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Dach aus der Jahrhundertwende / Außendämmung

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  1. #1

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    Dach aus der Jahrhundertwende / Außendämmung

    Liebe Bauexperten!

    Mein Mann und ich möchten und ein älteres Haus kaufen. Wir müssen nämlich beruflich bedingt in der Innenstadt bleiben und da gibt es eben nur alte Häuser. In unserer Stadt ist im zweiten Weltkrieg wenig zerstört worden und es gibt viele Häuse aus der Jahrhundertwende.

    Wir haben uns schon mehrere Häuser angeschaut und bei zwei Häusern (von verschiedenen Verkäufern, wobei zumindest der eine sehr seriös und glaubwürdig wirkte) wurde uns gegenüber von den Verkäufern das gleiche erwähnt: Der Schornsteinfeger, bzw. Dachdecker hätte gesagt, dass man die Dachziegel von 1900 bloß nicht ersetzen solle; diese Qualität würde man nicht wieder bekommen. Das hat uns erst einmal eingeleuchtet.
    Ein Haus haben wir uns dann mit einer befreundeten Architektin angesehen, die schon vor der Besichtigung pauschal gesagt hat, dass ein 110 Jahre altes Dach auf alle Fälle neu gedeckt werden muss - da gäbe es überhaupt keine Zweifel. Was meint Ihr?

    Dabei noch eine andere Frage: Sie hat uns schon eine grobe Kostenschätzung für ein Haus gemacht. Dabei hat sie eine Außendämmung nur für zwei der drei freien Seiten für notwendig erachtet (Süden und Osten, Westen ist angebaut). Das kommt mir irgendwie komisch vor.
    Was sagt Ihr dazu?

    Vielen Dank für Eure Mühe und viele Grüße
    Kirsten
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  2. Dach aus der Jahrhundertwende / Außendämmung

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  3. #2
    Gast360547
    Gast

    tja

    Moin,

    never change a running system. Wenn Ihre [polemikmoduson] Universaldiletantin [polemikmodusoff] meint, es muss neu eingedeckt werden, wie begründet sie diese These ohne die Dinge zu kennen geschweige denn zu verstehen?

    Natürlich ist eine Dacheindeckung, die 100 Jahre auf dem Buckel hat, nicht neu. Natürlich werden sich durch eine Umnutzung oder Nutzungsänderung neue bauphysikalische Gegebenheiten ergeben, aber dass sollte der Fachmann und nicht ein "Alleskönner" beurteilen.
    Ob der schwarze Mann zu den Fachleuten gehört, wage ich denn doch zu bezweifeln. Neutral und absolut kompetent wird Sie ein neutraler öbuv SV beraten können.

    Zur Dämmung der Außenwände: hier muss ein Gesamtkonzept stehen. Sie verändern die gesamte Physik des Gebäudes und müssen sich zumindest über die rein rechnerischen Konsequenzen im Klaren sein.

    Grüße

    stefan ibold
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo!
    Ich muss zugeben, dass ich schon Befürchtungen habe, wenn ich einen Dachdecker das frage. Die Besichtigung würde ich natürlich gerne bezahlen, um eine ehrliche Antwort zu bekommen. Aber ich befürchte einfach, dass mir ein Dachdecker immer sagen wird, das muss neu gemacht werden - damit verdient er ja sein täglich Brot!
    Was meinen Sie mit Gesamtkonzept der Dämmung? Die Architektin sagte, wir sollten zwei Seiten außen dämmen und eine Seiten innen. Sie ist übrigens Bafa-Energieberaterin.
    Vielen Dank für die Mühe an Weihnachten!
    LG
    Kirsten
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  5. #4
    Gast360547
    Gast

    also

    Moin,

    Ihnen als Rechtsanwältin sollte bewußt sein, dass ich nicht ohne Grund die öffentliche Bestellung als Voraussetzung angegeben habe. Die müssen neutral sein und dürfen nicht das $-Zeichen in den Augen haben. Anders als die [bösermoduson]Architöse[bösermodusoff]. Wenn Jemand diese Zeichen in den Augen hat, dann die. Der Grund ist doch ganz einfach: Je höher die Bausumme, desto höher das Honorar. Nur wird das anfangs nicht so deutlich herausgestellt.

