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3x16A aus CEE-Dose

Diskutiere 3x16A aus CEE-Dose im Forum Elektro 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Gast888
    Gast

    Frage 3x16A aus CEE-Dose

    Hallo,

    ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, über ein 5 pol. Kabel dürfen nicht einfach drei Stromkreise übertragen werden. Nun wird ja immer der CEE Stecker 16A mit 3x16A abgesichert und ich fand in einem Shop nun einen 3x16A Kleinverteiler.

    "Von CEE-Stecker 16A auf eine Schukoverteilerleiste. Pro Phase stehen jeweils 2 Schukosteckdosen zur Verfügung. 10mGummizuleistungskabel 5x2,5 qmm"

    Frage:
    1) Darf man die CEE Dosen, welche 3 Phasen a 16A haben, mit 5 x 1,5qmm anschließen oder muß man diese Dosen mit 3 x 2,5 qmm anschließen?

    2) Ist der besagte Verteiler überhaupt zulässig oder nur dann, wenn die Dose mit 5x2,5qmm angeschlossen ist?
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  2. 3x16A aus CEE-Dose

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  3. #2

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    Die Aufteilung eines Drehstromkreises in 3 Wechselstromkreise ist erlaubt, wenn die Zugehörigkeit der Stromkreise durch Ihre Anordnung erkennbar bleibt (VDE 0100-520). Der Drehstromkreis muss durch einen dreipoligen Automaten abgesichert werden. Natürlich nur mit der max. Belastung der Wechselstromkreise (i.d.R. 16A)
    Beispiel Baustromverteiler: Die Schukosteckdosen sind im Baustromverteiler erkennbar zugeordnet. Die Zuleitung mit ist mit mind. 5x2,5 auszuführen. Die Schukosteckdosen solten ab der Klemmstelle mit mind. 3x2,5 angeschlossen werden. 3x1,5 kann aber auch ausreichend sein.
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  4. #3
    Gast888
    Gast

    Frage

    Der Drehstromkreis muss durch einen dreipoligen Automaten abgesichert werden.
    a) Der dreipolige Automat ist dann einer, der drei Schutzschalter nebeneinander hat? Hat das ganze dann insgesamt 16A oder dreimal 16A?

    b) Bei meinem Elektroherd wurden z.B. einfach drei Automaten a 16A verwendet um das 5 polige Kabel zu versorgen (1,5 qmm). Ist das denn dann zulässig?

    c) Die Garage hat bei mir eine 5x1,5 qmm Zuleitung. Dort wollte ich eigentlich eine CEE Dose, eine Schukodose (für irgendwas), den Torantrieb und die Beleuchtung anklemmen. Abgesichert hat der Installateur mit 3 x 16A Automaten. Was darf ich denn dort anklemmen? Würde mir ein anderer Automat (z.B. so ein dreifach Teil) weiterhelfen?
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  5. #4

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    Ein dreipoliger Automat ist einer der dafür sorgt, dass im Auslösefall alle drei Aussenleiter (annähernd) gleichzeitig abgeschaltet werden - oder anders rum: Der dreipolige Automat stellt sicher dass nur alle drei Aussenleiter zusammen abgeschaltet werden können. Damit ist sichergestellt dass die Anlage wirklich spannungsfrei wird - und es gibt eine VDE-Norm die sowas vorschreibt! Schon peinlich wenn der Installateur nur einen Aussenleiter abschaltet (es gibt zwar auch eine Vorschrift wo drinsteht dass man vorher messen muss ob die Anlage wirklich spannungsfrei ist, aber irgendwie "traut" der VDE seinen Elektrikern nicht ganz ) und glaubt dass damit die Anlage spannungsfrei ist. Andererseits ist es auch sinnvoll (i.S.v. lebenserhaltend) dass alle drei Aussenleiter abgeschaltet werden wenn ein Gerät, dass dreipolig angeschlossen ist, eine Auslösung verursacht.

    E-Herd sollte normalerweise mit 5x2,5 angeschlossen werden - da sind sich mittlerweile alle EVUs in ihren Vorschriften einig.

    Die Garage hätte ich mit 5x2,5 mm² verkabelt (allermindestens mindestens, eher sogar noch mit 4 mm² - wenn da noch eine CEE reinsoll hätte ich sicher 4 mm² gelegt), dazu noch ein FI (neudeutsch "RCD") - ist in der Garage zwar nicht vorgeschrieben aber der Aufpreis ist im Verhältnis zum Nutzen vernachlässigbar - ausserdem "wuchern" solche Garageninstallationen ganz gerne - irgendwann kommt noch eine Aussensteckdose dazu oder der Rasenmäher wird in der Garage eingesteckt - und damit sind wir dann wieder im Aussenbereich wo der FI vorgeschrieben ist). An die drei Einzelautomaten darf nach Vorschrift kein CEE angeschlossen werden weil die allphasige Abschaltung damit nicht gewährleistet ist - entweder die drei Automaten gegen einen dreipoligen tauschen lassen oder die drei Hebel der Automaten mit einer Kunststoffschiene verbinden lassen (nur wenn das die Spezifikationen des Herstellers (der Automaten) zulassen!!! - aber das weiss Dein Elektriker) - mit dem Austausch gegen einen dreipoligen Automaten bist Du auf der sicheren Seite.

