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  1. #1

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    Blinzeln Aussendämmung Haus aus den 70`gern

    Ich bin neu hier und hab auch mal ne Frage die vll schon ein paar mal beantwortet wurde aber jeder Fall ist ja bekanntlich anders.
    Also es handelt sich um ein 2 Familienhaus. Gebaut Anfang der 70er Jahre. Mauern aus Ziegel, 30 cm. Dachboden ist nicht ausgebaut, aber isoliert mit Rollisol (oder wie heisst das?). Dach ist neu gedeckt vor ca 6 Jahren, mit Schalung und Dachpappe unten drunter.
    Die Fenster sind auch neu, Doppelverglasung mit Kunststoffrahmen.
    Heizung ist ca 17 Jahre alt.
    ES geht nun um eine Isolierung für die Wand. Die Außenwände sind ringsum im Winter recht kalt. Führt zu einem nicht ganz so angenehmen Wohnklima. An der Wetterseite führt es auch in einem Raum zu feuchten Stellen die dann leicht zur Schimmelbildung neigen.

    Die Frage wäre jetzt welche Dämmung ist geeignet und wie ermittelt man die Parameter für die richtige Dicke des Dämmstoffes. Bzw. bestehen Alternativen zur Dämmung der Außenwand?
    Muss vor dem Aufbringen des Dämmstoffes der alte Putz entfernt werden?

    Es geht jetzt nicht darum das Haus zu einem super-energiespar Haus umzurüsten, sondern nur die "dicksten Hunde" im Sinne von Energieeinsparung nach und nach zu beseitigen.

    Würde mich freuen wenn ich hier konstruktive Tipps bekommen kann wie man dieses Thema am sinnvollsten angeht. Muss man auf irgendetwas besonders achten um Baufehler zu vermeiden die dann z.B. zu Schimmelbildung etc. führen könnten. Hilfreich wären auch Richtwerte was die empfholene Dämmung so Kosten darf (EUR/m²). Die Ausfürung würde dann eine Firma aus dem Ort machen mit größtmöglichen Eigenleistungsanteil meinerseits.

    Vielen Dank für die Antworten schon jetzt.
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  2. Aussendämmung Haus aus den 70`gern

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Zitat Zitat von derkoch Beitrag anzeigen
    Also es handelt sich um ein 2 Familienhaus. Gebaut Anfang der 70er Jahre. Mauern aus Ziegel, 30 cm. Dachboden ist nicht ausgebaut, aber isoliert mit Rollisol (oder wie heisst das?). Dach ist neu gedeckt vor ca 6 Jahren, mit Schalung und Dachpappe unten drunter.

    Die Fenster sind auch neu, Doppelverglasung mit Kunststoffrahmen.
    Außendämmung und Fenster hätte man besser gemeinsam gemacht. Jetzt müssen wieder unzulänglichkeiten der Fenster in die Dämmung übernommen werden.


    [ QUOTE]
    Heizung ist ca 17 Jahre alt.
    [/QUOTE]

    Die kann man nach der Dämmung dem dann noch bestehenden Wärmebedarf anpassen.

    [ QUOTE]
    ES geht nun um eine Isolierung für die Wand. Die Außenwände sind ringsum im Winter recht kalt. Führt zu einem nicht ganz so angenehmen Wohnklima. An der Wetterseite führt es auch in einem Raum zu feuchten Stellen die dann leicht zur Schimmelbildung neigen.

    Die Frage wäre jetzt welche Dämmung ist geeignet und wie ermittelt man die Parameter für die richtige Dicke des Dämmstoffes. Bzw. bestehen Alternativen zur Dämmung der Außenwand?
    [/QUOTE]

    Grundsätzlich gilt: Viel hilft viel!
    Aber die doppelte Dämmung vermindert die Verluste auf weniger als 50%. Weil sich die Kälte-/Wärme-brücken mit ihren Einfluß stärker bemerkbar machen und die Fenster u. a. ja auch alle doppelt so gut dämmen müßten. Tun sie aber nicht.

