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  1. #1

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    Montage Carport an Vollwärmeschutz

    Hallo an alle,
    an meinen Neubau möchte ich an einer Seite einen Stahl Carport montieren. Allerdings soll an die Wand vorher ein 160er Vollwärmeschutz. Ein befreundeter Stahlbauer empfahl mir vor der montage des Vollwärmeschutz mind. 3 Stahlkonsolen an die Wand zu schrauben auf die man danach den First-Stahlträger auflegen kann. Allerdings sollten diese Konsolen aus ca. 120er IPE-doppel-T Trägern, auf die ca 200x200er Stahlplatten aufgeschweißt werden ausgeführt werden. Wenn ich jetzt die Wärmeverluste der 3 doppel T-Träger berechne, komme ich theoretisch auf das selbe Ergebnis wie wenn ich die Wand nur mit 13cm isolieren würde und dafür das Carport weglasse...(Kältebrücke mit 40cm² Stahl ) Und da sucht man dann nach alternativen...
    Was haltet Ihr davon, wenn ich den Bereich hinter dem Stahlträger nicht mit Styropor isoliere sondern mit Foamglas F. das hat einen Bemessungswert der Druckspannung von 0,53MPa (zum Vergleich Styrodur =0,13MPa)
    Wenn ich den (Pfetten)Stahlträger jetzt mit 12St. M12 Edelstahl-Gewindestangen (mit Hilti Hit eingeklebt) montiere (Vorspannkraft ca 25kN bei 50Nm) komme ich bei einer Fläche des U-förmigen Stahlträgers von ca 0,9m² auf eine mittlere Flächenpressung von ca. von 0,33MPa (12*25kN/0,9m²). Die senkrecht dazu addierende Gewichtskraft des Schneebeladenen Carports von ca 50kN sollte auch noch OK sein.

    Was haltet Ihr von der Idee?
    habt Ihr bessere Ideen?
    Kennt Ihr fertige Systeme für solche Anwendungen?
    Schon jetzt Danke für eure Bemühungen
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  2. Montage Carport an Vollwärmeschutz

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Dafür gibt es geeignete evtl schon geeignete Produkte wie Montagequader, Schwerlastkonsolen u.ä.
    z.B. hier.
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  4. #3

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    Vorsicht mit dieser Befestigung!

    Eine thermische Trennung könnte mit 20mm dicken Kernkompaktlagern z.B. der Fa. Calenberg
    erfolgen.

    Sind die 50 kN charakterische Lasten oder Design Lasten (Mit Gamma bereits multipliziert)?
    Hier sind doch vor allem Querkräfte in einen dafür geeigneten tragenden Untergrund einzuleiten. Die Dübel müssen in der tragenden Wand verankert werden. Weder vom Foamglas, noch vom Polystyrol noch vom Mauerwerk als Verankerungsuntergrund können diese Querkräfte auch nur annähernd aufgenommen werden. Hier sind z.B. entsprechende Betonquader aus C20/25 als Verankerungsgrund in der Tragwand notwendig.
    Die Dübel erhalten durch die thermische Trennung zusätzlich noch Biegung und Zug aus dem Versatzmoment. Vermutlich sind auch noch Zugkräfte aus Wind auf das Carport und/oder Stabilisierung einzuleiten. Die Abstände der Dübel untereinander, die Abstände zu den Rändern sowie die Dübelbiegung beeinflussen die aufnehmbare Belastung der Dübelgruppen erheblich.

    Sie sollten sich die Befestigung durch ihren Statiker bemessen lassen.
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  5. #4

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    die Ausführung eines komplett vom Haus getrennten Carports, also ein "freistehendes" am Haus ist nicht möglich?
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  6. #5

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    Eigenständig würde ich bevorzugen ...

