die Einstellungen erklären und zeigen lassen. Das Benutzerhandbuch ist anscheinend nicht ausreichend, und dort ist ja auch nicht alles dokumentiert.

    So eine Beratung ist natürlich nicht gratis, aber in meinen Augen sinnvoll angelegtes Geld. Ohne entsprechende Hilfe und Anleitung wird er seine Heizung nicht optimieren können.

    Wie gesagt, kein Mensch kann vorhersagen wie sich die Anlage später im Praxisbetrieb verhält. Mit den erreichten Raumtemperaturen ist alles noch im grünen Bereich. Über den Sinn einer Nachtabsenkung kann man streiten. Ich hatte bei mir früher auch eine Absenkung programmiert, doch mit jedem Optimierungsschritt wurde die Absenkzeit kürzer.

    Gruß
    Ralf
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