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Bau(unter)grund problematisch?

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  1. #1

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    Bau(unter)grund problematisch?

    Hallo Ihr Erfahrenen!

    Ich als Laie und Bauanfänger hab mal ne Frage (wir sind noch auf der Suche nach einem Baugrundstück):

    In den Bauvorschriften des örtlichen neuen Baugebiets steht geschrieben:

    Im geologischen Baugrundgutachten wird festgestellt, daß der
    leicht plastische Boden eine sehr hohe Wasser- und Witterungsempfindlichkeit aufweist.


    Ich interessiere mich für ein Grundstück in dem Baugebiet. Angeblich ist es etwas felsig da drunter wie halt überall hier. Der Rest vermutlich lehmig, aber das weiß ich nicht genau.
    Ach ja, und es ist etwas hängig, wenn ich das richtig lese im Plan, ungefähr 2 m Höhenunterschied (von einem Ende des Grundstücks zum anderen) von der Strasse weg geht es also tiefer. Es gäbe auf der anderen Seite aber auch Grundstücke, (leider nördlich ausgerichtet), die zur Strasse hin tiefer gehen.

    Bevor ich mich da näher reinknie: Was heißt das?
    Lohnt sich da überhaupt, mehr Interesse zu zeigen?
    Für mich hört sich das gar nicht gut an erstmal.
    Sind da schon höhere Kosten absehbar oder?

    Natürlich würden wir vor einem Bau ein Baugrundgutachten machen lassen. Es geht jetzt nur um die allgemeine Sondierung.
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  2. Bau(unter)grund problematisch?

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    3,848
    grundsätzlich sagt dieser Satz selber noch mal nicht allzuviel. Eigentlich sagt der Satz erst einmal nur, dass es notwendig ist, das im Zuge eines Aushubs freigelegte Planum möglichst unmittelbar nach dem Aushub vor dem Zutritt von Wasser zu schützen, damit es nicht in Brei übergeht.
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  4. #3
    gast3
    Gast
    also ..
    kurze Ergänzung zu Manfred ...

    du hast dann eben einen "lehmigen" Boden,

    mit dem bautechnich sehr sorgfältig umgegegangen werden muss (keine dynamische Beanspruchung bei erhöhtem Wassergehalt durch Befahren etc.) ansonsten = Pudding / Matsche etc.

    der eine geringe Wasserdurchlässigkeit aufweist und

    nur sehr eingeschränkt (wenn überhaupt) für die Abtragung von Bauwerklasten geeignet ist und

    für den Wiedereinbau nicht zu gebrauchen ist ...

    Also eigentlich einen ganz normalen Boden und somit kein Grund für erhöhte Nervosität


    Gruß


    Helge
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Zustimmung zu Helge

    aber zu dieser Aussage wäre ich auf Grund der wenigen Informationen dann doch noch nicht bereit:
    Zitat Zitat von thor65 Beitrag anzeigen
    nur sehr eingeschränkt (wenn überhaupt) für die Abtragung von Bauwerklasten geeignet ist
    das passt dann aber schon wieder
    Zitat Zitat von thor65 Beitrag anzeigen
    Also eigentlich einen ganz normalen Boden
    Es gibt halt solche Gegenden, die können aber oberhalb der Grasnarbe durchaus Reize haben, die als Entscheidungsgrundlage bzgl. des Findens der eigenen Heimat wichtiger sind.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke erstmal für die schnellen Antworten! Ihr habt mich ja schon beruhigt jetzt.
    Über die Grundwassertiefe ist leider in dem ganzen Plan überhaupt nix vermerkt. Die von der Gemeinde sagen, sie wissen es grad nicht?! Wäre ja schon interessant, weil wir ja auch mit Keller bauen wollen.

    Zitat Zitat von thor65 Beitrag anzeigen
    nur sehr eingeschränkt (wenn überhaupt) für die Abtragung von Bauwerklasten geeignet ist und
    Was heißt das? Sagt mir leider noch gar nix.

    Also dass der Boden zu Verdichtungen neigt, weiß ich schon.
    Wir wohnen ja schon ein paar Jährchen zur Miete in der Gemeinde und ohne Frostgare läuft im Garten so gar nix, weil das wie Beton ist im Frühjahr.

    D. h. also den Aushub muß man wegfahren und zum Verfüllen nimmt man dann was anderes und für den Garten eh Humus oder?
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  7. #6
    MoRüBe
    Gast

    Also...

    ... unter dem Strich nützt es Dir jarnüscht ob die Gemeinde was weiß, oder nicht. Dein Grundstück ist entscheidend. Und da hilft nur ein Bodengutachten für Dein Grundstück. Und dann ein Gespräch zwischen Baugrundgutachter und Statiker/Architekt, weil letztendlich wissen nur die beiden letzteren, was da nu genau drauf kommt. Und nur der Statiker kann berechnen was drauf kann und vor allem wie. Alles andere ist Glaskugelmodus
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  8. #7
    gast3
    Gast

    Nun ja ...

    bindiger ("lehmiger") leicht plastischer Boden ist nicht immer der Baugrund, auf dem man standartmäßig bauen kann - aber Manfred hat recht - so weit muss man nicht unbedingt gehen,

    oft / meist genügt bei ordnungsgemäßer Arbeitsweise (s.o.) ein Bettungspolster (wenn überhaupt erforderlich).

    also bisher nichts dramatisches - ob du deinen Aushub zum Geländeausgleich (Grünflächen etc.) verwenden willst / kannst ??? ansonsten muss er eben weg !

    ansonsten s. MoRüBe

    Gruß


    Helge
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  9. #8
    Avatar von alex2008
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    Zitat Zitat von thor65 Beitrag anzeigen

    mit dem bautechnich sehr sorgfältig umgegegangen werden muss (keine dynamische Beanspruchung bei erhöhtem Wassergehalt durch Befahren etc.) ansonsten = Pudding / Matsche etc.
    da gebe ich Dir vollkommen recht.

    und wie es Manfred schon erwähnte da sind Schutzmaßnahmen empfehlenswert.

    Bsp. Böschung mit Folie abdecken, ebenso die Sohle, Sohle mit Gefälle planieren damit Wasser zur Seite ablaufen kann, evtl. Wasserhaltung mit Pumpensumpf.
    Aber erst mal näheres aus Bodengutachten abwarten.

    für den Wiedereinbau nicht zu gebrauchen ist ...
    Und Warum nicht? Auch ein lehmiger Boden läßt sich wieder einbauen und verdichten!
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  11. #9
    Themenstarter

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    Danke, das hat mir schon sehr weitergeholfen.
    Wir haben heute das Grundstück nochmals genau angesehen und den Nachbarn befragt. Der eine behauptet, es wäre kein Felsen drunter, sondern nur Humus gewesen. Hm, komisch. Baugrundgutachten: sowas hätte er nicht gehabt.
    Irgendwie: jeden, den ich frage, der hat das auch nicht gemacht und hält mich für doof, dass wir das eigentlich schon wollten!? *hä*
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  12. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Julibau Beitrag anzeigen
    ..*hä*
    is normal die freuen sich, wenn nach 3 jahren noch keine
    fetten risse da sind ..
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