    Zitat Zitat von Jürgen Jung Beitrag anzeigen
    die Ausführung eines komplett vom Haus getrennten Carports, also ein "freistehendes" am Haus ist nicht möglich?
    Hallöle,

    bei dem ganzen Fachchinesich oberhalb würde ich auch mit dem besten Gewissen die zitierte Ausführung bevorzugen. Dann muß die Fixierung nur noch die "vom Haus-Wegkippkräfte" aufnehmen und da entfallen die meisten hochgeistigen Problemwälzugen ...
    Ausserdem haste dann noch prima Möglichkeiten, diverse Regale oder Reifenhalterungen zwischen die "Beine" zu fixieren, ohne das "heilige" WDVS zu "verletzten".

    Gruß

    Dirk
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  7. #6
    Themenstarter

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    Halo an alle,
    erst mal dickes Danke für die vielen Tipps.

    Bzgl. der Idee von R.J.: Die Brillux Befestigungsteile sehen sehr gut durchdacht aus. Aber selbst die größte Variante (brillux schwerlastkonsole q) kann nur 500kg Last abtragen.. Das bedeutet, das ich mind. 10St. brauche (mit Sicherheitsfaktor dann eher 15St. und ich glaube das wird preislich ganz schön reinschlagen).. Und laut Katalog ist eine Eignung für Carport auch nicht explizit vorgesehen (aber auch nicht ausgeschlossen). Habe meinen Baustoffhändler dazu befragt, der versucht mir die Fragen bzgl. Zulässigkeit und Preis zu beantworten.

    hallo Baucon: Das mit den Calenberg-Kernkompaktlagern sieht ganz gut aus. Mal schauen ob man mir dort weiterhelfen kann. Bin auch mal gespannt wie die WLG von diesem Material ist. Schein auch eine gängige Lösung zu sein, mein Stahlbauer hat mir nämlich auch was von "Gummi unterlegen" erklärt, konnte sich aber nicht an den typ/Hersteller erinnern.
    Gibt es hier so was wie ein "Standartmaterial das zur thermischen Trennung Mauerwerk zu Carports eingesetzt wird.
    Von der Webpage her wirkt Calenberg auf mich ehr so, das man hier eher Kunden hat die "Autobahnbrücken" oder ähnliches bauen... bin schon mal auf das Gespräch gespannt.
    Zum Thema Belastung: in der Statik wurde Gamma=2 => µ2=2,0 => s2=1,7kN/m2 und für qw=0,8 & g=1,22 kN/m2 angenommen? ist das deiner Meinung nach so OK?
    Das das Foarmglas keine punktuellen Querkräfte aufnehmen kann ist mir klar, meine Hoffnung war jedoch das durch die Reibung zw. Stahlträger und Foarmglas die Querkraft flächig eingeleitet wird und das die 50kN als Scherkraft auf die 0,9m² Kontaktfläche wirken.
    Auf der Wandfläche wird das Foamglas natürlich flächig mit dem von Hersteller dafür empfohlenen Kleber verklebt und die Foamglas-Fläche ist natürlich auch mind. doppelt so groß. wie die Kontaktfläche des Stahlträgers..
    Die Schrauben sollten also nur dazu dienen die Reibungkraft zw. Foamglas und Stahl zu erzeugen. Somit sollte die Belastung der Schrauben dann auch nahezu Querkraftfrei sein..
    oder übersehe ich was?
    Natürlich werde ich die Sache mit meinen Stakiker klären , aber vorher wollte ich mir mal verschiedene Ideen einholen und meine Ideen bewerten lassen, und dazu ist es doch Ok diese Forum zu nutzen? Oder?
    Würde mich über eine Antwort von dir freuen.

    Das mit den zusätzlichen Stützen habe ich auch schon mal mit meinem Architekten diskutiert.. Der hat das dann auch mal eingezeichnet, aber so richtig toll sah das nicht aus... bevor ich aber tausende von Euros für die Befestigung ausgebe, oder mir riesige Kältebrücken einbaue, ist das immer noch die beste Lösung.

    Gibt es jemanden der schon mal gesehen hat wie das auf anderen Baustellen gelöst wurde?
    Ansonsten bin ich auch für weitere Ideen dankbar.
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