    Andererseits sind gewisse Arbeistgänge (Gerüst) weitgehend unabhängig von der Dämmstärke.

    [ QUOTE]
    Muss vor dem Aufbringen des Dämmstoffes der alte Putz entfernt werden?
    [/QUOTE]

    Nein, aber die Dämmplatten mit Düberl zusätzlich sichern.

    [ QUOTE]
    Es geht jetzt nicht darum das Haus zu einem super-energiespar Haus umzurüsten, sondern nur die "dicksten Hunde" im Sinne von Energieeinsparung nach und nach zu beseitigen.
    [/QUOTE]

    Aber man erhält sich damit auch eine ewige Baustelle! "As you like ist"

    [ QUOTE]
    Würde mich freuen wenn ich hier konstruktive Tipps bekommen kann wie man dieses Thema am sinnvollsten angeht. Muss man auf irgendetwas besonders achten um Baufehler zu vermeiden die dann z.B. zu Schimmelbildung etc. führen könnten. Hilfreich wären auch Richtwerte was die empfholene Dämmung so Kosten darf (EUR/m²).


    Die Ausfürung würde dann eine Firma aus dem Ort machen mit größtmöglichen Eigenleistungsanteil meinerseits.

    Das wird nicht gehen

    Vielen Dank für die Antworten schon jetzt.[/QUOTE]

    15 bis 20 cm Styropor ist eine sinnvolle Größenordnung wenn man bei der nächsten Energiepresissteigerung nicht wieder dämmen will.
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  4. #3
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    Zitat Zitat von pauline10 Beitrag anzeigen
    Außendämmung und Fenster hätte man besser gemeinsam gemacht. Jetzt müssen wieder unzulänglichkeiten der Fenster in die Dämmung übernommen werden.

    wie muss ich mir die unzulänglichkeiten denn genau vorstellen? Kann jetzt so pauschal damit leider nicht viel anfangen. Gibts Beispiele bzw eine Erläuterung?

    [ QUOTE]
    Heizung ist ca 17 Jahre alt.
    Die kann man nach der Dämmung dem dann noch bestehenden Wärmebedarf anpassen.

    --> das heist was genau? nur Heizung anders "programmieren" oder noch mehr austauschen?

    [ QUOTE]
    ES geht nun um eine Isolierung für die Wand. Die Außenwände sind ringsum im Winter recht kalt. Führt zu einem nicht ganz so angenehmen Wohnklima. An der Wetterseite führt es auch in einem Raum zu feuchten Stellen die dann leicht zur Schimmelbildung neigen.

    Die Frage wäre jetzt welche Dämmung ist geeignet und wie ermittelt man die Parameter für die richtige Dicke des Dämmstoffes. Bzw. bestehen Alternativen zur Dämmung der Außenwand?
    [/QUOTE]

    Grundsätzlich gilt: Viel hilft viel!
    Aber die doppelte Dämmung vermindert die Verluste auf weniger als 50%. Weil sich die Kälte-/Wärme-brücken mit ihren Einfluß stärker bemerkbar machen und die Fenster u. a. ja auch alle doppelt so gut dämmen müßten. Tun sie aber nicht.

    Andererseits sind gewisse Arbeistgänge (Gerüst) weitgehend unabhängig von der Dämmstärke.

    Hm die Aussage dass viel auch viel hilft glaube ich nur halb muss ich zugeben, gibts da nicht irgendwelche Berechnungsverfahren wie dick die Dämmung sein sollte bezüglich Taupunktlage und der zu erwartenden Energieeinsparung?

    [ QUOTE]
    Muss vor dem Aufbringen des Dämmstoffes der alte Putz entfernt werden?
    [/QUOTE]

    Nein, aber die Dämmplatten mit Düberl zusätzlich sichern.

