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  1. #1
    Avatar von Tanguero
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    Leistungsumfang Werkvertrag bzgl. Kanalanschluß

    Hallo zusammen,

    unser Werkvertrag mit einem Generalübernehmer enthält in der Baubeschreibung folgenden Absatz:

    Hausanschlüsse / Grundleitungen
    Abwasser- und Regenwasserleitungen werden bis 1m außerhalb des Gebäudes verlegt und an einer Stelle zusammengeführt.

    Die Regenwasserleitungen befinden sich an zwei gegenüberliegenden Hauskanten. Die Regenwasserleitungen bilden von ober betrachtet ein "L" mit der Hauskante dazwischen. Die Abwasserleitungen ebenso nur mit kleinerem "L". Alle vier Rohre treffen sich an einem Punkt. Die Gesamtstrecke der Leitungen beträgt ca. 35m.

    Muss dies nicht der GÜ bauen und die Eigenleistung ist die Strecke von der Zusammenführung bis zum Straßenkanal?

    Sonst würde der Halbsatz "und an einer Stelle zusammengeführt" doch fehlen.

    Die Kosten haben wir schon übernommen, da es von der Bauleitung lapidar hieß: "Kanalanschluß ist Eigenleistung."

    Ja, ich habe den Satz in der Baubeschreibung zu spät gelesen.
    Aber, wir haben eine Zusatzvereinbarung nach der Leistungen die wir nicht in Anspruch genommen haben ohne Einschränkung gut geschrieben werden.

    Ich würde mich über neutrale Meinungen sehr freuen.

    Gruß
    Tanguero
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  2. Leistungsumfang Werkvertrag bzgl. Kanalanschluß

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  3. #2

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    in der tat eine merkwürdige formulierung...

    ich lese es so: ab 1,0m gebäudeauskante
    zahlt ihr. die zusammenführung (formstück)
    bezahlt wiederum der GÜ, dann wieder ihr...

    schon mal mit der geschäftsleitung (nicht bauleitung)
    gesprochen? vielleicht fehlt dann in der nächsten
    baubeschreibung dieser halbsatz...
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  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von Tanguero
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    Die Leitungen verlaufen aber zumindest nicht überall im Abstand von 1m vom Haus entfernt, wie man auf ein paar Bildern noch sehen kann.



    Es kommen nur drei Teilstücke an. Ein Rohr war damals noch vergessen worden.



    Vom Haus verläuft alles im eher direktem Weg. Ich habe Kamerafahrten von der Dichtigkeitsprüfung wo ich mal nachschauen kann.

    Die vier Teilstücke sind übrigens alle undicht. Das Prüfunternehmen meinte: "Vermutlich die Dichtungsringe vergessen." Man kann aber kein offensichtliches Leck sehen.
    Das ausführende Bauunternehmen ist inzwischen insolvent.
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  5. #4
    Baufuchs
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    Ich

    würde das auch so verstehen, dass der GÜ bis zur Zusammenführung verlegt und die Verlängerung ab diesem Punkt zum Strassenkanal Sache des Bauherren ist.

    Was sollte sosnt die Formulierung "werden zusammengeführt" bedeuten?

    Hätte der GÜ es wie jetzt abgerechnet beschreiben wollen, hätte es heissen müssen:

    "Abwasserleitungen werden bis 1m außerhalb des Baukörpers verlegt".

    PS:
    Dass das ausführende Baunternehmen zwischenzeitlich insolvent ist, muss Sie nicht berühren, es haftet Ihr Vertragspartner, der GÜ.
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  6. #5
    Themenstarter
    Avatar von Tanguero
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    Danke Baufuchs

    dass Sie das ähnlich sehen.

    Den Eintrag #3 nehme ich wieder zurück, da der GÜ ja nichts dafür kann in welchem Hausabstand der Kanalbauer verlegt.

    Wir haben den Kanalbauer damals wirklich als Eigenleistung beantragt und gesondert bezahlt. Denn wir gingen davon aus, dass dies unsere Aufgabe war. Die Bauaufsicht hat in diesem Sinne auch koordinierend eingegriffen und einen passenden Tiefbauer herausgesucht. Beauftragt haben aber wir und damit sind wir Vertragspartner.

