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  1. #1

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    Wertentwicklung einer Eigentumswohnung

    Angeregt durch den Strang "ETW: Wie finanzieren" im Forum Baufinanzierung, möchte ich hier einmal die Wertentwicklung einer ETW zur Diskussion stellen.

    *********************************

    Hierzu zunächst ein Beispiel:

    Im Jahre 2004 habe ich mir ein 12 Jahre altes Studentenappartement als Geldanlage zur Vermietung gekauft.

    Neupreis war im Jahr 1992 158000 DM, mein Kaufpreis im Jahr 2004 war 19500 € (39000 DM).

    100 x 39000/158000 = 24 %

    Das heißt also, daß das Appartement in 12 Jahren einen Wertverlust von schlappen 76 % erlitten hat.

    ******************************

    Wie schätzt ihr die Wertentwicklung einer ETW ein? Oder anders gefragt:

    Ist es überhaupt realistisch, bei einer Eigentumswohnung eine Wertsteigerung zu erwarten?

    Eigene Erfahrungen?
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  2. Wertentwicklung einer Eigentumswohnung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    MoRüBe
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    Radio Eriwan...

    ... im Prinzip ja, aber:

    der Wert einer Immobilie wird ja bekanntermaßen von vielen Faktoren bestimmt, dessen wichtigster dieser ist:

    Angebot und Nachfrage. da ist natürlich als erstes die Lage in der Republik zusehen. Dann die Möglichkeit der Abschreibung (SonderAfa).

    Wenns das nicht mehr gibt, ist alles auf einmal Zappenduster. Wenn dann auch noch teuer eingekauft, ist alles Essig. Beispiel Grenzöffnung: Bis zur Grenzöffnung waren wir Zonenrandförderungsgebiet (also 50 % SonderAfa). Mit Grenzöffnung nicht mehr (paar Tage danach). Preise fielen ins Bodenlose. Wenn wir morgen die deutschen Ostgebiete zurückkaufen wird haargenau wieder das gleiche passieren. SonderAfa in Königsberg beispielsweise, und in Dresden bricht der Markt zusammen

    Die ETW ist auf lange Sicht gesehen sicherlich ein Wertsteigerungsobjekt, aber wer von uns kann in die Zukunft blicken???
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  4. #3

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    Kann man pauschal nicht sagen.

    Du kannst ein Schnäppchen machen in sehr guter, gefragter Lage (sehr selten, fast unmöglich), und das Ding mit Faktor2 wieder verkaufen.

    Du kannst auch eine ETW kaufen, die unverkäuflich wird (sehr oft der Fall)

    Alles möglich.

    Zur Wertanlage sind Immobilien (EFH, MFH) immer gut geeignet, man hat was "Handfestes".
    Bei einer ETW gehören Dir noch nichtmal die Fenster .... die gehören der Eigentümergemeinschaft.

    Muss jeder selber wissen ...

    Um auf den Fall von Dir zu kommen, ich habe darüber mal nachgedacht :

    Mieten kostet bei 100 QM in guter Lage so um die 700 Euro im Monat. Nebenkosten lasse ich mal weg, die fallen überall an, auch bei einer ETW.

    Wenn ich 100 Qm zum Preis von 150.000 Euro kaufe, zahle ich ca. 8.000 € Zinsen im Jahr ... Sind im Monat ca. 650 €.

    Also sind die Zinsen am ANFANG so hoch wie die Miete ....

    Im Laufe der Zeit werden die Zins-Zahlungen durch die Tilgung geringer, aber man könnte das Tilgungsgeld im Falle der Miete auch anlegen und erhält hier wieder Zinsen ....

    Ich würde generell davon abraten ETW als Wertsteigerungsobjekt zu sehen ....

    Ich würde auch jeden jungen Menschen davon abraten soetwas für den Eigenbedarf zu erwerben ...
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  5. #4

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    Ach P.S. : Eigene Erfahrung :

    Ca. 20 ETW gekauft und verkauft, davon ca. 5 werteneutral, 10 mit Verlust (wenn man das Eigenkapital verzinst angelegt hätte), 5 mit Gewinn, davon eine (3.5 Million, Schweiz), die alles wieder weg macht.

