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Fließt Eigenkapital in den Kredit?

Diskutiere Fließt Eigenkapital in den Kredit? im Forum Baufinanzierung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Fließt Eigenkapital in den Kredit?

    Die große Frage der Banken bei Kreditanfrage ist immer haben sie Eigenkapital?
    Klar die wollen sich auch absichern und dafür gibts dann auch bissel günstigeren Zins.
    Nun sagte mir aber ein Bekannter das ich das eigenkapital gleich zur Tilgung in den Kredit hauen muß. Dies war mir bisher nicht so klar und wurde von den Banken so auch nicht geäußert.
    Ist dieses Verfahren tatsache üblich?
    Dann habe ich ja quasi über mein eigenes Kapital keine frei hand mehr, d.h. von Kreditsummen kann ich z.b keinen Möbel kaufen, kann keine helfenden Freunde zahlen usw.

    Andererseits sagte mir z.b. die LBS das auch das Grundstück reichen würde
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  2. Fließt Eigenkapital in den Kredit?

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  3. #2

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    Hallo,

    Du solltest Dich dringend mehr mit der Materia Finanzierung auseinander setzen. Einige Basics sollten schon da sein, wenn man sich auf so ein Abenteuer einläßt.

    Also, mit den Eigenmitteln wird natürlich nicht das Darlehen getilgt. Es vermindert die aufzunehmende Summe. Die Banken setzen in der Regel eine gewisse EK Quote voraus, da normalerweise die Entstehungskosten höher sind als der Wiederverkaufswert im Falle eines Falles. In den Entstehungskosten sind nämlich auch Kosten wie z. B. Notarkosten, Grunderwerbssteuer o. ä., welche beim evtl. Verkauf nicht mehr reinkommen. Diese sollten also mindestens als Eigenkapital vorhanden sein. Je höher das eingesetzte EK, also je weniger Geld man von der Bank bekommen muß, desto geringer das Risiko der Bank, im Falle eines Falles Geld abschreiben zu müssen. Und dieses geringere Risiko "belohnen" die Banken in der Regel mit niedrigeren Kreditzinsen.

    Ein bereits vorhandenes Grundstück ist mit seinem Wert EK gleichzusetzen, es sei den, der Kaufpreis für das Grundstück muß ganz oder teilweise mitfinanziert werden. Dann gilt natürlich nur der Teil als EK, welcher nicht finanziert wurde.

    Grüße
    Der Agent
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  4. #3
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    Darum stelle ich ja jetzt auch schon mal Fragen da es noch nicht ganz so weit ist, wollen dies JAhr noch sparen, außer der Zins geht noch weiter runter. Und das das Eigenkapital in Kredit fließen sollte hatte mich auch sehr verwirrt.

    Ok dann ist das ja geklärt und ich beruhigt!
    Grundstück ist schon da und bezahlt, so wie auch der Notar und Grunderwerbssteuer.
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  5. #4
    Avatar von Andreas1705
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    Hallo,

    ich glaube die Frage ziel eher in die Richtung "muss ich mein EK gleich verbraten oder kann ich das erstmal behalten und davon später Möbel kaufen oder Helfer bezahlen". Hier ist es i.d.R. so, daß die Bank verlangt, daß zunächst das EK eingesetzt wird und dann der Kredit - nach Baufortschritt - ausgezahlt wird. Wenn dann das EK, z.B. für Grundstück und Rohbau ausgegeben ist, kommt der Rest über den Kredit. Da die Bank sicherstellen will, daß der Kredit auch ins Haus fließt (ist ja schließlich ihre Sicherheit), kann man davon i.d.R. nur Sachen bezahlen, von denen man auch belegen kann, daß sie in die Immobilie fließen (also i.d.R. keine Möbel - aber z.B. Einbauküchen).

    Wir haben es z.B. so gemacht, daß wir nicht unser gesamtes EK bei der Bank angegeben haben, sondern nur soviel, daß wir in die nächst günstige Zinsregion kommen. Dann bleibt noch Kohle in der Hinterhand von der man Dinge 'rund um den Bau' finanzieren kann, die mann üblicherweise nicht über die Bank manchen (z.B. wo es keine Rechung gibt oder eben Möbel etc.).

    Andreas
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  6. #5

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    Richtig. Man sollte den Begriff "Eigenkapital" vielleicht genauer definieren.

    Bei der Hausfinanzierung stellt das Eigenkapital die Summe dar die für den Hausbau zur freien Verfügung steht, und die dann in die Finanzierung mit eingerechnet wird. Das hat nur bedingt etwas mit dem eigenen "Vermögen" zu tun.

    Wer also noch seine Möbel oder sonstiges Inventar kaufen möchte, sollte dafür parallel zur Hausfinanzierung rechnen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter

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    Richtig das EK sollte nicht das ganze Vermögen sein!
    Aber die Sache das man erst das eigene Kapital verpulvern soll ist privat gesehen ja schon etwas blöde. Ist davon dann ein Beweis zu erbringen?
    Weil ich hatte so gedacht, dass ich die Summe die für den Bau geplant aufnehme und für Komplikationen, Sonderwünsche die beim Bau entstehen und Außenanlagen das EK einfließt.
    Wenn ich nun erst das EK einbringen und man doch mit der geplanten Summe hinkomme habe ich evtl. sogar Geld vom Kredit übrig, welches ich dann wohl schlecht einfach zurück geben kann oder gar für andere Posten nutzen könnte.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von blurboy Beitrag anzeigen
    Aber die Sache das man erst das eigene Kapital verpulvern soll ist privat gesehen ja schon etwas blöde.....
    Wenn Du Dein EK für DEIN Haus einsetzen sollst wäre das "verpulvert"?