    [ QUOTE]
    Es geht jetzt nicht darum das Haus zu einem super-energiespar Haus umzurüsten, sondern nur die "dicksten Hunde" im Sinne von Energieeinsparung nach und nach zu beseitigen.
    [/QUOTE]

    Aber man erhält sich damit auch eine ewige Baustelle! "As you like ist"

    Das liebe Geld spielt auch eine Rolle, es muss sich auch alles irgendwie sinnvoll finanzieren lassen. Daher geht eben nur dir Scheibchenmethode im Moment.

    [ QUOTE]
    Würde mich freuen wenn ich hier konstruktive Tipps bekommen kann wie man dieses Thema am sinnvollsten angeht. Muss man auf irgendetwas besonders achten um Baufehler zu vermeiden die dann z.B. zu Schimmelbildung etc. führen könnten. Hilfreich wären auch Richtwerte was die empfholene Dämmung so Kosten darf (EUR/m²).


    Die Ausfürung würde dann eine Firma aus dem Ort machen mit größtmöglichen Eigenleistungsanteil meinerseits.

    Das wird nicht gehen

    Vielen Dank für die Antworten schon jetzt.[/QUOTE]

    15 bis 20 cm Styropor ist eine sinnvolle Größenordnung wenn man bei der nächsten Energiepresissteigerung nicht wieder dämmen will.[/QUOTE]

    ISt Styropor wirklich die beste Wahl? Wie stehts um Mineralwolle? HAt das Auswrikungen auf den Feuchtetransport ob man Styropor oder Minrealwolle nimmt?

    Trotz meiner weiteren Fragen schon mal vielen Dank für die erste Antwort.
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  5. #4

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Zitat Zitat von derkoch Beitrag anzeigen
    Die kann man nach der Dämmung dem dann noch bestehenden Wärmebedarf anpassen.

    --> das heist was genau? nur Heizung anders "programmieren" oder noch mehr austauschen?
    Man wird nach der Dämmung sehen, wie groß der Heizbedarf noch ist. Bei nur sehr seltenem Anspringen der Heizung könnte z. B. bei einer Ölheizung der Schornstein zu sehr auskühlen usw. Also das kann man erst später feststellen.

    ES geht nun um eine Isolierung für die Wand. Die Außenwände sind ringsum im Winter recht kalt. Führt zu einem nicht ganz so angenehmen Wohnklima. An der Wetterseite führt es auch in einem Raum zu feuchten Stellen die dann leicht zur Schimmelbildung neigen.

    Die Frage wäre jetzt welche Dämmung ist geeignet und wie ermittelt man die Parameter für die richtige Dicke des Dämmstoffes. Bzw. bestehen Alternativen zur Dämmung der Außenwand?
    Grundsätzlich gilt: Viel hilft viel!
    Aber die doppelte Dämmung vermindert die Verluste auf weniger als 50%. Weil sich die Kälte-/Wärme-brücken mit ihren Einfluß stärker bemerkbar machen und die Fenster u. a. ja auch alle doppelt so gut dämmen müßten. Tun sie aber nicht.

    Andererseits sind gewisse Arbeitsgänge (Gerüst) weitgehend unabhängig von der Dämmstärke.

    Hm die Aussage dass viel auch viel hilft glaube ich nur halb muss ich zugeben, gibts da nicht irgendwelche Berechnungsverfahren wie dick die Dämmung sein sollte bezüglich Taupunktlage und der zu erwartenden Energieeinsparung?
    Auch Papier hilft viel, zumindest kann es Sachverstand vorgaukeln.
    Der Taupunkt ist bei einer normalen Außendämmung immer in der Außenseite der Dämmschicht. Die wirtschaftliche Dicke zu berechnen ist immer eine Frage von Materialpreis, Lohnkosten und vor allem Energiepreis. Da gibt es nur Annahmen und Vermutungen. Einst waren 4 cm die optimale Dämmstärke. Da kostete das Öl eben 10 Pfenning.


    Muss vor dem Aufbringen des Dämmstoffes der alte Putz entfernt werden?
    Nein, aber die Dämmplatten mit Düberl zusätzlich sichern.