    Es gibt die Automaten übrigens auch mit integriertem FI, die bauen dann nicht ganz so breit (5 TE) wie ein dreipoliger Automat (3 TE) mit einem vierpoligen FI (4 TE - auf den FI kommt auch noch der N).

    Abgesehen davon solltest Du solche Arbeiten dem Elektriker überlassen, Strom ist kein Spielzeug und ein Drehfeldmessgerät (für den CEE) hat der Heimwerker meist nicht - abgesehen davon dürfen nur ausgebildete Fachkräfte an E-Installationen arbeiten. Das Beste was Du Deinem Elektriker tun kannst ist dass Du selber an der Installation rumfummelst, damit ist der Installateur nämlich ein ganzes Stück aus der Haftung / Gewährleistung raus.

    Gruss
    Markus
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  6. #5
    Gast888
    Gast
    E-Herd sollte normalerweise mit 5x2,5
    a) Sollte heißt also nicht muß, somit hat der Elektriker alles richtig gemacht, als er 5x1,5 genommen hat?

    b) Ist denn ein dreipoliger Automat für den E-Herd vorgeschrieben? Da hat der Elektriker nämlich 3 (nicht verbundene) 16A Einzelautomaten eingebaut.

    Abgesehen davon solltest Du solche Arbeiten dem Elektriker überlassen
    Habe ich ja auch gemacht, aber ist alles so eine Sache. Für die Gargage liegen nun 5x1,5 qmm. Strom für mein Tor brauche ich auf alle Fälle und eine Lampe in der Garge auch. Eine Steckdose ist auch muß, um irgendwelches Werkzeug anschließen zu können. Außensteckdosen und änliches werden aber nie über die Garge laufen, da im Garten eigener Strom liegt.
    Allerdings hat der Elektriker mir gesagt, "wir haben extra 5 Adriges Kabel in Ihre Garage gelegt, da können sie auch Drehstrom anklemmen.". Abgesichert sind die 3 Phasen aber wie der Herd mit 3 einzelnen (nicht verbundenen) 16 A Automaten.

    Und nun möchte ich mich halt selber mal schlau machen, wie ich mit der bestehenden Situation, die Garage sinnvoll und vor allem legal nutzen kann. Das anklemmen überlasse ich dann eh gerne einem Elektriker, nur möchte ich vor dem Beauftragen wissen, ob es überhaupt geht bzw. zulässig ist. Und wenn alles nix hilft, eine ganz normale STeckdose kann ich auch wirklich selber anklemmen und kennen da auch die einzuhaltenden Vorschriften.

    Die Frage ist aber z.B. auch, ob ich denn an das 5 Adrige 1,5qmm Kabel drei einzelne Stromkreise mit je 16A nutzen darf oder ob ich evtl. entweder Drehstrom 16A oder einen Stromkreis 16A Schuko nutzen darf? Oder gar Drehstrom +3 16A "Schukostecksenkreise".
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  7. #6

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    Es kommt auf den E-Herd und die örtlichen Gegebenheiten an.

    Ein "richtiger" E-Herd mit zwei (nur Kochfeld) oder drei Phasen (Kochfeld plus Backofen) muss mit 5 x 2,5 mm² angeschlossen werden.

    Gruss
    Markus
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  8. #7

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    Original geschrieben von MarkusS
    Es kommt auf den E-Herd und die örtlichen Gegebenheiten an.

    Ein "richtiger" E-Herd mit zwei (nur Kochfeld) oder drei Phasen (Kochfeld plus Backofen) muss mit 5 x 2,5 mm² angeschlossen werden.

    Gruss
    Markus

    ähhhh.... wo steht das?
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  9. #8

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    @Gast888

    ich glaub du hast nen Mondschein-Elektriker erwischt. Das 5x1,5 für die Garage taugt allemal für 1 Wechselstromkreis mit zwei zusätzlichen Schaltdrähten. Wobei das für ne Garage ausreichend sein kann. Es sei denn in der Garage ist auch noch ne Werkstatt eingerichtet.......


    @Florian

    bei 16A Absicherung ist für einen Drehstromkreis ("Wechselstromkreis mit mehr als 1 belasteten Ader") der Mindestquerschnitt 2,5qm. Weitere Querschnittsbestimmung natürlich nach Spannungsfallberechnung etc., aber das weisst du ja selber. Wenn ich oben lese, dass der Eli dem Gast888 ein 5x1,5 für ne CEE in die Garage gelegt hat, dann graust es mir. Ich vermute einmal, dass allein die Leitungslänge zur Garage ein 4qmm verlangt.
    Habe leider mein schlaues Buch im Moment nicht zur Hand, sonst könnt ich dir auch noch sagen wo das steht. Ich glaube in der neuen 0100-510/ 520 oder in der 0298.
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  10. #9

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    Original geschrieben von manni

    Habe leider mein schlaues Buch im Moment nicht zur Hand, sonst könnt ich dir auch noch sagen wo das steht. Ich glaube in der neuen 0100-510/ 520 oder in der 0298.
    Ohne dass ich mein schlaues Buch rauskrame: VDE 0100-520 von Ende 2002 - das war die mit der Strombelastung, Kabellängen und Absicherung.

