Ergebnis 1 bis 13 von 13
  1. #1

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    Cool Einspeisweiche

    Guten Abend, ich hätte mal wieder eine Frage:
    In ein Zimmer führt nur eine Koax-Leitung, die für Sat genutzt wird (Quad-LNB). Jetzt möchte ich über diese Leitung auch noch ein terrestrisches Signal senden, das ja mit Hilfe einer Einspeisweiche möglich ist: Eingänge für terrestrisches Signal und LNB; Ausgang. Am Ende der Koax-Leitung muss dann natürlich eine Sat-/Radio-/TV-Dose her.

    Jetzt meine Fragen:

    1. Rein aus Interesse: Könnte man am Ende der Sat-Leitung diese direkt am Receiver anschließen, ohne eine Dose, obwohl auch ein terrestrisches Signal mit eingespeist wird?

    2. Führt es zu Qualitäts- bzw. Signalverlusten, wenn man die Leitung über eine Einspeisweiche führt und eine Dose verwendet statt des direkten Anschlusses (da gibts ja immer Angaben über die Dämpfung, die vermutlich möglichst gering sein sollte; macht eine solche Weiche und eine Dose da einen wesentlichen Unterschied?)

    3. Würde ein aktiver bzw. sogar ein passiver Signalverstärker diese Verluste wieder aufheben?

    4. Als Zubehör für Sat-Anlagen gibts ja auch noch Dämpfungsregler, mit denen man - wie der Name schon sagt - die Dämpfung manuell erhöhen kann (oder versteh ich das falsch?). Bringt einem sowas bei einem Quad-LNB überhaupt etwas, da man bei diesen meines Wissens nach keine Möglichkeit irgendeiner Einstellung hat und dann sicher Signalverstärkung, Dämpfung etc. richtig eingestellt ist; zumindest so, dass man keine Dämpfung mehr braucht, oder?

    mfg
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  2. Einspeisweiche

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von Baumeister70 Beitrag anzeigen
    1. Rein aus Interesse: Könnte man am Ende der Sat-Leitung diese direkt am Receiver anschließen, ohne eine Dose, obwohl auch ein terrestrisches Signal mit eingespeist wird?
    Ja, das macht dem Receiver nix
    2. Führt es zu Qualitäts- bzw. Signalverlusten, wenn man die Leitung über eine Einspeisweiche führt und eine Dose verwendet statt des direkten Anschlusses (da gibts ja immer Angaben über die Dämpfung, die vermutlich möglichst gering sein sollte; macht eine solche Weiche und eine Dose da einen wesentlichen Unterschied?)
    Signal wird weniger,= Pegel - Dämpfung der Komponeneten. Aber normalerweise unkritisch
    3. Würde ein aktiver bzw. sogar ein passiver Signalverstärker diese Verluste wieder aufheben?
    Ja, aber wegen den 4-5 dB nicht nötig
    4. Als Zubehör für Sat-Anlagen gibts ja auch noch Dämpfungsregler, mit denen man - wie der Name schon sagt - die Dämpfung manuell erhöhen kann (oder versteh ich das falsch?). Bringt einem sowas bei einem Quad-LNB überhaupt etwas, da man bei diesen meines Wissens nach keine Möglichkeit irgendeiner Einstellung hat und dann sicher Signalverstärkung, Dämpfung etc. richtig eingestellt ist; zumindest so, dass man keine Dämpfung mehr braucht, oder?
    Du könntest damit das Signal schwächen, aber warum sollte man das machen? Sowas braucht man um Pegel verschiedener Quellen anzupassen, dazu braucht man aber auch Messtechnik um den Pegel zu messen
    Grüsse
    Jonny
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Was hast du vor?

    Eine Einspeiseweiche einbauen obwohl du keine willst???

    So hört sich die fragerei für mich an.
    Oder brauchst du ein paar Grundlagen zum Thema Antennentechnik und Pegelrechnung?

    Grüsse
    Jonny
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  5. #4
    Themenstarter

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    Vielen Dank
    Ich spiele mit dem Gedanken, in meine Sat-Leitung das UKW-Signal der Dachantenne einzuspeisen um einen besseren Radioempfang zu haben.
    Vor allem das, ob der Receiver "seine Signale" noch ohne vorherige Anschlussdose rausfiltern kann, war aus reinem Interesse gestellt. Es ergibt ja kaum Sinn, eine Leitung für Radio + Sat zu verwenden und dann direkt am Receiver anzuschließen. Also wollte ich rausfinden, ob die Weiche die Signalstärke stark einschränkt, und zugleich ein paar Fragen klären, die sich mir stellten (Dämpfungsregler, ...).

