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  1. #1

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    Abfallendes Grundstück: Was nun?

    Wir haben ein Grundstück gekauft und darüber ein Baugrundgutachten erstellen lassen. Der Gutachter rief an und fragte erstmal nach, ob wir das Grundstück denn die letzten Tage mal gesehen hätten, da sich jetzt eine Schotterstraße befindet. Unser Grundstück befindet sich unterhalb Straßenniveau und hat dann noch ein Gefälle. Das Grundstück ist 18m breit und 30m lang. Bis zur Hälfte der Länge gibt es ca. einen Höhenunterschied von 1m. Danach geht ein kleiner Wall nochmal ca 1m abwärts, das dann folgende Stück ist gerade. Für den hinteren Teil hatten wir uns überlegt, dieses Gartentechnisch zu lösen (Wall hinunten auf den Rasen o.ä.). Aber der vordere Teil muss aufgeschüttet werden. Der Gutachter sagte, es müsste 2m Boden aufgeschüttet werden, was sich auf 10.000 bis 15.000 EUR belaufen könnte. Da waren wir erstmal geschockt. Ich bin gleich zum Grundstück gefahren und habs mal fotografiert (das Grundstück liegt links neben der Schotterstraße):

    Grundstück

    Auf der Seite sehen alle Grundstücke so aus, bis auf die letzten Beiden, wo sich das Bodenniveau erhöht. Da sieht es dann folgendermaßen aus (der Schotter muss noch drauf):

    Von vorne
    Von der Seite

    Wir haben zwar den Notarvertrag für das andere Grundstück schon unterschrieben, könnten aber noch wechseln. Das Grundstück wäre dann 2000 EUR teurer. Es kämen dann evtl. Notarkosten auf uns zu. Grunderwerb haben wir noch nicht zahlen müssen, da das Grundbuch erst nach Fertigstellung der Erschließung geändert wird. Von daher denke ich, dass wir die Grunderwerbssteuer auch nicht doppelt zahlen müssten. Bleibt nur die Frage, wie es mit dem Bauantrag aussieht. Es ist von unserem Architekten schon alles im letzten Jahr bei der Gemeinde eingereicht worden (auch Wasser- und Gasanschluss). Würde dies bedeuten, dass wir einen neuen Bauantrag stellen müssten, und uns demnach nach der neuen EnEV richten müssten?

    Weitere Möglichkeit wäre halt das Grundstück aufzuschütten. Wir werden die Tage mit unserem Bauleiter das Grundstück aufsuchen, dann wir er uns seine Einschätzung mitteilen.

    Dritte Möglichkeit wäre einen Keller zu bauen, der ca. 18000 EUR kosten würde (50qm). Dazu müssten wir allerdings 10000 nachfinanzieren, oder wir verzichten aufs Carport, da kämen wir mit dem Geld geradeso hin. Dann dürfte aber auch nichts weiteres passieren. Die Frage ist, ob der Erdaushub vom Keller reichen würde, um das Grundstück damit aufzufüllen. Auch müssten wir erneut unseren Architekten bemühen, der den Keller zeichnen müsste, neue Statik und neue Energiebedarfsberechnung.

    Wie seht ihr die Lage? Würdet ihr das Grundstück auffüllen, mit Keller bauen, oder gegen das andere Grundstück tauschen?

    Wir sind echt verzweifelt und sehen unseren Traum vom Haus im Moment auf wackeligen Beinen...
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  2. Abfallendes Grundstück: Was nun?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ähhhh - blöde Frage. Wie konnte der Architekt den Bauantrag einreichen, wenn er noch gar keine Höhenlagen hatte???
    Und wie konnte der Statiker eine Statik machen, wenn er noch kein Bodengutachten hatte???

    Bevor Ihr jetzt in Panik NOCH mehr Fehler macht, setzt Euch mit dem Architekten (wenns Eurer ist) oder einem freien Architekten (wenn Eurer vom GÜ ist) zusammen und durchdenkt mal die Möglichkeiten.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Frag mich nicht, von der Arbeit eines Architekten habe ich keine Ahnung...

    Der Bodengutachter hat gerade nochmal angerufen. Der erste Meter des Bodens ist für den Bau ungeeignet und müsste abgetragen werden, und dann halt 2,50m Sand drauf. Das ist bei unserem Haus eine ungefähre Fläche von 11m x 12m. Hieße also ca. 350ccm Sand. Der abgetragene Boden könnte fürs restliche Grundstück benutzt werden.

    Was kämen da für Kosten auf uns zu?
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  5. #4

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    1/3 Liter Sand ist nicht teuer...
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  6. #5
    MoRüBe
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    Ääääh, ist das Haus..

    ... 11*12 oder wirklich die Fläche?

