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Fliesen auf Dielen Vol. 1000 ?!

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  1. #1

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    Fliesen auf Dielen Vol. 1000 ?!

    Hallo Gemeinde,
    ich hatte hier vor einigen Wochen schonmal gepostet, weil ich Fragen zum Verlegen von Fliesen auf alter Dielung hatte. Ich wollte ursprünglich einfach Trockenestrich- oder Span-/OSB-Platten verlegen und dann "irgendwie weiter sehen". Der Zahn wurde mir glücklicherweise gezogen. Auch aufgrund der Antworten hier.
    Der Begriff "Entkopplung" ist mir da noch in Erinnerung. Man riet mir, die Dielen rauszunehmen und "echten" Estrich aufzubringen. Das ist abgesehen vom Aufwand und der Angst vor DEM, was mich vielleicht beim Aufnehmen der Dielen erwartet... vielleicht auch mit einer für mich ungünstigen Aufbauhöhe verbunden.
    Nun meine Frage:
    Kann ich mit 2 übereinander vollflächig verklebten und verschraubten 22er Span-/OSB-Platten einen tragfähigen Untergrund schaffen? Mit dieser Aufbauhöhe käme ich klar. Würde sogar das Einlassen der flachen Duschtasse ermöglichen. Das Bad ist sehr klein. Es ist ca. 2x2 m groß (oder klein).
    Alternativ würde ich sonst das Verlegen von geeignetem Laminat in Erwägung ziehen. Hab da schicke Bäder im Internetz ;-) gefunden.

    Danke für Eure Tipps/Hilfsversuche schonmal...
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  2. Fliesen auf Dielen Vol. 1000 ?!

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hallo webber!

    Ich hab nach Deinem ersten Beitrag zu diesem Thema gesucht, aber festgestellt, das Du noch keine Antwort bekommen hattest. Ich kann daher nicht nachvollziehen, auf welche Antworten und Warnhinweise Du im obigen Beitrag bezug nimmst.

    Ich würde in diesem kleinen Bad einen Bodenaufbau mit Glásfaser verstärktem Fliesspachtel einbringen. Ich mach das jetzt seit 25 Jahren, und hab gerade bei kleineren Flächen noch nicht eine Reklamation bezüglich der Standzeit/Rissbildung des Aufbaus erfahren.

    Vorgehensweise:
    1.) Schadhafte Stellen ausbesser.
    2.) Dielen komplett neu verschrauben etwa mit Spax 5x80, dabei merkt man auch, ob die Balken darunter noch ok sind.
    3.) Boden sorgfältig absaugen und grundieren.
    4.) Fugen mit Acryl abspritzen, evt. nachgrundieren.
    5.) Türloch mit Latte gegen auslaufen der Masse absperren.
    6.) Randstreifen setzen, am besten einen, der an der Wand und! auf dem Boden klebt/verklebt wird (giebts bisher meines Wissens nach nur von PCI)
    7.) Glasgewebe auf Boden tackern, min 10 cm überlappend. Es giebt auch zu kippende Massen, die kein Gewebe verlangen.
    8.) armierte Masse in geforderter Schichthöhe (Mindesthöhe gild für den höchsten Punkt!) mittels Rakel und Stachelwalze einbringen. Auf zügiges Einbringen der einzelnen Chargen achten.
    9.) Sinterhaut abschleifen, grundieren, fliesen

    Die armierte Masse hat keine optimalen Verlaufseigenschaften, evt. kann/muss man nach! Aushärtung und erneutem Grundieren der Fläche noch eine Schicht Nivelliermasse (ohne Glasfaser) einbringen, um ein optimales Ergebniss zu erziehlen. Zum Fliesen ist das idR. meist nicht nötig.

    Die Vorgehensweise "Kippen" hat den Vorteil, das anders denn beiOSB (bitten keine Spanplatten) , nicht ausgerichtet werden muss (Trockenschüttung). Die meisten Vorarbeiten für die OSB sind auch ähnlich der des Kippens wie Fugen abspritzen, Randstreifen, etc. .
    Das Kippen bringt ein genaueres, standfesteres, höhentechnisch niedrigeres Ergebniss, und ist bei einer so kleinen Fläche einfach zu realisieren.
    Sollten dennoch Zweifel im Bezug eines evt. immer noch "arbeitenden" Bodens kommen, kann man die Fliesen noch zusätzlich mit einer Entkopplungsmatte verlegen, ich seh da aber aus der Ferne keine Notwendigkeit, es sei denn, Trittschall ist noch zusätzlich gefordert.

    Die Randstreifen bitte erst nach! dem Fliesen abschneiden!

    Nach obiger Anleitung wird Dir Dein Vorhaben sicher gelingen.

    guckst Du auch hier:
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=26802

    Wie das mit der geplant einzulassenen Duschtasse aussieht, ist ein anderes Blatt. IdR. würde Dir ein OSB-Aufbau da auch nicht komplett entgegen kommen, da der Syphon immer in den Rohboden eingelassen werden muss.
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  4. #3
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    Zitat Zitat von aldente Beitrag anzeigen
    Hallo webber!

