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  1. #1

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    Bitumendickbeschichtung mit Drainage=schwarze Wanne?

    Hallo,
    wir haben folgendes Problem:

    Laut Bauvertrag war der Keller unserer DHH als „Schwarze Wanne gegen drückendes Wasser“ vorgesehen. Ausführung erfolgte mit Folie „Protex“. Kurz nach Fertigstellung hatten wir nasse Kellerwände, da sich die Folie an den Nahtstellen löste. Gericht verurteilte den GU zur Nachbesserung. Darauf hin wurde der Keller freigelegt, Folie entfernt, auf die Kelleraußenwand Bitumendickbeschichtung aufgetragen und eine Drainage mit Revisionsschächten verlegt. Ferner wurde am Haus ein Pumpensumpf erstellt, der sowohl Drainwasser wie auch anstehendes Grundwasser aufnimmt. Das Wasser wird mittels zwei Pumpen auf ein angrenzendes Grundstück geleitet und dort versickert. Pumpen sind bereits mehrfach ausgefallen, so dass die Wände wieder feucht wurden. Auch durch eine Kernbohrung in der Bodenplatte dringt immer wieder Wasser ein. Außerdem ist seitdem erhebliche Rissbildung in den Wänden (Keller bis OG) festzustellen. Das zuständige Landgericht fand die Lösung nicht gleichwertig und verurteilte den GU zur Rückabwicklung des Bauvertrags. Hiergegen ist nun Revision beim OLG anhängig. Der vom OLG bestellte Gutachter vertritt die Auffassung, dass die jetzige Lösung im Ergebnis (trockene Wände, wenn Pumpen störungsfrei laufen) dem vertraglich Geschuldeten gleichwertig ist. Im Übrigen gewährleiste eine Dickbeschichtung mit dicker Bodenplatte (30 cm - kein WU-Beton) ausreichenden Schutz auch gegen anstehendes Grundwasser.
    Wir fragen uns: Wozu dann noch eine (teure) schwarze oder weiße Wanne? Zumal eine Pumpenlösung erhebliche Folgekosten und Wartungsaufwand mit sich bringt.
    Gibt es Erfahrungen mit derartigen Lösungen bei hohem Grundwasserstand??
    Auch für Hinweise für sachgerechte Sanierungsmöglichkeiten sind wir Euch dankbar!!
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  2. Bitumendickbeschichtung mit Drainage=schwarze Wanne?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Drückendes Wasser kann hier nur "zeitweise drückendes Wasser aus aufstauendem Sickerwasser" sein.

    das Pumpenproblem ist bekannt, dafür braucht man eigentlich eine "Notpumpe"

    Es gibt KEINEN WU - Beton! Sondern nur ein WU BAuteil, wenn es jetzt dicht ist und keine Risse gibt hat der Kollege Recht und man kann sagen "ungeplant Glück gehabt"

    Wozu die "Richtige" Lösung? Damit sowas wie hier nicht passiert und die Bodenplatte hat nicht immer Glück!
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  4. #3

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    Entschuldige bitte, lieber Robby, wenn ich dich hier korrigiere, aber - deine freundliche Genehmigung vorausgesetzt - würde ich das Thema WU wie folgt formulieren:

    Der Bauherr wünscht ein wasserundurchlässiges Bauteil, beispielsweise einen Keller.

    Dieses wasserundurchlässige Bauteil stellt man mit einzelnen wasserundurchlässigen Konstruktionen her, dazu gehören:

    Wasserundurchlässiger Beton (wobei ein orndlich ausgeführter Beton in der Regel schon wu ist).

    Wassersperren als Schalungsanker.

    Wasserundurchlässige Durchdringungen

    Wasserundurchlässige Betonierfugen (daher Fugenbänder, ggfls. noch mit nem Verpressschlauch zur Sicherheit daneben).

    etc.

    ERST die Kombination und vernünftige Planung und Ausführung all dieser Bauteile macht einen wasserundurchlässigen Keller.

    Mithin ist ein laienhaftes Halbwissen ("ich nehme wu-Beton ab Werk") und damit ist der Braten dann gegessen...

    ------> tödlich!
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Hab doch gar nix anderes gesagt als da steht
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  6. #5

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    Hallo Daxl,


    Dickbeschichtung nicht gleich Schwarze Wanne. Die Dickbeschichtung ( KMB ) ist in der DIN 18195 Teil 5 gegen Zeitweise aufstauendes Sickerwasser zulässig. Die Schwarze Folienwanne gegen Drückendes Wasser. Der höchstbemessene Wasserstad liegt unter 30 cm unter Bodenplatte.
    Rein theoretisch kann man doch noch eine Folie an den Wänden anbringen und mit der Sohle verbinden.
    Frage mich wieso man dann mit Dickbeschichtung arbeitet.
    Gehen Sie mal unter www
    Schöenen Gruß
    Geändert von Jonny (15.02.2009 um 19:36 Uhr) Grund: link auf die eigene Homepage gehört in's Profil, siehe Nutzungsbedingungen
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  7. #6
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    Leider falsch!

    Die DIN 18195-5 regelt Abdichtungen auf horizontalen und schwach geneigten (genutzten) Flächen.

    der Bemessunsgwasserstand (HGW + Freibordzuschlag) aus drückendem Wasser aus Grundwasser muss 30 cm unter der Bopl. liegen. Auch aufstauendes Sickerwasser der DIN 18195-6 ist drückendes Wasser nämlich zeitweise drückendes Wasser und das bis GOK.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7

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    Hallo,

    Ja richtig habe mich mit der 5 leicht vertippt.
    Danke für die verbesserung.
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  10. #8
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    Ich halte die jetzige Lösung nicht für Gleichwertig. Eben aus Gründung des Wartungsaufwands und der Anfälligkeit von Dränungen. Und wenn ich zudem noch lese, dass Grundwasser mit abgepumpt wird (sofern es denn welches ist) ist dieses nicht regelkonform mit der DIN 4095 Dränungen.
    Ob es deshalb zur Rückabwicklung kommen muss, ist eine andere Frage - eine Rechtsfrage halt.
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