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Brandschutz Kaminrohr

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  1. #1

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    Brandschutz Kaminrohr

    Hallo liebe Foriker,

    ein etwas unschönes Event hat mich zur Lösungssuche in dieses Forum getrieben.

    Bei unserem Haus ist eine Aufdachdämmung mit Dämmstoff und Pavatex-Platten über einem Sichtdachstuhl gefertigt worden. Im Wohnzimmer steht als Zweitwärmeerzeuger (Primärheizung ist eine Wärmepumpe) ein Heizkamin mit Wassereinsatz. Dieser Kamin leitet seine Abgase in einen doppelwandigen Edelstahlschornstein ein, der in einer Zwischenwand bis unters Dach und dort durch die Dämmebene nach draussen geführt wird.

    Das ganze ist durch Fachbetriebe und unter Architektenüberwachung eingebaut worden und wird seit September 2008 bewohnt.

    Am Freitag abend hatte es recht kalte -18, zur Unterstützung der Wärmepumpe wurde also der Kamin vor dem Zubettgehen (23:00) nochmals richtig beschickt (lädt in einen Puffer). Nachts um zwei weckt mich meine bessere Hälfte mit dem Kommentar "hier stinkt es aber nach Abgas", ob denn der Kamin richtig zu wäre. Das war er, runtergebrannt, nur noch Glut, aber der Geruch war nicht zu "überriechen". Es roch allerdings nur in den beiden Zimmern unterm Dach, die die gemeinsame Wand mit dem Schornstein haben. Ein genauer Blick zeigte zwischen den Brettern der Sichtschalung schwarze Flecke. Als nächstes erfolgte der Lauf nach draussen in die Kälte um das Dach mal zu inspizieren. Und siehe da, es rauchte neben dem Schornstein aus den Dachziegeln raus! Als nächstes rauf aufs Dach zum Dachausstieg und dort mal nach dem Rechten sehen. Rund um den Schornstein sowie hoch bis zum First qualmte es aus den Dachziegeln, diese waren vom Schnee befreit (bei -18°!).
    Das wurde mir zu bunt, der nächste Schritt galt dem Anruf bei der Feuerwehr, die waren nach 10 min da und haben in den nächsten 90min das Dach rund um den Schornstein geöffnet, dabei kamen dann mit Sauerstoffkontakt die Flammen. Rund um den Schornstein haben auf ca. 20cm der Dämmstoff sowie die Pavatex-Platten gekokelt, der nächste Sparren sowie ein Elektro-Leerrohr waren auch angekokelt.

    Nach Aussage der Feuerwehrleute war keinerlei thermische Isolierung um den Kamischacht, der Dämmstoff sowie die Pavatex-Platten lagen direkt an.

    Ergebnis: Derzeit Loch im Dach, zwei Zimmer erstmal unbewohnbar (zu kalt, Wände löschwassergeschädigt, im Dach muss auf ca. 5m2 die Dämmung ausgetauscht werden (nass geworden). Ärgerlich, aber unter den Umständen noch glimpflich abgelaufen. Ich kenne jetzt ne ganze Menge hilfsbereite Feuerwehrleute und die Kinder haben morgen in der Schule etwas zu erzählen.

    Morgen kommen Fachleute der Kripo sowie vom Brandversicherer und schauen sich das an. Danach geht die Wiederinstandsetzung los.

    Zwei Fragen:
    Was wäre das richtige Verfahren zur Durchführung des Edelstahlschornsteins durch die Aufdachdämmung gewesen bzw. wie ist die Durchführung im Rahmen der Erneuerung jetzt auszuführen?

    Der Edelstahlschornstein (oberstes Segment) ist im Dachbereich arg verschmort, eingedellt (durch die Arbeiten der Feuerwehr) und zeigt "Regenbogenfarben" auf dem Edelstahl, wurde also stark thermisch belastet. Ist hier ein Austausch vonnöten?

    Danke im voraus,

    mfg
    Swen
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  2. Brandschutz Kaminrohr

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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