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  1. #1

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    FI-Schutzschalter: Wieviele?

    Wir beschäftigen uns im Moment damit, wieviele Schutzschalter wir für unser 155qm Haus (ohne Keller) installieren wollen. Standard ist bei unserer Baufirma 1 FI-Schutzschalter. Habe aber nun gelesen, dass davon abgeraten wird.

    Wieviele werden denn empfohlen? Habe schon gelesen, einer fürs Bad und einer für den Rest des Hauses.

    Bin auf eure Meinungen gespannt...
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  2. FI-Schutzschalter: Wieviele?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Nach DIN ist nur einer heutzutage für Neuanlagen sowieso unzulässig!

    Unabhängig davon ist es sehr sinnvoll, eine Aufteilung vorzunehmen, aber andererseits nicht zu sehr.

    Auf jeden Fall sollte man alle Außenanlagen (einschließlich Außenbeleuchtung) auf separaten FI legen!

    Für ein Haus dieser Größe dürfte es auf etwa 3 bis 6 FI-Schutzschalter hinauslaufen.
    Es kommt auf die Zahl und Zuordnung der Endstromkreise an und auch darauf, ob es nur eine Zentralverteilung gibt oder mehrere (Stockwerks-)Unterverteiler.

    Achtet bitte auch darauf, daß die allgemeinen Steckdosenstromkreise NICHT (wie vielfach üblich) mit B16A abgesichert werden, sondern besser z.B. mit C13A.
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  4. #3

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    kleiner Tip am Rande: Achte darauf, das die Beleuchtung für den Kasten/Raum nicht am gleichen FI hängen oder , nur die Beleuchtung dieses Raums nicht die Steckdosen, gar nicht am FI hängt. Denn wenn der FI auslöst ist:
    1. grundsätzlich die Batterie der Taschenlampe leer und
    2. es draußen Nacht

    Im stockdunklen im Sicherungskasten herumkramen ist immer wieder ein besonderes Erlebnis.
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  5. #4

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    @Julius: Warum C13 statt B16?

    Mit 13A könnte es bei manchmal (ok, selten) bei mir schon eng werden. Aber 13A ist für Billig-Verteilerdosen sicherlich besser, da sonst die Verflüssigung einsetzt...

    Ist denn mit 13A C-Charakteristik zulässig? Bei 16A ist C-Charakteristik ja AFAIK nicht zulässig (aber ist auch nicht wirklich mein Spezialgebiet)...

    Gruß,
    Martin
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  6. #5

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    Die C-Charakteristik ist dann zulässsig, wenn der Schnellauslöser noch abschaltet, also die Leitungslänge den Kurzschlusstrom nicht zu sehr begrenzt.
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  7. #6

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    Aber C16 für Schuko ist doch grundsätzlich nicht zulässig, oder? (Im Gegensatz zu CEE-Dosen...)

    Ich könnt natürlich auch den Hösl ausm Regal holen und nachschauen ;-)
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von Eumeltier Beitrag anzeigen
    Ich könnt natürlich auch den Hösl ausm Regal holen und nachschauen ;-)
    Dann mach mal.
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  9. #8

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    .........??? ist da heute nicht was ganz anderes gefordert??? soweit ich informiert bin, muß jeder steckdosenkreis und jeder lampenkreis mittels fi abgesichert werden, auch wenn man einen altbau neu verdrahtet??????
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  10. #9

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    @ Eumeltier

    C16 für Schukos sollte man nur im wirklichen Bedarfsfall machen, z.B. bei Einzelsteckdosen für bestimmte Verbraucher (z.B. Wechselstrom-Schweißgerät).

    Es ist dann zulässig, wenn die Abschaltbedingungen sowohl für Kurzschluß als auch bei indirektem Berühren eingehalten werden.
    Da heute sowieso generell 30mA-FI-Pflicht für alle Steckdosenstromkreise (bis 20A gilt), ist das meist kein Problem. Sofern die Leitung nicht zu lang ist.

    C 13A ist aber fast immer der bessere Kompromiß, insbesondere bei 1,5er Aderquerschnitt und/oder ungünstiger Verlegeart!

    Aber auch an die Belastung der Steckverbinder denken. Heutige Thermoplast-Messingblech-Schukos rauchen wesentlich früher ab als die guten alten Keramik-Stahlfeder-Preßstoff-Dinger...
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  11. #10

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    @ LiBa

    So ähnlich.
    Für Steckdosenstromkreise gilt die 30mA-FI-Pflicht inzwischen endlich generell.
    Bei reinen Lichtstromkreisen hängt es von verschiedenen Parametern wie der Netzform und Vorgaben des örtlichen VNB ab.
    Aber wenn man bedenkt, wie schnell mal ein Badezimmerspiegelschrank mit eingebauter Steckdose oder eine ebensolche Arbeitsplatzleuchte in der Küche nachträglich und oft durch Laien montiert werden, führt eigentlich NICHTS an FI für ALLE Haushaltsstomkreise vorbei!!!

    Bei mehreren FI (Aufteilung ist eh vorgeschrieben) und geschickter Verteilung ist auch die Verfügbarkeit kein Problem.

    Für "neu verdrahteten Altbau" gelten diese Forderungen ebenso wie bei Neubauten.
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  12. #11

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Zitat Zitat von tommythewho Beitrag anzeigen
    Wir beschäftigen uns im Moment damit, wieviele Schutzschalter wir für unser 155qm Haus (ohne Keller) installieren wollen. Standard ist bei unserer Baufirma 1 FI-Schutzschalter. Habe aber nun gelesen, dass davon abgeraten wird.

