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  1. #1

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    Frage Haus sanieren - profitieren

    Das Thema wurde hier im Forum kurz angesprochen.

    Wer es nicht kennt, es geht darum: http://www.sanieren-profitieren.de/
    Es geht um eine für Hausbesitzer kostenfreie "Anschubberatung", um diesen zur energetischen Sanierung seines Eigenheims zu motivieren.

    Aber ich wende mich mit meinem Beitrag an die, die an der Aktion schon länger teilnehmen.

    Ich bin im Heizungs-, Lüftungs- und Sanitär-Handwerk heimisch und befasse mich unter anderem auch mit der energetischen Gebäudesanierung. Energieberater bin ich nicht und werde es mit Sicherheit auch nicht mehr.

    Auf die oben genannte Initiative bin ich schon voriges Jahr aufmerksam geworden. Etwas skeptisch dieser Sache gegenüber habe ich vorige Woche 80 Euro und einen Abend Zeit investiert, um mir die Sache anzuhören.

    Meine Skepsis wuchs im Zuge des Vortrages.

    Da die Initiative wohl ein Kind der Politik ist und diese eine Senkung der CO2-Erzeugung wünscht, sollen wir Handwerker also losziehen und kostenlos neutrale Erstberatungen durchführen.
    Die Sache hat mich natürlich nur deswegen interessiert, weil ich mir davon Aufträge erhoffe.
    Die Checklisten sind sehr einfach, aber so aufgebaut, daß subjektive Einflüsse auf das Ergebnis (durch die Interessen des eigenen Gewerks) gering gehalten werden.

    Einige Dinge stören mich an der Sache und auch an den Prospektunterlagen:
    • Wenn wir schon zu unseren Kunden fahren und kostenlos Beratungen durchführen, dann sollten die Aussagen auf der Kapagnen-Webseite und den Prospektunterlagen schon darauf hinzielen, daß in eventuell ratsamen Modernisierungsmaßnahmen des eigenen Gewerks auch derjenige bevorzugt wird, der die Beratung durchführt.
    • Im - an sich gut aufgebauten - Endverbraucherprospekt steht immer "Sie sollten die Kellerdecke dämmen" oder "Sie sollten einen Brennwertkessel einbauen" usw. Etwas wichtiges fehlt nämlich: "Sie sollten ... lassen". Und zwar "durch einen Handwerker Ihres Vertrauens, der Kooperationspartner der Initiaitive ist". Ich berate also und der Prospekt ruft zur Eigenleistung, zum Eingriff in gefahrengeneigte Gewerke oder zur Beauftragung eines Schwarzarbeiters auf?


    Wer sind wir denn?
    Bloß weil wir nicht so kollektiv jammern wie die Banken und die Autoindustrie, glauben die Herren Politiker, daß es uns gut geht und wir zuviel Zeit haben?

    Ich bin bis über beide Ohren damit beschäftigt, für meine Mitarbeiter Arbeit ranzubekommen und den täglichen Papierkram zu bewältigen. Kostenlose Beratungen mache ich genug, aber es muß schon eine hohe Chance auf einen Auftrag bestehen.

    Ich bin am Überlegen, den ganzen Karton mit Werbeunterlagen in den Müll zu schmeißen und mich von der Sache abzumelden.

    Die Vortragenden haben im Verlauf der Schulung natürlich vom bisher hohen Erfolg der Initiative berichtet. Aber wieviele Aufträge mehr für die teilnehmenden Handerker rausgekommen sind, konnte keiner sagen.

    Also hier meine Frage an die Kooperationspartner: Wie ist die Erfahrung mit der Initiative: Bringt die Sache realistisch Aufträge oder ist der ganze Aufwand für die Katz?
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  2. Haus sanieren - profitieren

