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  1. #1

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    Kreditanfrage; wie vorbereiten?

    Hallo zusammen,

    ich plane an meinem Elternhaus (gehört mir noch nicht) einen Anbau.
    Durch den Anbau wird aus einem Einfamilienhaus ein Zweifamilienhaus.
    EG meine Eltern, OG und Anbau ich/Verlobte.

    Für die OG Sanierung ist unser EK drauf gegangen.
    Der Anbau soll ca. 70.000€ kosten. Mein alter Herr bringt sich mit 30.000€ ein.
    Die restlichen 40.000/50.000 darf ich stemmen. Es soll KFW60 werden, was aber wohl beim eigens genutzten Anbau uninteressant sein wird.

    Allerdings hab ich mit Schulden machen keinerlei Erfahrung, so dass ich auf Eure hilfe angewiesen bin.

    Ich will nicht bei den ersten Anfragen als Depp dastehen, der sich nicht informiert hat und gleich die schlechtesten Konditionen angeboten bekommt. Allerdings was muss man alles wissen/haben, um einen Kredit aufnehmen zu können und gleich von Beginn an die Angebote zu bekommen, die man will?
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  2. Kreditanfrage; wie vorbereiten?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ganz wichtiger Punkt:
    Kreditanfrage

    Weis bitte alle Berater drauf hin das sie bei der Schufa eine Anfrage wegen Kreditkonditionen stellen und nicht eine Kreditanfrage. Sonst werden deine Konditionen von Bank zu Bank schlechter. Ansonsten würde ich einfach einige Banken abklappern und falls du Präferenzen aber auch ein besseres Angebot hast einfach mal beim verhandeln einfließen lassen, das man ein Angebot von nur x Prozent hat. Angebote einholen und dann nachverhandeln. Merke: Das erste Angebot einer Bank muß nicht ihr Bestes oder Letztes sein.
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  4. #3

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    Man sollte sich schon etwas vorbereiten, sonst ist der Termin nutzlos und nichts weiter als Kaffeeklatsch.

    Du solltest zumindest an folgende Punkte denken.

    1. Einkommen (Nachweise können nachgereicht werden)
    2. Ausgaben (mal über ein Jahr aufschreiben)
    3. Abschätzung der Baukosten, und eine Liste wie sich diese aufteilen
    4. Kurze Aufstellung der Vermögensverhältnisse

    Für ein erstes Informationsgespräch sollte das ausreichen.
    Dich interessiert zuerst einmal unverbindlich, ob und zu welchen Konditionen die Bank Dein Vorhaben begleiten würde.

    Pos. 1 und 2 sind wichtig damit man ermitteln kann, wieviel Geld Ihr pro Monat für eine Finanzierung einsetzen könntet.
    Pos 3. dient zusammen mit Pos. 4 für die Ermittlung des Kreditbedarfs, und gibt einen ersten Einblick über die vorhandenen Sicherheiten.

    Aus diesen Zahlen lassen sich die möglichen Konditionen schon einmal grob ermitteln. Für eine spätere Kreditanfrage müssen dann die entsprechenden Nachweise erbracht werden. Das geht dann vom "Lohnzettel" bzw. EkSt. Bescheid bis hin zum Grundbuchauszug.

    Deine Hausbank hat hier den Vorteil, daß sie Dich vermutlich schon länger kennt. Eine fremde Bank muss sich zuerst einmal einen Überblick verschaffen.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
    Avatar von applegg
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    interhyp

    Darf ich hier Firmen nennen ? Also, ich war bei der interhyp, die klappern mit dir hunderte bank per Computerprogramm ab. meist filtern sich dann rest schnell einige raus. dann haben wir noch rumoptimiert, Eigenkapitalquote, KFW, etc. Die haben die aktuellsten konditionen gehabt.

    die haben sich über 2 stunden zeit genommen (die braucht es auch).

    Ach ja, vertrag schließt man mit der bank direkt ab, die interhyp bekommt von denen dann provisionshonorar.

    also, ich fand es besser, als ewig von bank zu bank zu rennen.
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  6. #5
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    Hallo zusammen,

    Was ich kann weiß ich schon. 1000€ sind das Maximum. 7-800€ plus Sondertilgung im Jahr wär mir lieber, weil ich dann selbst in Arbeitslosigkeit nicht untergehen würde. Laut den Tilgungsrechnern müsste ich dann in ca. 5 Jahren fertig sein. So ist das auch gewollt, denn dann muss der Bestand saniert werden.
    Oder muss ich das "was kann ich tilgen" auch irgendwie plausibel nachweisen?
    Eine Baukostenabschätzung? Also die groben Einzelgewerke im Angebot vorlegen? Das kann ich.
    Kann man einen Anbau auch mit den günstigen KfW Krediten machen oder fällt das alles unter Neubau?