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    Das liebe Geld spielt auch eine Rolle, es muss sich auch alles irgendwie sinnvoll finanzieren lassen. Daher geht eben nur dir Scheibchenmethode im Moment.
    Ja wenn es ohne Geld ginge..... Aber die optimale Größe beim Kleben ist eine 2-Mann/Frau-Truppe. Auch eine one-man-show ist möglich. Nur der Oberputz erfordert eine große Mannschaft....

    Würde mich freuen wenn ich hier konstruktive Tipps bekommen kann wie man dieses Thema am sinnvollsten angeht. Muss man auf irgendetwas besonders achten um Baufehler zu vermeiden die dann z.B. zu Schimmelbildung etc. führen könnten. Hilfreich wären auch Richtwerte was die empfholene Dämmung so Kosten darf (EUR/m²).


    Die Ausfürung würde dann eine Firma aus dem Ort machen mit größtmöglichen Eigenleistungsanteil meinerseits.
    Das wird nicht gehen. Ihr tretet auch auf die Füße. Außer wie oben angedeutet.

    Vielen Dank für die Antworten schon jetzt.
    15 bis 20 cm Styropor ist eine sinnvolle Größenordnung wenn man bei der nächsten Energiepresissteigerung nicht wieder dämmen will.

    ISt Styropor wirklich die beste Wahl? Wie stehts um Mineralwolle? HAt das Auswrikungen auf den Feuchtetransport ob man Styropor oder Minrealwolle nimmt?

    Trotz meiner weiteren Fragen schon mal vielen Dank für die erste Antwort.
    Ja, ist.
    Feuchtetransport ist kein Problem

    pauline
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  6. #5
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    15 bis 20 cm Styropor ist eine sinnvolle Größenordnung wenn man bei der nächsten Energiepresissteigerung nicht wieder dämmen will.



    Mit welchen Materialkosten muss man ca. rechnen für eine 20 cm dicke Styropordämmung?

    Wird der Keller eigentlich auch gedämmt oder bleibt der ungedämmt?
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  7. #6

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    @Schwarzmeier
    Materialpreis von 30 Euro ist ok
    Mit welchem Handwerkerlohn muss mann in der Regel rechnen

    Gruß
    anjo1
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  9. #7

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    Mein E- Berater (Architekt, der mal langsam mit dem Gutachten aus den Hufen kommen muß) hat runde 100 EUR/ qm genannt, incl. Fensterbänke, Fallrohrumbau, Gerüst, Lohn etc. (als "Hausnummer", ist wohl regional unterschiedlich, aber sooo weit weg von mir ist MGL nicht...).

    Kann Dir nur empfehlen, den BAFA- gerförderten E- Berater ins Haus zu holen, lohnt sich garantiert.

    Gruß,
    -Revilo.
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  10. #8

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    Also wenn man sich für eine 20 cm starke Styroporschicht entscheidet, muß man zunächst ein vollständiges Konzept der Dämmung entwerfen (lassen).

    Bei einem Nudelsieb mit großen Löchern wird ein zusätzliches großes Loch keine großen Auswirkungen auf den Durchfluß haben. Aber das genauso große, zusätzliche Loch bei einem Sieb mit kleinen Löchern hat große Auswirkungen.

    Nicht die kleinen Löcher sondern das große Loch bestimmen dann die Eigenschaften des Siebes.

    Ähnlich ist es bei einer 20 cm starken Dämmung. Bei einer 20 cm starken Dämmung ist der Weg zum Nullenergiehaus nicht mehr weit. Aber jede noch vorhandene Kälte/Wärmebrücke mindert die Wirkung der Dämmung erheblich. Wenn man die vielen kleinen Kältebrücken nicht beseitigt, bleibt die erwartete Dämmwirkung und Heizkostenersparnis teilweise aus.

