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  1. #1

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    Ausbesserung nicht winddichte Steckdose in Außenwand durch Silikon

    Hallo,

    ich möchte mal von folgendem (hypothetischen) Fall ausgehen:

    Ein paar Steckdosen im Neubau, die sich an Außenwänden befinden, bestehen den Blower-Door-Test nicht.

    Die Außenwände sind aus 36er-Prototon. Es sind keine winddichten Steckdoseneinsätze verwendet worden (z.B. die von Kaiser).

    Wir wissen alle:
    Dann sollten Steckdosen in Außenwänden rundherum eingegipst sein, um Winddichtigkeit zu gewährleisten. Auch der Raum hinter der Steckdose, was man allerdings hinterher nicht so leicht mehr sehen kann.

    Jetzt gehen wir mal davon aus, dass der Elektriker nicht überall die Dosen ordnungsgemäß eingegipst hat und wie oben gesagt, es später durch einige Steckdosen unangenehm zieht.
    Das soll beim Blower-Door-Test ans Licht kommen.

    Der Elektriker beabsichtigt, die undichten Steckdosen mit Silikon auszubessern.

    Frage als Bauherr:
    Ist eine Nachbesserung mit Silikon zulässig?
    Wenn ja, hat das Nachteile?
    Oder kann der Bauherr auf Ausbesserung durch die viel zitierten Kaiser-Steckdosen bestehen, was vielleicht dann teurer für den Elektriker sein könnte?
    Besondere Vereinbarungen über den Einsatz von Kaiser-Steckdosen seien mal nicht getroffen worden im Werkvertrag.
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  2. Ausbesserung nicht winddichte Steckdose in Außenwand durch Silikon

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  3. #2

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    Zitat Zitat von bnplfbef Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich möchte mal von folgendem (hypothetischen) Fall ausgehen:
    ....möchten wir hier hypothetische Fälle besprechen?
    (Wir haben hier doch genug reale Fälle, die teilweise sehr gravierend für den/die Betroffenen sind...)

    Wenn du aber den ersten Satz abändern möchtest in: "In meinem Haus ziehts wie Hechtsuppe, ich frier mir gerade den A... ab..."
    dann

    gruss
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  4. #3

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    Besondere Vereinbarungen über den Einsatz von Kaiser-Steckdosen seien mal nicht getroffen worden im Werkvertrag.
    auch keine Luftdichtheit verlangt worden?
    Gipser
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    auch keine Luftdichtheit verlangt worden?
    Eine dauerhaft funktionierende luftdichte Gebäudehülle muss im Vertrag nicht explizit vereinbart werden, da jeder Bauherr ohnehin ein Recht darauf hat.

    Mit welchen Mitteln eine fachgerechte Sanierung erfolgt, ist dagegen gewiss nicht zwingend vorgeschrieben ..., jedoch dürften Silikon, Acryl nicht dazu zählen, da die geforderte "Dauerhaftigkeit" damit nicht garantiert werden kann.

    Wurde das Mauerwerk nach Herstellerrichtlinien erstellt (insbesondere die Ausbildung der Lagerfugen)?

    KPS.EF
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  6. #5

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    Ich verstehe diesen Eiertanz nicht.

    Silikon/Acryl oder was da sonst noch so verbastelt wird stellt keine dauerhafte Abdichtung dar. Frag mal die Hersteller ob die Dir für diesen Einsatzzweck eine Garantie geben....die Antwort kann ich Dir jetzt schon verraten.

    Winddichte Gerätedosen kosten ein paar CENT mehr als die Standard 0815. Auf alle Gerätedosen in einem EFH bezogen reden wir hier von Mehrkosten die noch nicht einmal für ein ordentliches Mittagessen reichen.

    Was um alles in der Welt spricht also gegen den Einsatz von winddichten Gerätedosen in den Außenwänden?

