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  1. #1

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    Wie renoviere ich meine Innenwände bei Rissbildung richtig?

    Hallo,
    ich habe folgendes Problem:
    In meiner neuen Eigentumswohnung habe ich die Tapete vom Vormieter abgerissen, um eine glatt geputzte Oberfläche herzustellen.
    Der ursprüngliche Mauerwerks aufbau ist von aussen nach innen wie folgt:
    -Aussenputz
    -Mauerwerk (Ziegel)
    -Gipskartonplatte mit Ansetzbinder befestigt
    -ca. 2mm Gipsputz (geschätzt Rotband o. Ä.)
    -Tapete
    Nach Ablösen der Tapete habe ich nun festgestellt, dass an sehr vielen Stellen im Bereich der Plattenstöße Risse entstanden sind.
    Das ist natürlich nicht sehr ansehnlich und ich überlege, wie ich rißfreie, glatte Oberfläche herstellen kann.
    Ein Mitarbeiter eines Bekannten Farbherstellers empfohl mir zuerst eine Verfestigung des Untergrundes mit einer Grundierung. Auf diese würde dann ebenfalls vollflächig ein Armierungskleber aufgebracht, in den dann ein Glasfasergewebe eingearbeitet wird. Abschlißend würde als Oberputz ein kalk-zement-gebundener PII Putz in ca. 2-3mm Stärke aufgebracht.
    Soweit so gut...
    Als ich dann bei einem anderen Hersteller nachfragte, riet dieser mir davon ab eine neue Putzschicht vollflächig auf den alten Gipsputz aufzutragen, weil er meinte, dass Gipsputze immer nur einlagig geputzt werden würden. Das Auftragen einer weiteren Schicht wäre problematisch und ich sollte lieber nur die entstanden Risse aufweiten und zuspachteln. Da der alte Putz aber alles andere als gut verarbeitet und eben ist, möchte ich shcon gerne eine komplett neue Oberfläche herstellen.
    Wer hat jetzt "Recht"? Ich bin nach diesen Aussagen sehr verwirrt, zumal ich in dem technischen Beiblatt für den Armierungskleber keinen PiV (Gipsputz) als geeigneten Untergrund gefunden habe. Dort sind nur PII und PIII Putze als geeignet aufgelistet.
    Was kann ich also tun? Oder gilt ein ausreichend Grundierter Gipsputz als tragfähig genug??
    Ich hoffe, mein Problem ist deutlich geworden und bedanke mich schon einmal für eure Antworten :-)
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  2. Wie renoviere ich meine Innenwände bei Rissbildung richtig?

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  3. #2

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    Wie wäre es mit:
    Runter mit dem ganzen Müll bis zur nackten Mauer. Die dann sauber verputzen (lassen).
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  4. #3
    Themenstarter

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    Das wäre mit Sicherheit die gründlichste Methode, aber wohl auch die teuerste. Muss dazu sagen, dass ich Berufsanfänger bin und die Wohnung meinen Eltern gehört. Wenn ich denen jetzt sagen würde, dass ca. 300m² Rigips mit Kleber runter und nochmal alles neu verputzt werden müsste, würden die mir ins Gesicht springen
    Es muss doch eine kostengünstigere und weniger aufwendige Möglichkeit geben, die Risse zu entfernen/überdecken. Wie gesagt die Risse sind nur in einigen Stoßbereichen der Platten und nicht überall.
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  5. #4
    Avatar von THEO
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    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand eine GK-Platte durchgängig mit 2-3mm Gipsputz (uneben) überputzt hat.

    Wahrscheinlicher ist eine fehlerhafte (keine V-Fugen, evtl. kein Fugendeckstreifen) Fugenverspachtelung, die möglicherweise repariert werden kann.

