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  1. #1

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    Richtiges Vorgehen bei neuer Heizung in Altbau

    Hallo zusammen,

    meine Schwester und meine Eltern möchten im Nebengebäude (Bj 1987) eine neue Heizung einbauen lassen. Derzeit befindet sich eine zentrale Ölheizung darin.

    100 m² im EG werden künftig dauerhaft bewohnt.
    100 m² im OG werden nur im Sommer bewohnt (evtl. noch 2 Wochen im Winter, kleiner Holzofen vorhanden)
    Keller im DG nur Lager

    Unklar ist noch, ob sie die hohen Kosten für Vollwärmeschutz ausgeben wollen bzw. sollen.

    Ein Heizungsbauer hat ihnen nach einer Ortsbesichtigung folgendes empfohlen: Solarthermie + 2 Holzöfen im EG, einer erwärmt Wasser (Brennholz ist ausreichend vorhanden) + kleine Luft-WP. Alten Estrich raus und FBH rein.

    Angebot ist noch nicht da, aber ich bin der Meinung, dass das zuviel des Guten ist. Wann macht eine Solaranlage Sinn?

    Wie soll man richtig vorgehen, um ermitteln zu können, welche Heizungsart für das Haus wirklich passend und effzient ist? Zum Energieberater gehen?

    Welche Heizungsmethoden haben sich in den letzten Jahren bei "Altbauten" aus dem 80ern bewährt?

    Danke im Voraus für eure Meinungen,
    lG Emma
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  2. Richtiges Vorgehen bei neuer Heizung in Altbau

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  3. #2

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    Völlig abwegig ist das Konzept nicht, doch ich frage mich, was die Solarthermie hier bewirken soll. Vielleicht das ökologische Gewissen beruhigen? Für mich klingt das Konzept ein wenig nach "von jedem ein bischen".

    Eine FBH wäre natürlich im Sinne niedriger Systemtemperaturen von Vorteil, davon würde aber primär die WP profitieren. Zudem wäre die FBH eine Voraussetzung dafür, daß die Solarthermie den Heizbetrieb noch etwas unterstützen kann. Dafür wären aber schon große Kollektorflächen erforderlich, und an den meisten Tagen an denen solare Erträge möglich sind, läuft auch die WP sehr effizient.
    Der Aufwand für die FBH ist aber verdammt hoch. Estrich raus, neuer Aufbau rein, und dann ist noch nicht einmal sicher, wieviel Höhe für den neuen Aufbau zur Verfügung steht.

    Falls Holz ausreichend vorhanden ist UND immer jemand zuhause sein sollte der bei Bedarf "nachlegt", würde ich das auf jeden Fall mit einplanen. Ich würde aber mehr zu einem zentralen Kessel tendieren, da man damit die Wärmeerzeugung besser kontrollieren und steuern kann. Der Kaminofen in einem Zimmer ist eine feine Sache, aber in der Praxis wenig effizient. Steht jedoch Holz in Mengen zur Verfügung, dann hat die Gemütlichkeit wohl höhere Priorität als die Effizienz.

    Frage: Warum soll der bisherige Öler raus?

    Noch etwas zur Gebäudedämmung. Die Heizlast bzw. den Wärmebedarf zu reduzieren hat normalerweise oberste Priorität. Dazu gehören auch Fenster, Dach usw. Um den Gesamtzustand des Gebäudes zu ermitteln, wäre ein Energieberater sicher keine schlechte Idee. Dann könnte man auch rechnen welche Maßnahme welche Einsparungen verspricht und an welcher Stelle man vorrangig investieren sollte. Vielleicht könnte man dann das Heizkonzept straffen, weil einige Optionen schlichtweg überflüssig wären.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Avatar von Shai Hulud
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    Ralf:

    Ansonsten mal die geplanten Einsparungen über 20 Jahre errechnen und mit den geplanten Investitionskosten vergleichen...
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