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  1. #1
    Avatar von lordbauer
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    Dachüberstand

    Hallo,

    habe meine Pläne ja bereits schon mal zur Diskussion gestellt.

    http://de.fotoalbum.eu/lordbauer/a192836

    Jetzt habe ich eine Frage zum Dachüberstand. Mein Architekt meint wir benötigen einen sehr großen Dachüberstand als Fassadenschutz. Geplanter Aufbau 17,5KS + 19cm WDVS + Aussenputz.
    Geplante Dachübestände:
    - Giebelseite 100cm
    - Traufe 80cm
    - Zwerchgiebel 40 cm

    Mir scheint vor allem die Giebelseite etwas viel. Was meint Ihr?

    Optik mal bitte außen vor lassen.

    Gruß

    LordBauer
    Geändert von Jonny (31.12.2008 um 16:15 Uhr) Grund: Link repariert
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  2. Dachüberstand

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  3. #2

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    Optik lasse ich in der tat aus dem Spiel, da mir die fassade in der Tat nicht präsent ist....

    Mein Architekt meint wir benötigen einen sehr großen
    Will er den großen Dachüberstand (aus Designgründen?) oder meint er, daß dieser eben sien muß (aus technischer Sicht)???

    Ein gewisser Dachüberstand ist natürlich ein konstruktiver fassadenschutz: Bei normalem Regen (wenig Wind; kein Schlagregen) bleibt die Fassade und (wenn Holzfenster, dann schon eher wichtig) die Fenster trocken. Bei Wind oder Schlagregen hilft da natürlich auch kein Dachüberstand sonderlich viel.

    Über die Größe des Dachüberstandes kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. Das hängt auch nicht unerheblich vom Ort des geschehens ab: In Oberbayern hat man tradintionell üppige Dachüberstände, bei uns in Franken sind diese eher knapp bemessen.

    Ich denke aber daß ein halber Meter traufseitig und ein vielleicht 20 cm am Ortgang vollauf genügen (Achtung: gemessen ab AK fertige Wand!). Ich selber bin eher ein Freund knapper Dachüberstände (rein optisch), aber natürlich hat ein dachüberstand schon einen Sinn.

    Weniger Sinn macht m.E. ein Ortgangüberstand von einem Meter. Das bedingt mit Sicherheit einen Flugsparren, also ein Gebälk, das vor der Fassade liegt (mit entsprechend auskragenden Pfetten). Dann hat man zwar die Fassade vortrefflich geschützt aber die Problematik wird dann zu den Pfetten (Pfettenköpfe) verlagert.

    Letztendlich sollte das Ganze natürlich zum Gesamtauftritt des hauses passen...aber ein Meter am Ortgang....also neeee.

    Gruß

    Thomas
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  4. #3
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    Avatar von lordbauer
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    Hallo,

    dem Architekt geht es um den Fassadenschutz meiner Freundin um das Design. Und jetzt darf ich einen Kompromiss finden .
    Nur leider habe ich halt überhaupt keine Ahnung wie viel Dachüberstand überhaupt sinnvoll ist.
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  5. #4

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    dem Architekt geht es um den Fassadenschutz meiner Freundin um das Design.
    ...nun...löblich dieser Wille zum Fassadenschutz. Aber mal ehrlich: Wovor soll denn die arme Fassade geschützt werden? Regen, Schnee, Hagel. O.K.! Logisch: Je größer der Überstand, desto besser der Schutz. Aber wie sieht das denn aus???!!!

    Ich habe selber 1998 ein Häuschchen mit sehr geringen Dachüberständen gebaut, dessen Fassade auch heute noch völlig in Ordnung ist. Nix kaputt...dar nix. Und das nach nunmehr 10 Jahren.

    Ich würde den Aspekt Fassadenschutz daher nicht überbewerten und hier eher nach der Optik gehen! Zudem: Wie soll der Ortgang mit dem Dachüberstand konstruktiv gelöst werden???? Da sind -wie vorstehend beschrieben- entsprechende frei in der natur hängenden Balken notwenidig. Und außenliegende Pfettenköpfe (Feuchtigkeit hat die Angewohnhiet sich gerne entlang der Pflanzenfaser zu bewegen). Also wären hier zusätzliche Schutzmaßnahmen für die Pfettenköpfe sinnreich. Die "normale" Fassade hingegen ist -wenn richtig ausgeführt- gegen Witterungseinflüsse recht beständig; das nämlich ist ihre orginäre Aufgabe.

    Für mich wären die Dachüberstände viel zu groß. Vielleicht paßt es aber zum Stil des Hauses (ich sag' nur Oberbayern!). Paßt es nicht, würde ich es nicht machen. Punkt.