    Wieviele werden denn empfohlen? Habe schon gelesen, einer fürs Bad und einer für den Rest des Hauses.

    Bin auf eure Meinungen gespannt...
    Also die Dinger brauchen ja auch Platz in der Verteilung. Aber mindestens 2 Stück sollten es schon auf jedem Stockwerk sein. Den Rest kann man als Kür ansehn.

    Auch wenn das bisher hier im Forum abgelehnt wurde: IN einem Fachaufsatz habe ich vor wenigen Wochen gelesen, Kühlschrank, Gefrierschrank, Heizung u. ä. besser nicht mit FI schützen.

    Die Schäden aus aufgetauten Gefrierschränken oder ausgefallener Heizung im Winterurlaub sind wohl doch größer. Und brennen wird so ein geschlossenes Agregat wohl auch nciht so oft.

    pauline
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  13. #12

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    Auch wenn das bisher hier im Forum abgelehnt wurde: IN einem Fachaufsatz habe ich vor wenigen Wochen gelesen, Kühlschrank, Gefrierschrank, Heizung u. ä. besser nicht mit FI schützen

    Die Schäden aus aufgetauten Gefrierschränken oder ausgefallener Heizung im Winterurlaub sind wohl doch größer. Und brennen wird so ein geschlossenes Agregat wohl auch nciht so oft.
    Das ist Käse, so teuer kann der Inhalt des Kühlschranks gar nicht sein. Nicht mal im vergleich mit der Schwiegermutter.
    Und das Risiko einer Fehlauslösung bei korrekter Installation und Abwesenheit ist gering.
    In der Regel löst der FI nicht ohne Grund aus. Eine Trennung der Ausseninstallation ist ohnehin anzuraten (verringert Wetter-, Gewitter- und Sabotageeinflüsse)
    Dass die Heizung eine sonstige Funktionsstörung hat ist wahrscheinlicher.

    Vergleicht man also das Risiko(=Auftrittswahrscheinlichkeit*Potenzielle_Sc hadenhöhe) der Varianten mit und ohne FI, wird man zu dem Schluß kommen, dass mit besser ist.

    Wenn man Paranoid ist, kann man auch FIs mit automatischem Wiedereinschalter einabauen.

    Ich habe 6, auf jedem Stockwerk 2. Auf einem liegén die jeweiligen Zimmer und auf dem anderen der Flur und andere Dinge wie Heizung etc. Dadurch bekommt man einen Ausfall auch schnell mit. Man kann natürlich auch Meldekontakte anbauen. Im EG hängt am Flurkreis nur noch Klingel und Aussenbeleuchtung bzw. -steckdosen (diese sind aber zusätzlich 2-polig von innen abschaltbar und im Ruhezustand aus).
    Da der UV jeweils im Flur hängt, kann er beim Ausfall eines FI immer entweder vom Flur oder vom nächsten Zimmer aus beleuchtet werden, je nachdem welcher FI fällt.
    Mehr wäre vom verfügbaren Platz in den UVs (jeweils 6-reihig) kaum möglich gewesen.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von pauline10 Beitrag anzeigen
    IN einem Fachaufsatz habe ich vor wenigen Wochen gelesen, Kühlschrank, Gefrierschrank, Heizung u. ä. besser nicht mit FI schützen.
    Ich weiß ja nicht, wie alt das Kochbuch war, in dem Du das gelesen hast...
    Aber inzwischen haben wir Februar 2009, die Übergangsfrist ist eindeutig um.
    Daher ist es endlich auch in Deutschland schlichtweg unzulässig, diese Geräte NICHT auch mittels 30mA-FI-Schutzschalter zu schützen!!!

    Abgesehen davon, war jene Aussage auch vorher ziemlich wertlos, weil die Stromversorgung in Deutschland nicht technisch einheitlich erfolgt. Und in den TT-Gebieten war es bereits vorher in den allermeisten Fällen nicht möglich, die Abschaltbedingungen ohne FI einzuhalten.

    Über die Ammenmärchen von den unbegründet auslösenden Fehlerstromschutzschaltern können Fachleute und Nutzer, die taditionell in TT- oder in Mischgebieten ansässig sind, sowieso nur lachen.
    Damit suchten die TN-Bewohner bzw. -Installateure, BT etc. nur ne billige, reißerische Begründung, um ihren vorsintflutlich niedrigen Sicherheitsstandard irgendwie zu rechtfertigen. In Wahrheit war das nur ne Mischung aus Unkenntnis, Dummheit, Leichtsinn und stümperhaft ausgeführten Anlagen.

    Selbst für kritische Einsatzbereiche, wie Einzelgehöfte an langen, oberirdisch geführten Netzausläufern, gibt es längst gute und zuverlässige technische Lösungen (z.B. stromstoßfeste, kurzzeitverzögerte FI oder eben solche mit automatischer Wiedereinschaltung)!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von upD8R
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    Stolpere auch gerade über einen Passus in einer mir vorliegenden BV, die nur einen FI erwähnt.

    Wo finde ich denn die Infos, was heute Vorschrift ist? Die DINs sind nicht allgemein zugänglich, oder?

    Gab es nicht auch mal einen Empfehlung über die Anzahl von Abschlussstellen/Steckdosen pro Raum oder irre ich mich da?
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  17. #15

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    Vorschrift für RCD/FI ist derzeit:
    1) Alle für Laien zugänglichen Steckdosen müssen über RCD(s) abgesichert sein
    2) Beim Auslösen einer Sicherungseinrichtung darf nicht das gesamte Haus stromlos sein. Macht mindestens 2 RCD/FI.
    Für die Mindestanzahl der E-Anschlüsse gibts ne DIN, ja. Einfach mal die Suche nützen!
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