    Zitat Zitat von blkurboy
    Wenn ich nun erst das EK einbringen und man doch mit der geplanten Summe hinkomme habe ich evtl. sogar Geld vom Kredit übrig,
    Geld bleibt in den seltensten Fällen "übrig".

    Und wenn doch, dann steckst Du das eben in die Sondertilgung.

    Die Wahrscheinlichkeit, daß noch Geld benötigt wird, ist schon deutlich höher. Dann hängt es davon ab, was Du noch an Reserven hast (Vermögen), oder man muß nachfinanzieren.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Hier ist es i.d.R. so, daß die Bank verlangt, daß zunächst das EK eingesetzt wird und dann der Kredit - nach Baufortschritt - ausgezahlt wird.
    Öhms ... ich weiss nicht mit was für Banken da gearbeitet wird.
    Ich würde meinem Bänker die Ohren abreissen, sollte er sich getrauen sowas auch nur ansatzweise anklingen zu lassen.

    Wie und wann ich *mein Eigenkapital* verwende entscheide immer noch ich.
    Wenn das dem Bänker nicht passt, darf er gerne gehen ... mit samt seinem Kredit.

    Manchmal verstehe ich das Geeier das da vollführt wird nicht wirklich.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  10. #9
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    Genau so sehe ich das mit dem EK auch Achim!

    Sicher ist es unwahrscheinl. das was übrig bleibt, aber bei mein ehmals besten Kumpel wars auch so, der hat fast alles in Eigenleistung gemacht und hatte dann göaub ich noch 20T€ übrig und wehe dann dem der einen Vertrag ohne Sondertilgung hat.
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  11. #10

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    I.d.R. sollte man das ohne eingeplante Eigenkapital schon zuerst verbrauchen, manche Banke snd da wohl schärfer, andere nicht. Ich hatte auch immer einen Teil für Kleinsachen zurückgehalten.
    Aber solange man keine Bereitsellungszinsen zahlen muss, ist es auch günstiger erst mal das Geld zu verbraten, für das man keine Zinsen zahlt.
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  12. #11
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    Ja aber gibt es noch gr. Banken die keine Bereitstellungszinsen nehmen?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Wie und wann ich *mein Eigenkapital* verwende entscheide immer noch ich.
    Siehste, das ist beispielsweise der Unterschied ob Du bei Deiner Bank der "Achim Kaiser" bist, oder die 123456789.

    Wie die Auszahlung des Darlehens erfolgt kann man mit der Bank festlegen. Denen könnte es an sich egal sein, ob Du das EK zu Beginn, oder erst später einsetzen möchtest. Die Praxis zeigt jedoch, daß man erwartet, daß EK zuerst verwendet wird.

    Letztendlich ist es auch egal ob und wann das EK eingesetzt wird, aber die Banken denken immer auch an Risikominimierung. Wer weiß, ob der Kreditnehmer zum Ende des Baus überhaupt noch etwas EK übrig hat (Ach die Kreuzfahrt war gerade so günstig, und dank Abwrackprämie habe ich mir halt ein neues Auto gekauft) und dann steht eine halbfertige Bude in der Landschaft und die Bank kann nachfinanzieren.

    Dann läuft der Kunde noch Amok weil sich die Konditionen verschlechtern und schon ist Stress angesagt.

    Ob ICH das für richtig finde spielt keine Rolle. Ich wollte nur darlegen wie die Banken (meist) denken.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
    Themenstarter

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    Ok Ralf du hast es irgendwie doch gut dargestellt wie die Bank denken könnte, aber ich würde gar net auf solch idiotische Gedanken kommen, sondern auch während der Bauphase sehen, dass ich noch das EK vermehrt bekomme, aber es gibt wohl genügend die anders denken.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Andreas1705
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    Zitat Zitat von blurboy Beitrag anzeigen
    Ja aber gibt es noch gr. Banken die keine Bereitstellungszinsen nehmen?
    ja, siehe hier:

    https://www.creditmutuel.fr/cmcee/de.../vorteile.html

    Im übrigen habe ich bei unserer 'Finanzierung-Tour' keine Bank gesehen, die bereit ist, die Kreditsumme sofort komplett auszuzahlen und auf einen Nachweis zur EK Verwendung zu verzichten.

    Es gibt offenbar genug Fälle, wo die Kohle dann doch eher in Autos, Reisen, Ablösung verschwiegener Altkredite etc geflossen ist und am Ende hat die Bank einen Kredit am Bein und keine Sicherheiten...

    Kann das vorgehen der Banken hier schon nachvollziehen.

    Andreas
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  17. #15

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    Ja aber gibt es noch gr. Banken die keine Bereitstellungszinsen nehmen?
    Je nach Verhandlungsgeschick kann man schon mal en halbes Jahr rausholen.

    der Bank kann es chon deshalb nicht ganz egal sein, weil, wenn eine Insolvenz droht und zwangsversteigert wird, dann steigert das schon verbaute Eigenkapital den Wert der Immobilie und damit wahrscheinlich den Versteigerungserlös. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass das Eigenkapital schon anderweitig "verbraucht" wurde. Zudem unterwirft man sich zwar mit seinem gesamten Privatvermögen, in der Praxis ist da aber schon etwas schwerer dranzukommen als an die Immobilie.
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