    Bevor die Antwort kommt: Multischalter ist keine Alternative. Bei vier Endgeräten reicht uns ein Quad-LNB, auch wenn ich Neubauern zum Multischalter und zu einer größeren Verkabelung raten würde.

    Noch was: Man findet bei Online-Versandhäusern wie Conrad, Reichelt, ELV, ... extrem viele Sat-Dosen. Auf was muss ich achten? Maximale Dämpfung? Was wäre da ein guter Wert?

    Nochmals vielen Dank
    mfg
    Baumeister70
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  6. #5

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    Ja, achte auf maximale Dämpfung!
    Und dann setze einen passiven Versträrker ein...

    Vorher erkläre mir aber bitte, was sad sein soll, ein passiver Verstärker.
    Vielleicht sowas wie ein brauner Schimmel...?
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Hat die UKW-Antenne schon einen Verstärker(der immer aktiv ist)?
    Wenn nein sollte man ihr einen spendieren oder Matrix mit terr. Verstärkung.
    Bei den Dosen irgendwas Sattaugliches mit 1-2dB Dämpfung, z.B. ESD84, EDS01, DSE 650 usw.....

    Grüsse
    Jonny
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Ja, achte auf maximale Dämpfung!
    Und dann setze einen passiven Versträrker ein...

    Vorher erkläre mir aber bitte, was sad sein soll, ein passiver Verstärker.
    Vielleicht sowas wie ein brauner Schimmel...?
    Der Fachmann staunt, der Laie wundert sich. Dann erkläre dem Jungen doch gleich den Sachverhalt. Wir alle wissen was gemeint war.

    Aber für Dich hier ein paar Infos.

    Der von Baumeister als passiver Verstärker betitelte Vorverstärker wird gerne auch als "Inline-Verstärker" bezeichnet, was genau betrachtet auch unsinnig ist, denn jeder Verstärker wird "Inline" eingeschleift. Das passiv bezieht sich ausschließlich auf die Spannungsversorgung, die bei diesen Verstärkern von der Signalleitung entnommen wird. Dazu muss diese erst einmal eingespeist werden, entweder über ein ext. Einspeisemodul, oder im Fall des SAT-Receivers wird einfach die Versorgungsspannung des LNB missbraucht.
    Im Verstärker wird über ein Filter, oder im einfachsten Fall über eine Drossel, das DC-Signal vom HF-Anteil getrennt, aufbereitet (geregelt oder stabilisiert) und dann als Versorgung für den Verstärkerbaustein verwendet.

    Falls Du möchtest, schreibe ich Dir gerne noch eine Abhandlung über die Schaltungsdetails, wie man die Filter berechnet, wie deren Einfluß auf die Anpassung und Durchgangsdämpfung im Verstärkerzweig gemessen wird, und auf was man als Entwickler noch achten muss damit so ein Ding richtig funktioniert.

    Zitat Zitat von Baumeister70
    4. Als Zubehör für Sat-Anlagen gibts ja auch noch Dämpfungsregler, mit denen man - wie der Name schon sagt - die Dämpfung manuell erhöhen kann (oder versteh ich das falsch?).
    Das ist korrekt. Ein Dämpfungsregler wird eingesetzt um eine Übersteuerung der HF-Vorstufe zu vermeiden. Bei SAT-Anlagen wird dies nur sehr selten benötigt, da sich zwischen LNB und Receiver meist ausreichend Dämpfung befindet. Zudem ist der HF-Eingang (genau betrachtet ZF) des receivers schon für starke Signale ausgelegt.

    Werden über die Koaxleitung mehrere unterschiedliche Signale geführt, dann kann es passieren, daß beispielsweise ein starkes terr. Signal am Eingang des SAT-receivers zu einer Übersteuerung der Vorstufe führt. Dadurch kann auch das Nutzsignal (SAT-ZF) nicht mehr korrekt verstärkt werden, was dazu führt, daß die Bildqualität leidet.

    Auch in Mehrteilnehmeranlagen kann es erforderlich werden einzelne Teilnehmer "zu pegeln". Dadurch soll sichergestellt werden, daß Teilnehmern die an einem Strang nahe am Verstärker angeschlossen sind, kein zu starkes Signal geliefert wird und deren Empfänger dann "übersteuern".

    Das gilt analog auch für das Aufschalten mehrerer Quellen an einen gemeinsamen Verstärker.