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Selbst ist der Mann

    Im - an sich gut aufgebauten - Endverbraucherprospekt steht immer "Sie sollten die Kellerdecke dämmen" oder "Sie sollten einen Brennwertkessel einbauen" usw. Etwas wichtiges fehlt nämlich: "Sie sollten ... lassen". Und zwar "durch einen Handwerker Ihres Vertrauens, der Kooperationspartner der Initiaitive ist". Ich berate also und der Prospekt ruft zur Eigenleistung, zum Eingriff in gefahrengeneigte Gewerke oder zur Beauftragung eines Schwarzarbeiters auf?
    Als Endverbraucher kann ich dazu nur sagen: Wenn ich die Möglichkeit habe, etwas selber zu machen, dann tue ich das auch. Auch wenn ich Handwerkerrechnungen teilweise von der Steuer absetzen kann! Ich sehe es doch nicht ein, viel Geld für Leute auszugeben, die es am Ende nicht anders machen als ich. Zudem ist in Deutschland leider die Arbeitszeit immer noch viel höher als das Material. So lange sich da nichts ändert, wird sich an der beschriebenen Auftragslage auch nichts ändern. Da habe schon selber mal erlebt, als ich meine Terrasse überdachen lassen wollte. Habe dann durch Eigenleistung LOCKER 2000 Euro gespart. Wenn ich das dann auf die z.B. Kellerdeckendämmung umlege, kann von dem Geld viel heizen!
    Fazit von mir: Was ich selber machen kann, tu ich auch selber machen. Vor 30 bis 40 Jahren wurden die Häuser nur so gebaut. Da waren Freundschaftsdienste noch viel selbstverständlicher. Und da hat keiner gemäckert, oder?
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  4. #3

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    Zitat Zitat von HLSFritze Beitrag anzeigen

    Also hier meine Frage an die Kooperationspartner: Wie ist die Erfahrung mit der Initiative: Bringt die Sache realistisch Aufträge oder ist der ganze Aufwand für die Katz?
    Haste "auch" die letzte Seite,
    http://www.sanieren-profitieren.de/m...094513f222.pdf
    gelesen ?

    MfG
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  5. #4
    Themenstarter

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    Deine Sicht sehe ich ein, Ozonhole.
    Aber Du mußt auch uns Handwerker verstehen. Für den Energiecheck gehen samt Anfahrt mal locker eine Stunde weg. Ich verdiene erst was, wenn ich was verkaufe.

    @DerSuchende,

    ja, habe ich gelesen. In der pdf steht zwar viel drin, aber das, was mir am wichtigsten ist, fehlt: Anzahl und Wert der tatsächlich aus der Aktion für den Beratenden generierten Aufträge.
    Es wurde ein hoher Anteil von Architekten und Ingenieuren befragt, die als Energieberater letzten Endes eine Energieberatung verkaufen wollen. Das gelingt wahrscheinlich schon eher über den Einstieg des Energiechecks.
    Daß die Berater im Allgemeinen zufrieden mit dem Beratungsgespräch waren und die Hausbesitzer angeben, Geld für Sanierungen ausgeben zu wollen, reicht mir als Aussage nicht.
    Deswegen frage ich hier nach Praxiserfahrungen.
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  6. #5

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    Aber Du mußt auch uns Handwerker verstehen
    Und du den Kunden: Du erwartest, dass der Kunde dir glaubt, dass deine Beratung völlig neutral ist und dass es dir nicht auch/nur ums verkaufen geht. Da fände ich persönlich den Besuch eines "Nur-Beraters" vermutlich prickelnder.

    Schade. So gesehen hätten "Energiecheck-Gutscheine" doch eigentlich prima ins Konjunkturpaket gepasst (x Euro vom Staat an den Energiesparchecker). Wenn wirklich SO viele tatsächlich sanieren, wäre das doch eine super Konjunkturmaßnahme gewesen?
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Themenstarter

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    [QUOTE=ilis;322892]Du erwartest, dass der Kunde dir glaubt, dass deine Beratung völlig neutral ist und dass es dir nicht auch/nur ums verkaufen geht.QUOTE]

    Das glaubt der mir eh nicht.
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  9. #7

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    Aber, er lernt Dich dann PERSÖNLICH(/Firma/Kompetenz....) kennen! "reden und verkaufen gehört zu dem Grundprinzip des Kaufmann- des handwerks". Wie teuer ist deine Werbung, sonst so?

    Die "bad bänk" wird es für das Handwerk nie geben! Aber der Grundsatz: Eine Hand wäscht die Andere" oder "wer zuerst kommt ......., ist gar nicht so selten.

    Unser "ober kammer chefe" hat gesagt:
    Trotz der Krise, ist ihm nicht bange um das Handwerk. Die Handwerksunternehmer werden ihre Lücke schon finden.

    MfG
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