    Im Gegensatz zum Nudelwasser im Sieb geht die Wärme in jeder Richtung durch die Gebäudehüllle. Die Hohlräume bei den früheren Porotonsteinen konnten da leicht zu unerwünschten Lüftungskanälen werden und die Dämmwirkung herabsetzten.

    - Jetzt muß man auf die Lage der Fenster in der Wand achten, weil ein mittig in die Wand eingesetztes Fenster der Wärme einen kurzen Weg um den Fensterstock herum anbietet.

    - Die Dämmung verändert den Eindruck der Fassade mit tief eingesetzten Fenstern wenn man die Fenster nicht entsprechend nach außen versetzt und innen breitere Fensterbänke einbaut.

    - Außenfensterbänke dürfen keinen Kontakt mehr mit dem warmen Mauerwerk haben.

    - Außen am Keller wird die Dämmschicht etwas über das Kellermauerwerk heruntergezogen damit der Weg der Wärme über das Mauerwerk nach außen möglichst lang wird. Die früher übliche untere Alu-Abschlußschiene wird heute vermieden, weil sie die Wärme ableitet.

    - Die einfach anbetonierten Balkonplatten ohne Isokorb wirken heute wie Kühlrippen. Selbst die sozialen Wohnungsbaugesellschaften schlagen sie bei der Sanierung reihenweise ab und ersetzen sie durch vorgestellte Balkone.

    - Die bisherigen Rollladenkästen lassen kalte Luft eindringen, den Betonsturz darüber auskühlen und bieten nur eine dünne Holzplatte gegen die Kälte. Abgesehen davon, sind 3-fach Verglasungen heute so gut, daß der Rolladen nur noch Sichtschutzfunktion hat. Das können Gardinen oder Sonnenblenden billiger.

    - Die Kellerdecke muß gegen den ungeheizten Keller gedämmt werden.

    - Die Krone der Giebelmauern muß unter den Latten gedämmt werden.

    - Oft muß man die Dachlatten am Giebel wegen der starken Dämmung der Giebelwand verlängern.

    - Auch die Mauer entlang der Traufe und die Decke über dem letzten Geschoß muß lückenlos gedämmt werden. usw.

    - Kostenlose Planungshilfen in Form von Detailzeichnungen bieten die Dämmstoffhersteller im Netz zum Ausdrucken. Auch Außendienstmitarbeiter dieser Firmen kommen kostenlos zur Beratung ins Haus.

    In den meisten Fällen verzichtet man auf diesen Aufwand und macht die Dämmung sowieso etwas bescheidener. Dann stören diese Lücken nicht so stark. Bis man eben wieder das Problem hat, die Dämmung wieder zu verstärken. „Dann haben wir wieder einen Auftrag“, meinte jemand bei einer Vortragsveranstaltung.

    Rein rechnerisch gewinnen die Lüftungsverluste bei großer Dämmsstoffstärke an Einfluß. Das ist zunächst eine kalkulatorische Größe nach EnEV. Wenn man nicht im vorgesehenen Umfang lüftet, sind die Verluste geringer.

    Bei einer Dämmstoffstärke von 20 cm beeinflußt eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung erheblich das Gesamtergebnis

    Diese Problematik sollte man wissen und sich dann für eine sinnvolle Lösung entscheiden. Welche die richtige ist, möchte und kann ich nicht vorgeben.

    Ohne ausreichend Bimbes für diese große Lösung, kann man zunächst die weitgehend fensterlose Wand im Norden so dämmen und den Erfolg beobachten. Die benachbarten, ungedämmten Wände mindern allerdings den Eindruck erheblich.

    Mit der kostenlosen, vorgefertigten EXCEL-Tabelle der GhKassel kann man verschiedene Varianten durchrechnen, ausdrucken und sich das alles anschaulich darstellen. Man bekommt den Gesamtwärmebedarf ausgegeben und kann sich über Kosten und Nutzen Gedanken machen.

    Viel Erfolg

    pauline


    PS
    Ich habe den Eindruck, die "Förderung" der Berater schlägt sich in einer höheren Rechnung wieder.
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