    Und bei uns zahlt man Füllsand liefern und einbauen 14,50 plus moms. Aber 350 reicht ja nicht, da kommt noch nen bischen Böschung dazu, dann wird noch verdichtet, eher 400 m³. Und dann kommen die Baggerstunden dazu um gleich den Füllsand anzudecken. Also 10k€ ist ne realistische Größe bei uns.

    Ach ja, Ralf bei 18 k€ isses nen GU/GÜ, wer nen keller für 18 anbietet...
    Geändert von MoRüBe (17.02.2009 um 16:22 Uhr) Grund: Was vergessen
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  7. #6
    Themenstarter

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    Die Grundfläche des Hauses ist 11,50 x 10,25m, daher habe ich schon auf 12x11 gerundet. Das Carport brauche ich ja glaube ich nicht mitberechnen.

    Es kommt die Tage mal ein Herr von einer Firma, die uns das Grundstück aufschütten würden. Der will mal mit einem Laser etc. genau messen, wieviel benötigt wird, und unser Bodengutachter teilt ihm mit, welcher Füllboden benötigt wird. Dann wissen wir ganz genau, was diese Variante kosten wird.
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  8. #7

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    Frag mich nicht, von der Arbeit eines Architekten habe ich keine Ahnung...
    ...macht doch keiner. Die Frage war: Ist es DEIN Architekt, also ein von Dir erwählter und entlohnter Herr/ Frau. Oder handelt es sich um den Planer eines Generalunternehmers, also einer Firma, die Dir Deine Häuschen + Planung stellt.

    Ist doch ganz einfach zu beantworten, oder?

    Gruß

    thomas
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  9. #8
    MoRüBe
    Gast

    Thomas...

    .... les mal

    Ach ja, Ralf bei 18 k€ isses nen GU/GÜ, wer nen keller für 18 anbietet...

    Tommysehu: rechne lieber mit 14*13 dann biste besser davor... und Streiche meine 10k€ setze eher 13-15 k€
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  10. #9
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    Es ist ein von uns beauftragter Architekt.

    Das Haus wird dann schlüsselfertig von einer Baufirma.
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  11. #10

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    Dann - würd ich sagen - hat der Kollege jetzt ein Problem.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Kannst du das bitte näher erläutern, damit ich mit etwas argumentieren kann? In den Phasen der Bauplanung habe ich etwas bzgl. der Beschaffenheit des Grundstücks nicht gefunden
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  13. #12
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Die ...

    Zitat Zitat von tommythewho Beitrag anzeigen
    Beschaffenheit des Grundstücks
    ... zu überprüfen ist der allererste Planungsschritt .
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  14. #13
    gast3
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    Also ..

    ich muss gestehen, dass ich das Problem nicht so richtig sehe - abgesehen, dass so keiner so richtig planen will.

    Ich würde mich jetzt erst mal beruhigen ....

    und dann ein erstes Nivellement machen lassen.

    Dann von deiner Erdgeschossfußbodenhöhe mal ausgehen und mir mal Gedanken machen, wie soll mein Grundstück aussehen (will ich ein Gefälle oder muss ich eins haben (wegen den Nachbarn etc.), vielleicht terrassieren - vielleicht auch mit Bruchsteinmauer oder wasweissich ().

    Wenn das mal so angedacht ist - ein entsprechendes Erdbau- / Auffüllkonzept ist echt kein Hexenwerk und kostet auch keine Unsummen (lass dich also erst mal nicht verrückt machen) und das Auffüllen sollte bei euch auch nicht die Welt kosten.


    Gruß


    Helge
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Problem - ganz einfach.

    Der Kollege schuldet eine genehmigungsfähige Planung. Zur Genehmigungsfähigkeit gehört der Bezug zum vorhandenen Gelände. Das mag man in der norddeutschen Tiefebene mit einem ________________ erledigen können. Aber sobald ein Grundstück hangig wird, muss das Gelände auch in der Höhenentwicklung aufgenommen werden.
    Erstmal grob und wenn der Baukörper geplant ist, nochmal an dessen Aussenecken fein.

    Ein weiterer Schritt der Planung ist das Untersuchen von Alternativen und die Beratung des Bauherren bei der wirtschaftlichen Entscheidung.
    Hier hätte also bei der Planung bereits geklärt werden müssen, ob Keller oder Sand oder gar ein Grundstückstausch sinnvoller wären.

    Und eine Planung zu erstellen, ohne vom AG ein Bodengutachten gefordert zu haben, wird von Juristen und Versicherern regelmäßig als grobe Fahrlässigkeit gewertet.

    Das sollte für den Anfang reichen, oder
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  17. #15

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    Ab zum Fachanwalt für Baurecht und zwar schnell. Vorher keine weiteren Massnahmen einleiten.

    Beitrag von Ralf Dühlmeyer ausdrucken und darauf verweisen.
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