    Kann mir die gute Dame denn mal erklären, wie sie die Eckausbildungen bei dem Wechsel zwischen Innen- und der Aussendämmung gestalten will?? Wärmedurchgangskoeffizienten zu berechnen ist eine Sache, die Umsetzung in die Praxis eine andere.
    Und die Begründung für dieses Vorgehen fehlt ebenfalls noch.

    Grüße
    si
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo!
    Rechtlich ist mir das schon klar - mir fehlt einfach das Know-how bzgl. des Vorgehens. Ich bin technischer Laie und hatte in meinem Leben so gut wie noch nie mit Handwerkern zu tun. Ich möchte natürlich nicht allzuviel Geld investieren um raus zu bekommen, ob wir das Haus überhaupt kaufen sollten, bzw. die Renovierungen in unser Budget passen.
    Aus diesem Grund habe ich die Architektin mitgenommen. Eigentlich habe ich schon vertrauen zu ihr, aber mich irritierte ihre pauschale Aussage bzgl. des Daches etwas und den Gedanken mit dem Übergang zwischen Innen- und Außendämmung hatte ich auch. Ich habe mich schon ziemlich in die Materie eingelesen, mir fehlt aber natürlich der Gesamtüberblick.
    Wie würden Sie vorgehen?
    Noch einmal vielen Dank und viele Grüße
    Kirsten
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  7. #6
    Gast360547
    Gast

    suchen sie sich...

    Moin,

    ...einen Kollegen von mir im Umkreis von ca. 30 KM. Einer, der in Frage kommen würde, ist ebenfalls Energieberater und öbuv SV. Keine Angst, ich bekomme keine Provision.

    Die Telefonnummer finden Sie bei mir auf der hp unter "Ihre Partner".

    Grüße

    stefan ibold
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo!
    Der Kollege könnte mir dann aber "nur" in Sachen Dach weiterhelfen - nicht im Bereich Außenwanddämmung, feuchte Wände, etc. ?!
    Viele Grüße
    Kirsten
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  9. #8
    Gast943916
    Gast
    wenn er Energieberater ist, wie Stefan sagt, kann er das....
    Gipser
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  10. #9

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    Bei manchen alten Dächern sind zwar die Latten erneuerungsbedürftig, aber die Ziegel noch gut. Da kann man dann umdecken!
    Daß alte Ziegel noch länger halten als neue, kommt leider immer wieder vor (hier auch)...

    Welchen Grund hat denn die Planung mit der einseitigen Innendämmung?
    Danach sollte man einfach mal fragen!
    Ohne Not wird sie wohl nicht auf diese Idee gekommen sein.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hallo!

    Die Architektin meinte es genau umgekehrt - die Latten seien noch gut, nur die Dachziegel wären bestimmt porös und müssten erneuert werden. Ich glaube einen Beleg dafür hatte sie nicht - vor allem weil sie die Aussage schon vor der Besichtigung getätigt hat.

    Dass sie für die Vorderseite des Hauses eine Innendämmung vorgeschlagen hat liegt wohl an der bestehenden Jugendstilfassade (auf die wir schon verzichten würden) - es ist also keine glatte Fassade:
    http://www.cilingir.de/Expose/100-532.pdf

    Ist es denn möglich, einen entsprechenden Übergang zu schaffen?

    Vielen Dank und Grüße
    Kirsten
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  12. #11

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    erstmal: ich muß immer weinen wenn ich die Preise in anderen Regionen sehe....
    ...das Ding finanziert sich (vermietet) fast von selbst...