    Bei der Verstärkung von HF-Signalen sollte man immer bedenken, daß zuviel Verstärkung auch schädlich sein kann. Weiterhin sollte man immer möglichst an der "Quelle" verstärken, denn dort ist das S/N Verhältnis (Signal/Rauschabstand) am besten. Jede Dämpfung zwischen Quelle und Vorverstärker addiert sich auf das Rauschmaß der Quelle und verringert somit das S/N-Verhältnis. Im schlimmsten Fall verstärkt der Verstärker nur noch das Rauschen anstatt das Nutzsignal.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Vielleicht sowas wie ein brauner Schimmel
    Schwarzen und grünen hab' ich auch schon gesehen.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Vielen Dank.
    Ihr habt Eure Glaskugeln richtig gelesen, mit einem passiven Verstärker meinte ich einen ohne eigene Stromversorgung, der also die des Receivers fürs LNB mitbenutzt.

    Damit wäre meine Frage beantwortet, da aber sowieso vermutlich sehr bald auch der letzte analoge Receiver im Haus durch einen digitalen ersetzt wird und der Receiver an einen Stere-Verstärker ransoll, glaube ich nicht, dass sich der Aufwand für ein UKW-Signal lohnt, wenn man auch über Sat Radio hören kann.
    Kleine lokale Sender werden nicht benötigt.

    Aber eins würde ich gerne noch wissen: Ich habe oben gelesen, dass ein Receiver übersteuern kann, wenn ein zu starkes terrestrisches Signal über die Sat-Leitung ankommt. Kann dies auch passieren, wenn man eine Dose verwendet? Werden da dann also die für Sat unnötigen Frequenzen (die terrestrischen: UHF, VHF, UKW, ...) "herausgefiltert"?

    mfg
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Baumeister70 Beitrag anzeigen
    Werden da dann also die für Sat unnötigen Frequenzen (die terrestrischen: UHF, VHF, UKW, ...) "herausgefiltert"?
    Echte Filter sind das zwar nicht, aber es gibt Dosen die über einen einfachen HP/TP (Hochpaß/Tiefpaß) die Signale trennen. Ich habe aber auch schon einfache Dosen gesehen die nur mit einem Koppelkondensator den DC-Anteil abtrennen. Frei nach dem Motto, "was interessiert Anpassung, Dämpfung, Hauptsache es funktioniert....irgendwie"

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von Baumeister70 Beitrag anzeigen
    : Ich habe oben gelesen, dass ein Receiver übersteuern kann, wenn ein zu starkes terrestrisches Signal über die Sat-Leitung ankommt.
    Zu den Dosen hat ja Ralf schon was gesagt, nun zum Signal.
    Da muss schon einiges an Pegel ankommen das es dir dein Receiver übel nimmt, mit dem bisschen UKW von der Antenne (örtliche Sender ca. 40dB, das meiste aber eher unter 30dB) selbst wenn du ordentlich verstärkst (z.B. Wald und Wiesenverstärker mit bis zu +28dB) bist du sicherlich noch unter der Schmerzgrenze für Störungen.

    Meine beste Störung?
    Ein hübsches 'Moire' auf den Fernsehern eines 'Kleinkabelnetzes', als sich ein UKW-Signal mit gut 105dB durch den Streckenverstärker zwängen wollte.


    Grüsse
    Jonny
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  14. #12

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    Zitat Zitat von Jonny Beitrag anzeigen
    Da muss schon einiges an Pegel ankommen das es dir dein Receiver übel nimmt,.....
    Ich hatte ja geschrieben, daß SAT-receiver diesbezüglich unempfindlich sind. Hier noch ein paar Details.
    Hintergrund meiner Aussage war, daß die SAT-receiver am Eingang keine Vorstufe besitzen die auf minimales Rauschen oder max. Verstärkung ausgelegt sind. Dafür ist ja der LNB zuständig, und somit wird die Vorstufe im receiver üblicherweise auf max. Intermodulationsfestigkeit hin dimensioniert. Blocking, IMD2 und IMD3 spielen hier eine Rolle, aber das Rauschmaß ist nicht so wichtig.
    Erreicht wird das durch Verstärkerstufen die durch ZF-Filter und hohen Betriebsstrom störsicher gemacht werden.

    Dsa gilt in ähnlicher Form auch für NF-Verstärker. Auch dort spielt der Klirrfaktor eine wichtige Rolle.

    Was ein starkes HF-Signal mit so einem Verstärker anstellen kann sehe ich des öfteren. Immerhin produzieren wir zum Testen auch HF-Feldstärken jenseits 200V/m, und damit zwingt man jeden HF-Verstärker in die Knie.

    Gruß
    Ralf
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  15. #13
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    Danke für die Antworten, hat mir sehr geholfen.
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