    Gibts sonst noch irgendwelche Stolpersteine, die ein Angebot teuerer machen? Sowas wie das beliebte "bauseits" in den Gewerksangeboten?
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  7. #6

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Ein Bauplan wurde wohl nicht erwähnt. Der ist auch wichtig um den Kreditbedarf abzuschätzen.

    1 m³ kostet so bei 400 Euronen. Bauträger kalkulieren mit 300, aber da fehlen so einige Ausgaben die der BH noch sonst wo tätigen muß. Bei einem Anbau könnten es a uch 500 werden.

    Zinsen z. Zt. 4,5 bis 7,5% je nach eingeschätztem Risiko.

    100.000 kosten so etwa 700 bis 750 pro Monat. Das ist ein Daumenwert für längerfristige, größere Finanzierung damit man sich nicht übernimmt.
    Das gilt sowohl für BSK während der Tilgungsphase als auch für Bankkredit.

    Bei so einem kleinen BVH kann man auch mehr vereinbaren.

    Gruß pauline
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  8. #7
    Themenstarter

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    servus...

    So, ein wenig rumtelefoniert bei den Banken.
    Bei der Summe und 5 Jahren Zinsbindung kann man ja momentan fast nichts falsch machen.
    Ob 3,89 oder 4,6 Effektivzins macht grad mal ~1000€ aus.

    Mal sehen was die Hausbank mit sich machen lässt an Sondertilgungsmöglichkeiten, dann bekommt sie den Zuschlag. Die 500€ mehr fallen ja kaum auf auf 5 Jahre gesehen.
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  9. #8
    Themenstarter

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    servus...

    Heute war Termin mit der Hausbank:

    Ergebnis:
    40.000€
    5 Jahre Laufzeit
    3,9 % Zinssatz
    Sondertilgungssatz 10% p.a. (auch in Einzelbeträgen >300 mehrmals möglich)
    150€ Verwaltungsgebühr.
    keine Bereitstellungsgebühren.

    Einzig wo ich mir noch nicht sicher bin:
    Keine Grundschuldeintragung, es reicht eine Bürgschaft meiner Eltern.
    Spart kosten für Grundschuldeintragung, weil das Haus keine hat. Meine Eltern haben auch kein Problem. Oder hat die Bank hier einen Vorteil?

    Der Berater meinte, mit der gestrigen Leitzinssenkung sollte noch ein bisschen was machbar sein.

    Alles in allem komme ich wohl mit der Hausbank billiger weg als mit irgendeiner Internetbank.

    Danke allen, die mir die wichtigen Grunddaten erstmal nahgebracht haben, so dass ich heute in der Bank mitreden konnte.
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  10. #9

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    Das sieht OK aus.
    Wegen der Grundschuldeintragung würde ich mir keine Gedanken machen, wenn die Bürgschaft reicht, ist das OK. Der Kreditbetrag ist sowieso überschaubar, und somit ist das Risiko für die Bank gering.

    Bei der Bürgschaft würde ich darauf achten, daß diese zweckgebunden ist, also nur für das besagte Darlehen gilt. Ansonsten nach Tilgung des Darlehens auf die Freigabe der Bürgschaft drängen.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Schlau gedacht vom lieben süßen Sparkässlein!!!

    wenn die Bürgschaft in Anspruch genommen wird, haften die Eltern mit dem Haus und sind draußen.

    Mit Grundschuldeintrag könnten die Eltern ein Wohnrecht haben, und die Sparka hat eine schlecht verkäufliche Immobilie. Und es ist ja auch viel billiger......

    Also man kann nie vorsichtig genug sein. Aber bei 40.000 ist das Risiko vermutlich vertretbar.

    pauline
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  12. #11

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    3,9% klingt aber echt günstig. Liegt das an der überschaubaren Kreditsumme?
    Ein Bekannter von mir hat im Sommer für 5,75% seinen Hauskredit aufgenommen.

    Aber da lagen die Zinsen vermutlich insgesamt noch höher.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    Zitat Zitat von marzipan Beitrag anzeigen
    3,9% klingt aber echt günstig. Liegt das an der überschaubaren Kreditsumme?
    Schau mal auf die Zinsbindung. Im 5 Jahresbereich sind die Zinsen eben günstiger als bei 10 Jahren oder gar 15 Jahren. Dazu kommt, daß die Zinsen seit dem letzten Sommer gefallen sind, und letztendlich spielt auch die Beleihungsgrenze und Bonität des Kreditnehmers eine Rolle.

    Gruß
    Ralf
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  15. #13

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    Da hat der ralf ganz sicher recht, wor allem mit der Beleihungsgrenze.
    Die Zinsen haben heute nochmal einen deutlichen Rutsch nach unten, gerade die für 10 oder mehr Jahre.

    Gruß
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