    Thomas
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  6. #5
    Themenstarter
    Avatar von lordbauer
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    Das Haus steht dann in der nähe von Bietigheim-Bissingen (ländlich). Von der Optik her passen die großen Dachüberstände nicht wirklich ins Bild.
    Für mich war die Argumentation des Architekten bisher einleuchtend und daher hab ich die Dimensionen der Dachüberstände akzeptiert. Auch wenn ich dafür von meiner besseren Hälfte quasi jeden Tag die Ohren voll geheult bekommen habe.

    Bin echt froh darum, dass Du (Thomas) hier sagst, dass die Dachüberstände wesentlich kleiner sein können. Denn mit meiner Freundin muss ich noch lange leben mit dem Architekt nicht so lange .

    Gruss

    LordBauer
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  7. #6

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    Je größer der Dachüberstand, desto besser. Je nach Höhe des Drempels nimmt der Überstand an der Traufe einen Teil Sonnenlicht.
    Ich an Deiner Stelle würde das so machen wie es der Architekt geplant hat. Endlichmal ein Planer der praxisbezogen mitdenkt.

    Ps.:Bei meinem Haus habe ich 1m rundherum eingeplant.

    Guten Rutsch ins Neue !
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  8. #7

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    Laienmeinung:

    Je mehr Dachüberstand - um so besser!

    Im Sommer, wenn Schatten benötigt wird ... also bei hochstehender Sonne,
    bringt der große Dachüberstand Schatten.
    Im Winter, wenn Sonne benötigt wird - also bei tiefstehender Sonne ...
    dann stört der Dachüberstand nicht wirklich.

    Wenn Holz an der Fassade ist --- haben die großen Dachüberstände etwas
    mit "konstruktiven Holzschutz" zu tun.

    Gute Rutsch
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  9. #8

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    hier kommt noch das "n" .. zum "Guten Rutsch" ... ich korrigiere,
    damit es nicht nach Migrationshintergrund klingt :-)
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  10. #9
    Avatar von fmw6502
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    Oberbayern <> Oberbayern

    Am nördlichen Rand von Oberbayern (Altmühltal) sind kurze Dachüberstände beim Jura-Haus typisch.
    Ich hatte mir auch einen größeren Überstand vorgestellt, insb. für den sommerliche Verschattung. Hätte bei unser Geometrie (Dachneigung, Abstand...) nur sehr wenig gebracht. Also blieben wir dem Stil treu und ich tröste mich damit, daß die alten Häuser davon nicht kaputt gegangen sind.
    Habt Ihr die positven Aspekte mal nachgeprüft, oder ist es eine Pauschalaussage?

    Gruß
    Frank Martin
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  12. #10
    Avatar von Dachi
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    Zitat Zitat von Thomas B.
    Ich denke aber daß ein halber Meter traufseitig und ein vielleicht 20 cm am Ortgang vollauf genügen

    100cm. finde ich schon heftig. Die Sparren und Pfettenköpfe, kann man mit Schiefer verkleiden. Das sollte nicht so das Problem sein.

    Zitat Zitat von KlausDieter
    Je nach Höhe des Drempels nimmt der Überstand an der Traufe einen Teil Sonnenlicht.
    Kapier ich nicht!

    Zitat Zitat von Hunsbuckel
    Im Sommer, wenn Schatten benötigt wird ... also bei hochstehender Sonne,
    bringt der große Dachüberstand Schatten.
    Was ich aber für unnötig halte. Es betrifft die Ost/West Seite. Da biste morgens a) froh, wenn Dich die Sonne weckt (ich zumindest am WE) und b) bringt da ein Überstand nicht wirklich was. Wegen der Hitze haste ja Deine WD. Auf der Westseite macht es nur "dunkel".
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  13. #11

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    Zitat Zitat von lordbauer Beitrag anzeigen
    Geplanter Aufbau 17,5KS + 19cm WDVS + Aussenputz.
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    - Zwerchgiebel 40 cm

    Mir scheint vor allem die Giebelseite etwas viel. Was meint Ihr?
    Mir scheint das auch zu viel zu sein und vielleicht solltest du neben der Meinung des Architekten, deiner Freundin und deiner eigenen auch ein wenig an die Baukonstruktion (bzw. an den Geldbeutel) denken .

    Versuche, eine möglichst einfache Dachkonstruktion zu erstellen.

    Du hast beispielsweise einen konstanten Sparrenabstand im Gebäude von 70-80 cm. Nimm jetzt diese 70-80 cm ab Achse Giebelwand und setze dann einen (!) letzten Sparren im gleichen Abstand außen vor das Gebäude. Dann kommst du mit der Außenkante des Daches giebelseitig ca. 50 cm vor das Gebäude.

    Diesen Dachüberstand würde ich dann auch traufseitig vorsehen.

    Der Zimmermann freut sich.
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