    Ich sehe jetzt nur den Weg, Minderwerte geltend zu machen.

    Da wir durch viele andere Mängel und Abnahmestreitigkeiten nach einem halben Jahr keine vollständige Abnahme vornehmen konnten, plane ich gerade ein Schiedsverfahren mit einem IHK Gutachter.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Tanguero Beitrag anzeigen
    Die Leitungen verlaufen aber zumindest nicht überall im Abstand von 1m vom Haus entfernt, wie man auf ein paar Bildern noch sehen kann...
    falsch verstanden.
    ich meinte die leitungslänge von 1,0m ab hauskante zahlt der GÜ.
    der abstand der leitungen zur hauskante ist egal.
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  8. #7

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    Hoffentlich haben sie nicht die Ringe im Haus vergessen....
    Deswegen wird bei uns der Kanal immer von den St. Wasserwerke abgenommen.
    Sehe das übrigends genauso wie Baumahl
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  9. #8
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    Was denn für Ringe?

    Hoffentlich nicht ein neues Problem.

    Ich weiß nur dass die Rückstauventile wo die Bäder angeschlossen nicht fäkaltauglich (d.h. motorisiert) sind. Unsere Gutachterin meinte, das sei kein großes Problem und so üblich.
    Unser Haus liegt oben auf einem Hügel (d.h. von oben ist nicht viel Wasser zu erwarten) und dann verläuft die Straße mit Kanal gut bergab. Die Straßenoberkante liegt vor dem Haus allerdings ca. 2,5 Meter höher als das die Rückstauventile.
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  10. #9

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    Was denn für Ringe?
    [...]
    Ich weiß nur dass die Rückstauventile wo die Bäder angeschlossen nicht fäkaltauglich (d.h. motorisiert) sind. Unsere Gutachterin meinte, das sei kein großes Problem und so üblich.
    Gemeint sind wahrscheinlich die Dichtringe.
    Geht ja auch viel leichter zu Stecken ohne diese lästigen Dinger....

    Was ist denn das für eine Gutachterin?
    Bliebe noch zu klären, ob eine RSK überhaupt zulässig ist nei der Konstellation oder ob nicht eine Hebeanlage sein müsste.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Tanguero Beitrag anzeigen
    Ich weiß nur dass die Rückstauventile wo die Bäder angeschlossen nicht fäkaltauglich (d.h. motorisiert) sind.
    Ähhh - Wieso DIE Bäder (Plural). Min. ein Bad (WC) MUSS OHNE Rückstausicherung/Hebeanlage in die Kanalisation gehen!!

    Zitat Zitat von Tanguero Beitrag anzeigen
    Unsere Gutachterin meinte, das sei kein großes Problem und so üblich.
    Bitte ganz schnell den Schwachverstand wechseln.
    Wer sowas sagt, nickt noch viel schlimmere Dinge ab.

    MfG
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  12. #11
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    Ich habe eben mit unserem Bauleiter gesprochen und die dritte Interpretationsvariante gefunden, die wirklich zur Anwendung kam:
    Der GÜ hat vom Haus die Leitungen bis zum Knotenpunkt verlegt. Ab da hat unser insolventer Kanalbauer verbunden und weitergeführt. (Also das was auf dem ersten Bild zu sehen ist und von da weiter.)
    Jetzt geht es wahrscheinlich um Zentimeter ab wo die Un-Dichtigkeit genau gemessen wurde.

    Innen sieht das so aus:
    Zur Pumpe laufen entlang der linken Wand die Entwässerung der Heizung, von hinten Wachmaschine und ein Ausgußbecken und von unten das Abwasser vom Gästebad (hinter der linken Wand)
    Die Pumpe habe ich mit Teichfolie abgedichtet, für den Fall daß sie gewartet und entfernt werden muss. Sonst würde der Schmocker aus den Rohren dann unter den Estrich laufen. Die Bodenplatte ist bis auf die Bewehrung weggestämmt um das Ganze tiefer zu setzen. Der Fliesenleger wollte das Ganze mit ner blauen Dichtungsmasse machen, ist aber gescheitert.
    Den elektriker habe ich noch angewiesen die Pumpe nicht über Stecker und Steckdose zu betreiben. Das würde garantiert mal jemand ausstöpseln...