    Und zu Deinem hypothetischen Fall würde ich sagen, so lange der Eli das geliefert hat was bestellt (und bezahlt) wurde, ist er aus der Sache fein raus. Wer ein rotes Auto bestellt, kann nicht später kommen und ein blaues Auto wollen, nur weil sich der "Trend" zwischenzeitlich geändert hat.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Zitat Zitat von KPS.EF Beitrag anzeigen
    Eine dauerhaft funktionierende luftdichte Gebäudehülle muss im Vertrag nicht explizit vereinbart werden, da jeder Bauherr ohnehin ein Recht darauf hat.
    Widerspruch. Für diese Aussage hätte ich gerne Beweise, denn dazu müsste man zuerst einmal den Begriff "luftdicht" definieren.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7

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    Eine dauerhaft funktionierende luftdichte Gebäudehülle muss im Vertrag nicht explizit vereinbart werden,
    glaub ich nicht,
    Luftdichte Einbauteile müssen m. W. im LV / Angebot / Werkvertrag ausgewiesen sein und sind Vergütungspflichtige Nebenleistungen.
    Gipser
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  9. #8

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    ... den Begriff "luftdicht" definieren.
    Mein 1. Versuch:

    Luftdichtheit von Gebäudehüllen=: Ausschluss von ungewolltem konvektivem Luftaustausch/Feuchtetransport durch die thermische Hülle zur Vermeidung von ...

    KPS.EF
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  10. #9

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    Zitat Zitat von KPS.EF Beitrag anzeigen
    Mein 1. Versuch:
    ...
    Da warte ich wohl besser auf den 2. Versuch.

    Schau mal in die EnEV was dort zur Luftdichtheit der Außenhülle steht und welche Werte dort genannt werden. Das wäre einzuhalten, wobei ich das noch lange nicht als "luftdicht" bezeichnen würde. EN13829, 50Pa, Grenzwert 3/h.

    Alles was darüber hinausgeht ist vertraglich zu vereinbaren und kann nicht automatisch vorausgesetzt werden.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
    Avatar von tieto
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    Als vielgescholtener Bauherr und mittlerweile halbwegs rechtssicher, kann ich zu diesem Thema folgendes sagen: Natürlich hast du Anspruch auf eine dauerhafte, luftdichte Gebäudehülle. Wobei luftdicht noch exakt definiert werden müste. Auch ein bestandener BDT schließt lokale Undichtigkeiten nicht aus. Silikon, Acryl u.ä. sind nicht geeignet, eine dauerhafte, luftdichte Gebäudehülle herzustellen, da diese Baustoffe mit der Zeit durch mechanische, thermischeBeanspruchung und alterungsbedingt brüchig werden. Da kann dir der Eli erzählen was er will. Allerdings hast du keinen Anspruch auf spezielle Einbaudosen, sofern nicht anders im Bauvertrag vereinbart. Denn auch eine fachgerechte Eingipsung der Dosen stellte eine dauerhafte Luftdichtigkeit dar.

    Grüsse

    Tieto
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  12. #11
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    @R.B.:

    Und zu Deinem hypothetischen Fall würde ich sagen, so lange der Eli das geliefert hat was bestellt (und bezahlt) wurde, ist er aus der Sache fein raus. Wer ein rotes Auto bestellt, kann nicht später kommen und ein blaues Auto wollen, nur weil sich der "Trend" zwischenzeitlich geändert hat.
    Klar kann ein Bauherr von vornherein winddichte Steckdosen verlangen. Aber Bauherren, die Laien sind, wissen vielleicht nicht, dass es die gibt, oder erfahren es erst zu spät.

    Außerdem müssen die ja nicht unbedingt eingesetzt werden. Ich vermute mal, es wird der Regelfall sein, dass die nicht eingesetzt werden. Dann muss m.E. der Elektriker eben besondere Sorgfalt anwenden beim Eingipsen. Wenn also später Reklamationen zur Winddichtigkeit kommen, ist m.E. wieder der Elektriker in der Pflicht. Wie gesagt, dieser Fall geht davon aus, dass ein paar Steckdosen nicht ordentlich eingegipst sind. Wenn der Elektriker im Reklamationsfall nicht Silikon einsetzen sollte, was macht denn dann ein Elektriker im Normalfall ?