    Wie wär´s, wenn Du ein Foto der Schadstellen einstellst - und dann mal auf eine Info von einem Trockenbauer wartest?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Es ist wirklich so, dass die Gipskartonplatten nochmal mit einem Gipsputz (Rotband o. Ä.) überputzt wurde. Ich denke ja auch, dass die Risse entstanden sind, weil kein Fugenband eingesetzt wurde. Aber im Nachhinein muss ich ja irgendwie die Risse beseitigen.
    Mittlerweile bin ich soweit, dass ich denke die beste Möglichkeit ist das vollflächige auftragen eines sogenannten Malervlieses (z.B. Capadecor AkkordVlies-Z), auf das dann nurnoch gestrichen werden muss. Bin aber weiter offen für Vorschläge
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  7. #6

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    Risse V-förmig aufschneiden, säubern, Glasfaserband einspachteln, 2-3 Arbeitsgänge und Schaden dürfte behoben sein....


    Gipser
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  8. #7
    Avatar von THEO
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    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    ...und Schaden dürfte behoben sein....


    Gipser
    @Gipser
    danke nach Nemberch
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  9. #8
    Themenstarter

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    Danke für die Antworten!

    An die Variante habe ich auch schon gedacht, aber was ist, wenn nach und nach noch weitere Risse an anderen Plattenstößen auftreten, weil ja überall die Fugenstreifen weggelassen wurden? Dann muss ich ja immer wieder anfangen nachzuspachteln, wenn sich mal woanders ein Riss auftut. Habe ich mit einem Malervließ, dass vollflächig verteilt ist und in gewisser Weise rissüberbrückend wirkt nicht die "sicherere" Methode? Neben den Rissen stört mich ja auch die teilweise unansehnliche Oberfläche (unsauber gearbeitet und uneben). Mit einem Malervlies hätte ich doch die Möglichkeit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Zum einen bekomme ich eine glatte Oberfläche und zum zweiten beuge ich weiteren Rissen vor, oder? Wie seht ihr das?
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  10. #9

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    Unsaubere Stellen und Unebenheiten kannst du aber mit dem MV auch nicht überdecken...
    versuch mal den Putz abzukratzen oder zu schleifen, notfalls mit einem Multifinisch vollflächig spachteln


    Gipser
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  12. #10
    Themenstarter

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    War jetzt mal auf der Herstellerseite und hab mir das technische Datenblatt durchgelesen.

    http://www.caparol.de/Portals/_de/up...929/TI_857.pdf

    Laut Hersteller sollen sich damit leicht rauhe oder ungleichmäßig
    strukturierter Oberflächen bearbeiten lassen. Das Fließ selbst soll eine sehr glatte Oberfläche haben und kann nach dem Austrocknen angestrichen werden.
    Die Unebeneheiten sind bei mir nicht mehrere mm stark, sondern sind von den Putzarbeiten kleine Kellenspuren vom Auftragen usw zu sehen. Hoffe mal, dass sich solche kleinen Makel mit dem Fließ ausbessern lassen. Was sagt ihr dazu?
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  13. #11
    Avatar von Peeder
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    dass sich solche kleinen Makel mit dem Fließ ausbessern lassen.
    nun mit überpappen iss nicht.

    Kollege @Gipser liegt richtig, erst mal schleifen , so oberflächlich, nich den ganzen Putz runterschleifen ! Geht ganz gut mit eine Schleifhexe ( Giraffe ) und 40er Papier.
    Risse stark anschäfften, verspachteln . Unitot oder so was , kein Multi.
    dann
    notfalls mit einem Multifinisch vollflächig spachteln
    nicht notfalls, ich würde es tun !
    Du willst keine Risse, keine unebenheiten, keine vertieften oder erhöhten Grate, also , wie heisste es in den lied :
    " ab heute wird wieder in die Hände gespukt, wir..... "

    Am besten du stellst ein Halostrahler in die Ecke an der Wand, und schaust ( immer an der Wand lang ) dir mal das Ergebnis an, mit oder ohne Vlies, grausam.
    Das Fließ selbst soll eine sehr glatte Oberfläche haben
    ja, hat es eigendlich, setzt aber eine ebene ( mind Q2-Q3 und erhöhte Anforderungen ) Fläche voraus.
    Ob dies auch bei dem aufgepappten Putz gilt, weiss ich nicht so recht, zumindes iss es bei GK Systemen mal nee voraussetzung.
    Da Abbruch nicht in Frage kommt, noch nee Gipsplatte davor also auch nicht.

    Peeder
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