    Zum Rückstauventil darüber läuft noch der Küchenabfluß von links und Kinderbad von oben.
    Das Rohr mußte ich notdürftig mit Kordel fixieren, da die vom Installateur eingesetzen Kabelbinder rissen. Ich Werde die Sache noch an der Decke befestigen müssen.



    Am anderen Rückstauventil hängen Gäste-WC und Elternbad.



    Wenn jetzt der Jahrhundertregen eintritt, sollte natürlich die Waschmaschine nicht laufen und ich muß mein Geschäft im Garten erledigen.
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  13. #12

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    Die Anschlüsse der Leitungen über die Rückstauklappen sind einfach nur .
    Und beim Sanitärhandel gabs wohl grad ne Aktion 20% auf Bögen?

    Spass beseite. Diese Bogenorgie ist eine Garantie für Verstopfungen, die Leitungen gehören komplett neu angeschlossen.
    Der Rückstauer im letzten Bild kann zu 99,9 % komplett weg, die andere Leitungsführung muss geändert und so hergestellt werden, dass Kabelbinder und Paketschnur ihrer normalen Verwendung zugeführt werden können.

    Nochmal - Bitte den Schwachverstand wechseln.
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  14. #13

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    nachgefragt....

    ...wozu ist denn der Rückstauverschluß da????

    Ich nix verstehen....

    Wenn ich die Bilder richtig interpretiere (???), dann kommt doch da die Gülle aus dem EG an, läuft über den Rückstauverschluß und ab geht's nach draußen...so weit richtig?

    Nun nehme ich mal an, daß die San.-Gegenstände im EG oberhalb der sogenannten Rückstauebene (OK Straße, in der der Kanal läuft) liegen, also WC im EG liegt oberhalb des Straßenniveaus...ist dem so...?

    Dann nämlich wäre der Rückstauverschluß überflüssig.

    Zudem: Über "normale" Rückstauverschlüsse dürfen keine Fäkalienwässer laufen, da diese auf Grund ihrer nicht ausschließlich flüssigen Zusammensetzung sonst ide Rückstauklappe blockieren könnten. Im KG, wo ein solcher RSV durchaus notwendig sein dürfte, müßte dieser motorisch betrieben werden....

    Und die Leitungsverlegung....alle Achtung.....

    Thomas
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    @ Thomas
    Die Hebeanlage wird vermutlich einen RSV brauchen, da die UK Kellerdecke wohl unter Gelände liegt (sonst würde ich mir Gedanken über die frostfreie Verlegung machen) und somit die Druckleitung nicht über Gelände/Stauniveau hochgeht.

    Aber der Rest ist der Oberhammer. Wo finden die BT/GÜ eigentlich immer solche "Fachbetriebe", die sich mit sowas die letzte Chance auf Gewinn versaubeuteln.
    Ich raff es nicht.

    MfG
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  17. #15
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    Aber eine Chance auf den Baumurks Bildwettbewerb 2009 habe ich hofentlich nicht?

    Wie in #8 geschrieben liegt der Gullideckel ca. 2,5m höher als die Rückstauklappen. Da die Straße mit Gefälle aber vor dem Haus vorbei fließt, ist das schwierig zu bestimmen.
    Die Geländepläne haben zu wenige Meßpunkte.

    Die Rückstauklappen sind ja durch Wirken unserer Gutachterin nachträglich eingebaut worden. Die Rohrführung war vorher direkter, sieht man an der fehlenden Wandfarbe. Danach ist der Punkt von der Mängelliste gestrichen worden. D.h. eigentlich haben wir das so abgenommen. Wenn ich eine andere Klappe einsparen könnte wäre mir das lieb, da sie ja auch verstopfen kann. Die Gästetoilette ist aber garantiert unter Straßenniveau.

    Wo bekomme ich denn mehr Sachverstand her? Bei der IHK ist die Auswahl begrenzt und ob das Erfolg bringt??? Frag z.B: drei Ärzte und Du bekommst fünf Antworten. Bei Informatikern übrigens genau so.
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