    Dem Installateur hätts eigentlich die Fussnägel aufrollen müssen als er 1,5 mm² verlegt hat für ein Gerät dass über den Daumen 10 KW zieht (Herd).

    Gruss
    Markus
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  11. #10
    Gast888
    Gast

    Frage

    @manni:

    a) Wenn ich dich richtig verstehe ist CEE mit 5x1,5 verboten und ich darf auch nicht drei sondern nur einen Stromkreis (mit 16A) über das 5 adrige Kabel schicken. Ansonsten verstoße ich gegen irgendeine VDE. Ist das so genau richtig?

    b) Der Herd ist ja nun mit 5x1,5 verdratet. Ist das nun unschön aber zulässig oder ist es sogar ein Verstoß gegen die VDE und somit zu reklamieren? Beauftragt war halt eine Herdanschlußdose.
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  12. #11

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    @Gast888

    dein 5x1,5 für den Herd ist nur erlaubt, wenn die Absicherung max. 13,5 oder 10A beträgt (Berechnung erforderlich). Mit 16A isses nicht erlaubt.
    Garage ebenso.
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  13. #12
    Gast888
    Gast

    Bin begeistert

    OK, bezüglich Garage war ja nix expliziet verinbart und da kann ich dann wohl nur auf entfernung der 2. und 3. Sicherung bestehen, was aber ja nicht das Thema ist.

    Aber wie sieht das ganze bei einem Herd aus? Es ist halt ein Schlüsselfertiges EFH und im Vertrag war eine Herdanschlußdose vereinbart. Diese ist nun vorhanden und mit 3 16A Automaten abgesichert.

    OK, nun kann man die Automaten gegen 10A Automaten ersetzen, bzw. kann ich das ja durch den BT bzw. dessen Elektriker erledigen lassen. Aber für den Herd benötige ich doch sicher 3x16A und ist es nicht so, dass der BT bei Vereinbarung "1 x Herdanschlußdose" eine mit 3x16A schuldet, somit also ein neues Kabel ziehen muß?
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  14. #13

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    Um einen vorschriftenkonformen Zustand zu erreichen gibt es zwei Möglichkeiten:

    1.) Das 5x1,5 bleibt drin, dann müssen entsprechend die "Sicherungen" getauscht werden - 16A raus und kleinere rein. Wieviel kleiner kann man eigentlich nur anhand einer fachgerechten Berechnung in Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten feststellen, eventuell passt 13,5A, worst case sind nur 10A zulässig. Konsequenz: Der Herd / Backofen läuft nur mit reduzierter Leistung, es dauert länger bis der Ofen oder der Herd auf Temperatur ist.

    2.) Die 16A-"Sicherungen" bleiben drin, dann muss das Kabel getauscht werden gegen (mindestens) 5x2,5 mm². Ob bzw. mit welchem Aufwand das geht weiss wahrscheinlich nur derjenige der die Kabel verlegt hat.

    Fachgerecht bzw. zu erwarten (so die Leistungsbeschreibung nichts anderes aussagt) wäre meiner Meinung nach gewesen: 3x16A (dreipolig - oder 3x einpolig mit zus. Schalter der allpolig abschaltet) im Verteiler, vom Verteiler zur Herdanschlussdose 5x2,5 mm², Herdanschlussdose mit 5x2,5 mm², flexibles Kabel mit 5(4)x2,5 mm² von der Herdanschlussdose zum Herd.

    Gespart hat der Elektriker max. EUR 10,--, das ist ungefähr der Preisunterschied von 5x1,5 zu 5x2,5 mit etwas höherem Verlegeaufwand beim 5x2,5

    Gruss
    Markus
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    zu 1.)
    Hab ich in meiner Ausbildung als E-Installateur irendwas verpasst oder bin ich einfach nur dumm? Seit wann hat denn die Absicherung mit der Leistung des Herdes zu tun? Deiner Beschreibung nach müsste bei einer Absicherung von 35A der Backofen ja turboschnell aufheizen.....
    So einen Käse hab ich noch nicht gehört....
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  17. #15

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    Genau, und nächste Woche kriege ich meinen eigenen Brennstab in Neckarwestheim, dann kann ich meinen Herd sogar mit 3 x 63A anschliessen. Mal sehen was die TAB, die VDE 0100-520 und das Typenschild von meinem Herd dazu sagen.

    Gruss
    Markus
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