    Aber egal:
    Die Fassade würde sich (mit entsprechendem finanziellen Aufwand) auch mit Wärmedämmung realisieren lassen;
    vermutlich wird es aber Probleme mit der Grundstücksgrenze/Trottoir und der Gerüststellung geben (Mehrkosten wegen erhöhter Sicherheitsanforderungen u. behördlicher Genehmigungen).
    Insgesamt würde ich aber zunächst die bisherigen Betriebskosten untersuchen,
    das Einsparpotential und Kosten für Wärmedämmung gegenüberstellen und durchrechnen, wann sich das amortisiert...
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  13. #12

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    Wer auch immer zur Sanierungsbedürftigkeit einer Fläche (egal ob Wand, Fenster oder Dachziegel) aus der Ferne ohne Ortsbesichtigung eine Aussage mit "Basta"-Wirkung abgibt, hat einen an der (jahreszeitlich abgeändert) Printe!!
    100 Jahre alte Dachziegel können so rottig sein, dass sie nur vom anstehenden Feuerwerk zerbröseln oder besser als manch neuer Ziegel.
    Absoluter Schwachsinn ist die Aussage, sie wären besser als alles, was heute auf dem Markt ist!!!.
    Vielleicht sind sie besser als manch heutiger Billigziegel, aber in keinem Fall BESSER als gute heutige Ziegel!!!

    Die Latten sind wahrscheinlich (vom Lattabstand mal ganz ab) alleine von der Dimension und Maßhaltigkeit gar nicht mehr zulässig, um eine Neueindeckung zu tragen!!!!

    Bevor Sie IRGENDEIN Objekt kaufen, sollten Sie dies von Sachverstand besichtigen lassen. Denn was nutzt Ihnen eine taugliche Dacheindeckung, wenn alle 4 Wochen innen ein neuer Mist hochkommt.
    Dazu können Sie [böser Modus] mit einem Schwarm voll öbuvs (einem Dachdecker, einem Maurer, einem Sanilöter, einem Elektriker, einem Zimmerer, einem ........) durchlaufen[/böser Modus] oder mit einem versierten Universaldilletanten .

    Ne - im Ernst - nicht von unseren kleinen Spitzen Fachspezi gegen Universalisten abschrecken lassen.
    Ich kenne gute und schlechte Universalisten genauso wie gute und schlechte öbuvs.
    Sorry Stefan, aber grade unter den älteren DD treibt sich da einiges schräges Volk rum - jedenfalls hier in H

    MfG
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  14. #13
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    Irgendwie komme ich mehr durcheinander.
    Wie ist denn jetzt wohl die beste Vorgehensweise? Wem kann ich vertrauen? Wie kann ich eine Kaufentscheidung eines alten Hauses guten Gewissens treffen?!
    Und bzgl. der Wärmedämmung: Wer kann mir ausrechnen, ob sich einen Außendämmung amortisiert? Die Architektin ist Bafa-zertifzierte Energieberaterin und hat überhaupt keinen Zweifel daran gelassen, dass eine Dämmung gemacht werden muss (übrigens auch bevor sie das Objekt gesehen hat)!
    Vielen Dank für Eure Hilfe,
    Kirsten
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Man ziehe einen (oder mehrere, je nach Vorliebe) bezahlten Fachmann hinzu, der den Auftraggeber NICHTS verkaufen will. Also z.B. einen Architekten, Bauingenieur oder Sachverständigen. Der untersucht die Hütte und kann Zustand, Schäden und Sanierungsbedarf abschätzen.
    Damit kann man dann kalkulieren oder ggf. auch den Angebotspreis nochmal verhandeln.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von kirsten516 Beitrag anzeigen
    Wer kann mir ausrechnen, ob sich einen Außendämmung amortisiert?
    Definiere amortisieren!
    Wenn damit die Refinanzierung der Investitionskosten + Zinsen/Zinsverlust gemeint ist, dann kann das jeder, der in der Lage ist, die Energiepreisentwicklung der nächsten 25 Jahre vorherzusagen

    Sorry, wenn wir für Verwirrung sorgen, aber so sind wir nun mal .

    Im Ernst. Eine Energieberaterin und Architetin, die Ferndiagnosen abgibt, findet (höflich gesagt) nicht gerade mein Wohlgefallen.
    Oder würde mir Glauben geschenkt, wenn ich behaupte, in der Wohnung 2 OG links wird in den nächsten 5 Jahren ein Schaden an den Leitungen auftreten???

    Mfg
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