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  1. #1

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    Loch in Fußboden 2.OG Betonplatte gießen!

    Hallo Experten, ich habe mich hier angemeldet weil ich eine Wohnung saniere und nun vor einem konkreten Problem stehe, dessen Lösung Fachwissen erfordert.

    Mein (zukünftiges) Badezimmer hat ein riesiges Loch im Fußboden. Hier waren einmal die Etagenklos deren Seitenwände entfernt wurden. Die Tür mussen wegen Denkmalschutz zumindest optisch vom Treppenhaus aus gesehen, bestehen bleiben.

    Der Plan ist nun eine Betonplatte (Rot) zu gießen. Die bestehende Bodenplatte ist 30cm stark und aus Beton. Die künftige Platte soll ebenso dick werden und oben wie unten bündig mit dem übrigen Fußboden abschließen.
    Die Tür soll bis Unterkante Decke/FB zugemauert werden, diese Mauer soll dann als Auflagefläche dienen (Grün) ebenso ein Mauervorsprung der noch hochgemauert wird (Blau).

    In das Gemäuer und in die FBplatte sollen dann (irgendwelche?) Eisen/Metallstangen o.Ä. eingelassen werden damit das besser hält. Soweit zumindest mein Plan.

    Wie würde dass ein Profi denn lösen?

    Für Vorschläge oder sonstige Anregungen wäre ich sehr dankbar.

    Mfg Max


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  2. Loch in Fußboden 2.OG Betonplatte gießen!

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  3. #2
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    Weiter Fragen sind auch noch: Was für Beton muss ich denn nehmen? Ich habe noch Säckeweise "Betonestrich" fein, kann ich den nehmen?

    Soll ich Stahl mit in den Guss einlassen?

    Wie verschale ich das alles am besten?
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  4. #3

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    So einfach geht das nicht!!

    Ich bezweifele, daß die 30 cm eine einheitliche Betondecke sind.
    Vermutlich ist ein Teil davon schwimmender Estrich.

    Dann muß man vor Ort(!) feststellen, wie die Tragrichtung der vorhandenen Decke ist.
    Hat die überhaupt noch ein Auflager???

    Das mit der grünen Mauer ist vermutlich gut, die blaue vermutlich nicht notwendig.
    Vor Ort muß man ein tragsystem festlegen und danach die Bewehrung berechenen.

    pauline

    Bei Lebkuchenhäuser kann man darauf verzichten
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  5. #4
    Avatar von drulli
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    Du bist doch sicher nicht der Einzige in dem Haus mit solch einem Loch. Schließt Euch doch zusammen. Ist an der Sanierung sonst kein Experte beteiligt?
    Das würde ich planen lassen und nicht die Verantwortung dafür übernehmen...
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  6. #5
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    Also die Decke ist 32cm dick. Die Struktur von unten nach oben wie folgt: ca 1cm Putz - 20cm Beton - 1cm Dämmung plus eine Lage Dachpappe - 8cm Estrich - 2cm roter, scheinbar ebenfalls gegossener, roter Fußbodenbelag.

    Die Betonschicht ist mit Moniereisen durchzogen welche an der Bruchstelle sichtbar sind.
    Ein befreundeter Maurermeister sagte mir heute dass meine Lösung im Ansatz richtig ist allerdings solle noch ein Betonstahlgeflecht eingegossen werden.

    Ich bin in der Tat nicht der einzige mit diesem Loch. Meines ist jedoch das erste, keiner hat sich da bisher rangetraut. Über mir sind dann noch zwei davon zu vergießen.

    Laut einem Gutachten ist die Entfernung der Seitenwände der Etagenklos statisch jedenfalls unbedenklich da die Fußbodenplatte nicht auf diesen Wänden auflag und diese somit keine tragende Rolle spielten.

    Die Mauer an der Tür ist jetzt schon hochgemauert und bildet eine solide Auflagefläche.
    Auch habe ich heute auf der Innenseite der Decke eine Testbohrung von 18mm 20cm tief in den Beton gemacht. Dabei kam kein roter Bohrstaub zutage sodass ich jetzt wirlkich sicher bin dass diese Platte massiv ist.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von flaxmo Beitrag anzeigen
    Also die Decke ist 32cm dick. Die Struktur von unten nach oben wie folgt: ca 1cm Putz - 20cm Beton - 1cm Dämmung plus eine Lage Dachpappe - 8cm Estrich - 2cm roter, scheinbar ebenfalls gegossener, roter Fußbodenbelag.

    Die Betonschicht ist mit Moniereisen durchzogen welche an der Bruchstelle sichtbar sind.
    Ein befreundeter Maurermeister sagte mir heute dass meine Lösung im Ansatz richtig ist allerdings solle noch ein Betonstahlgeflecht eingegossen werden.