    Ich hab nach Deinem ersten Beitrag zu diesem Thema gesucht, aber festgestellt, das Du noch keine Antwort bekommen hattest. Ich kann daher nicht nachvollziehen, auf welche Antworten und Warnhinweise Du im obigen Beitrag bezug nimmst.

    Ich würde in diesem kleinen Bad einen Bodenaufbau mit Glásfaser verstärktem Fliesspachtel einbringen. Ich mach das jetzt seit 25 Jahren, und hab gerade bei kleineren Flächen noch nicht eine Reklamation bezüglich der Standzeit/Rissbildung des Aufbaus erfahren.

    Vorgehensweise:
    1.) Schadhafte Stellen ausbesser.
    2.) Dielen komplett neu verschrauben etwa mit Spax 5x80, dabei merkt man auch, ob die Balken darunter noch ok sind.
    3.) Boden sorgfältig absaugen und grundieren.
    4.) Fugen mit Acryl abspritzen, evt. nachgrundieren.
    5.) Türloch mit Latte gegen auslaufen der Masse absperren.
    6.) Randstreifen setzen, am besten einen, der an der Wand und! auf dem Boden klebt/verklebt wird (giebts bisher meines Wissens nach nur von PCI)
    7.) Glasgewebe auf Boden tackern, min 10 cm überlappend. Es giebt auch zu kippende Massen, die kein Gewebe verlangen.
    8.) armierte Masse in geforderter Schichthöhe (Mindesthöhe gild für den höchsten Punkt!) mittels Rakel und Stachelwalze einbringen. Auf zügiges Einbringen der einzelnen Chargen achten.
    9.) Sinterhaut abschleifen, grundieren, fliesen

    Die armierte Masse hat keine optimalen Verlaufseigenschaften, evt. kann/muss man nach! Aushärtung und erneutem Grundieren der Fläche noch eine Schicht Nivelliermasse (ohne Glasfaser) einbringen, um ein optimales Ergebniss zu erziehlen. Zum Fliesen ist das idR. meist nicht nötig.

    Die Vorgehensweise "Kippen" hat den Vorteil, das anders denn beiOSB (bitten keine Spanplatten) , nicht ausgerichtet werden muss (Trockenschüttung). Die meisten Vorarbeiten für die OSB sind auch ähnlich der des Kippens wie Fugen abspritzen, Randstreifen, etc. .
    Das Kippen bringt ein genaueres, standfesteres, höhentechnisch niedrigeres Ergebniss, und ist bei einer so kleinen Fläche einfach zu realisieren.
    Sollten dennoch Zweifel im Bezug eines evt. immer noch "arbeitenden" Bodens kommen, kann man die Fliesen noch zusätzlich mit einer Entkopplungsmatte verlegen, ich seh da aber aus der Ferne keine Notwendigkeit, es sei denn, Trittschall ist noch zusätzlich gefordert.

    Die Randstreifen bitte erst nach! dem Fliesen abschneiden!

    Nach obiger Anleitung wird Dir Dein Vorhaben sicher gelingen.

    guckst Du auch hier:
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=26802

    Wie das mit der geplant einzulassenen Duschtasse aussieht, ist ein anderes Blatt. IdR. würde Dir ein OSB-Aufbau da auch nicht komplett entgegen kommen, da der Syphon immer in den Rohboden eingelassen werden muss.
    Uppss...hatte ich wohl verwechselt. Hatt wohl noch woanders gepostet...bzw. Verweise auf alte Beiträge bekommen. Man sehe es mir nach. Es ist Sonntag. Man(n) ist müde, das Kind schreit, das andere Kind beult den Bauch der Frau aus, die Frau will Sex, die Hände riechen nach Heizöl, es ist kalt... und es ist zu weit bis zu McDonald's. Und ich bin unterzuckert! Läßt Du das gelten? ;-)

    Ich lese mir Deinen Beitrag gleich mal in Ruhe durch.
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  5. #4

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    Vielleicht steht Deine Frau ja auf schmutzige Sachen...äh..Männer, lass das Heizöl wo es ist....
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  6. #5

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    @aldente:

    Welche minimale Aufbauhöhe bekommt man mit Deinem System hin?
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  7. #6

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    @glotzi ab etwa 5 mm Ok höchster Punkt im Raum. Kommt auf das Material an, ohne Gewebe ab 10 mm okhP. Das ganze ohne Entkopplungsmatte, mit Matte Mattenstärke + Kleberdicke, ab etwa 8mm aufwärts. Die Schichtdicke giebt der Hersteller an, aber ich würde idR. die Stärke der Schicht propotional zur Raumgrösse wählen, wobei gild, 6m² Mindeststärke, darüber Raumgrösse in m²:6 x1,2 bis max Maximalstärke. Hiebei ist zu beachten, das die Mindeststärke nicht unterschritten wird. Evt. sind 2 oder mehr Arbeitsgänge nötig, ohne die max. Stärke in einem Gang zu überschreiten, hier gild der tiefste Punkt im Raum.
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