    @KPS.EF:
    Wurde das Mauerwerk nach Herstellerrichtlinien erstellt (insbesondere die Ausbildung der Lagerfugen)?
    Dazu kann ich nichts sagen. Die Fugen sehe ich jetzt nicht mehr wegen des Innenputzes. Und wie ich das vorher hätte sehen können, weiß ich leider auch nicht, weil ich Laie bin.

    @Gipser
    auch keine Luftdichtheit verlangt worden?
    Nein, davon steht nichts explizit im Werkvertrag. Ein Bausachverständiger hat mir gesagt, dass jeder Elektriker auch die EnergieVerordnung einhalten muss. Die Winddichtigkeit müsse nicht explizit vereinbart werden.

    @tieto:
    Da kann dir der Eli erzählen was er will. Allerdings hast du keinen Anspruch auf spezielle Einbaudosen, sofern nicht anders im Bauvertrag vereinbart. Denn auch eine fachgerechte Eingipsung der Dosen stellte eine dauerhafte Luftdichtigkeit dar.
    Könnte ich das mit dem Silikon also juristisch gesehen ablehnen?
    Auch hier wieder meine Frage (an alle): Was ist denn der Normalfall bei der Nachbesserung?
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  13. #12

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    @R.B.:
    Klar kann ein Bauherr von vornherein winddichte Steckdosen verlangen. Aber Bauherren, die Laien sind, wissen vielleicht nicht, dass es die gibt, oder erfahren es erst zu spät.
    Das ist schon richtig, aber wozu hat man einen PLANER ?

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
    Themenstarter

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    @R.B.
    Das ist schon richtig, aber wozu hat man einen PLANER ?
    Tja, das frage ich mich auch... Außerdem hätte der Eli ja auch mal einen Hinweis geben können. Aber nachdem ich selbst (allerdings zu spät) den Eli daraufhin hingewiesen habe, dass es solche Steckdosen gibt, hat er gesagt, er mache gute Arbeit, und die Stellen, die sich als undicht herausstellen, könne er ja dann mit Silikon beheben. Deshalb habe ich diesen Thread aufgemacht.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    @R.B.

    Tja, das frage ich mich auch... Außerdem hätte der Eli ja auch mal einen Hinweis geben können. ...
    Sehe ich auch so.

    Silikon und Bauschaum...die Wunderwaffen der Handwerker.

    Silikon hat seine Daseinberechtigung, keine Frage, aber nicht als dauerhafte Abdichtung.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15
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    @tieto:

    Könnte ich das mit dem Silikon also juristisch gesehen ablehnen?
    Auch hier wieder meine Frage (an alle): Was ist denn der Normalfall bei der Nachbesserung?
    Also wenn du es rein juristisch betrachtest, sieht die Sache nach meiner laienhaften, erfahrungsmäßigen Ansicht wie folgt aus: Nachdem du deinen Vertragspartner aufgefordert hast, die Luftdichtigkeit an den Steckdosen herzustellen, obliegt es dem Unternehmer, die Art und Weise der Mängelbeseitigung selbst zu wählen. Ob es fachgerecht ist, sei erst mal dahingestellt. Im Klartext: Du kannst dem Eli nicht vorschreiben, wie er die Mängel zu beseitigen hat. Dabei sollten möglichst Fotos gemacht werden. Aber das ist wie gesagt nur die juristische Seite.

    Sollte er auf Silikon bestehen, notiere dir die Firma und Marke oder mach ein Foto, denn Baustoffe zum Herstellen der Luftdichtigkeit müssen extra dafür ausgewiesen und zugelassen sein, was bei Silikon in der Regel nicht der Fall sein dürfte.

    Tieto
    Geändert von tieto (10.01.2009 um 17:19 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler
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