    Laut einem Gutachten ist die Entfernung der Seitenwände der Etagenklos statisch jedenfalls unbedenklich da die Fußbodenplatte nicht auf diesen Wänden auflag und diese somit keine tragende Rolle spielten.

    Die Mauer an der Tür ist jetzt schon hochgemauert und bildet eine solide Auflagefläche.
    .
    Wenn da schon ein Gutachten existiert, wäre es doch am einfachsten, wenn der Gutachter, der ja offenbar die Struktur ermittelt hat, auch einen vorschlag für das neue Deckenteil macht.

    Es muß ein TRAGSYSTEM entstehen, das entsprechend der wirkenden Kräfte aufgelagert wird. Es nützt grundsätzlich nichts, ein Auflager vorzusehen, aber dort keine Kräfte hinzuleiten.

    Der Beton ist natürlich nicht "Dumm" und es wird sich ein Tragsystem ausbilden, das diese Auflager dann doch nutzt. Aber dazu sind in der Regel erst einmal Risse und ähnliches notwendig bis sich das neue tragsystem von selbst ausbildet.

    Das wird zumindest einige Gemüter, auch zu recht, beunruhigen. Und gelegentlich fällt eben doch etwas runter.....

    Ein Mauerer kann das eigentlich nicht beurteilen. Dazu wurde er nicht ausgebildet.

    Er kann aber in der Regel beurteilen, ob man in der Mauer einige Läufersteine für ein Deckenauflager entfernen kann. Das können die Leute mit entsprechend langer Erfahrung schon abschätzen.

    Wie dick sind denn die Wände??

    pauline
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  8. #7
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    An den Gelb markierten Stellen beträgt die Wand 36cm. Hier sind auch zwei weitere Auflager geplant respektive wurden schon (nicht durch mich) geschaffen. Die Grundfläche der Auflager beträgt 2 und 3 dm^2 wobei eines noch vergrößert werden könnte durch Entfernen eines weiteren Steines.

    Was meinst du damit es nütze nichts ein Auflager vorzusehen aber dort keine Kräfte hinzuleiten? Wenn die Platte aufliegt wirkt doch zumindest die Gewichtskraft der Platte und an den Seiten wirkt eine Scherkraft auf die Moniereisen. Wenn ich genug Moniereisen reinstecke (Abstand 10cm) sollte das doch auch ein stabiles Auflager ergeben.

    Oder meinst du dass der Beton beim "setzen" übermäßig Risse bildet oder gar bricht?
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  10. #8

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    Zitat Zitat von flaxmo Beitrag anzeigen
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    An den Gelb markierten Stellen beträgt die Wand 36cm. Hier sind auch zwei weitere Auflager geplant respektive wurden schon (nicht durch mich) geschaffen. Die Grundfläche der Auflager beträgt 2 und 3 dm^2 wobei eines noch vergrößert werden könnte durch Entfernen eines weiteren Steines.

    Was meinst du damit es nütze nichts ein Auflager vorzusehen aber dort keine Kräfte hinzuleiten? Wenn die Platte aufliegt wirkt doch zumindest die Gewichtskraft der Platte und an den Seiten wirkt eine Scherkraft auf die Moniereisen. Wenn ich genug Moniereisen reinstecke (Abstand 10cm) sollte das doch auch ein stabiles Auflager ergeben.

    Oder meinst du dass der Beton beim "setzen" übermäßig Risse bildet oder gar bricht?
    Eine Betonplatte ist im Grunde ein Balken, die auf zwei gegenüberliegenden Stützpunkten aufliegt.

    Fehlt ein solcher Stützpunkt, macht es Bauz.

    Da hilft es auch nicht, wenn zwei Stützpunkte nebeneinderliegen. Die andere Seite purzelt runter. Auch Bauz.

    Darauf müssen die Eisen und die Auflager abgestimmt sein. Ist die Unterstützung nebeneinander, versucht der Beton sich noch irgendwie zu halten, es gibt Risse und manchmal bleibt es ja auch oben.

    Nur beim Lebkuchenhaus kann man das mit Zuckerguß festhalten.

    pauline
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  11. #9

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    Ich würde hier Auflagertaschen 0,5m lang* 0,20m hoch und 0,15cm tief in die Wände, vorschlagen, wo es die Wände halt hergeben....Desweiteren ist die Idee mit der Anschlussbewehrung in die bestehende Decke zu Bohren und mit ....HIT zu verkleben auch nicht schlecht. Desweiteren nehme ich an das die Decke 2 Lägig bewehrt werden muss. Jedoch würde ich an deiner stelle mal dieses Bildchen nehmen und mal eben beim Statiker vorbei schauen und ihn lieb fragen ob er nicht mal eben drüber schauen kann, um sicher zu sein das es hält
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