    In der Summe alles für die Katz!
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  6. #5

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    Zitat Zitat von sentina Beitrag anzeigen
    Ach P.S. : Eigene Erfahrung :

    In der Summe alles für die Katz!
    und das als architekt aus einer ferienhochburg

    MfG
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  7. #6

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    Du ich kann mich nicht beklagen. Kenne ne menge Leute die nen haufen Geld durch die falschen Immobilien verloren haben ...

    Und vielleicht solltest Du mal Dein Aktienpaket anschauen, da wett ich schon 10 Jahre nicht mehr mit ... von daher kanns besser garnicht gelaufen sein
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7

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    Zitat Zitat von Rinke Beitrag anzeigen
    Wie schätzt ihr die Wertentwicklung einer ETW ein? Oder anders gefragt:

    Ist es überhaupt realistisch, bei einer Eigentumswohnung eine Wertsteigerung zu erwarten?

    Eigene Erfahrungen?
    Ich würde sagen, dass im Moment Wertsteigerungen bei ETW eher schwer zu erzielen sind. In meinen Augen sollte der Grund zum Erwerb auch ein anderer sein: Wenn man selbst drin wohnt, dann ist man wenigstens keinem Vermieter mehr Rechenschaft schuldig. Natürlich hat man, bedingt durch das enge Zusammenleben, Verpflichtungen gegenüber den Mitbewohnern und den Miteigentümern. Und z.B. die Tatsache, dass Fenster Gemeinschaftseigentum sind hat auch ihre Vorteile: Wenn da was kaputt ist, dann ist die Instandsetzung auch Aufgabe der Gemeinschaft. Es ist halt in vielen Belangen eine Solidargemeinschaft - manche Lasten werden eben auf alle verteilt.
    Abgesehen davon behaupte ich mal: wer beim Kauf nicht nur gierig auf die Rendite schaut, sondern auch noch ein halbwegs gesundes Verhältnis zum Wert eines Gegenstands hat, der wird auch keine großen Verluste beim Verkauf machen. (und hat zusätzlich ja die Miete gespart bzw. eingenommen) Wer dagegen für ein 30m² Apartment in einer Top Lage weit über 100.000 Euro zahl der muss in ein paar Jahren erst wieder einen Dummen finden, der bereit ist, genausoviel zu bezahlen. Die Herstellungskosten für eine Wohnung sind ja nicht so unterschiedlich ob das in einer Top-Lage oder in einer miesen Lage ist - da ist allein der Grundstückswert ein anderer. Man kann ja mal den Grundstückspreis aus einer ETW herausrechen und dann überlegen, was die reine Wohnung kostet.
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  10. #8
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von sentina Beitrag anzeigen
    Mieten kostet bei 100 QM in guter Lage so um die 700 Euro im Monat. Nebenkosten lasse ich mal weg, die fallen überall an, auch bei einer ETW.

    Wenn ich 100 Qm zum Preis von 150.000 Euro kaufe, zahle ich ca. 8.000 € Zinsen im Jahr ... Sind im Monat ca. 650 €.

    Also sind die Zinsen am ANFANG so hoch wie die Miete ....
    Das Rechenbeispiel hinkt aber ein bißchen.

    Als Geldanlage ist eine Eigentumswohnung nur interessant, wenn ich für den Kauf maximal die 10-fache Jahresmiete ausgebe.

    Das wäre dann zunächst einmal eine Verzinsung von 10 %... aber:

    von den 10 % Bruttorendite gehen erst einmal die 2 % Abschreibung ab, die quasi Wertverlust, bzw. Instandsetzungsaufwand darstellen (Lebensdauer einer Wohnung 50 Jahre).

    Dann wird man Leerstände haben, während die Nebenkosten weiterlaufen..

    Dazu kommt ein erheblicher Verwaltungsaufwand..

    Wenn ich bei Bundesschatzbriefen also 4,5 % kriege, sicher, ohne Aufwand...dann möchte ich bei einer Mietimmobilie schon eine Nettorendite von 6-7 % haben, sonst lohnt sich das nicht.

    Deine 100 m² Wohnung in guter Lage mit 700 Schleifen Miete wäre mir also 12 x 700 x 10 = 84000 € wert und nicht 150000€.
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